Baby Blood - Alain Robak (1990)

Moderator: jogiwan

Baby Blood - Alain Robak (1990)

Beitragvon buxtebrawler » 23. Apr 2010, 12:58

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Originaltitel: Baby Blood

Herstellungsland: Frankreich / 1989

Regie: Alain Robak

Darsteller: François Frappier, Rémy Roubakha, Emmanuelle Escourrou, Christian Sinniger, Jean-François Gallotte, Thierry Le Portier, Roselyne Geslot, Eric Averlant, Alain Chabat, Alain Robak u. A.

Yanka ist Assistentin des Raubtierdompteurs in einem Zirkus, der von ihrem Mann geleitet wird. Eines Tages wird aus Afrika eine Wildkatze eingeflogen. Doch schon bald findet man deren zerfetzte Überreste. Ein tentakelbewerter Parasit hatte sich in ihr aufgehalten und sucht nun einen weiblichen Körper - denn er will wiedergeboren werden. Doch um überleben und wachsen zu können benötigt er menschliches Blut. Und so zwingt er Yanka dazu, immer wieder neue Opfer zu suchen, die sie auf bestialische Art und Weise umbringt, um deren Blut zu trinken. Eine blutige Spur hinterlassend zieht Yanka durch Paris - ihre Opfer sind immer nur Männer, denn sie will mehr als nur Blut...


Quelle: www.ofdb.de
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Baby Blood - Alain Robak

Beitragvon buxtebrawler » 23. Apr 2010, 12:58

Mit „Baby Blood“ bewies Regisseur Alain Robak 1989, also noch lange vor „High Tension“ und „Inside“, dass die Franzosen eben doch durchaus auch zu splattern in der Lage sind. Angelegt als absoluter Low-Budget-Film, erzählt „Baby Blood“ die Geschichte einer ungewollt schwanger gewordenen Mutter, die hin- und hergerissen ist zwischen Ablehnung des Fötus und instinktiver Mutterliebe und sich auf sich allein gestellt in einer frauenfeindlichen Umgebung behaupten muss. Dieser Anspruch des Films ist allerdings nicht immer ganz einfach zu erahnen, wurde er doch eingebettet ist einen splatterigen Horrorfilm um ein unbekanntes Urzeit-Wesen, das im Bauch der Mutter heranwächst, ständig neues Blut braucht und im Laufe der Spielzeit immer komödiantischer mit der Mutter kommuniziert Diese Mischung aus Humor, Horror und Sozialdrama ist ungewöhnlich und sicherlich nicht leicht verdaulich. Die leidensfähige Hauptdarstellerin Emmanuelle Escourrou trägt aber nicht nur durch ihren Mut zur Nacktheit und Hässlichkeit ebenso zum Gelingen bei wie die innovative Kameraarbeit, der düstere, schmutzige Look des Films und die meist trotz mitunter unrealistisch aussehender Blutspritzereien gut umgesetzten Splattereffekte. Mit der Deutung, dass schwangere Frauen vollkommen unzurechnungsfähig und über Leichen zu gehen bereit sind, möchte ich mich an dieser Stelle lieber nicht zu weit aus dem Fenster lehnen… man möge mir diesen sarkastischen Ausrutscher verzeihen und sich diese kleine, aber feine Low-Budget-Perle zu Gemüte führen – Genrefreunde dürften nicht enttäuscht werden.
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Re: Baby Blood - Alain Robak

Beitragvon Onkel Joe » 26. Apr 2010, 19:48

Zu empfehlen von Robak ist vor allen dingen der Kurzfilm Le Corridor der auf der Dragon DVD auch enthalten ist.
Zu Baby Blood gibts nun auch fast 20 Jahre später ein Sequel mit dem Titel: Lady Blood.Das ganze soll aber nicht wirklich der bringer sein.
Wer tanzen will, muss die Musik bezahlen!
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Re: Baby Blood - Alain Robak

Beitragvon speed freak » 13. Mai 2010, 21:26

Es gab 1994 noch einen sogenannten Baby Blood 2 aus den USA, der aber bis auf den Namen und der Tatsache, dass ein Kind drin vorkommt, nichts mit Baby Blood zu tun hat.

