Emanuela - Alle Lüste dieser Welt - Joe D'Amato

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Re: Emanuela - Alle Lüste dieser Welt - Joe D'Amato

Beitragvon Salvatore Baccaro » 10. Mär 2018, 23:17

Allein für diese beiden Anblicke hat sich der Konsum dieses Streifens für mich vollends gelohnt...

1) George Eastman als indischer Guru, der auf den ultimativen Orgasmus harrt, (und beim Sex mit Frau Gemser trotzdem viel zu früh zum Ende kommt):

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2) Joe D'Amato wird von der Polizei aufgrund von Delikten verhaftet, die ich hier nicht weiter ausführen muss, da jeder Mitlesende Augenzeuge von ihnen ist:

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(Wieso beginne ich mich eigentlich jetzt erst für die EMANUELLA-NERA-Serie zu erwärmen?)
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Re: Emanuela - Alle Lüste dieser Welt - Joe D'Amato

Beitragvon buxtebrawler » 11. Mär 2018, 17:32

Salvatore Baccaro hat geschrieben:(Wieso beginne ich mich eigentlich jetzt erst für die EMANUELLA-NERA-Serie zu erwärmen?)


(Weil es sich lohnt.)
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Emanuela - Alle Lüste dieser Welt - Joe D'Amato

Beitragvon buxtebrawler » 3. Jul 2018, 18:09

Sensationell! Die "Black Emanuelle 1-4 Box" erscheint voraussichtlich am 27.09.2018 bei Koch Media auf Blu-ray und DVD, jeweils zusammen mit einer Soundtrack-Audio-CD:

Bild Bild

Extras:
Exklusive Soundtrack-CD, Trailer, Featurettes, Bildergalerie mit seltenem Werbematerial

Quelle: OFDb-Shop
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Emanuela - Alle Lüste dieser Welt - Joe D'Amato

Beitragvon buxtebrawler » 16. Okt 2019, 14:34

buxtebrawler hat geschrieben:Sensationell! Die "Black Emanuelle 1-4 Box" erscheint voraussichtlich am 27.09.2018 bei Koch Media auf Blu-ray und DVD, jeweils zusammen mit einer Soundtrack-Audio-CD:

Bild Bild

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Jetzt sind die Boxen für den 05.12.2019 gelistet.
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Emanuela - Alle Lüste dieser Welt - Joe D'Amato

Beitragvon buxtebrawler » 30. Jun 2020, 16:42

„Liebe ist Hingabe, kein Zahlungsmittel.“

Der vierte Teil der „Black Emanuelle“-Sexploitation-Spielfilmreihe um Laura Gemser als ebenso umtriebige wie triebhafte Fotoreporterin erschien 1977, also noch im selben Jahr wie der skandalumwitterte Vorgänger „Black Emanuelle - Stunden wilder Lust“ alias „Emanuelle in America“. Die Regie bei „Emanuela – Alle Lüste dieser Welt“ führte erneut Joe D’Amato, der seit der ersten Fortsetzung die Reihe betraute.

„Man schwört sich ewige Liebe, aber das ist eine Hypothek auf etwas, das man nicht besitzt!

Gerade hat Emanuelle es noch mit einem Trucker getrieben, der sie per Anhalter mitgenommen hat, als sie ein Hotelzimmer bezieht und prompt das Zimmer verwechselt, woraufhin sie sich eines alten Lustgreises erwehren muss. Dadurch lernt sie den Diplomaten Dr. Malcolm Robertson (Ivan Rassimov, „Mondo Cannibale“) kennen, der sie für gesellschaftliche Missstände sensibilisiert, sodass sie kaum noch Lust verspürt, für ihren nächsten Auftrag nach Indien zu fliegen, von wo aus sie über einen Sexguru (George Eastman, „Foltergarten der Sinnlichkeit“) und seine Lehre des Coitus permanentus (o.ä.) berichten soll. Nachdem sie ihr Hotelzimmer in Indien bezogen hat, macht sie Bekanntschaft mit der jungen Italienerin Mary (Brigitte Petronio, „Der Schlitzer“), die sich dort vor bösen Menschen versteckt. Etwas Entspannung tut da gut, und so ziehen sich beide aus und schieben gemeinsam ein Nümmerchen. Im Anschluss erzählt Mary ihrer neuen Freundin von einem Mädchenhändlerring, der Emanuelles journalistisches Interesse weckt, doch zunächst sucht sie den Guru auf, der gerade einen Rudelbums (inkl. HC-Szenen) veranstaltet. Seine Mission ist die Hinauszögerung des männlichen Orgasmus, worin er seine Schäfchen unterrichtet. Emanuelle stürzt sich mit ins Vergnügen (in HC-Szene gedoubelt) und bringt ihren Sexualpartner sofort zum Höhepunkt – zur Verärgerung des Gurus und der anderen Tantra-Schüler. Im Interview macht Emanuelle Guru Shanti deutlich, wie wenig sie von ihm hält, gibt sich ihm aber trotzdem körperlich hin.

