Das Vermächtnis des Professor Bondi - Roger Corman (1959)

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Das Vermächtnis des Professor Bondi - Roger Corman (1959)

Beitragvon sergio petroni » 26. Dez 2013, 18:12

DAS VERMÄCHTNIS DES PROFESSOR BONDI

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Originaltitel: A bucket of blood

Herstellungsland-/jahr: USA 1959

Regie: Roger Corman

Darsteller: Dick Miller, Barboura Morris, Antony Carbone, Julian Burton, Ed Nelson, John Brinkley,
John Herman Shaner, Judy Bamber, Bert Convy, Jhean Burton, Bruno VeSota, Paul Horn, ...

Story: Der arme Walter Paisley (Dick Miller) wäre für sein Leben gern ein angesehener Künstler, doch leider fehlt ihm dazu jegliches Talent, was seinen Bildhauerambitionen nicht entgegen kommt. Folglich muß er seine Brötchen auch als Gehilfe und Tellerwäscher in dem Künstlercafe "Yellow Door" verdienen, wo er von Literaten, Malern und anderen Künstlern stets umgeben ist. Als er eines Nachts versehentlich die Katze seiner Vermieterin umbringt, weiß er sich nicht anders zu helfen, als sie mittels Ton und Gips in ein Kunstwerk zu verwandeln - das im Cafe am nächsten Tag wie eine Bombe einschlägt. Doch der Erfolg hat seine Schattenseiten, denn ein Undercover-Cop-Duo auf der Jagd nach Heroin führt schließlich zu einer ersten menschlichen Leiche, die ein noch gefeierteres Schaustück abgibt. Und plötzlich sieht sich Walter in der Lage, irgendwie noch mehr Leichen zu produzieren, damit er seinen Künstlerplatz an der Sonne behalten kann.
(quelle: ofdb.de)
DrDjangoMD hat geschrieben:„Wohl steht das Haus gezimmert und gefügt, doch ach – es wankt der Grund auf dem wir bauten.“
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Re: Das Vermächtnis des Professor Bondi - Roger Corman (1959)

Beitragvon buxtebrawler » 26. Dez 2013, 22:50

“Ganz schön verrückt. Ein irres Ding!“ – „Wollen Sie sie kaufen?“ – „Seh ich so blöd aus? Ich versauf lieber alles.“

Der berüchtigte US-Billigfilmer Roger Corman präsentierte 1959 seinen Film „A Bucket Of Blood“, der, um ihn künstlich zu verlängern und in Verbindung zum Wachsfigurenkabinett-Gruselklassiker „Das Kabinett des Professor Bondi“ zu setzen, vom deutschen Verleih um einen eigenartigen Prolog erweitert wurde, der aus „Walter Paisley“ kurzerhand „Walter Bondi“ macht. Allein schon deshalb ist dieser Film eigentlich sehenswert. Roger Corman verstand es aber auch, mit einfachsten Mitteln eine köstliche Satire auf nichtsnutzige, aber hochgradig eingebildete Möchtegern-Künstler umzusetzen. Jene treiben den armen, bemitleidenswerten Tropf Walter Bondi, der in einer Künstlerkneipe kellnert, in den Wahnsinn und sogar dazu, Morde zu begehen, um seine Opfer mit Ton zu überziehen und als Skulpturen zu verkaufen – wodurch ihm die Anerkennung der abgehobenen „Existentialisten“ sicher ist. Dick Miller, der die Hauptrolle des naiven Bondi spielt, beherrscht eine Mitleid erregende Mimik und die verschrobene Künstler-Bohème sorgt mit ihren Auftritten und ihrem bedeutungsschwangerem Gefasel für reichlich Komik und macht „Das Vermächtnis des Professor Bondi“ zu einem interessanten, besonders in der deutschen Fassung kuriosen Low-Budget-Kleinod mit reichlich Zeitkolorit.
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Das Vermächtnis des Professor Bondi - Roger Corman (1959)

Beitragvon karlAbundzu » 6. Jun 2018, 18:28

errlicher Serienkiller-Wachsmuseum-Thriller um einen leicht mental benachteiligten Nachkommen des berühmten Professor Bondi (anderer Nachkomme: Dudubesitzer Jimmy Bondi). Jedenfalls in der deutschen Version mit eigenem Vorspann.
Changiert hier zwischen spannendem Killerfilm im Beatnik-Jazzkeller-Millieu, aber manchmal auch komisch. Wenn man sich die amerikanichen Plakate anschaut, war er entweder auf lustig angelegt, was so nicht funktioniert, in deutschland aber eher auf Horror. Was auch nicht so ganz geht.
Ein grandios spielender Dick Miller beherrscht hier den Film, Corman dreh tihn professionell. Eigentlich ein Kammespiel in zwei Räumen. Manchmal ein wneig unfreiwillig lustig, und manchmal unangenehm wie immer, wenn die FIlme behaupten, das Leute mit wenig Intellekt auch wenig Moral haben. Aber die heititei Jazzkunstszene wird nett hochgenommen.
Interessanter Film.
Das mit den eigens für Deutchland gedrehten Prolog hab ich nur mitbekommen, weil ich ihn mir im Original anschauen wollte, dann lief der auf deutsch englisch untertitelt, bis halt der Film richtig losgeht. Der Prolog ist auch qualitativ deutlich unter dem Restfilm.
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
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