Die gemütliche DELIRIA-LITERATUR LOUNGE

Moderator: jogiwan

Re: Die gemütliche DELIRIA-LITERATUR LOUNGE

Beitragvon Arkadin » 26. Mär 2019, 22:41

sid.vicious hat geschrieben:Da ich nun wirklich kein großer SciFi Fan bin, war meine Erwartung an den Lesestoff auch eher tief gestapelt. Aber denkste, das Buch hat mir sehr viel Freude bereitet und zahlreiche Infos geliefert.


Oh ja, die Reihe war sehr, sehr toll. Habe ich mit 10/12 Jahren verschlungen. Ich habe hier noch "Mord im Kino" und "Der Asphalt-Dschungel". Die anderen hatte ich damals aus der Schulbibliothek ausgeliehen. Leider... sonst ständen sie nun auch im Regal.
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Re: Die gemütliche DELIRIA-LITERATUR LOUNGE

Beitragvon sid.vicious » 26. Mär 2019, 22:51

Arkadin hat geschrieben:
sid.vicious hat geschrieben:Da ich nun wirklich kein großer SciFi Fan bin, war meine Erwartung an den Lesestoff auch eher tief gestapelt. Aber denkste, das Buch hat mir sehr viel Freude bereitet und zahlreiche Infos geliefert.


Oh ja, die Reihe war sehr, sehr toll. Habe ich mit 10/12 Jahren verschlungen. Ich habe hier noch "Mord im Kino" und "Der Asphalt-Dschungel". Die anderen hatte ich damals aus der Schulbibliothek ausgeliehen. Leider... sonst ständen sie nun auch im Regal.


Ich habe sechs (Western-Kino, Kino des Phantastischen, Der Asphalt Dschungel, Kino des Utopischen, Kino der Angst, Mord im Kino) von den zehn Büchern im Regal. Gefallen mir alle sehr gut. Wirklich toll geschrieben, sodass man den Stoff förmlich verschlingen kann.
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Re: Die gemütliche DELIRIA-LITERATUR LOUNGE

Beitragvon karlAbundzu » 27. Mär 2019, 09:41

sid.vicious hat geschrieben:
Arkadin hat geschrieben:
sid.vicious hat geschrieben:Da ich nun wirklich kein großer SciFi Fan bin, war meine Erwartung an den Lesestoff auch eher tief gestapelt. Aber denkste, das Buch hat mir sehr viel Freude bereitet und zahlreiche Infos geliefert.


Oh ja, die Reihe war sehr, sehr toll. Habe ich mit 10/12 Jahren verschlungen. Ich habe hier noch "Mord im Kino" und "Der Asphalt-Dschungel". Die anderen hatte ich damals aus der Schulbibliothek ausgeliehen. Leider... sonst ständen sie nun auch im Regal.


Ich habe sechs (Western-Kino, Kino des Phantastischen, Der Asphalt Dschungel, Kino des Utopischen, Kino der Angst, Mord im Kino) von den zehn Büchern im Regal. Gefallen mir alle sehr gut. Wirklich toll geschrieben, sodass man den Stoff förmlich verschlingen kann.

Ich hab nur das Phantastische, aber gleichzeitig antiquarisch die Enzyklopädie dazu bekommen.
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jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
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Re: Die gemütliche DELIRIA-LITERATUR LOUNGE

Beitragvon Arkadin » 27. Mär 2019, 10:12

Es gibt da von Georg Seeßlen im Schürren-Verlag noch so eine Art Update, welches ich mir mal zugelegt hatte.
Da wurde allerdings Co-Autor Roloff durch Fernand Jung ersetzt. Ist schon länger her, dass ich da reingeschaut hatte (gekauft und erst mal ins Regal... traurige Geschichte), aber ich meine in den neuen Bänden fehlt die "Mythologie", welche ich in den alten Büchern besonders interessant fand. Und beim Durchblättern fiel mir auf, dass oft eine Inhaltsbeschreibung (inklusive Ende) an die andere gereiht wurde. Aber für ein objektives Urteil, müsste ich die auch mal lesen.

