Headshot - Stamboel / Tjahjanto (2016)

Moderator: jogiwan

Headshot - Stamboel / Tjahjanto (2016)

Beitragvon sergio petroni » 3. Feb 2018, 07:59

HEADSHOT

Bild

Originaltitel: Headshot

Herstellungsland-/jahr: Indonesien 2016

Regie: Kimo Stamboel, Timo Tjahjanto

Darsteller: Iko Uwais, Chelsea Islan, Sunny Pang, Julie Estelle, David Hendrawan,
Epy Kusnandar, Zack Lee, Very Tri Yulisman, ...

Story: Ein fremder Mann (Iko Uwais) ohne Ausweispapiere wird mit einer schweren Kopfverletzung an einem Strand angespült. Dort kann er von einem hilfsbereiten Fischer gerettet werden und liegt seither im Koma. Doch die junge Ärztin Ailin (Chelsea Islan) gibt ihren Patienten nicht auf und nennt ihn fortan Ishmael. Schließlich erlangt er eines Tages sein Bewusstsein wieder, kann sich jedoch weder an seinen richtigen Namen noch an sein früheres Leben erinnern. Doch seine Vergangenheit soll ihn schon bald einholen, da er von dem skrupellosen Gangsterboss Lee (Sunny Pang) verfolgt wird, der vor kurzem aus dem Hochsicherheitstrakt ausbrechen konnte. Als Ailin schließlich von den Kriminellen als Druckmittel entführt wird, kommt Ishmaels gewalttätige Seite zum Vorschein, und er macht die Jäger zu Gejagten.
(quelle: ofdb.de)
DrDjangoMD hat geschrieben:„Wohl steht das Haus gezimmert und gefügt, doch ach – es wankt der Grund auf dem wir bauten.“
Benutzeravatar
sergio petroni
 
Beiträge: 4966
Registriert: 02.2013
Wohnort: im Schwarzen Wald
Geschlecht: männlich

Re: Headshot - Stamboel / Tjahjanto (2016)

Beitragvon sergio petroni » 3. Feb 2018, 08:16

Der neueste Film der auch Mo Brothers genannten Regisseure Kimo Stamboel und Timo Tjahjanto
handelt von dem halbtot am Strand angespülten Abdi, der nach intensiver Pflege durch die
Ärztin Ailin wieder aus dem Koma erwacht. Allerdings erinnert sich Abdi nicht mehr an sein
Leben vor dem Koma. Dafür entwickelt er eine tiefe Zuneigung zu Ailin, die auf Gegenseitigkeit
beruht. Doch als Abdis kriminelle Vergangenheit ihn einholt, ist auch Ailin bedroht.
Abdi setzt alles daran, die Bedrohung aus der Vergangenheit abzuwehren; mit allen Mitteln!

"Headshot" ist ein knapp zweistündiges Actionfeuerwerk im Stile der "Raid"-Filme.
Brutale, gut choreographierte Kämpfe stehen im Mittelpunkt. Abdi gehörte früher
zur Organisation des Mr. Lee. Dieser entführte Kinder und zog sie zu ihm treu ergebenen
Killern heran. Abdi war einer von ihnen und wollte dann aber aussteigen. Die anderen
jagen ihn. Dies gibt Gelegenheit zu zahlreichen ausufernden Fights mit diversen
Hilfsmitteln. Diese sind aufwendig gefilmt und schön anzusehen, zumal sie auch oft vor
beeindruckenden Kulissen stattfinden. Dennoch machte sich dann in der zweiten Hälfte des Films
des öfteren Langeweile bei mir breit. Ein Kampf nach dem anderen wird abgespult,
und das im Rahmen einer Story, die wirklich auf einen Bierdeckel paßt. Die Versuche,
dem Werk etwas emotionale Tiefe einzuhauchen, scheitern kläglich.
So bleibt nach zwei Stunden das Fazit: Schön anzusehen, aber hohl.
5/10
DrDjangoMD hat geschrieben:„Wohl steht das Haus gezimmert und gefügt, doch ach – es wankt der Grund auf dem wir bauten.“
Benutzeravatar
sergio petroni
 
Beiträge: 4966
Registriert: 02.2013
Wohnort: im Schwarzen Wald
Geschlecht: männlich

Re: Headshot - Stamboel / Tjahjanto (2016)

Beitragvon jogiwan » 3. Feb 2018, 13:49

Diese Welle an neuen Actionfilme sind ja leider so überhaupt nicht mein Ding... wenn die Protagonisten wie tollwütige Tiere aufeinander losgehen und sich gegenseitig die Gesichter und Körperteile zermantschen, dann wünsche ich mir die augenzwinkernde Achtiger-Action zurück, die wenigstens Spaß macht. Action muss nicht zwangsläufig witzig, weichgespült oder althergebrachten Rollenbildern entsprechen, aber so Filme wie "The Raid" lassen mich hingegen schon eher ratlos zurück und ich frage mich jedesmal, ob diese destruktiven, negativen und gorigen Filme das sind, was der moderne Action-Filmfreund sehen möchte.
it´s fun to stay at the YMCA!!!



» Es gibt 1 weitere(n) Treffer aus dem Hardcore-Bereich (Weitere Informationen)
Benutzeravatar
jogiwan
 
Beiträge: 28454
Registriert: 12.2009
Wohnort: graz / austria
Geschlecht: männlich

Re: Headshot - Stamboel / Tjahjanto (2016)

Beitragvon sergio petroni » 3. Feb 2018, 15:04

Tja, genug positive Bewertungen gibt es ja. Und eine tolle Choreographie kann man dem Werk
nicht absprechen, ebensowenig wie viele gelungen Einstellungen und Sequenzen.
Schön anzusehen sind auch die Orte: ein Kampf findet an einem weißen Tropenstrand statt,
ein weiterer in einem Verlies, das schwer an jenen Bunker aus "Day of the dead" erinnert,
ein weiterer vor einem Brunnen, bei dem "Ring"-Assoziationen geweckt werden, usw.
Aber auf Dauer ist das ermüdend. Hinzu kommt ein gewisser Pathos, der mir manch Kampfszene
vergällt hat.
Beispiel: Zwei Killer wollen einander gegenseitig erschießen. Der schnellere
drückt ab (Waffe leer, es folgt ein langer Blick auf den leeren Ladestreifen :roll: ),
der andere wirft daraufhin seine geladene Waffe weg (anstatt den anderen einfach zu erschießen),
um den Gegner dann mit bloßen Händen anzugreifen! :roll: :palm:
DrDjangoMD hat geschrieben:„Wohl steht das Haus gezimmert und gefügt, doch ach – es wankt der Grund auf dem wir bauten.“
Benutzeravatar
sergio petroni
 
Beiträge: 4966
Registriert: 02.2013
Wohnort: im Schwarzen Wald
Geschlecht: männlich


Zurück zu "Asia"


 

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste

web tracker