Blackfire - Teddy Page (1985)

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Blackfire - Teddy Page (1985)

Beitragvon Nello Pazzafini » 24. Mär 2020, 19:04

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Blackfire

OT: Code Name Blackfire

Philippinen 1985

R: Teddy Page

D: Romano Kristoff, Jim Gaines, Ray Vernall, Jim Moss

Hierbei handelt es sich um einen Bastard aus Vietnamkämpfer- und Ninjafilm, alles natürlich im light modus, noch dazu Filipino gemacht. Will heißen niedriges Niveau in allen Bereichen! Nichts gegen Philippinische Filme die meist durch overacting beherrscht werden aber durchaus manchmal ihren Charme haben. Aber auch auf den Philippinen gibt es unterschiedliche Kategorien von Regisseuren und ich bin mir nicht ganz sicher in welcher Klasse ich Teddy Page einstufen soll. Sein Ouvre beinhaltet ja ausnahmslos `Nam, Ninja, Söldner, Rambo und Kickboxerfilmen, immer gewürzt mit US Darstellern. Richard Harrison war in zweien dabei aber das heißt nichts wurde dieser ja auch von einem Godfrey Ho das eine oder andere mal benutzt (ohne sein Wissen wurden ja sogar mehrere Filme daraus). In Black Fire gibt sich Jim Gaines die Ehre, wahrscheinlich hängengebliebener US-Soldat oder auch nur Darsteller der dort blieb. Dieser schwarze Darsteller war willkommen als farbiger GI, auch in vielen Italo Filmen die auf den Philippinen entstanden. Oder Mike Monty der über Italien in den philippinischen Dschungel kam und dort regelrecht eine Karriere hatte. Doch zurück zu Frank Blackfire der von Romano Kristoff gespielt wird. Ein spanischer Darsteller der, wie kann es anders sein, als ex-Fremdenlegionär auf die Philippinen kam und dort in eine Filmkarriere stolperte, Apocalypse Now zum Dank! Blackfire ist natürlich sein Codename der US Army. Frank hatte auch eine Ninja Ausbildung in seiner frühesten Jugend die ihm hier zu gute kommt als er durch eine Verschwörung in das San Sebastián Gefängnis inhaftiert wird. Zum Schluss wird er regelrecht zu Rambo mit Ninja Anwandlungen.

Ok, man sieht hier gibts nicht viel Handlung. Muss ja auch nicht sein. Im Prinzip ist dies natürlich kein guter Film aber ganz böse bin ich ihm dann auch nicht. Vielleicht weil ich grad selber auf den Philippinen bin. Vielleicht weil das theatralische overacting manchmal gut tut. Vielleicht auch wegen der recht abgedrehten Musik mit E-Gitarre und Elektrodrums.

Wer mit trashigen Filipino Epigonen von all dem genannten nicht wirklich kann Finger weg. Für Leute mit Herz für Weng Weng, Söldner und Kickboxer Kino aus dem Land der begrenzten Möglichkeiten ein weiterer kurzweiliger Film.
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