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Science-Fiction gab es auch. In zwei Bänden.

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Ich hatte noch einen Band zum Thriller/Gangster/Polizeifilm vorbestellt, aber der ist dann nie erschienen.
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Re: Die gemütliche DELIRIA-LITERATUR LOUNGE

Beitragvon sid.vicious » 12. Apr 2019, 21:52

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Nicht so mein Genre, aber auch dieses Buch konnte mich bereichern. Es ist der zehnte und letzte Band innerhalb der Reihe. An manchen Stellen hätte ich mir gewünscht, dass die Autoren ihre Studien mehr vertieft hätten, aber die Reihe wurde schließlich unter dem Motto "Grundlagen des populären Films" geführt. Und diesen Zweck erfüllt das Buch definitiv.

Wer mag, der soll stöbern, um das Buch gebraucht für kleines Geld zu erwerben. Es lohnt sich.
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Re: Die gemütliche DELIRIA-LITERATUR LOUNGE

Beitragvon Dick Cockboner » 20. Apr 2019, 21:22

Eigentlich Ostergeschenke, aber ich habs einfach vorher schonmal probegelesen :nick: :
Paul Maar:
Lippels Traum & Neues von Herrn Bello
Ganz toll!
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Re: Die gemütliche DELIRIA-LITERATUR LOUNGE

Beitragvon buxtebrawler » 30. Apr 2019, 00:13

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Das Nibelungenlied

Das Nibelungenlied ist eine mittelalterliche, im 13. Jahrhundert und demnach in Mittelhochdeutsch verfasste Niederschrift der Nibelungensage, welche wiederum bereits damals seit Jahrhunderten in unterschiedlichen Fassungen meist mündlich überliefert wurde. Ihr Ursprung schien da schon um die 800 Jahre zurückzuliegen. Der Verfasser ist unbekannt, man munkelt jedoch, das Nibelungenlied stamme aus dem Passauer Raum. Bekannt sind die drei Handschriften A, B und C, die sich in Teilen voneinander unterscheiden. Das Heldenepos folgt in dieser rund 1.000-seitigen Reclam-Ausgabe der Handschrift B und wurde um eine neuhochdeutsche Prosaübersetzung sowie einen ausführlichen, oft hilfreichen Kommentar erweitert, beide aus der Feder Siegfried Grosses. Herausgeberin des Bands ist Ursula Schulze. Mir liegt eine Ausgabe aus dem Jahre 2018 vor, die ferner über ein Literatur- und Namenverzeichnis, ein Nachwort etc. verfügt und sich somit für die wissenschaftliche Analyse anbietet.

Die Handlung ist in zwei zusammenhängende, aufeinander aufbauende Erzählstränge aufgeteilt, die wiederum in insgesamt 39 kapitelähnliche „Âventiuren“ unterteilt sind. Der Handlungszeitraum erstreckt sich über ca. 50 Jahre, wobei passive Zeiträume weitestgehend unerwähnt bleiben und somit Zeitsprünge von z.B. 13 Jahren enthalten sind. Der Erzähler wechselt ohne festes Schema zwischen Erzählung und Dialog und wendet eine bestimmte Formel an, die das Nibelungenlied in Strophen aus jeweils vier Versen strukturiert, wobei die ersten und letzten beiden Verse jeweils Paarreime bilden.

