Welches Theaterstück habt ihr zuletzt gesehen?

Moderator: jogiwan

Re: Welches Theaterstück habt ihr zuletzt gesehen?

Beitragvon Arkadin » 13. Nov 2017, 23:43

karlAbundzu hat geschrieben:Wenn man sich das Programm und die Werbng von denen aunsieht, glaubt man sich ja immer bei einem typischen bouevardesken Krimitheater zu befinden,


Das war auch der Grund, weshalb mich da bisher nicht viel hingezogen hat, obwohl es doch jetzt bei mir um die Ecke ist. Aber was Du schreibst klingt ja richtig gut. Da werde ich wohl demnächst mal einen Blick riskieren. War es gut besucht?
Früher war mehr Lametta
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Re: Welches Theaterstück habt ihr zuletzt gesehen?

Beitragvon karlAbundzu » 14. Nov 2017, 00:24

Die haben einen schönen großen Saal, der ziemlich voll war, aber nicht ausvekauft, ich denke, da geht auch was spontan, so wi bei uns.
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
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Re: Welches Theaterstück habt ihr zuletzt gesehen?

Beitragvon karlAbundzu » 17. Jun 2018, 10:56

DER UNTERMIETER (THE LODGER)
Oper im Stadttheater Bremerhaven, 15.6.18
Musik: Phyllis Tate, Libretto: David Franklin

Oper ist ja eine der wenigen Kunstformen, bei der mir der Zugang wirklich schwer fällt, bzw. ich in meinem Leben erst zwei Versuche getartet habe. Es stand 1 zu 1.
Der Untermieter ist eine Oper von 1960, basierend auf dem Roman THE LODGER (1913) von Marie Adelaide Belloc Lowndes. Hitchcock verfilmte den 1927 und bezeichnete ihn als ersten echten Hitchcock.

Eine Jack The Ripper Story: Ein freundlicher Gentleman zieht bei der Familie Bunting als Untermieter ein. Das Ehepaar braucht dringend Geld und so freut es sich über die überaus großzügigen Einkünfte. Nach und nach häufen sich Merkwürdigkeiten um den Mieter und die Ahnungen von Miss Bunting werden langsam zur Gewissheit, wer sich da unter ihrem Dach eingefunden hat.

Die Bühne ist schlicht gebaut: verschiedene Gebäudeteile werden kunstvoll und raffiniert ineinander verschoben, so dass wir die drei Zimmer im Haus, das Treppenhaus und eine Ausserhausbühne (Kneipe) zu sehen bekommen. DIe Kostüme wie die Ausleuchtung schlicht in grau und braun mit Nebel, was sehr gut zum London 1888 passt. Die Sänger/Schauspieler sind sehr gut aufgelegt, neben den drei oben genannten Rollen gibt es noch die Tochter des Hauses und ihren Verlobten, ausgerechnet einen Polizisten. Und natürlich einen Chor.
Die Muik war sehr toll, wie in einem 50er Jahre Thriller, Gruselfilm. Dramatisch und viel Saitenistrumente, zum T Marie Adelaide Belloc Lowndesil ungewöhnliches. Nur leider im Vergleich zu Gesang viel zu laut, so dass ich die Texte, gerade in dem opernhaften Sprechgesang kaum verstand. Da nutzte es auch nichts, dass ein Erzähler immer kurz in die Szene einführte. Ich hätte mir fast gewünscht, die hätten das Libretto nicht überetzt, sondern im original gelassen und UT oder Obertitel laufen lassen, wie es ja bei italienischen Opern üblich ist (hab ich gehört).
Dafür gab es ganz tolle Nummern: Die Schlussnummer des ersten Aktes, in dem verschiedenste ituationen zusammengeführt wurden, war großes Kino! Und auch das Schlußbild, in dem sich die ganze Tragik noch einmal zeigte, herrlich.
Dazu ein paar Unheimlichkeiten, die aber als Gimmick blieben, da hätte ich mir mehr gewüncht.

Insgesamt ein interessanter Ausflug in die Oper, mit immerhin einer deutschen Erstaufführung, in ein wunderschönes Theater! Leider vor sehr wenig Leuten.
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
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