8x45 - Austria Mystery - diverse Regisseure (2005)

Moderator: jogiwan

Re: 8x45 - Austria Mystery - diverse Regisseure (2005)

Beitragvon jogiwan » 20. Aug 2012, 07:48

#8 - Die Testamentsmaschine

Bild

Herstellungsland: Österreich / 2005

Regie: Barbara Gräftner

Darsteller: Serge Falck, Julia Höfler, Raimund Wallisch, Klaus Rott

Story:

hat geschrieben:Nach dem Tod ihrer Mutter stehen drei Geschwister durch das Fehlen eines Testaments vor dem unlösbaren Problem, den Besitz unter sich aufzuteilen. Eine Geschichte so alt wie das Leben und das Sterben. Eine Geschichte so alt wie Neid und Eifersucht. Die unverdauten Konflikte zwischen den zwei Brüdern und ihrer Schwester leben denn auch sofort wieder auf. Dem erfinderischen Dorfarzt gelingt es, die Mutter für die Dauer einer Befragung wieder zu beleben. Doch die "Auferstehung" der lieben Verstorbenen dauert länger, als es den Beteiligten lieb ist. (Quelle: film.orf.at)


Wer sich am Ende von "8x45" nochmals einen Kracher erwartet, wird leider enttäuscht. "Die Testamentsmaschine" ist leider ein etwas fragwürder Abschluss der Mystery-Serie, der sich mit seiner Mischung aus Horror, ländlicher Charakterstudio und Humor vollkommen zwischen die Stühle setzt. Serge Falck ist und bleibt halt auch kein guter Schauspieler und auch das Potential der Geschichte mit seinen Anleihen bei Frankenstein wird weitgehend verschenkt. Mein schlechtere Hälfte schmunzelte auch über den Gebrauch von Plastik-Kabel bei einer Maschine aus dem vorigen Jahrhundert. Mir wäre das nicht aufgefallen, hab ich zu dieser Zeit ja auch schon mit dem Schlaf gekämpft. Leider so gar nicht geil!
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Re: 8x45 - Austria Mystery - diverse Regisseure (2005)

Beitragvon Arkadin » 20. Aug 2012, 09:01

Und Dein abschließendes Fazit zur Reihe?
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Re: 8x45 - Austria Mystery - diverse Regisseure (2005)

Beitragvon jogiwan » 20. Aug 2012, 09:13

Also durchaus okay mit ein paar Ausreißer nach oben, sowie nach unten. Am besten sind die Episoden, in denen natürlich auf österreichische Begebenheiten eingegangen wird, bzw. die dann auch viel Lokalkolorit vorzuweisen haben, so wie die Episoden "Raunacht" oder auch "Bruderliebe". "Die Katze" und "Die Testamentsmaschine" haben mir wohl auf aufgrund des humoristischen Einschlags und ihrer Darsteller nicht so gefallen, den Rest kann man aber durchaus gucken. Man darf aber auch nicht vergessen, dass es immer noch um eine TV-Serie handelt, die Nachwuchs-Regisseure fördern sollte und dementsprechend auch etwas auf Nummer sicher in Szene gesetzt wurde. Bei einer (unwahrscheinlichen) Neu-Auflage würde ich mir aber mehr düstere Geschichten und mehr Mut zu ungewöhnlicheren Ideen wünschen.
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Re: 8x45 - Austria Mystery - diverse Regisseure (2005)

Beitragvon sergio petroni » 24. Feb 2018, 14:54

Folge 1 "Das Eis bricht"
Zwei spielende Geschwister brechen im Eis ein. Nach der Reanimation durch die Rettungskräfte
liegen die beiden im Koma. Die Überlebenschancen sind sehr ungewiß. Während die Mutter
an übernatürliche Vorgänge glaubt und meint mit Ihren Kindern kommunizieren zu können,
hat der Vater schon aufgegeben, und versucht, sich mit der Situation abzufinden.
Nicht uninteressant erzählt, arbeitet sich die Auftaktfolge allerdings leider recht gemächlich
auf die Schlußpointe zu.


Folge 2 "Das Tor zur Hölle"
Die Polizistin Czerny wird in Wien des Nachts zu einem Tötungsdelikt gerufen. Nach und nach stellt sich
heraus, daß Czerny den Toten gut kannte und selber Dreck am Stecken hat. Um zu verhindern, daß
ihr Doppelleben auffliegt, setzt sie die halbe Wiener Unterwelt unter Druck. Dabei ist ihr die
interne Ermittlungsgruppe der Polizei auf den Fersen.
Diese Folge bedient sich bei Elementen des Noir-Thrillers und im besonderen bei "Der dritte Mann",
spielen doch die Abwasserkanäle Wiens auch hier eine große Rolle. Wie schon bei Folge 1 steuert
das Geschehen auf eine Schlußpointe zu, die leider etwas unausgegoren wirkt.


