The Riffs - Die Gewalt sind wir - Enzo G. Castellari (1982)

Alles aus Italien was nicht in die anderen Threads gehört.

Moderator: jogiwan

Re: The Riffs - Die Gewalt sind wir - Enzo G. Castellari

Beitragvon jogiwan » 7. Nov 2012, 22:47

buxtebrawler hat geschrieben:Manhatten


ein neuer Stadtteil? :kicher:
it´s fun to stay at the YMCA!!!



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Re: The Riffs - Die Gewalt sind wir - Enzo G. Castellari

Beitragvon horror1966 » 3. Jan 2013, 20:33

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The Riffs - Die Gewalt sind wir
(1990 i guerrieri del Bronx)
mit Mark Gregory, Stefania Girolami, Fred Williamson, Vic Morrow, John Sinclair, Christopher Connelly, George Eastman, Ennio Girolami, Massimo Vanni, Betty Dessy, Angelo Ragusa
Regie: Enzo G.Castellari
Drehbuch: Elisa Briganti / Enzo G. Castellari
Kamera: Sergio Salvati
Musik: Walter Rizzati
FSK 18
Italien / 1982

Die Bronx, eine höllische Steinwüste mitten in New York. Hier regiert das Gesetz der Strasse. Die Banden der Riffs, Scavengers und Tigers kontrollieren das Stadtgebiet. Die Polizei ist machtlos und hat das gesamte Viertel zum Sperrgebiet erklärt. Ann, die Tochter des Präsidenten der Manhattan Cooperation, hat das Leben in der High Society satt und sucht Unterschlupf bei Trash, dem Anführer der Riffs. Schließlich kommt es zwischen den Gangs zum Krieg um das Mädchen. Das New Yorker Police-Departement hat zudem seinen besten Mann, Hammer, entsandt, um Anne aus der Bronx zurückzuholen...


Nun könnte man es sich recht leicht machen und das Werk von Enzo G. Castellari lediglich als trashige Italo-Variante eines Bandenfilms abstempeln, doch mit dieser Einschätzung würde man "The Riffs - Die Gewalt sind wir" nicht annähernd gerecht werden. Dieser billig erscheinende B-Movie bietet nämlich eine herrliche Kombination aus Action, Endzeit-und SCI/FI Feeling, die streckenweise an einen Film wie "Die Klapperschlange" erinnert, was sich jedoch keinesfalls auf die Geschichte an sich bezieht. Diese fällt dann im Prinzip auch ziemlich spärlich aus, was aber überhaupt nichts am sehr hoch angesiedelten Unterhaltungswert der Ereignisse ändert. Schauplatz des Ganzen ist die New Yorker Bronx die ausschließlich von verschiedenen Banden regiert wird und die sich rein visuell wie eine echte Trümmerlandschaft darstellt. Während des gesamten Geschehens bekommt man eigentlich nicht ein intaktes Haus zu Gesicht, sondern lediglich Ruinen, die nur noch auf die berühmte Abrissbirne warten.

Und so spielt sich das Bandenleben auch hauptsächlich unter der Erde ab, denn hier haben die verschiedensten Gangs ihren Unterschlupf gefunden und alle fallen hauptsächlich durch herrliche Kostüme auf, von denen manche schon etwas fast futuristisches an sich haben. Dieser Eindruck bezieht sich aber auch auf die Sturmtruppen der Manhattan Cooperation, die in teils skurrilen Outfits die Tochter ihres Präsidenten zurückholen wollen, die sich in den baufälligen Stadtteil begeben hat, um Abstand zu den dubiosen Machenschaften ihres Vaters zu bekommen. Nach schon relativ kurzer Zeit entwickelt sich eine waghalsige Jagd durch die unterirdischen Katakomben, die zudem auch noch herrlich actionreich in Szene gesetzt wurde. Wilde Schießereien, etliche Explosionen und einige Nahkämpfe sorgen an dieser Stelle für genügend Abwechslung und steigern den Unterhaltungswert des Ganzen in ungeahnte Höhen.

Auch die Leistungen der Schauspieler sind eine absolute Augenweide, wobei sich dieser Aspekt aber nicht unbedingt durch herausragendes Schauspiel zu erkennen gibt. Vielmehr sind es die phasenweise theatralisch wirkenden Momente, die den geneigten Fan in wahre Verzückung geraten lassen und stellvertretend steht hier der Name Mark Gregory, der in der Rolle des Anführers Trash eine größtenteils unfreiwillig komische Note einführt. Trotz seiner anschaulichen Figur erscheint der gute Mann immer ein wenig tuntig auf mich und ich kann seinen Charakter nie so richtig ernst nehmen. Hier handelt es sich nun aber keinesfalls um negative Kritik, denn gerade sein manchmal schon künstliches Auftreten ist meiner Meinung nach ein absoluter Höhepunkt dieses Filmes. Mit Vic Morrow hat man ihm dann auch den idealen Gegenpart verpasst, denn in der Rolle von Hammer liefert der Mann eine absolut überzeugende Performance ab und ist an Fiesheit-und Verschlagenheit kaum zu überbieten.

