Blind Beast - Yasuzô Masumura (1969)

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Blind Beast - Yasuzô Masumura (1969)

Beitragvon jogiwan » 24. Mär 2019, 09:52

Blind Beast

Bild

Originaltitel: Môjû

Alternativtitel: Die blinde Bestie

Herstellungsland: Japan / 1969

Regie: Yasuzô Masumura

Darsteller: Eiji Funakoshi, Mako Midori, Noriko Sengoku

Story:

Das junge Model Aki erregt durch eine erotische Fotostrecke mit einem Fotografen lokale Berühmtheit und gerät so auch in den Fokus des blinden Michio. Der ist ebenfalls Künstler, hat sich Skulpturen verschrieben und möchte nach den Maßen des Models sein ultimatives Kunstwerk erschaffen. Da er jedoch voller Selbstzweifel steckt, entführt er gemeinsam mit seiner dominanten Mutter das junge Mädchen und stellt diese in seinem bizarr anmutenden Atelier kurzerhand vor vollendete Tatsache. Als die Tage vergehen, wird aber nicht nur die Lage für die junge Frau immer aussichtsloser, sondern sie entdeckt durch die psychische und physische Ausnahmesituation auch Neigungen, die sie selbst nicht für möglich gehalten hätte und das Schicksal nimmt seinen unbarmherzigen Verlauf.
it´s fun to stay at the YMCA!!!



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Re: Blind Beast - Yasuzô Masumura (1969)

Beitragvon jogiwan » 24. Mär 2019, 09:53

Herrlich schräger und thematisch eigentlich völlig jenseitiger Streifen über einen blinden Künstler, der ein junges Model entführt, das sich danach aufgrund akuter Aussichtslosigkeit in bester Stockholm-Syndrom-Manier in ihren Peiniger verliebt und danach noch bestimmte Neigungen entdeckt. Der japanische Streifen ist dabei vor allem ein Fest für die Augen und präsentiert seine Geschichte mit Pop-Art-Skulpturen und erinnert entfernt an den italienischen „Femina Ridens“ auch wenn hier aus feministischer Sicht das andere Ende der Fahnenstange bzw. Geschichte abgesteckt wird. Statt bunten Bildern steht hier Düsternis am Programm und von Wendung zu Wendung geht es in die Abgründe menschlicher Sexualität. Als Zuschauer mag die Kammerspiel-artige Geschichte mit drei Protagonisten zwar manchmal etwas konstruiert wirken, aber aus dem Staunen kommt man trotzdem nicht mehr heraus. Das letzte Drittel ist ja auch für den Zuschauer eine emotionale Achterbahnfahrt der Gefühle, die zur Zeit der Entstehung wohl auch für die ein- oder andere Kontroverse gesorgt hat. Ein heftiger Trip von einem Film mit allerlei Obessionen, der mich wieder einmal mühelos geplättet hat.
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