Der Mann aus Virginia - Michele Lupo

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Der Mann aus Virginia - Michele Lupo

Beitragvon Ringo aka Angelface » 28. Aug 2010, 15:11

Die Nordstaaten haben die Südstaaten besiegt. Ein blutiger Bürgerkrieg ist zu Ende - Der ehemalige Revolverheld und Einzelgänger Virginia (im Original "California") versucht unter dem Decknamen Michael Random einen neuen, gewaltfreien Weg zu gehen. Der junge Willy ist da anders. Er schwärmt von der Farm seiner Eltern und überredet Random, mit ihm nach Georgia zu ziehen. Ihr Weg ist ein einziger Spiessrutenlauf.....

Der skrupellose Kopfgeldjäger Whittaker verdient seinen Lebensunterhalt damit, steckbrieflich gesuchte Südstaatler zu verfolgen. Als seine "Erfolge" zu groß werden, wird er selbst zur Zielscheibe der Armee.....

(Quelle: NEW DVD Cover)

Der Film von Michele Lupo ist ein gelunger Abgesang auf den klassischen (amerikanischen) Western und markiert auch das Ende des Italowestern. Die "Helden" sind müde des Tötens, suchen einen ruhigen Platz zum Rasten - doch den werden sie auf dem durchgeknallten Planeten Erde nicht mehr finden. Rache, Ehre, Freundschaft - alles hat keinen Wert mehr in der modernen Zeit. Nur noch das nackte Überleben zählt....
Lupo hat einen absoluten Downer gedreht, das Aufbäumen des Titelhelden wirkt wie ein letztes Brüllen des Löwen im Zoo. Die Welt ist schlecht und daran hat auch kein Colt etwas ändern können....
Stahlenmann Gemma spielt den desillusionierten, zynischen Revolvermann sehr gut, Harmsdorf ist ein ebenbürtiger Gegenspieler. Die Musik ist nicht der Bringer, aber anhörbar.

Fazit: Sehr gelungener Spätwestern, 8/10.

Zur DVD von NEW: Die ist eine absolute Frechheit, das Bild ist grottenschlecht, keine Farben, alles braunstichig, laufend digitale Fehler. :kotz: Da ist die Bildquali meiner alten TV-Aufnahme auf VHS noch besser :basi:
Das hat der Film nicht verdient - Steinigt Sie. :thdown:
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Re: Der Mann aus Virginia - Michele Lupo

Beitragvon Nello Pazzafini » 29. Aug 2010, 12:33

meines erachtens einer der besten spätwestern neben keoma und mit abstrichen silbersattel. Melancholisch und desillusionierend, Gemma überzeugt vollkommen (geb zu ich steh auch auf den burschen), Harmstorff blüht als Bösling auf (coole Handschuhe :) ), ein schöner Schwanengesang auf das Genre, ob das damals auch die Absicht des regisseurs war?
Bei dem film kann man auf alle fälle nichts falsch machen.
hier noch das vhs cover!

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