Baron Blood - Mario Bava (1972)

Grusel & Gothic, Kannibalen, Zombies & Gore

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Re: Baron Blood - Mario Bava (1972)

Beitragvon karlAbundzu » 31. Okt 2015, 10:46

Super Bericht und schöne Bilder, vielen Dank auch von hier, neues Ziel für den nächsten Wien-/ Österreich-Besuch.
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
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Re: Baron Blood - Mario Bava (1972)

Beitragvon sergio petroni » 31. Okt 2015, 11:57

Ich schließe mich meinen Vorrednern an und sage Danke Asa für diesen
Bericht. :thup:
Du mußt die Filmbilder ja so gut wie auswendig vor Augen gehabt haben!
DrDjangoMD hat geschrieben:„Wohl steht das Haus gezimmert und gefügt, doch ach – es wankt der Grund auf dem wir bauten.“
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Re: Baron Blood - Mario Bava (1972)

Beitragvon supervillain » 31. Okt 2015, 13:21

Sehr schöner Vergleich, macht sofort Lust zur Nachahmung. Ach Gottchen, jetzt hab ich Reisefieber.
Bild
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Re: Baron Blood - Mario Bava (1972)

Beitragvon Asa Vajda » 31. Okt 2015, 15:02

sergio petroni hat geschrieben:Du mußt die Filmbilder ja so gut wie auswendig vor Augen gehabt haben!


Hatte ich manche, da ich Baron Blood schon ziemlich oft gesehen habe und vor dem Wegfahren auch nochmal kurz reingeschaut habe. Ein paar Fotos sind zufällig entstanden und da hab ich erst beim Screenshots machen gemerkt, wie passend manche Einstellungen sind.

Das mit dem Reisefieber kenn ich nur zu gut. Zum Glück liegt der nächste Termin in naher Zukunft. :mrgreen:
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Re: Baron Blood - Mario Bava (1972)

Beitragvon Arkadin » 31. Okt 2015, 21:22

Ganz wundervoll, Asa und auch schön kommentiert.
Eine Österreich-Tour mit Familie habe ich schon länger im Hinterkopf. Da könnte die Burg gleich ein Ausflugsziel sein.
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Re: Baron Blood - Mario Bava (1972)

Beitragvon buxtebrawler » 1. Nov 2015, 19:06

Asa Vajda hat geschrieben:Hallo ihr Lieben! Wie versprochen, hier der Link zu meinen Fotos (mit Screenshots aus dem Film zum Vergleich):

http://schatten-lichter.blogspot.com/20 ... ufels.html


Wirklich große Klasse! Vielen Dank auch für die lieben Worte zum Forentreffen :prost:
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Re: Baron Blood - Mario Bava (1972)

Beitragvon Il Grande Racket » 26. Feb 2016, 23:08

Peter reist zum Schloss seines Urahnen Otto, der dort gerne und ausgiebig Folter und Mord zelebrierte. Dort lernt er Eva kennen, mit der er einfach mal eine Beschwörung abhält und dabei den unnetten Otto wieder zum Leben erweckt. Der geht fortan wieder seinem Lieblingszeitvertreib nach, und so machen sich Peter und Eva daran, seinem finsteren Treiben mithilfe der Hexe, die ihn damals bannte, ein Ende zu setzen, bevor wieder gefählte Leichen die Burgmauern säumen.
Meine Fresse, war der doof! Der Film ist quasi ein Kessel Buntes mit allerlei Gothic-Zeugs wie einem finsterem Gemäuer mit noch finsterer Vergangenheit, der wiedererweckte Bösewicht, Hexerei, sowie Versatzstücken späterer Slasher, wie sie Bava auch vorher in "Bay of Blood" verwandte. Das das ganze nicht sonderlich ernst gemeint ist, merkt man schon an Stelvio Ciprianis schöner, aber alles andere als passenden oder gar gruseligen Titelmusik, und auch die Darsteller-Riege, allen voran Joseph Cotten als Neubesitzer des Schlosses und Elke Sommer als "Fräulein" Eva, overacten, als wenn es kein Morgen gäbe. Leider ist das ganze reichlich uninspiriert und in der ersten Hälfte weder schaurig noch besonders witzig, das "dumme Leute tuen dumme Dinge"-Prinzip wird einfach nicht mit unterhaltsamen Ideen gefüttert. Nach gut 40 Minuten nimmt der Streifen dann endlich an Fahrt auf, und Bava beweist sein Können vor allem mit zwei tollen Szenen, in denen der Baron des Blutes die Sommer einmal durch die klaustrophobischen Gänge des Schlosses hetzt und später noch einmal dasselbige in den Gassen der Stadt veranstaltet. Ansonsten bietet der Film noch eine Feuer-Seánce, in der man den Geist der Hexe anruft, die den grausamen Schlächter schon damals Schach Matt setzte, und ein reichlich bescheuertes Finale im Folterkeller. Optisch kann man dem Film dagegen nichts vorwerfen, Bava verwöhnt das Auge mit ungewöhnlichen Kamera-Einstellungen, einer tollen Farbdramaturgie, ausgiebigem Spiel mit Licht und Schatten, bei der Verfolgung durch nächtliche Stadt taucht er einzelne Einstellungen in grelles Licht, und nur die eingestreuten kruden Splattereffekte sind nicht sehr gelungen. Bava-Fans können sich hier höchstens ordentlich satt sehen, wenn sie nicht zwischendrin einpennen (wie ich gestern abend), und auch Trash-Freunden dürfte der Film schlichtweg zu langweilig sein, also kann ich den guten Gewissens nicht wirklich weiterempfehlen. 5/10
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Re: Baron Blood - Mario Bava (1972)