Der erste Erzählstrang berichtet von Kriemhilds erster Ehe mit Siegfried und Siegfrieds Tod, der zweite erzählt ausführlich Kriemhilds Rache: Der junge Held und Drachentöter Siegfried (alias Sigurd) aus Xanten am Niederrhein tötete einen Drachen, badete in seinem Blut und wurde dadurch unverwundbar – außer an einer Stelle zwischen seinen Schulterblättern, wo sich ein Lindenblatt auf seinen Körper gelegt hatte. Mit einer Tarnkappe kann er sich zudem unsichtbar machen. Durch die Eroberung des Nibelungenschatzes ist er überaus vermögend. Er begibt sich an den Königshof nach Worms, wo er Kriemhild, König Gunthers Schwester, ehelichen möchte. Gunther verspricht ihm Kriemhild, wenn er ihm zuvor behilflich ist, die übermenschlich starke Brunhild, Königin von Island, zu erobern. Dafür muss er sie im Kampf besiegen. Es kommt zur Vasallenlist und zum Brautwerbungsbetrug: Siegfried gibt sich als Gunthers Gefolgsmann aus und macht sich unsichtbar, um Gunther tatkräftig zum Sieg zu verhelfen. Auch in Brunhilds und Gunthers Hochzeitsnacht muss er noch mal ran, indem er Gunther dabei hilft, die unwillige Brunhild zu vergewaltigen. Zudem stiehlt er Brunhilds Gürtel und Ring. Brunhild ist nun endgültig eine besiegte Frau – die jedoch damit hadert, dass Kriemhild, die nun mit Siegfried verheiratet ist, einen Vasallen Gunthers und damit unter ihrem Stand geheiratet habe (schließlich weiß sie nichts von der Vasallenlist). Das kann Kriemhild nicht auf sich sitzen lassen; es kommt zum Königinnenstreit, in dessen Zuge Kriemhild ihre Widersacherin öffentlich düpiert. Der undurchsichtige und listige Hagen von Tronje, Gunthers und Brunhilds Vasall, empfiehlt daraufhin, Siegfried zu ermorden, nachdem er mit viel Tücke Kriemhild das Geheimnis abringen konnte, wo sich die verwundbare Stelle ihres Gatten befindet. Auf einem fingierten Jagdausflug ersticht er schließlich den Drachentöter hinterrücks. Zwar leugnet er die Tat zunächst gegenüber Kriemhild, doch diese sinnt auf Rache. Vorsichtshalber versenkt Hagen den Nibelungenschatz im Rhein, damit Kriemhild keinen Zugriff mehr auf ihn hat. Nach 13 Jahren der Trauer heiratet sie den Hunnenkönig Etzel und lädt ihre Brüder Gunther, Gernot und Giselher auf ihren ungarischen Königshof ein, wohlwissend, dass sie in Hagens Pläne eingeweiht waren – und dass der Verräter ihre Brüder begleiten würde. Dort kommt es nach einem anfänglichen vorsichtigen Abtasten zu einem unfassbaren Gemetzel, das kaum jemand überlebt, kein Krieger, keine Frau, kein Kind...

Soweit die grobe Inhaltsangabe dieses Fantasy-Splatter-Epos. Aber wie liest es sich denn nun? Zunächst einmal gar nicht, denn Mittelhochdeutsch wirkt aus heutiger Sicht wie eine Fremdsprache, man müsste ständig mit dem Wörterbuch dasitzen und Vokabeln übersetzen. Hat man bei 2.376 Strophen natürlich keinen Bock drauf, außer man ist ein unverbesserlicher Mittelalter-Freak. Glücklicherweise gibt es ja die neuhochdeutsche Übersetzung. Bei dieser reimt sich nichts mehr, was die Strophenform recht gewöhnungsbedürftig macht. Zudem versucht sie sich daran, einen schwülstigen mittelalterlichen Duktus aufrechtzuerhalten, wodurch die Sprache geschwollen und überkitschig wirkt. Das entbehrt auch nicht einer unfreiwilligen Komik, wenn etwa der sterbende Siegfried, der gerade ein Schwert zwischen die Schultern gejagt bekommen hat, spricht: „Die Tat wäre besser unterblieben.“ Die Âventiuren-Aufteilung erscheint eher inkohärent, die Einhaltung der syntaktischen Formel ist im Original wichtiger als der Inhalt, womit auch die Übersetzung zu kämpfen hat, und die Zeitsprünge sind mitunter krass. Zwar brach das Nibelungenlied stilistisch mit ein paar Dichtungsparadigmen, mit dem Holzhammer in Form geklopft wirkt es mitunter dennoch. Und in heutigen Zeiten, in denen zu erschlagen werden droht, wer TV- oder VoD-Serienverläufe spoilert, irritieren die zahlreichen Vorausdeutungen, die regelmäßig spätere Entwicklungen vorwegnehmen, doch arg.

