The Riffs - Die Gewalt sind wir - Enzo G. Castellari (1982)

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Re: The Riffs - Die Gewalt sind wir - Enzo G. Castellari

Beitragvon untot » 2. Jul 2011, 17:34

Hihi, sehr schöne Tattoos, ja der Bux hat recht, passt zu den Filmen, sehr geil! :kicher:

Mit den seltsam gekleideten Menschen meinte ich nicht die Riffs, sone Leute kenn ich auch genug, ist doch ganz normal, ich meinte die restlichen Gangs, gabs solch seltsamen Gestalten früher etwa auch Nello. :?
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Re: The Riffs - Die Gewalt sind wir - Enzo G. Castellari

Beitragvon Santini » 7. Jul 2011, 23:44

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Re: The Riffs - Die Gewalt sind wir - Enzo G. Castellari

Beitragvon Adalmar » 10. Sep 2011, 16:38

Ich finde dieses Familienunternehmen von Castellari nicht überragend, aus seinem Endzeit-Werk hat mir "I nuovi Barbari" alias "Metropolis 2000" besser gefallen, in dem ebenfalls George Eastman und Ennio Girolami (Bruder des Regisseurs) mitspielen. Hauptdarsteller Mark Gregory mit seinem Babygesicht und der Manowar-Montur bot sich für mich nicht gerade als Sympathieträger an, ebensowenig des Regisseurs Tochter Stefania als verwöhnte Manhattan-Göre auf Selbsterfahrungstrip. Man könnte ja meinen, dass sie in der gesetzlosen Bronx recht schnell ein übles Ende nimmt, stattdessen wird ihr erst mal weitgehend trotz Begegnung mit verschiedensten Gängs kein Härchen gekrümmt. Naja. Besser haben mir Vic Morrow als durchgeknallter Polizist sowie Christopher Connelly gefallen. Auch Williamson und Eastman passen gut in solche Filme rein, von Eastman hätte ich auch gern mehr gesehen. Ich bin einfach mehr für Charakterköpfe als für Muskelpakete ohne darstellerische Aussagekraft. Immerhin gab es nette Einfälle wie den am Treffpunkt der Gangs zu Beginn vor sich hinsolierenden Schlagzeuger. Jedoch die ganzen Gangs mit ihren bizarren Aufmachungen und Gewohnheiten wirkten eher putzig als gefährlich. Hier hätten sich Castellari und Ausstatter/Kostümeur Massimo Lentini (der auch bei den "Thunder"-Filmen mit Gregory beteiligt war) ein bisschen zurückhalten und statt quietschbunter Albernheit mehr in Richtung Bedrohlichkeit arbeiten können.

Mal eine Frage: Was hat es eigentlich mit dem hier häufig erwähnten "Stock im A...." auf sich??
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Re: The Riffs - Die Gewalt sind wir - Enzo G. Castellari

Beitragvon untot » 10. Sep 2011, 19:08

Wenn ich Dich mal aufklären darf lieber Adalmar, also... :ugeek:

Es geht eigentlich nur um Mark Gregory's übertrieben coolen, steifen und deswegen etwas befremdlich wirkenden Gang, sieht eben ganz genauso aus als hätte er besagtes Stöckchen in seinem Allerwertesten stecken. :mrgreen:
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Re: The Riffs - Die Gewalt sind wir - Enzo G. Castellari

Beitragvon Adalmar » 10. Sep 2011, 19:52

Danke - da hätte ich auch selber drauf kommen können. Die vorbildliche Haltung des Herrn di Gregorio hat sich mir auch eingeprägt. :mrgreen:
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Re: The Riffs - Die Gewalt sind wir - Enzo G. Castellari

Beitragvon dr. freudstein » 11. Sep 2011, 00:10

Diese Gangs in ihren komischen Kostümierungen wirkten auf mich auch eher belustigend und nahmen natürlich die negative Stimmung. Da muß ich Onkel Adi recht geben :nick: Deswegen hab ich trotzdem eine Menge Spaß mit dem Film, aber es ging ja darum, daß sich Trash's Gang durch feindliches Gebiet mit gefährlichen Gangs schlagen mußte (wie die WARRIORS) und bei solchen Witzgestalten sieht das Ganze dann doch etwas vereinfachter aus.
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Re: The Riffs - Die Gewalt sind wir - Enzo G. Castellari

Beitragvon buxtebrawler » 11. Sep 2011, 02:10

untot hat geschrieben:Es geht eigentlich nur um Mark Gregory's übertrieben coolen, steifen und deswegen etwas befremdlich wirkenden Gang, sieht eben ganz genauso aus als hätte er besagtes Stöckchen in seinem Allerwertesten stecken. :mrgreen:


...und wer sich als Filmkonsument jenes Stocks entledigt, wird erkennen, dass gerade das sowie die ganzen anderen Putzigkeiten des Films selbigem zu Kultstatus verhelfen - ich meine, allein schon dass die Hauptrolle bereits "Trash" heißt... das ist doch schon ein Wink mit dem Arschstock :D

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Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: The Riffs - Die Gewalt sind wir - Enzo G. Castellari

