Die Saat des Teufels - G. Simonelli / L. Fulci (1990)

Grusel & Gothic, Kannibalen, Zombies & Gore

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Re: Die Saat des Teufels - Simonelli / Fulci

Beitragvon Arkadin » 23. Feb 2012, 11:15

Da ich durch die epische Review von Doc2 schon wußte, was mich erwartet, fand ich es dann nicht ganz so schlimm. Unvorbereitet wäre ich wohl auch an die Decke gegangen. So war ich zumindest stellenweise von der Grottigkeit dieses Streifens amüsiert. Der Schnellvorlauf verhinderte größere seelische Schäden und rettete den Film auf 2/10.
Früher war mehr Lametta
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Re: Die Saat des Teufels - Simonelli / Fulci

Beitragvon dr. freudstein » 14. Nov 2012, 17:55

Zum Glück war hier Fulci nicht der alleinige oder Hauptattentäter. Hier kommt keine Spannung auf, obwohl ich zunächst noch auf eine gute Story hoffte. Immer wenn der Kindergesang erklang, aber was dann draus wurde, war einfach nur noch albern und bekloppt wie z.B. die netten Gespräche mit der "Polizistin" und den Kindern. Also sowas Blödes. Und wie angesprochen, auch total unwahrscheinlich, daß sich eine Bullin bei den Verbrechern gemütlich macht. Ein albernes langweiliges Kammerspiel. Aber so doof daß er schon wieder etwas amüsant ist 5/10
Zuletzt geändert von dr. freudstein am 14. Nov 2012, 18:00, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Saat des Teufels - Simonelli / Fulci

Beitragvon jogiwan » 10. Jun 2018, 08:07

Die kriminelle Vereinigung um die hübsche Solange entführt oder kauft Kinder von armen Leuten um diese dann entweder an wohlhabende Eltern zu vermitteln oder deren Organe auszuschlachten. Als die Geschwister Hänsel und Gretel von ihrem eigenen Stiefvater an die Organisation verkauft werden, landen die zwei am Schulweg entführten Kinder schon kurze Zeit später am OP-Tisch skrupelloser Ärzte und die toten Körper werden unter einer Betonplatte begraben. Doch die Geister der beiden Kinder kehren aus dem Reich der Toten zurück um Rache zu nehmen und der verhasste Stiefvater und Solange sind die Ersten, die von den beiden Geschwistern heimgesucht werden. Doch die beiden scheinbar unzusammenhängenden Unfälle sind erst der Anfang einer beispiellosen Mordserie, die vor den Augen der jungen Inspektorin Silvia stattfinden und auch diese rasch an einer irdischen Erklärung zweifeln lassen.

Über „Die Saat des Teufels“ liest man hier ja wenig Positives und die null Punkte vom werten und ansonsten ja in der Italo-Kiste eher grundsätzlich-optimistischen DrDjangoMD sind ja auch keine Wertung, die man alle Tage vor die Linse bekommt. Der Streifen macht es dem Zuschauer auch nicht leicht und wer auch immer dieses Drehbuch zu verantworten hat, sollte eigentlich mit Berufsverbot belegt werden. Hier rumpelt es nicht nur im dramaturgischen Gebälk – nein, hier kracht es ja ganz ordentlich und dem fassungslosen Zuschauer werden fast schon surreal anmutende Entwicklungen zugemutet, die so serviert werden als wären es für einen Horror-Thriller die logischsten Sachen der Welt. Leider hat man aber neben der völlig haarsträubenden Handlung auf den Unterhaltungswert aber völlig vergessen und nach der knappen Einführung der hölzernen Charaktere besteht der schludrige Genre-Streifen eigentlich nur noch aus inhaltlichen Wiederholungen und einem nach 50 Minuten rasch aus dem Ärmel gezauberten Nebenplot um einen vermeintlichen Schatz, der aber so rasch wieder fallengelassen wird, wie er aufgenommen wurde. Hier wird alles mit Schmackes in den Sand gesetzt und eigentlich hätte man auch auf die zahlreichen Warnungen in diesem Fred hören können, doch in manchen Dingen bin ich als großer Fan italienischer Werke ja ohnehin unbelehrbar und wenn es eine Daseinsberechtigung für diesen Film gibt, dann wohl für diese zweifelhafte Erkenntnis, dass ich mir in diesen Dingen auch für nichts zu schade bin.
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