Ein Unbekannter rechnet ab - Peter Collinson (1974)

Moderator: jogiwan

Ein Unbekannter rechnet ab - Peter Collinson (1974)

Beitragvon jogiwan » 30. Dez 2012, 10:19

Ein Unbekannter rechnet ab

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Originaltitel: And then there were none

Alternativtitel: Zehn kleine Negerlein / Ten little Indians

Regie: Peter Collinson

Darsteller: Adolfo Celi, Oliver Reed, Richard Attenborough, Gert Fröbe, Elke Sommer, Alberto de Mendoza, Herbert Lom, Stéphane Audran, Teresa Gimpera, Rik Battaglia

Story:

Eine Gruppe von 10 Personen wird in ein Hotel mitten in der iranischen Wüste eingeladen, wo ihnen ein anonymer Gastgeber per Tonband jeweils ein Verbrechen vorwirft, das sie begangen haben und für das sie mit dem Tode bestraft werden müssen, obwohl sie der Justiz offensichtlich durch die Lappen gegangen sind. Kurz darauf stirbt der erste von ihnen an Gift. Als eine Untersuchung des Hauses nichts bringt, vermutet man schon bald den Mörder unter sich. Wem kann man also noch trauen, wenn es keine Möglichkeit gibt, aus der Einöde zu entfliehen? (quelle: ofdb.de)
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Re: Ein Unbekannter rechnet ab - Peter Collinson (1974)

Beitragvon jogiwan » 30. Dez 2012, 10:33

Schön gemachte Verfilmung des Agathe Christie-Romans, der u.a. auch schon in "Da warens nur noch Neun/Das Geheimnis im blauen Schloß" zu größeren Ehren gekommen ist. Collinson steht für seine Adaption des beliebten Stoffes ein Alltime-Dream-Cast aus diversen europäischen Schauspielstars und eine traumhaft-exotische Location in Form eines weitläufigen Hotels zur Verfügung und er nutzt beides auch recht gut um einen eleganten Big-Budget-Kammerspiel-Thriller zu zaubern. "Ein Unbekannter rechnet ab" steht dann auch in der Tradition von "Tod auf dem Nil" und "Mord im Orient-Express" in dem sich die interantionalen Stars die Klinke in die Hand geben und alles doch recht gediegen und sittsam um sie herum gezimmert wurde. Charles Aznavour darf ein Liedchen trällern, Elke ist hübsch, Oliver Reed der raue Sympahtieträger und auch wenn die Spannung sicher nicht im Vordergrund steht, ist "Ein Unbekannter rechnet ab" genau die Art von Hochglanz-Agathe-Christie-Verfilmung, die ich immer wieder gerne sehe. Toller Cast, toller Film!
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Re: Ein Unbekannter rechnet ab - Peter Collinson (1974)

Beitragvon sergio petroni » 22. Sep 2013, 20:15

Stimme dem jogiwan hier vollstens zu. Ein absolut toller cast und eine überragende
Location (aus der man evtl. mehr hätte machen können). Die anderen Agatha-Christie-Verfilmungen
aus den Siebzigern gefallen mir dennoch einen tick besser.
Insgesamt ein wunderbar nostalgisches, kuscheliges Filmerlebnis, mit einem gialloesken
Soundtrack von Nicolai/Rustichelli.
7/10
DrDjangoMD hat geschrieben:„Wohl steht das Haus gezimmert und gefügt, doch ach – es wankt der Grund auf dem wir bauten.“
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Re: Ein Unbekannter rechnet ab - Peter Collinson (1974)

Beitragvon jogiwan » 27. Dez 2014, 11:27

Die Sichtung in größerer Runde und die Worte vom Sergio stellen wohl unter Beweis, dass Agathe Christie-Verfilmungen mit und ohne Peter Ustinov wohl ganze Generationen an Fernseh-Zuschauer positiv geprägt haben. Diese gediegenen Filme mit großen, klingenden Namen, eleganten Settings und unerwarteten Schluss-Twists mag wohl einfach jeder, auch wenn sie noch so konstruiert daherkommen und stets die sogenannte „feine Gesellschaft“ als Sammelstätte niederträchtiger Charaktereigeneschaften präsentieren. Das Schönste an „Ein Unbekannter rechnet ab“ ist wohl sein internationaler Cast der sich über ganz Europa spannt, die flotte Musik und seine wunderbar exotische Kulisse, die sich hier dem Zuschauer präsentieren. Auch die Geschichte, die ja bereits mehrfach verfilmt wurde ist bis zum Ende unvorhersehbar und macht auch bei der wiederholten Sichtung immer noch Spaß und große Lust auf die restlichen Werke wie „Das Böse unter der Sonne“, „Der Tod auf dem Nil“ und wie sie alle heißen mögen…
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Re: Ein Unbekannter rechnet ab - Peter Collinson (1974)