Beitragvon Blap » 26. Sep 2011, 22:20

Da nun endlich eine offizielle DVD zu "The Riffs" vorliegt, habe ich nach erfolgter Sichtung meinen alten Kurzkommentar ausgegegraben und angepasst:

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The Riffs - Die Gewalt sind wir (Italien 1982, Originaltitel: 1990: I guerrieri del Bronx)

Mit dem Stock im Arsch durch die Bronx

Die Vereinigten Staaten im Jahre 1990, die Offiziellen New Yorks haben den Stadtteil Bronx abgeschrieben. In der verwüsteten Gegend regieren diverse Banden, Aussenstehende sollten sich daher nicht in die Bronx wagen, doch auch untereinander bekämpfen sich die Gangs immer wieder bis aufs Blut. Eines Tages retten die Riffs eine junge Dame aus den Fängen einer feindlichen Bande. Der Anführer der Riffs, der junge, kernige und dynamische Trash (Mark Gregory), nimmt sich Ann (Stefania Girolami) an, die beiden werden ein Paar. Ann ist jedoch die zukünftige Erbin eines gigantischen, einflussreichen Konzerns, diverse Schergen sollen sie zurück in die Fänge der feinen Gesellschaft bringen. Ann denkt allerdings nicht im Traum daran in ihr altes Leben zurückzukehren, sie war todunglücklich in ihrem goldenen Käfig. Der fiese Bulle Hammer (Vic Morrow) soll den Job übernehmen, wird dabei durch den frustrierten Hot Dog (Christopher Conelly) unterstützt. Bald geraten die Riffs unter Druck, doch der clevere Trash ersucht King Orgy (Fred Williamson) um Hilfe. Zusammen mit dem Obermotz der Bronx will Trash verhindern, dass man die Gangs manipuliert, gegeneinander aufhetzt und ausspielt. Trash bekommt es jedoch auch mit einem Feind aus den eigenen Reihen zu tun...

Enzo G. Castellari gehört zu meinen Lieblingsregisseuren des italienschen Genrekinos. Was der gute Mann mit "1990: I guerrieri del Bronx" 1982 aus dem Hut gezaubert hat ist mal wieder aller Ehren wert, ein Exploitation-Kracher aus dem Bilderbuch, herrlich! Manchmal erinnert der Film ein wenig an "The Warriors" von Walter Hill, allerdings ist hier alles bunter und lauter, verpackt in ein "Der-Anfang-der-Endzeit-Szenario". Die Story unterhält während der gesamten Laufzeit prächtig, irgendein Eisen hat Castellari immer im Feuer. Die Hauptfigur Trash -von Mark Gregory mit stoischer Mimik und Körperhaltung gespielt- könnte gut und gern einem Barbarenfilm entsprungen sein, der Typ ist einfach arschcool und erinnert mich an Dave Lombardo, den Drummer von Slayer. Der Fan freut sich über die Fratzen von Chris Conelly, Joshua Sinclair oder auch Castellari himself. Sinnlicher Höhepunkt ist aber eindeutig die Klopperei zwischen den Exploitation-Göttern Fred Williamson und George Eastman. Fred als König der Bronx in knallig bunten Klamotten, George als Anführer einer Truppe irrer Rollschuhfahrer, da gibt es ordentlich Fratzengeballer, grandios! Vic Morrow darf im Finale eine faschistoid anmutende Uniform tragen und völlig ausrasten, Knaller!

Wer auf den Mix aus Action und Endzeit steht, darf sich diesen ganz wundervollen Beitrag des Herrn Castellari keinesfalls durch die Lappen gehen lassen! Da die Riffs sich -meist- per Motorrad bewegen wird sogar für Biker etwas geboten, die Hells Angels waren auch mit von der Partie (allerdings "getarnt"). Endlich hat sich ein hiesiges Label um die Veröffentlichung des Streifens bemüht, gleiches gilt für den starken Nachfolger "The Riffs II - Flucht aus der Bronx". Die DVD bietet den Film in ansprechender Qualität an, an vier Stellen habe ich digitale Schlampereien eingeschlichen, die sich jedoch auf jeweils wenige Sekundenbruchteile beschränken, daher noch im erträglichen Bereich angesiedelt sind. Keine perfekte Auswertung, aber eine gute Scheibe, klarer Pflichtkauf!

Der Film ist ein massiver Freudenspender. Sehr gut bis überragend, absolut unverzichtbar! Fette 8,5/10 mit steigender Tendenz!

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Re: The Riffs - Die Gewalt sind wir - Enzo G. Castellari

Beitragvon dr. freudstein » 26. Sep 2011, 22:35

"Mit dem Stock im Arsch durch die Bronx"

:lol:

Hach und auf 35mm der Wahnsinn, dann wahrscheinlich die Höchstnote :prost:
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Re: The Riffs - Die Gewalt sind wir - Enzo G. Castellari

Beitragvon Blap » 27. Sep 2011, 12:14

dr. freudstein hat geschrieben:Hach und auf 35mm der Wahnsinn, dann wahrscheinlich die Höchstnote :prost:


Das wäre sicher ein Ultra-Gnadenhammer. Am besten als Double Feature mit Teil 2. Nein, noch besser als kleine Kinonacht, mit Castellaris "Metropolis 2000" als Nachbrenner!

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