A Lonely Cow Weeps at Dawn - Daisuke Gotô (2003)

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A Lonely Cow Weeps at Dawn - Daisuke Gotô (2003)

Beitragvon jogiwan » 28. Apr 2018, 09:29

A Lonely Cow Weeps at Dawn

Bild

Originaltitel: Chikan gifu: Musuko no yome to...

Herstellungsland: Japan / 2003

Regie: Daisuke Gotô

Darsteller: Ryôko Asagi, Hidehisa Ebata, Haruki Jô, Sakura Mizuki

Story:

Nach dem Tod des Schwiegersohns verliert der betagte Landwirt Shukichi zunehmend den Sinn für die Realität und lebt gemeinsam mit seiner Schwiegertochter, der Witwe Noriko ein einfaches Leben auf einem Hof, für den sich ein zwielichtiger Investor interessiert. Jeden Morgen geht Shukichi in den Stall zu seinen Kühen, um auch seine Lieblingskuh Bessie zu melken. Doch diese ist bereits vor Jahren bei dem Unfall mit seinem Sohn verstorben und um den Senior nicht den letzten Funken Lebensfreude zu nehmen, hat Noriko kurzerhand die Rolle der Kuh mit allen Konsequenzen eingenommen. Als jedoch eines Tages die habgierige Tochter Shikichis auf den Hof zurückkehrt um diesen zu verkaufen, geraten die Ereignisse aus dem Ruder und auch das eigentlich sehr traurige Geheimnis des Landwirts und seiner Schwiegertochter bleibt nicht unentdeckt…
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Re: A Lonely Cow Weeps at Dawn - Daisuke Gotô

Beitragvon jogiwan » 28. Apr 2018, 09:33

Filmchen aus der „Pinku Eiga“-Ecke, dass hier den Zuschauer mit einem wahrlich sehr ungewöhnlichen Szenario konfrontiert. Allerdings ist „A Lonely Cow weeps at Dawn“ nicht der vielleicht erwartete Schmuddelfilm mit Kopfschüttel-Garantie, sondern eher ein sehr überraschend ernst gespieltes Drama über Schuld, Einsamkeit, Liebe im Alter und einen Landwirt, der nach dem Unfalltod seines Sohnes und seiner Lieblingskuh zunehmend den Boden unter den Füssen zu verlieren scheint und weitere Personen in den Abgrund zieht. Von der Optik, den wenigen Dialogen und den gepeinigten Figuren her erinnert der Streifen auch eher an die nüchternen und ebenfalls kontroversen Werke des Südkoreaners Kim Ki-Duk und auch hier geht es um Menschen, die sich selbst eine Art heile Welt oder emotionale Zuflucht geschaffen haben, die durch Außenstehende, Demenz und den Lauf der Zeit bedroht wird. Dazu kommen eher unerotische, teils unmotiviert wirkende Softsex-Szenen und ein eher abrupt wirkendes Ende, das den Zuschauer ebenfalls mit gemischten Gefühlen zurücklässt. Eigentlich schon ein Downer und dann wieder so schräg und voller Traurigkeit und abseitigem Humor, dass man sich als Zuschauer dem exzentrischen Treiben und Geschehen kaum entziehen kann. Eine Metapher? Ein Traum? Der Abgesang einer überalterten Gesellschaft? Keine Ahnung und vielleicht erweitere ich meine Eindrücke in ein paar Tagen noch um ein paar Zeilen, aber jetzt bin ich doch noch immer etwas ratlos...
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