Escondido - Franco Rosetti (1967)

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Moderator: jogiwan

Escondido - Franco Rosetti (1967)

Beitragvon jogiwan » 14. Jun 2012, 19:48

Escondido

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Originaltitel: El Desperado

Alternativtitel: Django - Die im Schlamm verrecken / Django - Die im Staub verrecken

Herstellungsland: Italien, Spanien / 1967

Regie: Franco Rossetti

Darsteller: Andrea Giordana, Rosemary Dexter, Franco Giornelli, Dana Ghia

Story:

Ein junger Desperado namens Steve, der gerade erst mit Müh und Not dem Strick entrinnen konnte, trifft an einem Bach einen sterbenden Soldaten. Dieser erzählt ihm von seiner Heimat, der Geisterstadt Escondido, seinem Vater, Sam, und seinem gesparten Geld, mit dem er der Familie eine Ranch kaufen wollte. Verkleidet als dieser Soldat mit dem Namen Bill Flanagan, macht sich Steve auf den Weg. In der Stadt findet er den alten blinden Sam. Doch sie sind nicht die einzigen, auch ein Goldtransport der Armee durchquert die Stadt und eine Horde Banditen, die auf genau dieses Gold scharf sind… (quelle: dtm.at)
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Re: Escondido - Franco Rosetti (1967)

Beitragvon McBrewer » 14. Jun 2012, 19:59

Ohhh...sehe gerade: da kommt ja von SAVOY demnächst (besser: morgen am 15.06.) eine Neuauflage heraus. Die alte Auflage war ja vergriffen bzw. schwer zu bekommen. Nun gut, das Ding ist gekauft, da ich den Film auch seit einiger Zeit Händeringend suche :sabber:
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Re: Escondido - Franco Rosetti (1967)

Beitragvon DrDjangoMD » 14. Jun 2012, 20:03

Ganz egal ob Tarantinos Django-Film gut oder schlecht sein wird, eins ist sicher: Er inspiriert Labels dazu, wunderbare schöne alte Italowestern quasi als Mockbuster (zuerst "Die Todesminen von Canyon City" und jetzt dieser hier) zu veröffentlichen mit dem ganzen gelogenen Quentin Tarantino Gesülze am Cover...und darüber bin ich schon mal wahnsinnig froh :thup:
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Re: Escondido - Franco Rosetti (1967)

Beitragvon reggie » 20. Jun 2012, 18:23

Es gibt ja ein Wendecover, ohne Tarantino mit dem Escondido Titel ;)
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Re: Escondido - Franco Rosetti (1967)

Beitragvon sid.vicious » 7. Jul 2012, 22:33

Bild Bild Bild


Alternativer Titel: Django- Die im Staub verrecken
Alternativer Titel: Django- Die im Schlamm verrecken
Produktionsland: Italien
Produktion: Ugo Guerra, Franco Rossetti
Erscheinungsjahr: 1967
Regie: Franco Rossetti
Drehbuch: Ugo Guerra, Franco Rossetti, Vincenzo Cerami
Kamera: Angelo Filippini
Schnitt: Antonietta Zita
Musik: Gianni Ferrio
Länge: ca. 103 Minuten
Freigabe: FSK 18
Darsteller:
Andrea Giordana: Steve, El Desperado
Rosemarie Dexter: Katie
Dana Ghia: Lucy
Franco Giornelli: Asher
Piero Lulli: Sam Flannigan
Antonio Cantafora: Bill Flannigan
Aldo Berti: Gionata
John Bartha: Wallace
Giovanni Petrucci: Rico
Andrea Scotti: Togo
Dino Strano: Jim
Giuseppe Castellano: Einarmiger Soldat




Steve ist soeben dem Galgen entkommen und trifft anschließend auf einen sterbenden Soldaten. Dieser sagt im, dass in der Geisterstadt Escondido sein Vater lebt, der eine Menge Geld hat um eine Ranch zu kaufen. Steve nimmt die Identität des Soldaten an und macht sich auf den Weg nach Escondido. Neben einem Goldtransport der Armee trifft auch noch eine Horde gemeiner Banditen in Escondido ein, die es auf das Gold abgesehen hat.

In den ersten Einstellungen wird bereits gezeigt wo es innerhalb von „Escondido“ lang geht. Andrea Giordana muss reichlich viel Staub schlucken und sein Lynchkommando anschließen reichhaltig Blei. Der sehr lebhafte Auftakt mündet in den Titelsong „The Desperado“ von John Balfour.

Nachdem zum Start einiges an Staub das Ambiente zierte, wird in der Folgezeit auch ein wenig Grün gezeigt, doch es kommt schon bald zum ersten Regenguss und die Straßen der Geisterstadt bestehen anschließend nur noch aus Schlamm. Eine Gegebenheit die gerade zum Finale sehr ausgenutzt bzw. eingesetzt wird.

„…und wie ein Sohn für seinen Vater Rache nimmt, so werde ich auch Rache nehmen.“

Die Innenausnahmen haben es ebenfalls in sich. Die Beleuchtung ist hier so gut angelegt, dass der Film eine gewisse Atmosphäre versprühen kann. Man fühlt sich innerhalb dieser Bilder einfach wohl. In einigen Sequenzen werden zusätzlich äußerst knallige Farben geboten. Diese sind für den ein oder anderen zwar nur kleine Elemente oder Bestandteile des Films, aus meiner Sicht machen diese allerdings einen ungemein hohen Reiz aus.