Alles zusammengenommen stellt "The Riffs - Die Gewalt sind wir" ein wunderbares Relikt der 80er Jahre dar und hat in Fan-Kreisen schon längst seinen wohlverdienten Kultstatus erreicht. Was sich für manche Leute vielleicht als billiges Filmchen darstellt, ist in Wahrheit eine skurrile Perle des italienischen Genrekinos, die in keiner gut sortierten Sammlung fehlen sollte.


Fazit:

Enzo G. Castellari hat hier wirklich einen Film geschaffen, der auch nach nunmehr über 3 Jahrzehnten rein gar nichts von seinem Liebreiz-und Charme verloren hat. Eine neuerliche Sichtung ist immer wieder lohnenswert, denn beste Unterhaltung ist definitiv vorprogrammiert, auch wenn es sich um kein filmisches Meisterwerk handelt.


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Re: The Riffs - Die Gewalt sind wir - Enzo G. Castellari

Beitragvon dr. freudstein » 3. Jan 2013, 20:34

Sowas guckt man im Kino :opa:
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Re: The Riffs - Die Gewalt sind wir - Enzo G. Castellari

Beitragvon Arkadin » 3. Jan 2013, 22:04

dr. freudstein hat geschrieben:Sowas guckt man im Kino :opa:


:prost:
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Re: The Riffs - Die Gewalt sind wir - Enzo G. Castellari

Beitragvon Theoretiker » 14. Sep 2013, 07:56

Wir schreiben das Jahr 1990. Also in ferner Zukunft. Hm, okay, in düsterer Vergangenheit. Na ja, als Castellari diesen Film im Jahre 1982 drehte, stieg die Gewalt gerade in Problemstadteilen in der Stadt New York rapide an.

Nun wissen wir, dass New York nicht in Bandenkriminalität versunken ist, sodass man eigentlich annehmen würde, dass das prognostizierte Schreckensszenario seinen perfiden Reiz verloren hat. Aber nein, gerade dieses Wissen ob der tatsächlichen Entwicklung des Big Apples lässt den Genre-Fan frohlocken, da man diese Werke eher als spaßige Entgleisungen der 80er Kultur genießen kann. Ernst nehmen konnte man diese in den 80ern schon nicht und heute natürlich erst recht nicht.

Mit diesem kruden, aber überaus unterhaltsamen Mix aus Banden- und Endzeitfilm hat Castellari den imho besten Genrebeitrag im Bereich geliefert, der zwar nicht mit einer originellen Story, aber mit guter Action, herrlich trashigem Szenario und kreativ gestalteten Bandenkreationen punkten kann.

So überzeugen "The Riffs - Die Gewalt sind wir" den Genrefreund auch heute noch mit naivem Charme.

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Re: The Riffs - Die Gewalt sind wir - Enzo G. Castellari

Beitragvon Reinifilm » 20. Aug 2014, 10:55

"Italienischer Brutalo, der die bedingungslose Hingabe an das absolut Böse als die denkbar beste Möglichkeit zur menschlichen Lebenserfüllung sieht."

Das Kinojournal Frankfurt weiß wie man die "The Riffs"-Aufführung hier in Frankfurt am Besten ankündigt. 8-)
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Re: The Riffs - Die Gewalt sind wir - Enzo G. Castellari

Beitragvon Onkel Joe » 20. Aug 2014, 10:58

Reinifilm hat geschrieben:"Italienischer Brutalo, der die bedingungslose Hingabe an das absolut Böse als die denkbar beste Möglichkeit zur menschlichen Lebenserfüllung sieht."

Das Kinojournal Frankfurt weiß wie man die "The Riffs"-Aufführung hier in Frankfurt am Besten ankündigt. 8-)



:lol: :thup:

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Re: The Riffs - Die Gewalt sind wir - Enzo G. Castellari (1982)

Beitragvon buxtebrawler » 18. Dez 2014, 16:57

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Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: The Riffs - Die Gewalt sind wir - Enzo G. Castellari (1982)

Beitragvon FarfallaInsanguinata » 23. Dez 2014, 00:46

buxtebrawler hat geschrieben:Bild


wie schön. :D
Den würde ich mir glatt in's Wohnzimmer stellen. :nick:
~ VORSICHT! Off Topic ~
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Re: The Riffs - Die Gewalt sind wir - Enzo G. Castellari (1982)

Beitragvon Onkel Joe » 23. Dez 2014, 10:59

Das hier hängt demnächst im Wohnzimmer:

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Danke Dän :verbeug: .
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