Navajo Joe (Kopfgeld: Ein Dollar) - Sergio Corbucci (1966)

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Re: Navajo Joe (Kopfgeld: Ein Dollar) - Sergio Corbucci

Beitragvon DrDjangoMD » 27. Nov 2011, 10:20

buxtebrawler hat geschrieben:Erscheint am 02.12.2011 bei Koch Media auf Blu-ray.

Bild


Ich weiß, dies ist sehr tapfer von mir angesichts dieses Leckerbissens, aber einen Blu-Ray-Recorder versuche ich nach Möglichkeit zu umgehen :shock: - lieber mehr Filme kaufen als Filme in einer übernatürlichen Qualität :opa: (P.S. Aber sollte Koch eine "Django"-Blu-Ray herausbringen mit atemberaubendem Bonusmaterial, wird wahrscheinlich auch mein Wille gebrochen werden :roll: )
Zuletzt geändert von DrDjangoMD am 27. Nov 2011, 13:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Navajo Joe (Kopfgeld: Ein Dollar) - Sergio Corbucci

Beitragvon buxtebrawler » 27. Nov 2011, 12:22

DrDjangoMD hat geschrieben:Ich weiß, dies ist sehr tapfer von mir angesichts dieses Leckerbissens, aber einen Blue-Ray-Recorder versuche ich nach Möglichkeit zu umgehen :shock: - lieber mehr Filme kaufen als Filme in einer übernatürlichen Qualität :opa: (P.S. Aber sollte Koch eine "Django"-Blue-Ray herausbringen mit atemberaubendem Bonusmaterial, wird wahrscheinlich auch mein Wille gebrochen werden :roll: )


Fürs Erste würde es auch ein Blu-ray-Player tun, die sind wesentlich günstiger zu haben als Rekorder ;)

Und, ähem: "Blu-ray" :opa: :D
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Navajo Joe (Kopfgeld: Ein Dollar) - Sergio Corbucci

Beitragvon DrDjangoMD » 27. Nov 2011, 13:58

buxtebrawler hat geschrieben:Und, ähem: "Blu-ray" :opa: :D


:palm: Ist ausgebessert aber zu meiner Verteidigung: Was ich nicht kaufe, muss ich nicht schreiben können (wieder mal eine lahme Entschuldigung, ich weiß), Sorgen müsst ihr euch nur machen, wenn ich beginne Defaude falsch zu schreiben ;) Und zweitens wollen die Blu-Ray Leute, dass wir denken, dass die Dinger "Blue Ray" heißen, weil sie sonst keine BLAUEN Hüllen hätten (eine noch lahmere Entschuldigung, ich weiß) :palm:
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Re: Navajo Joe (Kopfgeld: Ein Dollar) - Sergio Corbucci

Beitragvon dr. freudstein » 2. Sep 2012, 15:52

Soeben gesichtet und ich bin überwältigt. Vor allem, weil die "Indianer" hier den Kolonisten Paroli bieten.

Lieblngszitat ist dann auch die Diskussion, wer denn nun der wirkliche Amerikaner ist. Geht hart zur Sache der Film, recht brutal, auch wenn man natürlich keine ausgedehnten Metzelszenen sieht. Will man aber auch gar nicht, aber harter Tobak. Mit überraschenden Wendungen, wie beim IW üblich, der Antiheld bekommt auch ordentlich eins auf die Mütze und schlägt dann erbarmungslos zurück. Die Schlußszene find ich auch sehr stark. Einfach dreckig, brutal, unangenehm, aufrüttelnd, TOP !!!

8,5/10
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Re: Navajo Joe (Kopfgeld: Ein Dollar) - Sergio Corbucci

Beitragvon Arkadin » 13. Mai 2013, 10:39

Die Bande des Banditen Duncan (Aldo Sambrell) ermordet wahllos Indianer und verkauft ihre Skalps. Als sie das Dorf des jungen Indianers Joe (Burt Reynolds) niedermachen, setzt sich dieser auf ihre Fährte, um blutige Rache zu üben. Als die Banditen einen Zug überfallen und eine halbe Million Dollar stehlen, nimmt Joe ihnen die Beute ab und bringt das Geld zu seinem Bestimmungsort, eine abgelegene Stadt am Rande der Zivilisation. Dort bietet er den Einwohnern an, sie gegen die Banditen zu verteidigen. Obwohl diese dem Indianer nicht trauen und mit offener Feindseligkeit entgegentreten, sind sie doch bald gezwungen, Joes Angebot anzunehmen…

Burt Reynolds bezeichnet „Navajo Joe“ als den schlechtesten Film, den er je gemacht hat. Er würde wohl nur in Gefängnissen und auf Schiffen gezeigt werden, weil dort niemand weglaufen könne. Wie Reynolds zu diesem Urteil kommt, lässt sich nur vermuten. Scheinbar hatte er bei der Annahme der Hauptrolle geglaubt, Sergio Corbucci wäre mit Sergio Leone identisch und war deshalb enttäuscht. Möglicherweise waren auch die Dreharbeiten kein Zuckerschlecken. Wenn man die Stunts sieht, die Reynolds offensichtlich selbst ausführt, dann kann man sich gut vorstellen, dass die Dreharbeiten für den Amerikaner sehr anstrengend und auch schmerzhaft waren.

