Die Rache der Kannibalen - Umberto Lenzi (1981)

Grusel & Gothic, Kannibalen, Zombies & Gore

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Re: Die Rache der Kannibalen - Umberto Lenzi

Beitragvon Salvatore Baccaro » 10. Jan 2011, 19:24

Mit das Interessanteste bei CANNIBAL FEROX finde ich die Darstellung der Eingeborenen, bei der Signore Lenzi sich offenkundig (wie in vielen anderen Belangen auch) von Deodatos CANNIBAL HOLOCAUST inspirieren ließ. Vor CANNIBAL HOLOCAUST findet man unter all den Kannibalenstämmen, die das italienische B-Kino bevölkerten, keinen einzigen, der aufgrund äußerer Einwirkungen, sprich: durch das Fehlverhalten weißer Kolonialisten, erst zu dem geworden wäre, was er ist. Ob nun in MONDO CANNIBALE 1+2, in NACKT UNTER KANNIBALEN oder Martinos WEISSE GÖTTIN DER KANNIBALEN: die Eingeborenen sind von Natur aus Fleischfresser, und hetzen selbstverständlich alles, was ihnen als Nahrungslieferant vor die Speere kommt. Anders indes bei CANNIBAL HOLOCAUST, wo die Kolonialisten mit Waffen und Kameras ihren garstigen Tod in den Eingeborenenmägen selbst verschulden. Zwar werden die Eingeborenen auch zuvor schon als Kannibalen klassifiziert, üben ihre besonderen kulinarischen Praktiken indes nur im Rahmen ritueller Zeremonien oder Stammeskriege aus. Professor Kerman, der auszieht, um herauszufinden, was nun mit dem verschollenen Filmteam um Alan Yates geschah, wird kein Haar gekrümmt: er darf unbehelligt mit den Kannibalen dinnieren. Die Eingeborenen verfügen zudem durchaus über ein Reflexionsvermögen und können "Gut" von "Böse" unterscheiden. Bezeichnend auch, dass Alan Yates und Konsorten ja nicht einfach nur verspeist werden, sondern deren Tötungsszene einen Gewaltausbruch sondergleichen darstellt, bei dem es nicht vorrangig um das Stillen eines Hungergefühls geht, vielmehr blutigste Rache die Triebfeder ist, inklusive Verstümmelung und Vergewaltigung.
Dieses Konzept, das den Kannibalismus in seinen perversesten Auswüchsen als reines Produkt weißer Eindringlinge in die Dschungelwelt präsentierte, sozusagen als Exportartikel des Kolonialismus, kopiert Lenzi in CANNIBAL FEROX 1:1. Hier ist es dann der Drogendealer Mike, der den Unmut der Eingeborenen weckt, und sie in Kannibalen verwandelt. Allerdings stellt Lenzi kongenial unter Beweis, wie wenig er CANNIBAL HOLOCAUST verstanden hat, und verzerrt die ursprüngliche Aussage vollkommen. Bei ihm sind die Kannibalen vor dem Eintreffen Mikes eben keine Kannibalen, sämtliche primitiven Instinkte werden erst dadurch geweckt, dass er in ihrem Dorf einfällt und ein (allerdings noch überschaubares) Blutbad anrichtet. Weshalb die Eingeborenen nun gerade auf die Idee kommen, die Eindringlinge nicht einfach nur zu töten, sondern sogar zu verzehren, lässt der Film offen, und ist wohl allein dem Umstand geschuldet, dass das Drehbuch es eben so verlangt. Bizarr auch die Motivation, die unsre drei Helden in den Dschungel führt. Gloria Davis möchte beweisen, dass Kannibalismus nie existiert habe, einzig eine Erfindung des Kolonalismus sei, um Eingeborenenstämme zu kompromittieren, und bekommt für diese Erkenntnis am Ende gar die Doktorwürde verliehen, da sich herausstellte, dass die Kannibalen nie welche geworden wären, wären sie nicht Kontakt mit der Zivilisation gekommen. Völlig verquer stellt der Film seine eigene Logik auf den Kopf, und muss sich die Frage gefallen lassen, inwieweit es die Eingeborenen irgendwie "besser" machen würde, wenn nur ein kleiner Funke ausreicht, sie zu blutgierigen Bestien werden zu lassen. Während die Kannibalen in CANNIBAL HOLOCAUST durchaus auch verletzliche Seiten zeigen, in ihrem sozialen Kontext nachvollziehbar und menschlich agieren, liegt bei denen in CANNIBAL FEROX nicht die geringste Psychologie zugrunde. Sie unterscheiden auch nicht zwischen "schuldig" und "unschuldig": jeder, der ihnen in die Hände fällt, darf sich eines grausamen Todes gewiss sein, was freilich auch mit Lenzis Wille zu tun hat, die überzogene, fast schon comichafte Gewalt bis auf die Spitze zu treiben.
Nichtsdestotrotz finde ich es erstaunlich, wie der Mann es fertigbringt, selbst eine relativ lineare Story wie diese hier nahezu völlig an die Wand zu fahren und in den Fahrwassern des Trashs zu versenken. Interessant auch, dass der einzige weitere mir bekannte Film, der auf den CANNIBAL-HOLOCAUST-Zug aufsprang, der gottgleiche ZOMBI HOLOCAUST ist. Sofern ich dessen wirre Geschichte richtig verstand, ist auch dort Dr. O'Brian aufgrund seiner beeindruckenden Gehirnverpflanzungsexperimente schuld daran, dass die Eingeborenen auf Quito ihre kannibalistischen Neigungen entdecken - und es mit diesen sogar schaffen, in New York als Krankenpfleger angestellt zu werden, um zu kostenlosen Mitternachtssnacks zu kommen...
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Re: Die Rache der Kannibalen - Umberto Lenzi