„Bei dir hampeln wohl weiße Mäuse durch die Spirale!“

Dieser Job ist erledigt, also begibt sich Emanuelle nach Rom, um zusammen mit ihrer Journalistenkollegin Cora Norman (Karin Schubert, „Blaubart“) nach den von Mary erwähnten Mädchenhändlern zu suchen. Dies gestaltet sich überraschend einfach; gleich die allerersten Rolls-Royce-Angeber, denen sie begegnen, verschachern sie an die kriminelle Vereinigung, wo sie sich nackt und gefesselt wiederfinden. So amüsant und locker unterhaltsam der Film bis hierhin auch ist, nun wird’s ernst und brutal: Der Clan vergewaltigt Cora und ein Entstellter (Craig Hill, „Dracula jagt Frankenstein“, mit fieser Maske) versucht, Emanuelle zu vergewaltigen, was er schließlich mit einem anderen Mädchen vollzieht.

„Der Orgasmus ist der Tod!“

Doch plötzlich spazieren Emanuelle und Co. aus einer Polizeiwache, plaudern von Rettung und verdienter Strafe – dachte ich zunächst noch, hier würde der von mir gesehenen Fassung eventuell eine Sequenz fehlen, hielt es D’Amato stattdessen schlicht nicht für nötig, zu zeigen, wie die Frauen aus ihrer misslichen Lage befreit und den Mädchenhändlern das Handwerk gelegt wurde. Zum Dank jedenfalls treibt es Emanuelle mit dem Motorradfahrer, der die Polizei gerufen hatte, im Wandschrank seines Hausboots, wo sie sich vor seiner Stiefmutter verstecken, die sich mit einer Liebhaberin aufs Zimmer zurückgezogen hat. So werden zwei Sexszenen parallel montiert, eine originelle und reizvolle Idee, aus der D’Amato jedoch enttäuschend wenig macht, da er sie übereilt abwürgt.

„Alles in Ordnung, hat nur einfach zu viel gebumst!“

Auf der Suche nach Clan-Chefin Elsa Brown geht’s zusammen mit Cora nach Hongkong, wo man die Journalistinnen in einen Puff entführt. Dort herrscht Zwangsprostitution und der irre Chinese Chang führt nicht nur eine Schlange in die Vagina einer gefesselten Frau ein, sondern lässt sie auch von einem Schäferhund besteigen (beides glücklicherweise getrickst). Die Suche nach dem eigentlichen Kopf der Bande, Halup Kilev, führt sie nach Unterredung mit der nun Repressalien fürchtenden Brown jedoch nach Teheran. Dieser entpuppt sich als Cassei (Marino Masé, „Auge um Auge“), einem Minister, der zusammen mit – wie passend – D’Amato (in einer Rolle als Halup Kilev) höchstpersönlich gemeinsame Sache macht! Er veranstaltet eine sog. Diplomatenparty, auf der es sich die Politelite gutgehen lässt. Die Massenorgie wurde wieder mit einigen HC-Szenen angereichert und Giuseppe Marrocco („Verdammte heilige Stadt“) führt Ulla Johannsen („Gewalt – Die fünfte Macht im Staat“) eine Banane ein. Man mischt zusammen mit dem Emir (Gianni Macchia, „Blutiger Freitag“) den Harem kräftig auf und ein schöner Dreier zwischen ihm, Emanuelle und Cora stimmt wieder versöhnlicher. Für eine Senkung des Ölpreises versprechen die Journalistinnen, Stillschweigen zu bewahren.

