Die Nackten und die Perversen - Bethel Buckalew

Moderator: jogiwan

Die Nackten und die Perversen - Bethel Buckalew

Beitragvon sid.vicious » 27. Mai 2012, 08:46

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Alternativer Titel: Below the Belt
Produktionsland: USA
Produktion: Bethel Buckalew
Erscheinungsjahr: 1971
Regie: Bethel Buckalew
Drehbuch: Bethel Buckalew
Kamera: Roger Dobek
Schnitt: Dwayne Avery
Musik: Southern & Hensley
Länge: ca. 86 Minuten
Freigabe: Ungeprüft
Darsteller: John Tull, George 'Buck' Flower, Steven Hodge, Uschi Digard


Sammy bereitet den Boxer Johnny auf einen bevorstehenden Kampf vor. Sammys Gier nach Geld treiben ihn zu schrägen Buchmachergeschäften und seinen aggressiven Trieben lässt er bei diversen jungen Damen freien Lauf. Das dieses auf Dauer nicht gut gehen kann, ist…

Die deutsche Titelschmiede hat mit „Boys and Sex“ bzw. „Die Nackten und die Perversen“ mal wieder Alles gegeben. Somit muss darauf hingewiesen werden, das der eigentliche Originaltitel „Below the Belt“ nicht nur für den Gehörgang wesentlich passender ist, sondern den Film auch besser reflektieren kann.

Dieser startet logischerweise in einem gemütlichen 70er Ambiente. Zwei der fünf Hauptfiguren werden hier in Ansätzen vorgestellt. Der Boxmanager Sammy der in bemitleidenswerter Art über die Anstrengungen des Boxmanagements spricht, allerdings über Leichen geht und sein Schützling, der naive Johnny. Zwei unterschiedliche Charaktere treffen somit aufeinander, denn es gibt im Prinzip kein Miteinander. Sammy nutzt die Naivität seines Boxers in jeder Hinsicht aus.

Die Erotikszenen mit denen der Film aufwartet sind von Ästhetik weit entfernt und eher als sleazy zu bezeichnen. Ausnahme ist eventuell die erste mit Uschi Digard. Auch wenn diese in ihrer Art sehr fad ist, so kann zumindest durch die Außenaufnahmen ein wenig Interessantes für das Auge vermittelt werden.

Der Boxmanager Sammy ist innerhalb dieser Szenen meist maßgeblich beteiligt. Hier lässt der zweifelhafte und egozentrische Charakter seinem Trieb: Hass und Brutalität auszuleben, freien Lauf. Die Figur Sammy, ist unter dem Strich gesehen der Hoffnungsträger des Films. Dieser ziemlich verrückte um nicht zu sagen kranke Mensch ist der Bestandteil einer in Ansätzen präsentierten Charakterstudie. Ob die dabei begleitenden Elemente wie Menschenverachtung einen anprangernden Sinn erfüllen sollten oder letztendlich einzig als Mittel zum Zweck dienten ist nicht genau auszumachen. Die Thematik bezüglich der Machenschaften innerhalb des Boxgeschäfts wird allerdings unverkennbar als negativ dargestellt.

Fazit: Ein recht gelungener Film aus den frühen 70ern, der irgendwo zwischen Pseudoerotik, Charakterstudie und Drama angesiedelt ist. Das der Film nicht mit den zuvor von Candybox erschienenen beiden großartigen Christina Lindberg-Filmen mithalten kann, sollte jetzt nicht sonderlich überraschend sein. Qualitativ ist die Veröffentlichung im Bereich Bild und Ton als gut zu bezeichnen. Vor allem in Anbetracht des Alters, dass der Film aufweist.

Unter dem Strich 6 von 10 Punkten.
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