Aniara - Pella Kagerman & Hugo Lilja (2018)

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Aniara - Pella Kagerman & Hugo Lilja (2018)

Beitragvon jogiwan » 15. Jun 2020, 07:35

Aniara

Bild

Originaltitel: Aniara

Herstellungsland: Schweden, Dänemark / 2018

Regie: Pella Kagerman & Hugo Lilja

Darsteller: Mattias Appelqvist, Nicole Ardizzone, Emma Broomé, Peter Carlberg, Alexi Carpentieri

Story:

In einer nicht allzu fernen Zukunft hat die Menschheit die Erde unbewohnbar gemacht und ist dabei, die verbliebene Menschheit mit dem Raumschiff Ariana in eine Kolonie auf dem Mars auszusiedeln. Doch aus dem dreiwöchigen Trip mit Überschallgeschwindigkeit wird eine ziellose Reise, als das Raumschiff von Weltraumschrott getroffen wird und nicht mehr manövrierfähig ist. Zuerst wird den Passagieren noch vorgegaukelt, dass die Reise nur länger dauern wird, doch bald wird klar, dass von außen keine Rettung zu erwarten ist und auch sonst keine Änderung der Situation in Aussicht ist. Als die Nahrung knapper wird und auch Konsum und die unterschiedlichen Freizeitangebote keine Zerstreuung mehr bieten, beginnt die Stimmung an Bord der Ariana zunehmend zu kippen.
it´s fun to stay at the YMCA!!!



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Re: Aniara - Pella Kagerman & Hugo Lilja (2018)

Beitragvon jogiwan » 15. Jun 2020, 07:46

Interessanter schwedischer Science-Fiction-Film, der irgendwo zwischen Aufbruch- und Endzeit-Parabel inklusive Gesellschafts- und Konsumkritik angesiedelt ist und unterschiedliche Charaktere an Bord eines Raumschiffes zeigt, dass auf völlig unbestimmte Zeit ziellos durchs All gleitet. Zwischen Angst, Hoffnung, Resignation und Zuversicht reagiert jeder der Charaktere anders auf die Hiobsbotschaften am laufenden Band und „Ariana“ begleitet diese in unregelmäßige Zeitsprüngen, die in Kapitel unterteilt sind. Während die Titelfigur mit unverbesserlichen Optimismus versucht das Beste aus der Situation zu machen, beginnen viele Menschen um sie herum aufzugeben und wiederum andere flüchten in seltsame Rituale und Religion. So präsentiert sich „Aniara“ auch eher als existentiell angehauchter Streifen im Stil der Siebziger, der seine Schwerpunkte auch nicht im Effektgewitter sucht. Alles durchaus interessant anzusehen wirkt „Ariana“ aber manchmal etwas konstruiert und gleichzeitig etwas vage in den Andeutungen. Wer sich daran nicht stört, dass alles am Präsentierteller drapiert wird, bekommt aber einen durchaus spannenden und dramatischen Streifen serviert, der sich trotz Sci-Fi-Szenario auch mühelos auch auf andere Dinge unserer Gesellschaft umlegen lässt. Sicher keine einfache Kost, aber eine, die sich durchaus lohnt.
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