Das höfische Leben, seine Etikette und seine Figuren werden stark idealisiert, was irgendwann zu nerven beginnt. Auch Siggi, der sich bis zu seiner Ermordung eigentlich permanent selbst unlauter verhalten hat, wird man nicht müde, als ach so kühnen, stolzen Oberhelden zu bezeichnen – was die Lesart erschwert, dass es sich bei ihm einen zwar gutaussehenden und starken Mann, aber auch um einen einfältigen Deppen handelt (wie sie als Interpretationsmöglichkeit im Zuge des ÄdL-Seminars mal erwähnt wurde). Stattdessen scheint sogar sein Tiermassaker, u.a. an einem Bären, glorifiziert zu werden, was ausgerechnet im Zuge des fingierten Jagdausflugs geschieht, wodurch man Hagen fast Applaus zu spenden geneigt ist, statt Siegfrieds Tod zu bedauern – dramaturgisch denkbar schlecht gelöst. Daran, dass es sich um eine Fantasy-Geschichte handelt, wird man während jener Jagd dann auch dadurch erinnert, dass die Recken auf einen Löwen treffen...

Richtige Sympathieträger gibt es hier im Prinzip generell keine, so richtig sauber tickt eigentlich niemand. Gunthers Motivation für seinen Verrat, also seine Erteilung der Erlaubnis zum Mord an Siegfried, bleibt bis zum Ende nicht wirklich nachvollziehbar und bildet damit eine Leerstelle der Handlung. Doch statt sich einzelnen Figuren tiefer zu widmen und ihnen mehr Charakter zu verleihen (dies gelingt am ehesten noch bei Kriemhild und Hagen), werden nach und nach – insbesondere im zweiten Teil – viel zu viele Figuren eingeführt, sodass man schnell den Überblick zu verlieren droht (fallen sie nicht gerade durch ihre Namen besonders auf, so nannte man Etzels Bruder doch tatsächlich Blödel!). Dafür weiß die Suspense im zweiten Teil bei der Reise zu Kriemhild zu gefallen, bevor im letzten Drittel fast nur noch gesplattert, verstümmelt und in Blut gebadet wird. Da werden wahrlich keine Gefangenen mehr gemacht, sogar – Achtung, Spoiler! – Kriemhild muss dran glauben, vermutlich aus sexistischen Gründen (so genau ist das alles nicht mehr nachvollziehbar). Apropos Sexismus: Der ist hier harsch. Lügende, zickige Königinnen, sich positiv konnotiert lesende Prügelstrafen, die unproblematisiert formulierte Aussage, Frauen müssten „erzogen“ werden und dergleichen mehr zeichnen ein fragwürdiges Geschlechterbild. Andererseits werden seitenlang die ach so edlen Klamotten beschrieben, als handele es sich beim Erzähler um G.M. Kretschmer.