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Haltet den Dieb !!! Er hat meine Signatur geklaut !!!
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Re: Baby Blood - Alain Robak

Beitragvon dr. freudstein » 12. Dez 2012, 01:18

Stellenweise ein wenig Erotik, aber ansonsten eine Menge Blut. Ich hatte schon immer ziemlichen Respekt vor Schwangeren, aber wenn deren Gesichter noch mit Blut beschmiert sind, ist eiliges Handeln wie Flucht angesagt. Etwas voreilig eventuell, aber Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste.

Der Film selbst ist eher ruhig erzählt, wartet dann aber immer wieder mit einigen dezenten Splatterszenen auf, beinhaltet dennoch immer etwas an Komik. Besonders die Gespräche zwischen Trägerin und dem Ungeborenen, aber eine Komödie ist dies mitnichten. Merkwürdig zwar, das die Blutversorgerin nie juristisch verfolgt wird, obwohl auch in ihrer (wohl gemeldeten) Wohnung ein Opfer hinterblieb, aber das wäre Logikhascherei, die fehl am Platze ist.

Ein sehr charmantes Werk mit typisch französischen Flair, hervorragend dargeboten auf DRAGON DVD mit Booklet und Pappschuber. Sehr feine Horrorkunst mit sehr schönen Bildern. Einlegen und genießen kann ich nur sagen.

7/10
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Re: Baby Blood - Alain Robak

Beitragvon buxtebrawler » 10. Okt 2019, 14:51

Erscheint voraussichtlich am 29.11.2019 bei Bildstörung auf Blu-ray und auch noch einmal auf DVD, jeweils inkl. Bonus-DVD:

Bild Bild

Extras:
- Booklet
- Kurzfilme Korridor (1989, ca. 7 Min.) und Sado und Maso fahren Boot (ca. 1994, 15 Min.) von Alain Robak
- Audiokommentar u. a. mit Regisseur Alain Robak
- Diverse Interviews
- Trailer

Quelle: OFDb-Shop
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Re: Baby Blood - Alain Robak

Beitragvon jogiwan » 3. Dez 2019, 07:10

Hochgradig seltsamer und zugleich schwer unterhaltsamer Horror-Streifen aus französischer Produktion, der sich irgendwo zwischen Arthouse, französischer Nüchternheit und Trash einpendelt und eine Geschichte über eine junge Frau erzählt, die einen uralten Dämon als Baby austragen soll. Das hört sich nicht nur seltsam an, sondern ist in seinem Ergebnis sicherlich noch wesentlich bizarrer, als man es sich im Vorfeld hätte vorstellen könnte. Doch Regisseur Alain Robak meint seine Geschichte sehr ernst und lässt sich auch von lästigen Dingen wie Logik und Zurückhaltung nicht aus Bahn bringen. Der Film ist ja nach seinem eher verhaltenen Start ziemlich sprunghaft und wild erzählt, schickte seine Protagonistin auf eine Tour de Force und präsentiert dabei einen seltsamen Moment nach den anderen. Die Geschichte ist seltsam, die Figuren verhalten sich seltsam und irgendwann geht das Dingens dann sowieso völlig durch die Decke und lässt das Publikum staunend zurück.

Aber eines noch...

PS: ich hätte es ja auch lustig gefunden, wenn sich die Sache mit dem Dämon zum Schluss als Quatsch herausgestellt hätte und der Film im Grunde darum geht, dass sich schwangere Frauen im permanenten Ausnahmezustand befinden. ;)

PPS: Warum musste ich eigentlich ständig auch an Zulawskis "Possession" denken? :???:
it´s fun to stay at the YMCA!!!



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