Death Proof - Todsicher - Quentin Tarantino (2007)

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Death Proof - Todsicher - Quentin Tarantino (2007)

Beitragvon jogiwan » 2. Apr 2020, 07:12

Death Proof - Todsicher

Bild

Originaltitel: Death Proof

Herstellungsland: USA / 2007

Regie: Quentin Tarantino

Darsteller: Kurt Russell, Zoë Bell, Rosario Dawson, Vanessa Ferlito

Story:

Erfolgs-DJane Jungle Julia und zwei ihrer Freundinnen wollen an einem feuchtfröhlichen Abend in Austin nur ihren Spaß, stoßen aber in einer Bar in angeheitertem Zustand auf den sinistren Stuntman Mike, dessen entsprechend hergerichtetes Auto sich als todbringende Waffe für die Mädchen erweist. Ein paar Monate später liegt Stuntman Mike in Tennessee wieder auf der Lauer: Er hat es auf ein paar Mädchen einer Filmcrew abgesehen, dabei aber nicht die Rechnung mit der australischen Stuntfrau Zoe gemacht. (quelle: amazon.de)
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Death Proof - Todsicher (2007)

Beitragvon karlAbundzu » 2. Apr 2020, 14:40

DEATH PROOF - TODSICHER (2007)
R: Quentin Tarantino, D: Kurt Russell, Rosario Dawson, Vanessa Ferlito, Jordan Ladd, Sydney Tamiia Poitier, Quentin Tarantino, Rose McGowan, Tracie Thoms, Mary Elizabeth Winstead, Zoë Bell, Omar Doom, Eli Roth, Marley Shelton, Michael Parks.
Ursprünglich Teil des Double Features Grindhouse mit Rodrigez' Planet Terror und einigen Fake Trailern, aber auch in einer längeren Fassung allein im Kino.
Inhalt: Stuntman Mike beobachtet eine Gruppe junger Frauen, lernt sie in einer Kneipe kennen und verwickelt sie mit seinem todsicheren Auto in einen tödlichen Autounfall. Jahre später trifft er auf eine Gruppe Stuntfrauen, und auch hier versucht er sein Spiel...
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
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Re: Death Proof - Todsicher (2007)

Beitragvon karlAbundzu » 2. Apr 2020, 14:42

hier meine Kritik nach der Grindhaouse Sichtung:
"Dann Death Proof, deren lange Version ich ja schon im Kino sah und nur so mittel begeistert war. Die Hoffnung war, das er als kürzere gegrindete Version, wie er halt gedacht war, besser funktioniert.
Ein paar Frauen feiern sich und das Leben in einer Bar, beobachtet von Stuntman Mike, der erst eine und dann die anderen mit seinem todsicheren Auto umbringt. Zeitsprung. Zwei Stuntfrauen und zwei Schauspielerinnen wollen zusammen ein oldschooliges Auto kaufen, werden von Mike aufgelauert und verfolgt und angegriffen. Drehen dann aber den Spieß um.
Hier gibt es einiges gutes: Tonnenweise Fan-Srvice, auch nicht versteckt, sondern auf den Shirts und Postern. Tolle Musikauswahl. Aber auch in der kurzen Version funktioniert der FIlm für mich nicht. Die erste Gruppe an Opfern wird auch hier nicht sympatischer, weil hier kaum etwas gekürzt ist. Ausgerechnet die einzige sleazige sexy Szene, der Lapdance von (der wunderbaren) Vanessa Ferlito als Butterfly für Kurt Russell (als Stuntmen Mike), ist weg (wieder diese verlorene Rolle, eh so ein Gag, den ich drüber finde, ein Riss oder so hätte es mehr getan). Und das, wo doch QT in der Featurette betont, wie wichtig neben Gewalt, ein Schauwert als Aufhänger (Maschinengewehrbein an einer GoGoTänzerin) eben Sex immanent wichtig für Grindhouse ist. Und eben diese schneidet er raus, hm. Butterfly insgesamt mit ein wenig mehr Tiefe als in der langen Version, mag aber auch an der guten Synchro liegen. Der Schwachpunkt ist die Rolle Kurt Russells. Stuntmen Mike ist von Anfang an ein lächerliches Alphamännchen, der eigentlich wenig auf die Kette bekommt und versucht, dass durch Gewalt und ein cooles AUto auszugleichen. Daher ist das gesamte erste Kapitel nicht nachvollziehbar. QT verhebt sich hier an seiner Mischung aus Slasher und Sutoaction. Mike ist eben kein Hitcher, kein fieser, beinah unsterblicher Killer und auch kein ausgekochtes Schlitzohr. Eben nur ein dirty old Man, der seine vermeintliche Erektionsstörungen kompensieren muss. So ist auch der Verweis auf das grunsätzlich böse aus Twin Peaks (Mike hat einen Bruder namens Bob) auch daneben.
Und auch die beinah tödliche Verfolgung Mike gegen die Stuntfrauen/Schauspielrin ist eher misslungen da die Frauen gefühlt tausend mal die Möglichkeit hätten zu entgehen. Die drei sind übrigens super (Zoe Bell, Rosario Dawson, Tracie Thoms) Die Verfo,gungsjagd der Frauen gegen Mike ist hingegen rasant, spannend, schnell und macht viel Laune, und Mie darf hier endlich der wimernde lächerliche Typ sein, wie er eigentlich angelehnt ist. Herrlich.
Insgesamt verhebt sich Tarantino an der Aufgabe, er ist halt irgendwie ein Arthouse Regisseur mit Nerd-herzen. Rodriguez bekommt es besser hin, da er ansonsten ja auch eher Grindhousiges macht, und das immer mit viel Liebe und Blick fürs Detail, siehe EL Mariachi, From Dust, Once upon, Machete...

