Die Wiege des Teufels - Ugo Liberatore (1977)

Grusel & Gothic, Kannibalen, Zombies & Gore

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Re: Die Wiege des Teufels - Ugo Liberatore

Beitragvon buxtebrawler » 15. Okt 2010, 11:59

untot hat geschrieben:Das ist fein Doktorchen, :mrgreen: , hast meiner Meinung nach e nix verpasst, trotzdem, guck Dir das Elend ruhig mal an, kann ja nicht schaden. ;)


Sorry, aber "Rosemary's Baby" ist ein verdienter Klassiker, an den Liberatores Film nun wirklich nicht heranreicht. ;)
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Die Wiege des Teufels - Ugo Liberatore

Beitragvon untot » 15. Okt 2010, 19:17

buxtebrawler hat geschrieben:
untot hat geschrieben:Das ist fein Doktorchen, :mrgreen: , hast meiner Meinung nach e nix verpasst, trotzdem, guck Dir das Elend ruhig mal an, kann ja nicht schaden. ;)


Sorry, aber "Rosemary's Baby" ist ein verdienter Klassiker, an den Liberatores Film nun wirklich nicht heranreicht. ;)


Das mögen von 100 Leuten 98 auch so sehen, ich aber nicht, kann ich nix für, ich mag den Film überhaupt nicht. :thdown:
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Re: Die Wiege des Teufels - Ugo Liberatore

Beitragvon Santini » 7. Dez 2010, 00:08

Scan des italienischen DVD-Covers:

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Auszug vom Booklet (8 Seiten gesamt)

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Re: Die Wiege des Teufels - Ugo Liberatore

Beitragvon horror1966 » 22. Jan 2011, 20:43

untot hat geschrieben:Seehhr nettes Filmchen, da macht das Anschauen echt Vergnügen, mir jedenfalls gefällt "Die Wiege des Teufels" um Längen besser als "Rosemary's Baby", auch wenn das vielleicht außer mir niemand so sieht! ;) :mrgreen:





Allein die Tatsache, das man diesen doch eher langweiligen Film mit dem Mesiterwerk von Roman Polanski vergleicht, müsste eine drastische Strafe nach sich ziehen. :basi: Zum einmaligen Anschauen sicher geeignet, kommt "Die Wiege des Teufels" aber noch nicht einmal ansatzweise an die Klasse von Polanskis Werk heran. :thdown:


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Re: Die Wiege des Teufels - Ugo Liberatore

Beitragvon untot » 23. Jan 2011, 05:00

Mesiterwerk :?

ICH seh das eben genau andersrum, lieber Horror, ich lieb diesen Film!!! :P
Und nu?? Krieg ich jetzt Fernsehverbot?? :twisted:
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Re: Die Wiege des Teufels - Ugo Liberatore

Beitragvon horror1966 » 23. Jan 2011, 13:55

untot hat geschrieben:Mesiterwerk :?

ICH seh das eben genau andersrum, lieber Horror, ich lieb diesen Film!!! :P
Und nu?? Krieg ich jetzt Fernsehverbot?? :twisted:



Das muss ich mir echt noch überlegen. :mrgreen:
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Re: Die Wiege des Teufels - Ugo Liberatore

Beitragvon untot » 23. Jan 2011, 18:23

:lol: :lol: :lol:
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Re: Die Wiege des Teufels - Ugo Liberatore

Beitragvon DrDjangoMD » 25. Mai 2011, 14:21

Ich muss mich hier auch Frau Untot anschließen, dass dieser Film durchaus als kleines Meisterwerk gelten kann. Ich hab ihn mir gerade angesehen und nachdem ich die erste halbe Stunde mühsehlig überstanden habe, begann mich der Film plötzlich zu packen und nicht mehr loszulassen.
Das erste Drittel war nur leider wirklich ein bisschen verpatzt. In den ersten fünfzehn Minuten bekommen wir nichts außer mit viel Nachdruck gehaltene Erklärungen, was da auf dem Bildschirm gerade so abgeht. So sagt man uns beispielsweise fünfmal, dass der Protagonist blind ist, in der Gefahr, dass wir das von seinen Bewegungen nicht selbst schließen können. Und solche Nebensätze wie "...die Winters, die mich am liebsten Tod sehen würden,.." zeigen, dass der Drehbuchschreiber wusste, was für eine konfuse Story er da erschaffen hat und nun versuchte jede Kleinigkeit möglichst oft in die Gehirne der Zuseher zu hämmern. Danach kommen noch fünf Minuten Weisenkinder-kommen-zu-seltsamen-Verwandten,-beginnen-aber-irgendwann-Akzeptanz-zu-finden, wie sie die Vorlage für einen Cornelia Funke Kinderroman hätten sein können, doch dann kam - Horror!
Kaum kommt der Stock des misteriösen Fremden zum ersten Mal zum blutigen Einsatz beginnt der Film plötzlich an Fahrt zu gewinnen. Die Story wird deprimierender weil alle Handlungen des Helden aussichtslos erscheinen und wir wissen irgendwie dass die ganze Geschichte nicht gut enden wird. Figuren, denen wir durchaus Sympathie abgewinnen konnten beginnen unheimlich zu agieren. Wir haben Mitleid für den blinden Jungen, weil er praktisch ab der Hälfte des Filmes keine Person mehr hat, der er absolut trauen kann. Klar, da ist dieser Giorgio, der ihm glaubt, aber der ist auch hoffnungslos Alkohol und Frauen verfallen, so dass es ungewiss ist, wie lange er noch auf der Seite des Jungen bleibt.
Den Charakter von Giorgio fand ich überhaupt am interessantesten. Er beginnt irgendwie unscheinbar. Als Freund der Schwester des Helden (= nutzlose Figur um den Bodycount höher zu halten). Danach kommen ein paar eher unsympathische Eigenschaften wie seinen unstillbaren Sexualtrieb. Doch als er merkt, dass er von Marks Schwestern nur benutzt wurde um einen Vater für Baby-Antichrist abzugeben schlägt er sich sofort auf Marks Seite, ja scheint sogar die ganze Sache klarer zu durchschaun als Mark selbst. Dennoch weis man durch, wie erwähnt, seine Liebe zu Alkohol und Frauen nie wie lange ihm noch zu vertrauen ist.
Später rettet er ja einmal das Baby aus den Fluten. Warum?

Der viel gerühmte Gore haute mich anfangs nicht von den Socken. Dann kam ich aber zu der Einsicht, dass ich in der Beziehung vielleicht nur zu verwöhnt von dem 80-Horror war. Für 1978 muss ich gestehen kommen hier doch ein paar nette Einlagen zum Vorschein, die damals als ziemlich kontrovers gegolten haben mussten.
Fazit: Ein Film wie eine Gondelfahrt. Es dauert ein wenig, bis du mit dem Gondoliere über den Preis verhandelt hast und sich die Gondel langsam vom Steg gelöst hat, aber dann wirst du begeistert sein.
7/10
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Re: Die Wiege des Teufels - Ugo Liberatore

Beitragvon buxtebrawler » 25. Mai 2011, 14:34

DrDjangoMD hat geschrieben:Fazit: Ein Film wie eine Gondelfahrt. Es dauert ein wenig, bis du mit dem Gondoliere über den Preis verhandelt hast und sich die Gondel langsam vom Steg gelöst hat, aber dann wirst du begeistert sein.
7/10


Schöne Metaphorik :D
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Die Wiege des Teufels - Ugo Liberatore

Beitragvon DrDjangoMD » 25. Mai 2011, 15:44

buxtebrawler hat geschrieben:Schöne Metaphorik :D


Thanks :prost:
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