Beitragvon DrDjangoMD » 27. Dez 2014, 17:40

Der Cast des Filmes lässt einem wirklich das Wasser im Mund zusammenlaufen und all die großen Akteure in einer guten alten Einer-nach-dem-anderen-Handlung zu sehen gibt wahrhaftig was her. Mit dem Ende hatte ich bei der Sichtung allerdings so einige Probleme; las nachträglich das Buch und stellte fest, dass all die Punkte, die mir beim Film nicht behagten auf Änderungen beruhten. Bei aller liebe zur Verfilmung, meine Agatha bleibt doch die Beste.
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Re: Ein Unbekannter rechnet ab - Peter Collinson (1974)

Beitragvon ugo-piazza » 13. Feb 2016, 13:25

Einen unglaublichen Allstar-Cast hat man für diese Agatha-Christe-Verfilmung zusammengetrommelt, und die Darsteller wissen durch die Bank zu gefallen. Auch gefällt mir, dass der Film seine Entstehungszeit nicht verleugnet, aber andererseits old-school gestaltet ist. Da ich weder den Roman noch die andere Verfilmungen des Stoffs kenne, konnte mich auch das Ende überraschen. Allerdings hätte ich es bevorzugt, wenn
man das "Bad Ending" durchgezogen hätte, wo Elke Sommer vor der Wahl steht, entweder Selbstmord zu begehen oder des Mordes an den anderen 9 angeklagt zu werden.
Ärgerlich ist, dass am Anfang eine Szene fehlt, die zum Verständnis nicht unwichtig ist. Hätte man die nicht OmU einbauen können, statt sie nur als Bonus zu präsentieren?
Onkel Joe hat geschrieben:Die Kunst im Leben ist es, immer einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird.


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Re: Ein Unbekannter rechnet ab - Peter Collinson (1974)

Beitragvon sergio petroni » 31. Okt 2016, 11:45

ugo-piazza hat geschrieben:Einen unglaublichen Allstar-Cast hat man für diese Agatha-Christe-Verfilmung zusammengetrommelt, und die Darsteller wissen durch die Bank zu gefallen. Auch gefällt mir, dass der Film seine Entstehungszeit nicht verleugnet, aber andererseits old-school gestaltet ist. Da ich weder den Roman noch die andere Verfilmungen des Stoffs kenne, konnte mich auch das Ende überraschen. Allerdings hätte ich es bevorzugt, wenn
man das "Bad Ending" durchgezogen hätte, wo Elke Sommer vor der Wahl steht, entweder Selbstmord zu begehen oder des Mordes an den anderen 9 angeklagt zu werden.
Ärgerlich ist, dass am Anfang eine Szene fehlt, die zum Verständnis nicht unwichtig ist. Hätte man die nicht OmU einbauen können, statt sie nur als Bonus zu präsentieren?


Ich habe den jetzt am Wochenende mal wieder geguckt. Zum ersten Mal in der Filmjuwelen-Fassung.
An der Bewertung von 7/10 ändert sich bei mir nichts. Alleine schon das Ensemble ist das Eintrittsgeld
respektive die Zeit vorm Bildschirm wert.
Die entfallenen Szenen habe ich somit auch zum ersten Mal gesehen. Diejenige mit Oliver Reed wäre
wirklich wichtig gewesen. Die zweite Szene im großen Saal hat aber natürlich auch was:
Aznavour singt groß auf, und Fröbe, Attenborough, Celi und Lom zusammen beim Kartenspiel
zuzusehen hat definitv auch was.
Zum Spoilertag von ugo:
Dann hätte die Elke aber zerst den guten Oliver tatsächlich erschießen müssen.
Und die Schlußszene mit Attenborough schien mir auf diesen verwunderten Augenaufschlag
hin inszeniert zu sein, als Oliver Reed unerwartet in der Tür erscheint.
Hat für mich eigentlich so ganz gut gepaßt.
DrDjangoMD hat geschrieben:„Wohl steht das Haus gezimmert und gefügt, doch ach – es wankt der Grund auf dem wir bauten.“
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Re: Ein Unbekannter rechnet ab - Peter Collinson (1974)

Beitragvon buxtebrawler » 11. Sep 2018, 19:20

Erscheint voraussichtlich am 14.09.2018 bei FIlmjuwelen auf Blu-ray:

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Extras:
- 28-seitiges Booklet mit vielen Hintergrundinformationen
- Trailer

Quelle: http://www.ofdb.de/view.php?page=fassun ... &vid=87343
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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