Das Jahr des Teufels - Petr Zelenka (2002)

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Das Jahr des Teufels - Petr Zelenka (2002)

Beitragvon jogiwan » 3. Okt 2019, 09:28

Das Jahr des Teufels

Bild

Originaltitel: Rok dábla

Alternativtitel: Year of the Devil

Herstellungsland: Tschechien / 2002

Regie: Petr Zelenka

Darsteller: Jaromír Nohavica, Karel Plíhal, Jan Prent, Karel Holas, Frantisek Cerný

Story:

Während den Dreharbeiten zu einem Dokumentarfilm in einer tschechischen Entzugsklinik trifft der niederländische Filmemacher Jan Prent unter den Patienten auf den schrulligen Karel und dessen Freund Jaromir Nohavica, der sich als bekannter Poet und Musiker entpuppt und von seinen Fans fast kultisch verehrt wird. Kurzerhand wir Jaromir zum neuen Thema seiner Doku erklärt, der wenig später mit der Folk-Band Čechomor auf Tour geht. Doch auch hier sind die Mitglieder alles andere als pflegeleicht und vor allem der Sänger Karel bekommt die Nähe zu dem charismatischen Jaromir gar nicht gut und es entstehen Spannungen, die jeder für sich auf eigene Weise zu verarbeiten hat.
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Re: Das Jahr des Teufels - Petr Zelenka (2002)

Beitragvon jogiwan » 3. Okt 2019, 09:31

„Rok dábla“ ist nicht nur eine fiktive Doku über reale Musiker bzw. ein tschechischer Kultfilm, sondern auch ein sehr seltsamer Film im Spannungskreis von Mockumentary, Tour-Film, Road-Movie und musikalischer Helden-Verehrung eßender Demontage mit viel seltsamen Humor, der den Nerv der tschechischen Landsleute getroffen hat. Die Figuren sind ja real, die Geschichte um sie herum inklusive dem vermeintlichen Dokumentarfilmer jedoch offensichtlich erdacht und mit einem gewöhnungsbedürftigen Humor versehen, dessen Verständnis wohl zum Teil auch Kenntnis der tschechischen Geschichte und Gesellschaft bedarf. Für Außenstehende wirkt „Das Jahr des Teufels“ erst einmal ziemlich schräg und präsentiert seltsame Figuren, die sich noch seltsamer verhalten. Dazwischen schaut auch immer wieder Jaz Coleman von „Killing Joke“ vorbei und es gibt tschechische Musik mit Texten, die bei den Menschen auch sehr starke Emotionen auslösen. Die episodenhafte Geschichte über eine Tour verbindet die zahlreichen Episoden aus dem Leben der Musiker mit vielen Cameos und sind manchmal lustig, tragisch, melancholisch, befremdlich oder einfach nur auf sonderbare Weise unterhaltsam. Einen richtigen Spannungsbogen gibt es eigentlich nicht und mit Werken wie „Spinal Tap“ braucht man „Rok dábla“ auch erst gar nicht zu vergleichen. Wer aber wohl einen interessanten Einblick in die tschechische Volksseele inklusive Liedgut haben möchte und nichts gegen groteske Momente und sonstige Übertreibungen hat, ist hier sicherlich gut bedient.
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