PS: Das so ein dirty Alphamännchen so richtig eins in die Fresse und noch und noch bekommt, und man das auch noch abfeiert, ist natürlich ein starkes Statement. Das hier Weinstein produziert hat, läßt einem kalt den Rücken runterlaufen."
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
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Re: Death Proof - Todsicher - Quentin Tarantino (2007)

Beitragvon sid.vicious » 4. Apr 2020, 23:12

Ich habe den Film Anfang des Jahres nachmehr als 10 Jahren gesichtet und wurde im Begeisterungsmodus entlassen. Das was mir an dem Film gefallen hat, ist dermaßen mannigfaltig, sodass ich erst gar nicht mit einer banalen Rechtfertigungsoffensive los lege, da diese den textlichen Rahmen sprengen würde. Kurz und knapp geht auch, denn kurz und knapp bedeutet: todsicher auf den Punkt gebracht. DEATH PROOF macht einfach mächtig viel Spaß, denn es rappelt und zappelt an allen Ecken und Enden bis es in letzter Konsequenz ganz laut BUUUMMMM macht... Geil!
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Re: Death Proof - Todsicher - Quentin Tarantino (2007)

Beitragvon jogiwan » 6. Apr 2020, 16:11

"Death Proof" wird auf immer und ewig der Streifen von Tarantino sein, der mir mit Abstand am wenigsten gefallen hat. Und wieso? Weil ich mich einfach allen neueren Streifen verweigere... ;) Kann mich nur noch erinnern, dass ich den durchwegs unsympathisch fand, mir die Laberei auch völlig auf den Zeiger ging und das Ende dann auch noch von "Faster Pussycat! Kill! Kill!" entlehnt war.
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Re: Death Proof - Todsicher - Quentin Tarantino (2007)

Beitragvon McBrewer » 7. Apr 2020, 11:19

Den DEATH PROOF hatte ich damals bei erscheinen in Bochum zusammen mit dem Buio Omega Komitee gesehen...
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...ich weiß noch, das wir ALLE damals unsere Freude daran hatten & Kurt Russel als Stuntman Mike eine coole Socke, die Mädels süß wie Hasseröder Natur Radler (Mary Elizabeth Winstead :knutsch: ) auch die Dialoge gingen nicht zu sehr auf die Nerven. Da muss ich dazusagen, das der Film als OV lief. Das war da ganz stimmig.
Später dann nochmal in der deutschen Synchronfassung gesehen & da hat er mir nicht soooo sehr gefallen.
Nun habe ich ich den Film auch wirklich lange nicht mehr geschaut und sollte ich das in (naher) Zukunft dann doch noch geschehen, dann wird wahrscheinlich wieder die Originalsprache laufen :geek:
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Re: Death Proof - Todsicher - Quentin Tarantino (2007)

Beitragvon karlAbundzu » 7. Apr 2020, 15:34

Ich fand ja die Sprüche im original noch schlimmer als in der synchro, die haben die sozusagen abgemildert, so dass eine Rolle wie die von Butterfly etwas halbwegs sympatisches bekam. Auch wenn es nicht im Sinne des Drehbuchs war.
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
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