Neben der guten Atmosphäre setzt der Film weiterhin auf Spannung, wenn nicht sogar auf eine gewisse Art von Suspense. Franco Rossettis Film birgt schleierhafte und undurchschaubare Charaktere. Man ist nie genau darauf gefasst wie diese in der Folge reagieren werden.

Eine Eintönigkeit, so wie sie das Lexikon des Internationalen Films beschreibt kann ich in „Escodido“ nicht ausmachen. Im Punkt zwei der innerhalb des Lexikon des Internationalen Films angesprochen wird, kann ich allerdings beipflichten. „Escodido“ ist in der Tat ein außerordentlich brutaler Vertreter des Italo Western.

„Jeder kann sich mal irren, aber manche sterben daran“

Es gilt tatsächlich im Staub bzw. im Schlamm zu verrecken, da macht Franco Rossetti keine Gefangenen und geht volle Breitseite nach vorn. Die deutsche Titelschmiede liegt demnach mal nicht im fraglichen Bereich.

Die weiblichen Parts innnerhalb „Escodido“ werden von Dana Ghia als Lucy und Rosemarie Dexter in der Rolle der Katie dargeboten. Dieses kleine Duell geht an Rosemarie Dexter. Dana hat zwar die dankbarere Rolle, allerdings weiß Rosemarie etwas mehr zu überzeugen.

Was unseren Hauptdarsteller anbelangt, so ist Andrea Giordana in der Rolle des Deperados Steve mal wieder absolut genial. Ein Jahr später konnte Giordana innerhalb Castellaris Totengräber seine schauspielerische Klasse erneut bestätigen. Wirklich schade, dass er danach in keinem Italo Western mehr mitwirkte.

Fazit: Ein großartiger IW, der den Zuschauer bis zum letzten Moment begeistern kann. Dazu gesellen sich eine große Portion Brutalität, eine klasse Kameraarbeit und ein brillanter Andrea Giordana.


9/10
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Re: Escondido - Franco Rosetti (1967)

Beitragvon Die Kroete » 9. Jul 2012, 12:23

Gibt es denn, einen qualitativen Unterschied, zur alten deutschen DVD-Veröffentlichung :?:
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Re: Escondido - Franco Rosetti (1967)

Beitragvon Arkadin » 9. Jul 2012, 15:11

Mich würde auch generell interessieren, wie die DVD Quali-mäßig ist.
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Re: Escondido - Franco Rosetti (1967)

Beitragvon Bonpensiero » 9. Jul 2012, 20:16

Die ist gut. Keine wesentlicher Unterschied zur Movie Power-VÖ. Zusätzlich noch ein paar Trailer zu kommenden Italowestern von Savoy mit an Board. Für den geringen Preis sollten man das Ding kaufen. Der Film ist sowieso eine Pflichtveranstaltung! :thup:

BildBildBild

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Re: Escondido - Franco Rosetti (1967)

Beitragvon Ringo aka Angelface » 27. Jul 2012, 18:17

Nun, die Movie Power hat auf größeren Bildschirmen ein Auflösungs- und Bildschärfeproblem. Hoffte die neue Scheibe wäre eine Verbesserung, scheint aber nicht zu so sein. :(
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Re: Escondido - Franco Rosetti (1967)

Beitragvon Blap » 30. Aug 2012, 21:24

• Django - Die im Schlamm verrecken (Spanien, Italien 1967) - Der pfiffige Outlaw Steve (Andrea Giordana) hofft in dem nahezu verlassenen Kaff Escondido ans grosse Geld zu kommen. Leichter gedacht als getan! Hier muss nicht lediglich ein blinder Alter hinters Licht geführt werden, jede Menge Ärger reitet und rollt herbei...

Andrea Giordana erledigt seinen Job recht ansprechend, bietet aber einen eher geringen Wiedererkennungswert. Ich kann mir Giordana gut als "Nebenhelden" oder "Nebenschurken" vorstellen, die Klasse von Charakterfratzen & Genregrößen wie z. B. Anthony Steffen oder Gianni Garko kann er nicht aus dem Colt prügeln. Rosemary Dexter und Dana Ghia sorgen für hübsche Zwischentöne, Ghia herb, Dexter lieblich. Franco Giornelli macht uns den Oberbösewicht, Star des Streifens ist für mich der bewährte Piero Lulli, der eine großartige Vorstellung abliefert. In Deutschland ist der Film auch unter den Titeln "Escondido" und "Django - Die im Staub verrecken" bekannt, der für die DVD gewählte Titel "Django - Die im Schlamm verrecken" trifft den Nagel auf den Kopf. Ja, hier wird im Matsch gespielt und gestorben. Das runtergekommene Nest sorgt für ein stimmungsvolles Umfeld, räudige Fratzen krepieren im Dreck, ein kleines Fest für Westernfans.

Savoy hat dem Streifen eine brauchbare DVD spendiert, wer sich für Italowestern aus der zweiten und dritten Reihe begeistern kann sollte zugreifen. Kein Knüller, aber eine angenehme Ergänzung der Sammlung. Solide 6/10 sind der verdiente Lohn.
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