Border - Ali Abbasi (2018)

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Border - Ali Abbasi (2018)

Beitragvon jogiwan » 8. Feb 2020, 08:19

Border

Bild

Originaltitel: Gräns

Herstellungsland: Schweden, Dänemark / 2018

Regie: Ali Abbasi

Darsteller: Eva Melander, Eero Milonoff, Viktor Åkerblom, Matti Boustedt

Story:

Die grobschlächtige und burschikose Tina hat die Fähigkeit Scham und Angst von anderen Leuten zu wittern und arbeitet daher sehr erfolgreich beim Zoll in einem schwedischen Küstenort, wo sie Alkohol-Schmuggler und sonstige Kriminelle aufspürt. Eines Tages trifft Tina dort auf Vore, der optisch ebenfalls aus der Reihe fällt und mit seinem Verhalten das Interesse der introvertierten Frau erweckt. Bald entdeckt sie weitere Gemeinsamkeiten mit dem Mann, der anscheinend mehr über die Herkunft der Beiden zu wissen scheint und während Tinas bisheriges Leben durch die Ankunft des mysteriösen Mannes auf den Kopf gestellt wird, wird dieses zugleich auch zum Befreiungsschlag.
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Re: Border - Ali Abbasi (2018)

Beitragvon jogiwan » 8. Feb 2020, 08:21

So etwas wie „Border“ sieht man tatsächlich nicht alle Tage und der schwedische Streifen vermischt gleich mehrere Genres zu einer wunderbaren Mischung, die sich bewusst zwischen alle Stühle setzt. Mal erinnert „Border“ an einen Märchenfilm, dann wieder an eine nüchterne Sozialstudie und ist spannend, grotesk, bizarr und dann zugleich wunderschön. Die obige Inhaltsangabe ist ja bewusst sehr vage gehalten und ich werde es auch vermeiden hier zu spoilern . „Border“ reißt auch ganz große und existenzielle Themen an und präsentiert diese anhand der Figur von Tina, die sich auch gegen jegliche Konventionen sträubt und dennoch eine bestimmte Faszination ausübt. Als Zuschauer spürt man förmlich ihr hartes Leben zwischen Mobbing und Außenseitertum an und trotzdem hat sie nicht den Glauben an das Gute im Menschen verloren. Die Zufallsbegegnung mit Vore ist dann der Auslöser für eine Art Selbstfindungstrip der etwas anderen Art und auf den Zuschauer warten gleich mehrere Überraschungen, die hier ebenfalls nicht verraten werden. Ein wunderbar sperriger, ruhig und unaufgeregt erzählter Film mit einer wunderbaren Hauptdarstellerin und vielschichtigem Titel, aus dem man vieles mitnehmen kann und der bis zum Ende entrückt und nahezu traumartig bleibt, ohne dabei im Geringsten anstrengend oder verkopft zu sein. Tipp!
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