One Cut of the Dead - Shin'ichirô Ueda (2017)

Moderator: jogiwan

One Cut of the Dead - Shin'ichirô Ueda (2017)

Beitragvon jogiwan » 25. Mai 2019, 06:58

One Cut of the Dead

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Originaltitel: Kamera o tomeru na!

Herstellungsland: Japan / 2017

Regie: Shin'ichirô Ueda

Darsteller: Yuzuki Akiyama, Takuya Fujimura, Ayana Gôda, Takayuki Hamatsu, Manabu Hosoi

Story:

Ein blutiger Low-Budget-Zombie-Film wie viele andere, nur dieses Mal in einem ambitionierten Format und einzigen Take in einem verlassenen Wasserwerk gedreht. Doch dann mischen sich plötzlich „echte“ Zombies ins Geschehen und überrumpeln Cast und Crew. Doch wie so oft im Leben macht man aus der Not eine Tugend und der Regisseur beschließt einfach weiter zu filmen…
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Re: One Cut of the Dead - Shin'ichirô Ueda (2017)

Beitragvon jogiwan » 25. Mai 2019, 06:59

Ich habe im Vorfeld bewusst alle Kritiken, Berichte, Trailer und Infos ignoriert und hatte das Glück gestern dann auf positive Weise überrascht zu werden. Ich verrate auch nicht an dieser Stelle außer dem Befehl es mir gleich zu tun und das Werk schnellstmöglich anzusehen. Und ja, eine gewisse Irritation am Anfang gehört dabei auch durchaus dazu…

Und weil es so schön klingt, zitiere ich hier an dieser Stelle statt weiterer Gedanken meinerseits auch lieber filmstarts.de und die Geschichte eines Überraschungserfolgs, wie man sie sich nicht besser ausdenken könnte:

filmstarts.de hat geschrieben:Gedreht mit einem Budget von umgerechnet gerade einmal 27.000 US-Dollar lief der japanische Zombiefilm „One Cut Of The Dead“ am 23. Juni 2018 in nur zwei Kinos in Tokyo an. Zuschauer, die als Zombie verkleidet ins Kino kamen, erhielten zudem einen Rabatt auf den Eintrittspreis, wodurch man sich zumindest ein klein wenig Aufmerksamkeit für den Ministart der Low-Budget-Produktion erhoffte. Und die hat der Film anschließend auch bekommen – und wie: „One Cut Of The Dead“ begeisterte Publikum und Kritiker so sehr, dass der Kinorelease über die folgenden Wochen immer weiter ausgeweitet wurde, bis der Film schließlich in mehr als 200 Kinos gleichzeitig lief und insgesamt mehr als 2 Millionen (!) Zuschauer vor die Leinwände lockte.


Das sei "One Cut of the Dead" auch von Herzen vergönnt! Ganz toller Film! :nick:
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Re: One Cut of the Dead - Shin'ichirô Ueda (2017)

Beitragvon supervillain » 25. Mai 2019, 07:49

Lief (glaube ich) eine Woche täglich bei uns im Kino und ich hab es nicht geschafft. :bang:

Sollte ich heute irgendwo vorbeikommen wo man Blu-Rays kaufen kann, wird der sofort eingepackt und gesichtet. :nick:
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Re: One Cut of the Dead - Shin'ichirô Ueda (2017)

Beitragvon Onkel Joe » 25. Mai 2019, 09:42

jogiwan hat geschrieben:Ich habe im Vorfeld bewusst alle Kritiken, Berichte, Trailer und Infos ignoriert und hatte das Glück gestern dann auf positive Weise überrascht zu werden. Ich verrate auch nicht an dieser Stelle außer dem Befehl es mir gleich zu tun und das Werk schnellstmöglich anzusehen. Und ja, eine gewisse Irritation am Anfang gehört dabei auch durchaus dazu…
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Ging mir auch so, nichts gelesen und keinen Trailer gesichtet und dann hinein ins Vergnügen :thup:.
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Re: One Cut of the Dead - Shin'ichirô Ueda (2017)

Beitragvon Paco » 9. Jun 2019, 10:30

So, habe den Film nun endlich auch geschaut und kann die Vorschusslorbeeren der anderen Delirianer nur bekräftigen. One cut of the dead ist ein ganz wunderbarer Film, den sich kein Cineast entgehen lassen sollte! :thup:
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Re: One Cut of the Dead - Shin'ichirô Ueda (2017)