Beitragvon purgatorio » 21. Jan 2012, 13:13

DIE RACHE DER KANNIBALEN (CANNIBAL FEROX, Italien 1980, Regie: Umberto Lenzi)

Man kennt das ja. Aus diversen Gründen fahren einige Menschen in den Dschungel. Üblicherweise geht dann irgendetwas schief, meist stellt etwas Wichtiges seine Funktionstüchtigkeit ein. In diesem Fall hier bleibt ein stark geländetaugliches Fahrzeug in einer überschaubaren Pfütze stecken. Ich glaube, dass der Leguan schuld war. Die kleine Gruppe marschiert also in den Dschungel, vorbei an madenessenden Eingeborenen und einigen übel zugerichteten Wilden in einer Falle, die nebst Menschenjagd kaum eine Funktion erfüllen könnte. Man trifft natürlich mitten im riesigen Amazonasgebiet auf weitere Zivilisierte (drei Menschen als Kannibalenfutter sind ja deutlich zu wenig). Diese hatten sich wohl vor kurzem nicht sehr zivilisiert gegenüber den Eingeborenen verhalten und es folgt, was folgen muss: DIE RACHE DER KANNIBALEN!!!

Lenzi präsentiert mit CANNIBAL FEROX einen der härteren Kannibalenstreifen, der mir weniger wegen der plakativ eingestreuten Tiertötungen (wieder eine Schildkröte, dass musste ja sein) sondern eher wegen einem krampfhaft furchtbaren Versuch eine moralische Botschaft einzustreuen recht sauer aufstieß. Aus dem gesamten Portfolio des Kannibalen-Subgenres scheint mir dieser hier der einzige Film zu sein, der sich nicht nur rein exploitativ auf seine Vorgänger (hier elementar: CANNIBAL HOLOCAUST) bezieht sondern tatsächlich auch eine zeitgenössische Debatte reflektiert – wenn auch auf höchst eigenwillige und tatsächlich am Ende auch scheinheilige Art und Weise. Der seit 1979 von William Arens (The Man-Eating Myth: Anthropology and Anthropophagy) eröffnete Diskurs um den Mythos Alltagskannibalismus wird hier aufgegriffen und manifestiert sich im Aufhänger des Handlungsstranges um die junge Doktorandin und in der irrwitzigen Moral des Finales.

