Django - Sergio Corbucci (1966)

Helden, Halunken, staubige Dollars, Pferde & Colts

Moderator: jogiwan

Re: Django - Sergio Corbucci

Beitragvon dr. freudstein » 26. Aug 2011, 21:03

Dank auch Dir, allein schon für den Film und die zusätzlichen Anekdoten :prost:
Der Sarg war wirklich original so schwer, unfassbar :o Nun, ich weiß ja nicht, aber dann dafür doppelten Respekt für die Leistung Neros. DAS sind Schauspieler, die alles in Kauf für ihre Rolle nehmen :thup:
Ich an seiner Stelle hätte Corbucci gehasst, aber ich hab ja eh 10kg Schein :P

Nun, ich hätte viel mehr schreiben wollen, leider quäle ich mich hier und hab für die paar Zeilen schon länger gebraucht wegen Pausen :(
Aber den Film werde ich sowieso öfter einschieben, daher ja auch die volle Punktzahl.
Eddi Fajardo hatte ich jetzt noch nicht so auf dem Schirm, hab auch nicht so auf das Cast diesmal geachtet :oops:
Blap, bitte nicht verprügeln :palm:
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Re: Django - Sergio Corbucci

Beitragvon DrDjangoMD » 26. Aug 2011, 21:18

dr. freudstein hat geschrieben:Eddi Fajardo hatte ich jetzt noch nicht so auf dem Schirm, hab auch nicht so auf das Cast diesmal geachtet :oops:

Hierfür sei dir verziehen :)
Mich hat Eddis Performance als Major Jackson unglaublich fasziniert und das nicht nur, weil sein Rollenname so unglaublich bad-ass-cool klingt: MAJOR JACKSON :D
Ich fands beachtlich, wie oft er von Django fertiggemacht wird. Bei ihrer ersten Begegnung schießt Django seine Männer nieder, ihm die Wumme aus der Hand und bedroht ihn anschließend. :?
Bei ihrer zweiten Begegnung schießt Django mehr von seinen Männern nieder und ihn vom Pferd direkt in den Schlamm. :(
Bei ihrer dritten Begegnung schießt Django noch viel mehr von den mit Jackson sympatisierenden Soldaten nieder und der Major muss sich feig unterm Tisch verkriechen, wärend Django ihm sein Gold raubt. :shock:
Und bei ihrer letzten Begegnung hat Django nur noch einen knochigen Brei wo einmal seine Hände waren und trotzdem nimmt er es noch allemale mit Jackson auf. :o
Da könnte man meinen, dass der Major eine ziemlich erbärmliche und alberne Figur ist, aber nein. Eduardo Fajardo wirkt beeindruckend und diabolisch wie eh und je und keine Erniedrigung kann die beängstigende Aura die ihn umgibt brechen. Warum ist das nun so? Ich fand, irgendwie hat Fajardo etwas, ich kann es nicht wirklich benennen, und spreche jetzt mal in Mangelung eines besseren Ausdruckes von Majestät. Eine gewisse Ausstrahlung, die ganz eindeutig signalisiert "Ich bin hier der Obermacker". Deswegen bleibt er ein beängstigender Gegner und deswegen sind ihm wahrscheinlich auch seine Männer so treu ergeben. Man beachte wie seine letzten Gefolgsleute stumm an seiner Seite stehen, wärend er darüber fachsimpelt wie Nichtig ein Verlust von 40 oder 50 seiner Mannen ist. Seine Ausstrahlung, seine Majestät bewirkt das...Die und die Tatsache dass sein Name wirklich cool klingt: MAJOR JACKSON :D
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Re: Django - Sergio Corbucci

Beitragvon dr. freudstein » 27. Aug 2011, 01:44

Ja ja ja :nick: :nick: :nick:
Volle Zustimmung auch hier, sehr treffend beschrieben :thup:
Eine mächtige aber auch durch Django zur tragischen Person gemacht.Fiel mir auch genauso auf, leider baute ich diese Empfindungen nicht mehr mit ein. Aber wenigstens einer, der seine Interpretationen hier preis gibt, ich wundere mich immer noch, daß es nicht mehr Leute sind :?
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Re: Django - Sergio Corbucci

Beitragvon dr. freudstein » 8. Nov 2011, 02:22

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Re: Django - Sergio Corbucci