Beitragvon karlAbundzu » 9. Jun 2019, 11:17

Low Budget Zombie Film mit ordentlich Splatter. Nun, das gibt es da draussen ja zu tausenden aus aller Herren Länder, die Figur des Zombies ist ja seit über 30 Jahren aus verschiedensten Gründen der Liebling der Filemacher mit wenig Geld. Nun ein Beispiel aus Japan. Der Trailer verspricht eine hektische Komödie. Nun ein wenig zur Story in Spoilertags, nicht lesen wenn ihr den Film noch nicht gesehen habt und noch sehen wollt:
Zunächst sehen wir fast 40 Minuten lang einen Low Budget Film in Film über eine Crew mit cholerischem Regisseur, in einem üblichen leerem Haus mit einer unheimlichen Geschichte. Um den Film aufzupeppen baut der Regisseur ein paar echte Zombies ein. Dieser Film ist schon echt nett, man spür den Schalk im Nacken, abr einiges ist nicht passend, Blicke, Anschlüsse, Merkwürdigkeiten. Nach 40 Minuten der Abspann. Und dann die Geschichte, wie der Film entstand. Die Idee: Ein Liveübetragener Zombie-TV-Film in einem Cut. Wir sehen eine Homestory über den Regisseur, bekommen Szenen aus den Proben zu sehen, erleben die eine oder andere Schwäche der Darsteller/Techniker. Das ist alles im rechten Maß humoroll wie auch liebevoll den Charakteren gegenüber. Und dann sehen wir die Dreharbeiten zu dem bereits am Anfang gesehenen Film, in derselben Länget, und jetzt passt alles, bis ins kleinste Detail. Unglaublich.

Wie gesagt, unglaublich, dass man diesem millionenfach erzähltem Genre dann doch immer wieder etwas nues hinzufügen kann. ANGUCKEN. WIRKLICH. BALD!
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
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Re: One Cut of the Dead - Shin'ichirô Ueda (2017)

Beitragvon McBrewer » 7. Nov 2019, 20:34

ONE CUT OF THE DEAD hatten wir auf nun auf Empfehlung von Euch allen (naja, der überwiegende Teil bisher hier) als ersten und zumindest bisher letzten Film im 2019er Jahr der DIABOLIK CINEMA Reihe & war auch dementsprechend eine tolle Überraschung für uns alle.
Am Anfang reibt man sich die Hände, aber man ist auch teilweise irritiert, sogar soweit, das man die Kinovorstellung am liebsten abgebrochen hätte. Fremdschämfaktor hoch 100. Aber dann..Aber dann...

Es ist genau richtig, weniger über ONE CUT... zu wissen ist mehr: Mehr Überraschung, mehr Filmvergnügen!
Ich war jedenfalls vollkommen überzeugt im Nachhinein. Hatte mir 100 % was anderes Vorgestellt , aber dann 100% was anderen gezeigt bekommen was aber auch wiederum 100% richtig war.

Was soll ich dazu noch sagen? Skeptiker aufgepasst: schaut Euch das erste Drittel gut an, auch wenn es unbequem & auch an einige Stellen schwer zu ertragen ist. Dann werdet ihr bestimmt positiv von den weiteren zwei drittel des Films sein und sogar den Beginn in einem ganz neuen Blickwinkel sehen.
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Re: One Cut of the Dead - Shin'ichirô Ueda (2017)

Beitragvon Blap » 8. Nov 2019, 10:13

McBrewer hat geschrieben:Was soll ich dazu noch sagen? Skeptiker aufgepasst: schaut Euch das erste Drittel gut an, auch wenn es unbequem & auch an einige Stellen schwer zu ertragen ist. Dann werdet ihr bestimmt positiv von den weiteren zwei drittel des Films sein und sogar den Beginn in einem ganz neuen Blickwinkel sehen.


