Besessen - Das Loch in der Wand - Pim de la Parra (1969)

Moderator: jogiwan

Besessen - Das Loch in der Wand - Pim de la Parra (1969)

Beitragvon jogiwan » 28. Aug 2016, 07:30

Besessen - Das Loch in der Wand

Bild

Originaltitel: Bezeten - Het gat in de muur

Alternativtitel: Obsession

Herstellungsland: Niederlande, Deutschland / 1969

Regie: Pim de la Perra

Darsteller: Alexandra Stewart, Dieter Geissler, Tom van Beek, Marijke Boonstra, Vibeke Lokkeberg

Story:

Nils steht kurz vor seinem Examen als Arzt und ist mit der hübschen Marina zusammen, die als investigative Journalistin für eine große Zeitung arbeitet. Als eines Tages in seiner Studentenwohnung ein an der Wand hängendes Bild zu Boden kracht, hinterlässt dieses ein kleines Loch in der Mauer, dass Nils erlaubt, unbemerkt in die Nachbarwohnung zu schauen. Was er dort sieht, übertrifft seine kühnsten Erwartungen und er beobachtet seinen Nachbarn mit nackten Frauen bei Drogenexzessen und sonstigen Dingen. Schon bald kann der junge Student sehr zum Missfallen von Marina nicht mehr von seinem neuen Hobby lassen und vermutet, dass in der Nachbarwohnung schreckliche Dinge vorgehen. Er vernachlässigt sein Studium und auch seine Freundin, doch ob die Ahnungen von Nils auch berechtigt oder nur jugendliche Hirngespinste sind, wird sich erst viel später auf tragische Weise herausstellen…
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Re: Besessen - Das Loch in der Wand - Pim de la Parra (1969)

Beitragvon jogiwan » 28. Aug 2016, 07:31

„Besessen – Das Loch in der Wand“ ist nicht nur ein sehr gut guckbarer Streifen aus deutsch-niederländischer Produktion und dem Jahr 1969, sondern steht auch ganz klar in der Tradition von Hitchcocks „Das Fenster zum Hof“. Der interessante Film präsentiert uns einen jungen Studenten, der durch ein kleines Loch Einblick in die seltsamen Vorgänge in der Nachbarwohnung bekommt und aus dem gelegentlichen Beobachten des Nachbarn mit unterschiedlichen Frauen wird aber bald eine Art Obsession und aus einem Verdacht, ein handfester Kriminalfall mit tragischem Ende. Dabei mag das Erzähltempo zwar für heutige Verhältnisse etwas gemächlich und unaufgeregt wirken, aber man kann sich schon gut vorstellen, dass die freizügige Mischung aus Sex, Drogen und Gewalt mit Amsterdamer Handlungsort und unkonventionelle Verlauf seinerzeit auch auf das interessierte Publikum eine ähnliche Wirkung wie auf den jungen Studenten hatte. Dass der beinah sogar etwas Giallo-eske Streifen daher u.a. auch in Italien sehr erfolgreich lief verwundert jedenfalls wenig und dennoch ist „Besessen – Das Loch in der Wand“ danach hierzulande durch fragwürdige Umstände lange Zeit von der Bildfläche verschwunden. Mit der hübschen VÖ aus dem Hause Koch ist dem aber nun ein Ende gesetzt und ein Interview mit dem grundsympathischen Hauptdarsteller und Produzenten Dieter Geissler ist auch noch am Bord, sodass einer Neu-Entdeckung dieses wunderbaren und sleazigen Thrillers auch nichts mehr im Wege steht.
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Re: Besessen - Das Loch in der Wand - Pim de la Parra (1969)

Beitragvon sergio petroni » 28. Aug 2016, 12:42

Den habe ich mal vor Urzeiten auf VHS oder im TV gesehen, so genau weiß ich das nicht mehr.
Aber da an Film an sich null Erinnerung mehr besteht, ist diese VÖ ja schon fast ein Pflichtkauf.
DrDjangoMD hat geschrieben:„Wohl steht das Haus gezimmert und gefügt, doch ach – es wankt der Grund auf dem wir bauten.“
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Re: Besessen - Das Loch in der Wand - Pim de la Parra (1969)

Beitragvon jogiwan » 28. Aug 2016, 13:19

sergio petroni hat geschrieben:Den habe ich mal vor Urzeiten auf VHS oder im TV gesehen, so genau weiß ich das nicht mehr.
Aber da an Film an sich null Erinnerung mehr besteht, ist diese VÖ ja schon fast ein Pflichtkauf.


Von mir gibts eine Empfehlung, aber im Netz gehen die Meinungen ja ziemlich auseinander, was aber wohl eher an einer falschen Erwartungshaltung liegt. Für moderne Thriller-Fans ist "Besessen" wohl eher weniger geeignet und man muss auch beachten, dass der Streifen bereits 1969 in die Kinos kam. Dafür ist er überraschend zeigefreudig und spricht auch Themen an, die damals sicher als sehr kontrovers galten. Heutzutage ist das natürlich nicht der Fall und der Schwerpunkt liegt auch sicher nicht auf der Thriller-Handlung, sondern unter anderem auch, wie sehr sich ein kleines Malheur wie ein heruntergefallenes Bild auf einmal auf das Leben gleich mehrerer Personen auswirken kann. Wer Italo-Filme aus der Zeit mag, wird diesen feinen Streifen aber sicher auch schätzen.

PS: Bei solchen Kommentaren auf Amazon fängt es einem dann aber doch zu Gruseln an...

Das Bild ist mittelmäßig. Es gelang nicht wirklich die Grobkörnigkeit zu entfernen.


:angst:
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Re: Besessen - Das Loch in der Wand - Pim de la Parra (1969)

Beitragvon sergio petroni » 24. Feb 2018, 14:19

Der Student Nils bewohnt eine Bude in Amsterdam. Als eines Tages ein Bild
von der Wand fällt, entdeckt er darunter ein Loch, durch das man in
die Nachbarwohnung spähen kann. Sein Nachbar scheint regen Frauenbesuch zu haben und
ist wohl auch Drogenkonsum nicht abgeneigt. Nach und nach wird das Loch in der Wand zu
Nils Besessenheit, und er glaubt einem Verbrechen auf der Spur zu sein. Sogar seine Freundin Marina
läßt sich anstecken und nutzt ihren Beruf als Journalistin, um Nachforschungen anzustellen.
Die beiden dringen tief in die Unterwelt Amsterdams ein, was sich
als gefährliches Unterfangen herausstellt. Nils Wandlung vom Beobachter zum Akteur
wird für alle Beteiligten Folgen haben.

Sehr sleaziges Werk von Pim de la Parra nach einem Drehbuch von Martin Scorsese (!),
das auf viel nackte Haut setzt. Hitchcock wird fleißig zitiert, der Spannungsbogen baut
sich nach und nach auf. Die Filmmusik stammt von einem gewissen Bernard Herrmann!
Hauptdarsteller Dieter Geißler war zugleich Produzent und erinnert sich im Bonusinterview
mit Wohlgefallen an seinen Film. Und das zu recht!
6/10
DrDjangoMD hat geschrieben:„Wohl steht das Haus gezimmert und gefügt, doch ach – es wankt der Grund auf dem wir bauten.“
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