Natürlich ist „Navajo Joe“ kein schlechter Film. Sicherlich nicht Corbuccis Bester, aber gut, harte Unterhaltung. Reynolds sieht als Indianer Joe in der Tat etwas merkwürdig aus, was an dem übertriebenen Make-Up und der unpassend-albernen Perücke liegt. Zudem merkt man ihm an, dass er nicht mit dem Herzen dabei ist. So wird ihm die Show dann auch von dem großartigen Aldo Sambrell gestohlen, der sich mit Leib und Seele in die Rolle des bösen Halbbluts Duncan wirft. Die Actionszenen sind – wie immer bei Corbucci – sehr solide umgesetzt, und mit der Gewalt wird auch nicht gerade zimperlich umgegangen, was „Navajo Joe“ ein FSK 18 einbrachte.

Der heimliche Star des Filmes ist Ennio Morricones Musik, die er unter dem Pseudonym Leo Nichols beigesteuert hat. Das Titelthema ist schlichtweg himmlisch und das unvergessliche Hauptthema fand auch prominent in Tarantions „Kill Bill“-Saga und Alexander Paynes “Election” Verwendung. „Navajo Joe“ ist für Fans des Genres definitiv ein Must-See, auch wenn der Film nicht ganz an die großen Glanztaten seines Regisseurs heranreicht.

Auch „Navajo Joe“ (Nummer 9 auf Tarantinos Top 20 Liste) ist ein Repack. Als Extras ist, wie bei der Erstveröffentlichung, das 11-minütige Featurette „On Behalf of American Indians“ an Bord, in dem Filmkritiker Antonio Bruschini das Werk bespricht. Die etwa 30-minütige Doku „An Indian Named Joe“ besteht aus Interviews mit Rugero Deodato (der hier als Regieassistent tätig war), Sergio Corbuccis Frau Nori und der Schauspielerin Nicoletta Machiavelli. Wie bei „Mercenario“ gibt es auch hier einen Vergleich der Drehorte gestern und heute (6 Minuten). Das Bild könnte etwas schärfer sein, ist aber sonst absolut in Ordnung. Der Ton liegt wieder auf Deutsch, Italienisch und Englisch vor. „Navajo Joe“ ist auch auf BluRay erschienen.

Screenshots: http://www.filmforum-bremen.de/2013/03/ ... oe-tepepa/
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Re: Navajo Joe (Kopfgeld: Ein Dollar) - Sergio Corbucci

Beitragvon purgatorio » 26. Jul 2014, 10:03

KOPFGELD: EIN DOLLAR (NAVAJO JOE, Italien, Spanien 1966, Regie: Sergio Corbucci)

Netter kleiner Western mit extrem hohem Bodycount und einem jungen Burt Reynolds als Navajo Joe (stets begleitet durch das bekloppte und auf Dauer sehr nervige Theme), der eine Truppe Gangster Stück für Stück dezimiert. Sehr stringent erzählt und durch den Score ‚Silhouette of Doom‘ von Ennio Morricone gnadenlos vorwärts gepeitscht. Als Regieassistent war der junge Ruggero Deodato tätig. 6-7/10
Bild
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Re: Navajo Joe (Kopfgeld: Ein Dollar) - Sergio Corbucci

Beitragvon buxtebrawler » 10. Mai 2016, 15:00

Erscheint voraussichtlich am 12.05.2016 bei Koch Media noch einmal auf DVD:

Bild

Extras:
Trailer, Featurettes, Bildergalerie mit seltenem Werbematerial und Drehortvergleichen, Umfangreiches Booklet

Quelle: http://www.ofdb.de/view.php?page=fassun ... &vid=71084
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Re: Navajo Joe (Kopfgeld: Ein Dollar) - Sergio Corbucci (1966)

Beitragvon buxtebrawler » 27. Jun 2019, 14:54

Erscheint voraussichtlich am 30.08.2019 bei Spirit Media noch einmal auf Blu-ray und DVD:

Bild Bild

Extras:
Dt. und Originaltrailer
Biografien
Bildergalerie mit seltenem Werbematerial

Quelle: OFDb-Shop
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