Was das Nibelungenlied (nicht nur) für Historiker(innen) interessant macht, ist der reale geschichtliche Hintergrund. So hat es die verschiedenen Königshäuser offenbar wirklich gegeben, die zum Teil eben untergegangen sind oder sich in kriegerischen Handlungen befanden. Reale Ereignisse vermengen sich hier mit Dichtung, alten Sagen und Mystifizierung, was das „Auseinanderklabüstern“ für geschichtlich Interessierte zu einer spannenden Angelegenheit machen kann. Und natürlich sagt das Nibelungenlied viel über das höfische Treiben und damalige Wertvorstellungen aus, weshalb seine Moral auch sein dürfte: Vorsicht bei Verstößen gegen höfische Regeln, denn sie können tödliche Kettenreaktionen auslösen und ganze Königshäuser auslöschen. Durchaus bedeutender Stoff also, mit dem sich auseinanderzusetzen manch Bildungslücke schließt, dessen Lesegenuss sich jedoch aus den beschriebenen Gründen in Grenzen hält. Die ideologische Fehldeutung des Nibelungenlieds nach seiner Wiederentdeckung ist wiederum ein eigenes beschämendes Kapitel im Umgang mit dem deutschen literarischen Erbe – gut, dass dieses überwunden ist.
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Diese Filme sind züchisch krank!

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Re: Die gemütliche DELIRIA-LITERATUR LOUNGE

Beitragvon Adalmar » 30. Apr 2019, 02:00

Bei deiner (durchaus interessanten) Rezension bekomme ich den Eindruck, dass der Text von dir in (fast?) allen Hinsichten, in denen er von heutigen Lesegewohnheiten abweicht, negativ bewertet wird. Gerade diese Andersartigkeit ist aber aus meiner Sicht das Interessante an mittelalterlichen oder noch älteren Texten. Dazu gehören zum Beispiel die Vorausdeutungen ("später wurde er schmählich umgebracht" usw.), die vermutlich darauf beruhen, dass die Sagen, auf denen das Nibelungenlied beruht, damals weitgehend bekannt waren und das eigentlich Interessante die epische Ausgestaltung war. Die Übersetzung ist wirklich etwas steif, aber da kann der Text selber ja nichts dafür.

Gunthers Motivation für seinen Verrat, also seine Erteilung der Erlaubnis zum Mord an Siegfried, bleibt bis zum Ende nicht wirklich nachvollziehbar und bildet damit eine Leerstelle der Handlung.

So wie ich es in Erinnerung habe, fühlt sich Gunther verpflichtet, Rache für die Demütigung Brünhilds durch Kriemhild zu nehmen. Diese Demütigung war ja nur dadurch möglich, dass Siegfried Kriemhild verraten hat, dass er Gunther geholfen hat, Brünhild unter Kontrolle zu bringen. Man kann natürlich auch unterstellen, dass in Wirklichkeit Siegfried als politischer Unsicherheitsfaktor ausgeschaltet werden und dessen Reichtum dem Burgundenhof einverleibt werden soll.
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Re: Die gemütliche DELIRIA-LITERATUR LOUNGE

Beitragvon karlAbundzu » 30. Apr 2019, 14:07

Bela B: Scharnow
Ein fiktiver Ort im Brandenbrgischen. Dort passieren merkwürdige Dinge. Und es leben kuriose Menschen dort.
Ein fliegender Mann. Eine Männer-WG, die nach einem strengen Trinker- und Glücklichsein-Duktus leben. Und nackt einen Supermarkt überfallen. Eine rechte Bürgervereinigung, die Anschläge auf Haustiere plant.
Das ist alles hübsch ausgedacht und gut erzählt. Es gibt viele Handlungsstränge, die sich immer wieder verweben. Bela mag alle seiner Kreaturen. Außer denen, die sterben, und das oft überraschend und hart.
Leider verliert sich das gen Ende hin, es verzettelt sich ein wenig und verliert die Richtung.

Forumkompatibel: Nicht nur die WG, auch der Ortspolizist und ein weiterer Bwohner des Ortes sind große VHS-Freunde und schauen vor allem italienische Horrorfilme und Pornos. So gibt es eine seitenlange Kritik zu Porno Holocaust und anderen.
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
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Re: Die gemütliche DELIRIA-LITERATUR LOUNGE

Beitragvon jogiwan » 30. Apr 2019, 14:21

wer italienische Filme auf VHS guckt, hat sich bereits verzettelt und die Richtung verloren... ;)
it´s fun to stay at the YMCA!!!



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