Der Fluss der Mörderkrokodile - Sergio Martino (1979)

Grusel & Gothic, Kannibalen, Zombies & Gore

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Der Fluss der Mörderkrokodile - Sergio Martino (1979)

Beitragvon Onkel Joe » 7. Feb 2011, 22:09

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Originaltitel: il Fiume del grande Caimano
Herstellungsland: Italien/1979
Regie: Sergio Martino
Darsteller: Barbara Bach, Claudio Cassinelli, Mel Ferrer, Romano Puppo, Fabrizia Castagnoli, Enzo Fisichella, Lory Del Santo, Anny Papa und Bobby Rhodes.
Story:Irgendwo in Afrika hat ein Hotelmogul seine neueste Errungenschaft auf eine Insel inmitten eines Flusses bauen lassen und will diesen Dschungelpalast nun mit einer Gesellschaft gebührend eröffnen. Auf mahnenden Eingeborenen, die einen Flußgott verehren, wird nicht gehört, was sich bald rächt. Ein gewaltiges Mörderkrokodil erwacht und nimmt sich der Sache an, die Gesellschaft in Angst und Schrecken zu versetzen, bis das Fest in einer Fressorgie endet...
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Re: Der Fluss der Mörderkrokodile - Sergio Martino

Beitragvon Blap » 7. Feb 2011, 23:39

Unterhaltsamer Stoff. Ein älterer Ultrakurzkommentar:


Der Fluss der Mörderkrokodile

Irgendwo im abgelegenen Busch, hat man eine noble Hotelanlage aus dem Boden gestampft. Der dortige Manager (Mel Ferrer) lässt einen Fotografen (Claudio Cassinelli) einfliegen, um sein "Paradies" angemessen ablichten zu lassen. Alice (Barbara Bach, lecker!) soll sich ein wenig um dem Fotografen kümmern. Die Eingeboren sind den Fremden zunächst wohlgesonnen. Doch als der mächtige Flussgott in Form eines riesigen Krokodils erwacht, sehen sich die Verantwortlichen und ihre Gäste gleich zwei Gefahren ausgesetzt...

Netter Tierhorror aus den späten Siebzigern. Wie für diese Zeit üblich, ist der erhobene "Öko-Zeigefinger" nicht zu übersehen. Sergio Martino hat deutlich besseren Stoff als diesen Streifen abgeliefert, keine Frage. Aber wer ein Herz für sinnfreie Tierhorror-Unterhaltung aus den siebzigern Jahren im Leib hat, kommt bei diesem Streifen durchaus auf seine Kosten.

7/10 (gut)
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Re: Der Fluss der Mörderkrokodile - Sergio Martino

Beitragvon ugo-piazza » 8. Feb 2011, 13:48

Blap hat geschrieben:Unterhaltsamer Stoff.


Indeed. Und erst recht auf großer Leinwand :thup:
Onkel Joe hat geschrieben:Die Kunst im Leben ist es, immer einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird.


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Re: Der Fluss der Mörderkrokodile - Sergio Martino

Beitragvon Jeroen » 8. Feb 2011, 15:28

Hab ich als nett, aber nicht so spektakulär in Erinnerung. Die X-Rated DVD gibts inhaltsgleich mit der Hartbox-Version auch als preisgünstige FSK 16 Kaufhaus-Fassung im Amaray. Da macht man nix falsch, zumal mit der Super-8-Fassung auch ein charmantes Bonus-Feature drauf ist ;)
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Re: Der Fluss der Mörderkrokodile - Sergio Martino

Beitragvon untot » 18. Feb 2011, 01:36

So zu allererst schon mal gleich ein Punkt weniger, denn diese Barbaren binden süße kleine knuffige Ferkel an Seile und schmeißen die ins Wasser, SAUEREI, im wahrsten Sinne des Wortes! :basi: Ich hoffe nur, die sind mit einem Schrecken und dem Leben davon gekommen!! :(
Wenn man das mal außer acht lässt, dann hat man es hier mit einem netten Tierhorrorfilmchen aus den 70ern zu tun, das durchaus zu gefallen weiß.
Die altbackenen Ticks, wie Spielzeugautos die man versenkt und Modellhäuser, die man anzündet, sind heute schon wieder so schräg, das es Spaß macht.
Wenn man Tierhorror mag, dann sollte man sich den Film hier durchaus mal zu Gemüte führen!