„Na los, komm, mein Fötzchen!“

Noch nicht gänzlich versöhnt sind Emanuelle und Cora hingegen mit dem, was sich immer noch einige Herren der Schöpfung so herausnehmen. Eine weitere Spur zu US-Senator Paul Lexon, der die beiden Damen direkt zu einer „Wahlparty“ mitnimmt, wo eine Frau misshandelt und anschließend Obdachlosen zur Vergewaltigung hingeworfen wird, jeweils unter Anfeuerungsrufen des Senators, bis die Situation endgültig eskaliert. Eine grimmige Szene, die schwer im Magen liegt.

Was Nico Fidenco hier erneut mit einem durchaus hörenswerten Soundtrack zwischen Easy Listening und Suspense unterlegte, ist ein nach seinem luftigen Auftakt (mit einem auch in Maskerade alles andere als wie Inder aussehendem Eastman) wie schon der Vorgänger erneut ziemlich böses Sexdrama, aus dem unter D’Amato ein fragwürdiger Sexploitater wurde: So sehr „Emanuela – Alle Lüste dieser Welt“ auch mit Sozialkritik gespickt wurde, so wenig glaubwürdig wirkt diese, wenn Frauenmisshandlungen und -missbrauch derart grafisch ausgeschlachtet werden, das erfolgreiche Vorgehen gegen die Täter aber mitunter lediglich in kurzen Dialogen erwähnt, nur eben nicht gezeigt wird. Problematisch ist es auch, dass keines der weiblichen Opfer sonderlich beeindruckt von den eigentlich traumatisierenden Verbrechen, die gegen sie begangen wurden, scheint, man scheint alles recht locker wegzustecken. „Also kann es so schlimm nicht gewesen sein“, dürfte sich da manch Perversling denken.

In der mit einer ungewöhnlich schnoddrigen deutschen Synchronisation versehenen Handlung dürfte es vorrangig darum gegangen sein, ein sowohl sensations- als auch sexlüsternes Publikum anzulocken und ihm etwas zu bieten, es gleichsam mit makelloser Schönheit zu faszinieren und mit nackter Gewalt abzustoßen. Die Folge sind zu viele eklige Szenen, die einfach nicht in einen erotisierenden Streifen passen wollen oder aber ein tatsächlich fragwürdiges Publikum anziehen. Daher funktioniert dieser episodenhafte Film je nach Betrachtungsweise lediglich maximal zur Hälfte, denn Gewalt-Freaks oder auch Freunde des exploitativen Thrillers werden sich ob der „normalen“ Sexszenen langweilen und kein Gespür für die erfreulich abwechslungsreichen Drehorte oder die gute Chemie zwischen Gemser und Schubert, die ein überraschend gutes Team bilden, entwickeln, und wer Lust auf einen sinnlichen Erotikstreifen verspürt, dürfte mit dem zweiten „Black Emanuelle“-Teil wesentlich besser beraten sein als mit diesem Hybridwesen, das einen für die eigene Luststeigerung ständig abzustrafen scheint. Nach dem zweifelhaften Genuss dieses Streifens dürfte mancher jedenfalls erst einmal diese Nase voll von diesen Halbpornos haben.

Nichtsdestotrotz sind diese Filme als Zeitzeugnisse des italienischen Kinos und der Sexfilmblüte wiederum hochinteressant, und zusammenzutragen, was genau man da eigentlich jeweils gesehen hat, macht Spaß – wenn auch mitunter mehr als das eigentliche Anschauen. Auch gibt es immer wieder interessante Darsteller(innen) zu entdecken, hier kommt es zu einem Wiedersehen mit Karin Schubert und Ivan Rassimov, die bereit in „Black Emanuelle“ bzw. „Black Emanuelle – 2. Teil“ in anderen Rollen zum Ensemble zählten. Vielleicht fehlt mir aber auch einfach nach wie vor der richtige Zugang zu dieser eigenwilligen Mischung aus tougher, selbstbewusster und sexuell ungebundener, freizügiger Frau als vermitteltes Rollenbild auf der einen und als selbstverständlich dargestellter Nymphomanie sowie misogynen, selbstzweckhaften sexualisierten Gewaltexzessen inkl. scheinbarer Folgenlosigkeit als Unterhaltungssujet auf der anderen Seite.
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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