Beitragvon jogiwan » 27. Mär 2017, 06:36

schnittberichte.com hat geschrieben:Baron Blood erscheint auf Blu-ray - Koch Media bringt Mario Bavas Film im Juni

Baron Blood (Original: Gli orrori del castello di Norimberga, 1972) von Mario Bava kam vor einigen Jahren von e-m-s als deutsche DVD-Premiere auf den Markt. Der Horrorfilm wird nun im Sommer auch seine erste Blu-ray-Veröffentlichung bei uns erhalten. Koch Media wird das 3-Disc Digipak am 22. Juni 2017 mit Blu-ray, DVD und Bonus-DVD als Nummer 4 ihrer "Mario Bava Collector's Edition" herausbringen.


Bild

quelle: schnittberichte.com
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Re: Baron Blood - Mario Bava (1972)

Beitragvon Arkadin » 1. Nov 2017, 14:30

Mein diesjähriger Halloween-Film. Ich mag den ja. Okay, die Sommer nervt hier ohne Ende und die Figuren benehmen sich so, als läge ihr IQ knapp über Raumtempertatur. Aber die Optik und die Atmosphäre stimmen, da Bava immer wieder kleine Kabinettstückchen einbaut. Und Nicoletta Elmi ist hier mal wieder creepy as hell. Ein Film mit vielen Schwächen, aber mangelnder Charme gehört nicht dazu.

Ein paar Worte noch zur Koch-BluRay. Das Bild ist anfangs so la-la, wie ich es schon von diversen anderen Veröffentlichungen und der TV-Ausstrahlung kenne (scheint also ein Problem mit dem Ausgangsmaterial zu sein). In der zweiten Hälfte wird es aber sehr viel besser. Geschaut habe ich auf italienisch mit deutschen Untertiteln, da ich die Synchro als recht billig in Erinnerung hatte. Der Ton ist da recht gut. An Extras gibt es den gekürzten US-Cut und dann drei Dokus. Die erste ist ein halbstündiges, wohl für Koch produziertes Special über den Film, in dem sich viele Beteiligte an den Film, die Dreharbeiten, Bava und Cotton erinnern. Sehr interessant. Das zweite ist ein älteres Stück mit einem italienischen Filmwissenschaftler, welches interessant beginnt, ich mir dann aber nicht vollständig angeguckt habe, da es schon spät war. Das dritte sind Szenen aus dem Film, denen dann Videoaufnahmen folgen, die die Kameraeisntellungen so gut es geht nachstellen und die Drehorte heute zeigen. Ganz nett, wenn auch auf die Dauer ermüdend (vor allem, die Szenen aus dem Film - wenn man den gerade geguckt hat). Das Booklet stammt von dem mir bisher unbekannten Sven Jachmann und beschäftigt sich ganz mit Mario Bava und seine Bedeutung für das Genrekino. Da hätte ich mir jetzt etwas mehr filmspezifisches gewünscht, statt noch einer Bava-Biographie, aber das ist nur meine Meinung. Uncool fand ich von Koch Media, dass der Name des Autoren (und seine Meriten) in hellgelb auf grau und zudem sehr klein gedruckt wurde. Da fiel es - zumindest mir - sehr schwer, etwas zu entziffern. Etwas mehr Respekt vor dem Autoren - der sicherlich viel Arbeit da reingesteckt hat - halte ich da für angebracht.
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Re: Baron Blood - Mario Bava (1972)

Beitragvon buxtebrawler » 12. Mär 2018, 16:18

Erscheint voraussichtlich am 30.03.2018 bei Koch Media noch einmal als Blu-ray/DVD-Kombination im Mediabook:

Bild

Extras:
Englischer und italienischer Trailer, Interviews mit Elke Sommer, Lamberto Bava und Pilar Castel, Audiokommentar mit Tim Lucas u.v.m.

Quelle: https://ssl.ofdb.de/view.php?page=fassu ... &vid=85347
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