So ist es! Schön war es! Mehr Diabolik Cinema! :knutsch:
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Re: One Cut of the Dead - Shin'ichirô Ueda (2017)

Beitragvon Onkel Joe » 8. Nov 2019, 10:22

Wir, Bart und Ich sind irgendwann im Mai in der Pupille gewesen um diesen Film zu sichten. Wir wussten gar nichts... ich bin von einer Splatter Komödie ausgegangen. Vor dem Film gab es eine ganz kurze Einführung, man sollte die erste halbe Stunde überstehen um dann in den Genuss des Spektakels zu kommen. Nun es war tatsächlich nicht einfach... aber es hat sich gelohnt.
Für mich mit einer weiteren Kino Vorstellung der Überraschungsfilm des Jahres :thup:.
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Re: One Cut of the Dead - Shin'ichirô Ueda (2017)

Beitragvon Salvatore Baccaro » 6. Dez 2019, 10:34

Zwei Anekdoten über den Magie des Kinos und den Zuschauerkörper als Hexenkessel, in dem sie brodelt

Vor sehr vielen Jahren saß ich in einer Vorstellung von Michelangelo Antonionis BLOW UP in einem Mannheimer Programmkino, (das diesen Film gefühlt alle drei bis vier Monaten zeigte, weswegen ich noch heute quasi blind David Hemmings' Spuren durch London folgen könnte, so oft wie ich ihn damals gesehen habe.) Diese eine Vorstellung jedoch war anders, denn links von mir hatte eine Dame Platz genommen, der der Film im wahrsten Wortsinne physisch mitspielte: Erinnert ihr euch an die Szene, wenn Hemmings, der glaubt, zufällig einen Mord geknipst zu haben, mitten in der Nacht in den nunmehr verlassenen Park zurückkehrt, und die Büsche inspiziert, ob er da nicht Spuren der vermeintlichen Bluttat findet? Im Prinzip passiert in dieser Szene ja nichts Spektakuläres, und trotzdem sind die Nerven bis zum Zerreißen gespannt - oder aber sie reißen, wie das bei meiner Sitznachbarin an diesem Abend passiert ist, denn in dem Moment greift sie zu mir rüber, um sich an meinem Arm festzukrallen, den sie dann auch während der folgenden Stunde immer wieder anfassen wird, wenn auf der Leinwand die Emotionen hochkochen. Später entschuldigt sie sich: Ich habe den Film so oft gesehen, aber vor allem diese eine Szene im Park, puh...

Diesen Mittwoch sehe ich dann erstmals ONE CUT OF THE DEAD im Kino. Ich wusste, was mich erwartete, und war vor allem auf die Reaktionen der überschaubaren ahnungslosen Cineasten, aus deren Foyer-Gesprächen ich aufschnappte, das viele wohl eine Parodie auf DAWN OF THE DEAD oder etwas Ähnliches erwarteten. Die Konstellation von einst wiederholt sich: Links von mir sitzt erneut eine junge Frau, und erneut werde ich zur Zielscheibe der Affekte, die der Film ihr geradewegs einimpft. Ich schwöre, dass ich noch nie einen Menschen jemals derart lachen gehört habe. Im Grunde ist es schon gar kein normales Lachen mehr, sondern ein schrilles Schreien, zu dem sie epileptisch in ihrem Sitz herumzuckt, mir andauernd auf den Leib rückt, mich einmal gar mit einem ihrer zappelnden Arme streift, als wolle sie mich ohrfeigen. Zudem steigert sich ihre Begeisterung mit zunehmender Film-Laufzeit: Es gibt eine kurze Ruhephase im Mittelsegment, doch im finalen Drittel ist die Dame nicht mehr zu halten, und kreischt sich um Leib und Leben bei jedem "Pomm!", das die in letzter Sekunde zur Schauspielerin ernannte Gattin des Regisseurs von sich gibt, wenn sie jemanden mit ihren Selbstverteidigungs-Moves niederstreckt; bei jedem einzigen Mal, wenn der alkoholkranke Statist zu sehen ist, wie er umhertorkelt oder aber, da er schon nicht mal mehr Torkeln kann, vom Regisseur gestützt und wie eine Marionette dirigiert wird; bei jedem Mal, wenn der unter Flatulenzen leidende Assistent sich an den Magen greift, und das Set zu verlassen versucht, um sich zu erleichtern. Ich weiß nicht, wovon ich mehr entzückt sein soll: Von dem originellen, intelligenten, sympathischen Meta-Zombiefilm, (den ich, was das betrifft, jederzeit Francois Truffauts LA NUIT AMÉRICAINE vorziehen würde, wenn es darum ginge, ein Werk zu finden, das ein liebevoll-verklärtes Bild von der Produktion von Filmen zeichnet), oder von diesem Menschen, den dieser originelle, sympathische, intelligente Meta-Zombiefilm für neunzig Minuten zu einem Kind hat werden lassen, das hilflos seinen Emotionen ausgesetzt ist. Als ich zu Hause bin, stelle ich fest, dass sich mein linkes Ohr einen leichten Tinnitus eingefangen hat...
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