Folge 3 "Raunacht"
Der Arzt Martin kehrt zum Nikolaustag in seine Heimatgemeinde Rauris zurück. Er glaubt, daß seine Nichte
Hilfe benötigt. In der verschneiten kleinen Gemeinde steht die Raunacht bevor.
Als Teufel verkleidete Männer machen brauchtumsgemäß die nächtlichen Straßen unsicher.
Martin erinnert sich an seine Kindheit zurück und setzt damit viel gefährlichere Umtriebe in Gang.
Diese Folge bietet ein sehr stimmungsvolles Setting und eine Geistergeschichte, die
sich bei "Evil Dead" bedient. Leider ging hier bei mir nach etwa der Hälfte der rote Faden verloren
und das recht plakative Ende mit seinen ambitionierten Kamerafahrten scheint etwas zu viel zu wollen.
Da hätte wesentlich mehr draus werden können.


Folge 4 "Die Katze"
Ronnie schenkt seiner Frau Elvira eine Streunerkatze. Da das Paar entgegen der Wünsche Elviras
kinderlos ist, erfährt nun die Katze Elviras komplette Zuneigung. Nach und nach glaubt Ronnie
in der Katze den Leibhaftigen zu erkennen. Zeitgleich finden in der Nachbarschaft mehrere
Frauenmorde statt. Hat die Katze etwas damit zu tun?
Hier wird Poe zitiert und versucht, augenzwinkernd eine Besessenheitsgeschichte (oder auch nicht)
zu erzählen. Der humoristische Einschlag tut der Sause nicht gut; da rettet auch die chinesische
Weisheiten von sich gebende Kommissarin nichts mehr. Neben Folge 8 für mich die schwächste
der Sammlung.


Folge 5 "Heaven"
Lehrer Kaltenbrunner ist Waffen- und Krimifan und fühlt sich von Frau und Kollegen
hintergangen. Da kommt ihm die Werbung einer Gesellschaft namens "Ihre Zukunft"
unter die Augen. Für eine ansehnliche Gebühr bekommt der Besteller ein Video mit
20 Sekunden seiner Zukunft zugeschickt. Kaltenbrunner läßt sich darauf ein.
Was er auf dem Video sieht gefällt ihm gar nicht, und er arbeitet verbissen daran,
seine Zukunft zu ändern....
Für mich eigentlich die beste Folge. Sorgfältig inszeniert erweist sich auch die
Story von "Heaven" als packend. Und Hader als Kaltenbrunner ist sowieso eine Bank.


Folge 6 "Bruderliebe"
Kaspar wächst bei einer Pflegefamilie auf. Auf dem einsam gelegenen Landhof fängt
Kaspar eine Affäre mit seiner "Schwester" an. Deren Bruder gefällt das gar nicht.
Zugleich fühlt sich Kaspar aber auch zu seiner Pflegemutter hingezogen.
Zeitgleich reißt eine Wolf die Schafe der Dorfbewohner und es wird ein Trupp
Jäger aufgestellt, der das Tier jagen soll. Bald prallen beide Handlungsstränge
aufeinander.
Hier wären ab und zu UT für das "Steirisch (?)" angebracht gewesen. Die recht düstere
Story ergeht sich in Anleihen an "Tanz der Teufel" und J-Horror im Allgemeinen und
ergibt ein Potpourri, das mir leider nur durchschnittlich gemundet hat.


Folge 7 "Bis in den Tod"
Ein Staudamm in einer einsamen, zugeschneiten Berggegend wird von zwei Wissenschaftlern
überwacht. Sie wohnen in dem beim Stausee gelegenen und stillgelegten riesigen Hotel. Zu ihnen
stößt eine Frau, die die Einsamkeit für Studien nutzen will. Doch mit ihrer Ankunft
gerät der Frieden in der Einöde in Gefahr. Eifersüchteleien und Verdächtigungen führen nach
und nach zu einer lebensbedrohenden Situation.
Neben "Heaven" für mich die stärkste Episode. Hier wird von der shiningesken Umgebung
ausgiebig und wirkungsvoll Gebrauch gemacht.


Folge 8 "Die Testamentsmaschine"
Die Mutter auf dem Land stirbt. Der Sohn aus der Stadt kehrt zu seinen zwei Geschwistern
zurück. Die drei können sich aufgrund eines fehlenden Testaments nicht über die Verteilung
des Erbes einigen. Zum Glück gibt es im Ort einen Doktor mit Mad Scientist-Allüren, der
zusammen mit seinem Gehilfen Igor Tote für kurze Zeit in's Leben zurückrufen kann.
So wird auch die Mutter in's Leben zurückgeholt, um ein Testament zu verfassen.
Doch damit alleine gibt sie sich nicht zufrieden. Sie terrorisiert ihre drei Kinder
wie früher....
Ziemlich wirrer und weder lustiger noch spannender Abschluß der Miniserie.
DrDjangoMD hat geschrieben:„Wohl steht das Haus gezimmert und gefügt, doch ach – es wankt der Grund auf dem wir bauten.“
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