6/10 ohne traumatisierte Ferkelchen wären 7 draus geworden! :P
Zuletzt geändert von untot am 18. Feb 2011, 13:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Der Fluss der Mörderkrokodile - Sergio Martino

Beitragvon Nello Pazzafini » 18. Feb 2011, 02:54

ich steh auf tierhorror und die paar ferkeln, jo mei, auch schon wurscht wo sie geopfert werden. sind ja leider eh nur alle zum fressen da.... :shock:
Der film macht spass, natürlich gibts bessere tierhorrorfilme und auf alle fälle viele bessere Martino´s aber im grossen und ganzen macht man bei dem film nix falsch wenn man auf das genre steht. Und der Cast ist TOP!
Mir reicht allerdings mein abgenudeltes Schweinetape vollkommen........ :)

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Re: Der Fluss der Mörderkrokodile - Sergio Martino

Beitragvon Onkel Joe » 18. Feb 2011, 10:27

untot hat geschrieben:6/10 ohne traumatisierte Ferkelchen wären 7 draus geworden!


Traumatisierte Ferkelchen, wir haben noch net mal halb 10 und ich brech jetzt schon ab :mrgreen: .
Ob meine Mettbrötchen die ich mir gleich zum Frühstück reinpfeife von meinem dreckigen gelächter auch noch nen Schaden weg bekommen :mrgreen: :mrgreen: .
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Re: Der Fluss der Mörderkrokodile - Sergio Martino

Beitragvon untot » 18. Feb 2011, 13:47

Na was denn??? :?
Traumatisierte Ferkelchen sind eine ernste Sache! :opa: :ugeek: :mrgreen:
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Re: Der Fluss der Mörderkrokodile - Sergio Martino

Beitragvon Adalmar » 12. Jun 2011, 22:12

Dieser Martino hat mich ehrlich gesagt ziemlich enttäuscht. Auch verglichen mit "Die weiße Göttin der Kannibalen" als näherliegendem Film, von seinen besten ("Killer von Wien" z. B.) mal ganz zu schweigen. Dass man in so einem Abenteuerfilm nicht so dichte Stimmungen vorfinden würde wie in seinen Gialli, war ja zu erwarten. Aber auch ausgehend davon: Über weite Strecken fehlen jegliche Schauwerte. Es passiert erst mal ziemlich wenig, was ja an sich nicht unbedingt schlecht sein muss. Martino inszeniert aber auch keine beklemmende Ruhe vor dem Sturm, eher ein langes Vorgeplänkel, das vor allem durch die treibende Cipriani-Mucke am Leben erhalten wird. Das Krokodil, wenn es dann mal öfters zu sehen ist, wird sehr oft aus ungünstigen Kamerawinkeln gezeigt, die seine ganze Unbeweglichkeit enthüllen. Das unerwartete Fress-Inferno gegen Ende gibt Giancarlo Ferrando immerhin die Möglichkeit, seine Fähigkeiten als Actionfilmer zu beweisen (die Szene hat schon eine ordentliche Dynamik). Die Geschichte ist leider auch 100% Klischee, ich weiß nicht so recht, wofür man da Ernesto Gastaldi als Co-Autor brauchte. Das einzige, was man nicht so unbedingt erwartet hätte, ist die Szene mit Richard Johnson als verrücktem Einsiedler, die immerhin eine nette zynische Pointe aus dem Munde von Barbara Bach erhält ("Er ist gekommen, um ihnen seinen Gott zu bringen, und jetzt glaubt er an einen ihrer Götter"). Die Darsteller laufen zwar nicht auf Hochtouren, sind aber zumindest was größere Rollen angeht, recht vorzeigbar (Claudio Cassinelli, Mel Ferrer, Romano Puppo), nur Barbara Bach kommt mir immer ein bisschen leblos vor. Insgesamt 5/10
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Re: Der Fluss der Mörderkrokodile - Sergio Martino

Beitragvon jogiwan » 31. Okt 2014, 08:32

Anfänglich etwas arg unspektakulärer Abenteuerfilm, der in Richtung Tierhorror mit ökologischer Botschaft geht und etwas zu lange benötigt, bis er in die Puschen kommt. Wieder einmal sind es böse Investoren, die in einem idyllischen Platz im Dschungel unbedingt ein Ferien-Resort aus dem Boden stampfen müssen und dabei die Rechnung ohne einem Killerkrokodil und den abergläubischen Eingeborenen gemacht haben. Zwischen Pauschaltouristen und Mel Ferrer tummelt sich zum Glück aber auch ein sympathischer Claudio Cassinelli als Fotograf und Barbara Bach an seiner Seite, die hier wirklich etwas gedämpft wird. Am Ende wird eine Flussparty unsanft aufgelöst und der Bodycount schnellt so derart rasch in die Höhe, dass dem Zuschauer wirklich hören und sehen vergeht. Dabei werden Miniaturen versenkt und kleine Häuschen abgefackelt und mit brennenden Pfeilen auf besoffene Touris gefeuert. Alles eigentlich sehr sympathisch, aber etwas mehr Kroko-Aktion und eine Straffung der ersten beiden Drittel hätte sicherlich auch nicht geschadet.
it´s fun to stay at the YMCA!!!



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