Dass der Film sich dabei inhaltlich selbst ad absurdum führt und seine Scheinbotschaft gleich eigenständig entblößt, da das gezeigte als spontaner Akt von provoziertem Gewalt- und Rachekannibalismus geschildert wird, was die komplexen Tötungsmechanismen und Inhaftierungsvarianten, die im Dorf vorhanden sind, nicht nur nicht erklärt, sondern vor allem unsinnig und nutzlos erscheinen lässt, ist als Indiz für losen und vor allem nicht ernstgemeinten Bezug auf die zeitgenössische und medial sicherlich stark reflektierte Debatte zu werten. Entsprechend ist der Film frei von dennoch suggerierter Moral und ergötzt sich aus rassistischer Perspektive am bestialischen Wilden, der offenbar nebst sitzen und komisch gucken sowie Schildkröten schlachten und verspeisen kaum etwas mit sich anzufangen weiß. Selbst Körperhygiene scheint ihm ernsthaft fremd zu sein. Dies aber sei nur am Rande angemerkt. Sieht man über diese Pseudobotschaft hinweg bekommt man mit CANNIBAL FEROX eine harte und auch unterhaltsame Genrekost serviert, die sicherlich ob der Heftigkeit einiger Szenen zu polarisieren weiß. Kommt mit 5/10 Punkten relativ gut weg und ist innerhalb des Genres einer der besseren Filme.

Ach ja: Robert Kerman mimt noch einen Polizisten. Eines der Highlights!
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Re: Die Rache der Kannibalen - Umberto Lenzi

Beitragvon Blap » 15. Jan 2013, 23:07

In Ultrakurzform:



• Die Rache der Kannibalen (Italien 1981) - Eine junge Wissenschaftlerin reist mit Begleitung in den Dschungel des Amazonas. Sie will beweisen, dass Kannibalismus nicht existiert, lediglich eine bösartige Legende darstellt. In der grünen Hölle wird die kleine Gruppe in unfassbare Ereignisse verwickelt ...

Nach "Lebendig gefressen" (1980) schickt uns Umberto Lenzi erneut in den Busch, lässt Lorraine De Selle, Zora Kerova und Danilo Mattei grausame Abenteuer erleiden. War Lenzis "Mondo Cannibale" (1972) noch nicht allzu wüsten Ausritten zugetan, knallte "Lebendig gefressen" wie ein ruppiger Vorschlaghammer auf uns hernieder. "Cannibal Ferox" (Die Rache der Kannibalen) ist ähnlich kernig unterwegs, doch "Lebendig gefressen" bot die interessantere Story an, hatte den großartigen Ivan Rassimov als Trumpfkarte im Spiel. Freund herber Kannibalenkost kommen auf ihre Kosten, guten Appetit. Grausam weniger die Momente des Mettguts, sondern die fürchterliche Synchronstimme von Zora Kerova, brrrrrr ...

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Re: Die Rache der Kannibalen - Umberto Lenzi

Beitragvon dr. freudstein » 9. Apr 2015, 14:51

und schon wieder das Radieschen in einer irren Rolle namens Mike Logan, der der Meinung ist, das Kokain einen nicht kaputt macht.....wir werden eines besseren belehrt. Sollte dies auch ein Appell sein, Finger weg von Drogen?

Den OST finde ich ja genial, hab den auch als MC. Bernd Schusters Double ist auch wieder mit von der Partie und leider auch Tiersnuff, der nicht hätte sein müssen, aber Darwins Gesetz verdeutlichen sollte. Wenigstens werden die Naturvölker nicht als grausame Wilde dargestellt, sondern die sog. Zivilisierten, die nur die Rache der Kannibalen erfahren und dies zu Recht. Deutlich abgekupfert von Deodatos Beitrag, aber trotzdem ein hartes und gut schaubares Filmchen, der auch nach öfterem Schauen nicht langweilig wird. Neben Kokain machen auch Smaragde die Menschen zu bösen Unsympathen, die dafür über Leichen und Penisse stolpern. Irgendwann wurde es dem Dschungelvolk zu bunt und sie waren der Meinung, wenn der Logan sein Gehirn eh nicht benutzt, dann kann man es ihm auch entfernen, so geschah es auch und zwar in etwa so wie man es aus Gesichter des Todes gewohnt war, erinnere an die Szene mit dem kleinen süßen Äffchen im Restaurant, wo reiche verwöhnte Unmenschen der Meinung waren, wenn schon kein Hirn im Kopf dann wenigstens im Magen.

