Die drei Gesichter der Furcht - Mario Bava (1963)

Grusel & Gothic, Kannibalen, Zombies & Gore

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Die drei Gesichter der Furcht - Mario Bava (1963)

Beitragvon dr. freudstein » 31. Mär 2010, 11:21

Die drei Gesichter der Furcht - Mario Bava

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Alternativtitel: Die 3 Gesichter der Furcht / Black Christmas / Black Sabbath / Der Ring der Verdammten / The Three Faces of Fear / The Three Faces of Terror / Le Trois visages de la peur

Originaltitel: Tre volti della paura, I

Herstellungsland: Frankreich / Italien 1963

Regie: Mario Bava

Darsteller: Boris Karloff, Susy Andersen, Mark Damon, Glauco Onorato, Rika Dialina, Massimo Righi, Michèle Mercie u. a.
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Storys:

1. Episode: Das Telefon. Rosy bittet ihre Freundin Mary um Beistand, weil sie von einem Unbekannten durch endlose Telefonanrufe terrorisiert wird. Als ein Mann in die Wohnung eindringt und Mary ermordet, ersticht Rosy diesen - doch das Telefon läutet weiter...
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2. Episode: Wurdulak. Ein junger Reisender kommt in eine abgelegene Gegend, in der Vampire ihr Unwesen treiben. Auch der Vater der Bauernfamilie, bei der er Quartier bezieht, ist bereits seit mehreren Nächten nicht mehr nach Hause gekommen. Als er schließlich doch wieder zurückkehrt, flieht der Gast mit der Bauerstochter in die Nacht - eine gnadenlose Flucht beginnt...
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3. Episode: Der Wassertropfen. Eine Krankenschwester bestiehlt eine verstorbene Frau. Die Seniorin nimmt jedoch grausame Rache aus dem Jenseits...
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Re: Die drei Gesichter der Furcht - Mario Bava

Beitragvon Blap » 31. Mär 2010, 14:57

Die Anolis DVD habe ich leider -unfassbar!!!- verpennt, wie konnte das passieren? Als Ersatzbefriedigung kaufte ich mir das UK-Bava-Boxset von Anchor Bay. Sehr angenehm, denn der mir ebenfalls fehlende "The Girt who knew too much" ist dort ebenfalls enthalten.

Ich kam noch nicht zur Sichtung des Films, freue mich aber sehr darauf! :D
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Re: Die drei Gesichter der Furcht - Mario Bava

Beitragvon Ringo aka Angelface » 31. Mär 2010, 16:54

Die Anolis-Scheibe ist aber sehr schön :P und die Doku über Bava sehr interessant :opa:
Eine meiner besten Blindkäufe.....
Alle drei Episoden sind visuell toll ausgeführt, ein Parcourritt von Giallo über Gothic- hin zum Psychohorror.
Mir läuft es immer noch kalt den Nacken herrunter, wenn ich an die Wassertropfengeschichte denke. :oops:
Starke Effekte ganz ohne Computer. :prost:
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Re: Die drei Gesichter der Furcht - Mario Bava

Beitragvon dr. freudstein » 31. Mär 2010, 21:15

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Re: Die drei Gesichter der Furcht - Mario Bava

Beitragvon dr. freudstein » 31. Mär 2010, 21:16

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Re: Die drei Gesichter der Furcht - Mario Bava

Beitragvon dr. freudstein » 31. Mär 2010, 21:19

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Re: Die drei Gesichter der Furcht - Mario Bava

Beitragvon buxtebrawler » 25. Jul 2011, 13:00

Italo-Horror-Altmeister Mario Bavas „Die drei Gesichter der Furcht“ ist ein Episodenfilm aus dem Jahre 1963, der damit noch vor ähnlich gelagerten, britischen Produktionen erschien. In italienisch-französischer Koproduktion entstanden drei Horrorepisoden, durch von US-Horror-Ikone Boris Karloff („Frankenstein“) präsentiert werden, welcher in einer der Episoden zudem eine tragende Rolle spielt.

Fiel die in der Originalreihenfolge erste Episode „Das Telefon“ noch sehr konventionell, vorhersehbar und dadurch spannungsarm und wenig gruselig aus, beweist Bava mit der gotischen Vampirgeschichte „Wurdulak“ seine Qualitäten als Ausnahmeregisseur und inszeniert Karloff als selbst zum Vampir gewordenen Vampirjäger, der zu seiner Familie zurückkehrt, welche sich nun aber vor ihm schützen muss. Bava entfach mit seinen artifiziellen Ausleuchtungen und seinem Geschick für Gothic-Horror eine intensive Stimmung, „malt“ wunderschöne und zugleich unheilsschwangere Bilder und versteht es, den mit einer passenden Maske versehenen Karloff perfekt ins Licht zu rücken. Die überaus tragische Handlung rundet diese Episode mit einem starken Ende ab. Klasse!