Beitragvon jogiwan » 26. Sep 2013, 09:45

Überraschend kurzweiliges und herrlich niederträchtiges Männer-Western-Märchen mit einem schweigsamen (Anti-)Helden namens Django, der mit Sarg als Accessoire durch den Dreck und Schlamm der Nachkriegszeit watet und Amerikaner und Mexikaner scheinbar gegenseitig auspielt. Neben ungewöhnlich brutalen Momenten und einem Bodycount jenseits von Gut und Böse ist "Django" aber auch ziemlich schwarzhumorig ausgefallen und da neben dem Rache-Motiv die Motivation der Titelfigur nicht so wirklich zu erahnen ist, bleibt es auch für den Zuschauer bis zum Ende spannend. Die Geschichte, die auch eher an eine griechische Tragödie erinnert, ist ebenfalls hübsch von obligatorischen Western-Mythen, -Stereotypen und Strickmustern entrümpelt und bietet neben der ambivalenten Titelfigur auch Elemente, die andererseits so auf die Spitze getrieben sind, dass ich neidlos zugestehen muss, dass mir der durchaus dramatische Streifen von Sergio Corbucci wirklich sehr gut gefallen hat.

PS: das QT aus der hervorragenden Vorlage so einen Drecksfilm gezimmert hat, ist nun aber doppelt ärgerlich!
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Re: Django - Sergio Corbucci

Beitragvon buxtebrawler » 26. Sep 2013, 09:47

jogiwan hat geschrieben:Überraschend kurzweiliges und herrlich niederträchtiges Männer-Western-Märchen mit einem schweigsamen (Anti-)Helden namens Django, der mit Sarg als Accessoire durch den Dreck und Schlamm der Nachkriegszeit watet und Amerikaner und Mexikaner scheinbar gegenseitig auspielt. Neben ungewöhnlich brutalen Momenten und einem Bodycount jenseits von Gut und Böse ist "Django" aber auch ziemlich schwarzhumorig ausgefallen und da neben dem Rache-Motiv die Motivation der Titelfigur nicht so wirklich zu erahnen ist, bleibt es auch für den Zuschauer bis zum Ende spannend. Die Geschichte, die auch eher an eine griechische Tragödie erinnert, ist ebenfalls hübsch von obligatorischen Western-Mythen, -Stereotypen und Strickmustern entrümpelt und bietet neben der ambivalenten Titelfigur auch Elemente, die andererseits so auf die Spitze getrieben sind, dass ich neidlos zugestehen muss, dass mir der durchaus dramatische Streifen von Sergio Corbucci wirklich sehr gut gefallen hat.

PS: das QT aus der hervorragenden Vorlage so einen Drecksfilm gezimmert hat, ist nun aber doppelt ärgerlich!


:shock:

jogschi hat einen neuen Top-1-Western! Es besteht also doch noch Hoffnung :D
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Re: Django - Sergio Corbucci

Beitragvon DrDjangoMD » 26. Sep 2013, 10:32

jogiwan hat geschrieben:dass ich neidlos zugestehen muss, dass mir der durchaus dramatische Streifen von Sergio Corbucci wirklich sehr gut gefallen hat.


JOGI!!!! :prost: :prost: :prost: :prost: :prost: :prost: :prost: :prost: :prost:
Na siehst du, man muss einfach die richtigen Filme eines Genres sehen! Freut mich extrem, dass du mit dem Film so viel anfangen konntest. :thup:
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Re: Django - Sergio Corbucci

Beitragvon dr. freudstein » 26. Sep 2013, 14:19

Yiiiihaaaaah

schnell, bitte ein Bild mit jogschi im (rosanem) Cowboydress :D
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Re: Django - Sergio Corbucci

Beitragvon karlAbundzu » 26. Sep 2013, 14:28

für mich war DJANGO von Corbucci auch die Einstiegsdroge in das Genre des Italo Westerns (abgesehen natürlich von den Hill/Spencer-Komödien).
Ganz ganz großes Kino (in dem ich es irgendwann auch erleben durfte, Cineman sei dank). Hier stimmt wirklich alles, Darsteller, Drehbuch, Musik, Ausstattung, Drehorte.... Zusammen mit LEICHEN PFLASTERN ... ganz oben auf der Western-Liste.
Und wenn er sogar Jogi mitnimmt....

Andererseits bin ich der Meinung, das QTs Django nichts mit diesem gemein hat (da ist sogar sein IB noch näher am Original, wenn auch da schon ganz weit weg). Und man sollte die halt nicht vergleichen. Man holt ja auch nciht Django im Dschungel zum Vergleich ;)
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
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Re: Django - Sergio Corbucci

Beitragvon dr. freudstein » 26. Sep 2013, 15:20

karlAbundzu hat geschrieben: Man holt ja auch nciht Django im Dschungel zum Vergleich ;)


Bist du ruhig :o Am Ende kommt da wirklich noch einer auf die Idee :angst:
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