Auch die hellhäutige Truppe aus - typisch - New York musste einige Körperteile entbehren

1. Penis (ultra wichtig, unverzichtbar)
2. Eine Hand (sehr wichtig, um Punkt 1 zu bedienen)
3. eine Titte (auch wichtig um Punkt 2 einen Grund zu geben, Punkt 1 zu bedienen)
4. Gehirn (nicht wichtig, wenn man mit Punkt 1 denkt, ansonsten ebenfalls nicht entbehrlich um vorgenannte Punkte zu bedienen)

Aber wenigstens ist eine Frau geschunden aber vollständig wieder in New York angekommen um darüber zu berichten für ihre Doktorarbeit, ob es wirklich Kannibalismus gibt und wenn, warum. Kommt mir irgendwie bekannt vor der Schluss :? :)

8/10
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Re: Die Rache der Kannibalen - Umberto Lenzi

Beitragvon Blap » 9. Apr 2015, 17:14

dr. freudstein hat geschrieben:3. eine Titte


Wie kann man das schönste aller Körperteile dermaßen abfällig bezeichnen!?

Brust, Glocken der Wonne, Hügel/Berge der Lust etc.. :opa:
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Re: Die Rache der Kannibalen - Umberto Lenzi

Beitragvon Theoretiker » 9. Apr 2015, 17:37

dr. freudstein hat geschrieben: 1. Penis (ultra wichtig, unverzichtbar)
2. Eine Hand (sehr wichtig, um Punkt 1 zu bedienen)
3. eine Titte (auch wichtig um Punkt 2 einen Grund zu geben, Punkt 1 zu bedienen)
4. Gehirn (nicht wichtig, wenn man mit Punkt 1 denkt, ansonsten ebenfalls nicht entbehrlich um vorgenannte Punkte zu bedienen)


Hehe... :thup:
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Re: Die Rache der Kannibalen - Umberto Lenzi

Beitragvon purgatorio » 9. Apr 2015, 19:06

dr. freudstein hat geschrieben:Wenigstens werden die Naturvölker nicht als grausame Wilde dargestellt, sondern die sog. Zivilisierten, die nur die Rache der Kannibalen erfahren und dies zu Recht.

Das möchte ich doch sehr bezweifeln ;)
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Re: Die Rache der Kannibalen - Umberto Lenzi

Beitragvon FarfallaInsanguinata » 10. Apr 2015, 19:27

Blap hat geschrieben:
dr. freudstein hat geschrieben:3. eine Titte


Wie kann man das schönste aller Körperteile dermaßen abfällig bezeichnen!?

Brust, Glocken der Wonne, Hügel/Berge der Lust etc.. :opa:


Das ist doch eher Wortklauberei. Erinnert mich an einen Streit mit einer Freundin, die sauer auf mich war, weil ich das Wort "ficken" in den Mund genommen hatte.
Klar lässt sich um Dinge herumreden, aber wozu?!
Wobei der doc dann statt "Penis" der Gleichberechtigung halber genaugenommen auch "Schwanz" hätte schreiben müssen. :opa: :P
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Re: Die Rache der Kannibalen - Umberto Lenzi

Beitragvon Blap » 11. Apr 2015, 00:04

FarfallaInsanguinata hat geschrieben:1. Das ist doch eher Wortklauberei.
2. Erinnert mich an einen Streit mit einer Freundin, die sauer auf mich war, weil ich das Wort "ficken" in den Mund genommen hatte.
3. Klar lässt sich um Dinge herumreden, aber wozu?!
4. Wobei der doc dann statt "Penis" der Gleichberechtigung halber genaugenommen auch "Schwanz" hätte schreiben müssen. :opa: :P


1. Nein, es ist eine Frage des Stils!
2. Ficken, Mund, dann wäre "blasen" wohl das passendere Wort gewesen. Kein Wunder, darüber kann man sich durchaus in die Haare bekommen.
3. Siehe #1.
4. Genau deswegen musste das Wort "Titte" in diesem Zusammenhang angeprangert werden.

:offtopic: :mrgreen: :mrgreen:

Zwischen Doc F. und mir besteht eine ganz besondere Beziehung. Gegenseitige Erniedrigung ist unvermeidbar, sogar gewünscht! :twisted:
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Re: Die Rache der Kannibalen - Umberto Lenzi

Beitragvon purgatorio » 11. Apr 2015, 06:35

Blap hat geschrieben:2. Erinnert mich an einen Streit mit einer Freundin, die sauer auf mich war, weil ich das Wort "ficken" in den Mund genommen hatte.

:lol: :lol: :lol:
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