In „Der Wassertropfen“ setzt Bava sogar noch einen drauf und zelebriert ein für die damalige Zeit sehr rasantes Stück Terror-Horror mit überaus wirkungsvollen, verzerrten, vom Wahnsinn gezeichneten Masken, deren Präsenz die weibliche Hauptrolle ebenso erschreckt wie den Zuschauer, welcher sich zudem auch hier an Bavas exaltierter Kameraarbeit und insbesondere an dessen Farbrausch erfreuen kann, der auch diese Episode zu etwas wirklich Besonderem macht und späteren Genreproduktionen, die sich ihre stilistischen Möglichkeiten hier bzw. bei Bava im Allgemeinen abgeguckt haben dürften, vorgreift. Muss man als Genrefreund gesehen haben!

Relativiert wird die Wirkung durch ein selbstironisches Ende mit Boris Karloff in seiner „Wurdulak“-Rolle, der glaubhaft versichert, dass es sich nur um einen Film gehandelt hat und damit an den humoristischen Tonfall manch britischen Episodengruslers erinnert.

Fazit: Von der stark abfallenden ersten Episode einmal abgesehen ein inhaltlich wie äußerlich starkes Stück Geschichte des phantastischen Films – inspiriert und inspirierend zugleich.
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Die drei Gesichter der Furcht - Mario Bava

Beitragvon DrDjangoMD » 11. Aug 2011, 21:14

buxtebrawler hat geschrieben:Relativiert wird die Wirkung durch ein selbstironisches Ende mit Boris Karloff in seiner „Wurdulak“-Rolle, der glaubhaft versichert, dass es sich nur um einen Film gehandelt hat und damit an den humoristischen Tonfall manch britischen Episodengruslers erinnert.

Fazit: Von der stark abfallenden ersten Episode einmal abgesehen ein inhaltlich wie äußerlich starkes Stück Geschichte des phantastischen Films – inspiriert und inspirierend zugleich.


Volle zustimmung! Das Telephon hat mich ziemlich gelangweilt, der Wassertropfen unfassbar gegruselt und der Wurdulak einfach begeistert. Die Genialität mit der Bava hier unheimliche Atmosphäre, Tragik, Spannung und Grusel mit einem Ende besiegelt, welches einerseits den Zuseher mit einem Lächeln auf den Lippen entlässt ohne die vormals vorherrschende Stimmung zu demolieren spricht für das Können dieses großen Mannes. 10/...Moment mal, da war ja noch die Wassertropfen Episode, die war nicht so besonders, Ähnliches kann man in jedem zweiten Gruselschocker beobachten, aber Bava und sein Maskenbildner (wow, das Teil war grausig) haben ganze Arbeit geleistet die Geschichte besonders unheimlich und gänsehauterregend rüberzubringen, also allgemein ist der Film eine 9/...ach ja, es gab ja noch den Telephon-Part...also ich gebe dem ganzen Film eine 8/10 insgesamt.
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Re: Die drei Gesichter der Furcht - Mario Bava

Beitragvon dr. freudstein » 27. Nov 2011, 00:31

Ein wahrhaft schöner Film, der mich bei meiner Erstsichtung im Kino in ein unbeschreibliches Entzücken versetzte. Die Atmossphäre, die Farben, die Storys...besonders der Wassertropfen war der Highlight für mich und das alles in einem schmuddeligem Hinterhofkino, die Krönung :knutsch:

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Re: Die drei Gesichter der Furcht - Mario Bava

Beitragvon jogiwan » 11. Okt 2012, 06:45

Gelungener Episoden-Grusler von Mario Bava, welcher von den einleitenden Worte von Boris Karloff bis zum ironischen Ende absolut gelungen ist. Die erste Episode ist Giallo-esk, die Zweite mit dem Wurdalak ziemlich düster und die letzte ist so herrlich scary, dass die seinerzeit wohl für einige schlaflose Nächte gesorgt hat. Warum gerade "Das Telefon" mit Michéle Mercier hier nicht so gut wegkommt, kann ich nicht verstehen, ich fand die wirklich sehr gelungen und von den Kamerafahrten hübsch ins Szene gesetzt. "Wurdalak" ist ebenfalls ein grandioser Ausflug ins Gothic-Genre, aber das absolute Highlight ist sicherlich die dritte Episode mit diesem schrecklichen Gesicht, dass ich meinen Lebtag nicht mehr vergessen werde. Zum Runterkommen ist auf der deutschen DVD ja zum Glück dann noch eine einstündige Doku über das Schaffen von Mario Bava und dessen Einfluss auf andere Genre-Regisseure, in dem auch viele Genre-Veteranen zu Wort kommen und die einem dann wieder halbwegs beruhigt und verzückt in die Nacht entlässt!
it´s fun to stay at the YMCA!!!



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