Asphalt-Kannibalen - Antonio Margheriti (1980)

Grusel & Gothic, Kannibalen, Zombies & Gore

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Re: Asphalt-Kannibalen - Antonio Margheriti

Beitragvon untot » 31. Okt 2011, 04:06

Asphalt Kannibalen hat mich echt angenehm überrascht, der Film ist wirklich ein kleines "Schätzchen".
Liegt bestimmt am total dämlichen Titel, das ich ihn so lange hab, im Regal stehen lassen, wer hat sich den bloß ausgedacht??
Hatte ihn mir vor langer Zeit eigentlich mehr aus Zufall mal ausgeliehen und finde ihn wirklich gut gemacht.
Auch die Story ist mal was anderes, als der gewohnte Einheitsbrei, der einem sonst so aufgetischt wird.

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Re: Asphalt-Kannibalen - Antonio Margheriti

Beitragvon DrDjangoMD » 31. Okt 2011, 08:35

Oja, auch wenn der durch Ansteckung übertragbare Kannibalismus ein klein wenig dahergeholt wirkt und das ganze hier und da so scheint, als hätte man eigentlich einen Zombie-Film drehen wollen, hat der Film alles, was ich mir wünsche. Die Atmo ist durchwegs düster, die dunkle nächtlich Stadt bietet eine wunderbare Abwechslung von dem hellen Regenwald, in welchem sich solche Filme sonst zutragen. Und vor allem John Saxon tut sich wirklich gut im spielen der Hauptrolle. Man kann seine Pein nachvollziehen und Mitleid mit ihm haben, zwischen ihm und seiner Gattin herrscht eine tolle Chemie und das Paar kommt uns sofort sehr vertraut und sympatisch vor. Für mich einer der besten Filme die uns der geschätzte Margheriti geschenkt hat. 8/10
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Re: Asphalt-Kannibalen - Antonio Margheriti

Beitragvon dr. freudstein » 26. Nov 2011, 23:46

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Re: Asphalt-Kannibalen - Antonio Margheriti

Beitragvon kinski » 20. Jan 2012, 14:31

ASPHALT-KANNIBALEN fängt zwar relativ typisch an mit ein bissel Geballer und ein bissel Kannibalen-Gefutter. Aber dann mutiert dieser Streifen zu einem sozialkritischen Anti-Vietnam-Film. Sicherlich ist die Umsetzung etwas holprig, was gute Darsteller wie John Saxon und vor allem Giovanni Lombardo Radice aber wieder wett machen.

Man kennt die ganzen Stories über Vietnam ja aus den entsprechenden Filmen ... wie der Krieg die Soldaten verändert hat, geheime Kampfstoffe, Bewusstseinsveränderungen usw usw. Hier wird die Story mal aus einem anderen Blickwinkel gesehen und umgesetzt - und trotzdem kommt die Botschaft rüber.
Die wirklich harten Szenen fehlen bis auf eine Ausnahme freilich in dem Film, sind aber auch nicht nötig. Die Sinnlosigkeit dieses Krieges und die Hoffnungslosigkeit der Rückkehrer wird anhand einer recht kruden Geschichte verdeutlicht. Ganz sicher ungewöhnlich, aber vielleicht gerade deswegen gut.

ASPHALT-KANNIBALEN ist letztendlich einer der Hauptgründe, warum Giovanni Lombardo Radice nach Klaus Kinski und David Hess auf Platz 3 meiner Lieblingsdarsteller platziert ist, auch wenn ich diesen Streifen erst verhältnismäßig spät für mich entdeckt habe.

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Re: Asphalt-Kannibalen - Antonio Margheriti

Beitragvon Onkel Joe » 12. Jun 2012, 15:12

Ich hab den Streifen nochmals die Tage gesichtet, ich frag mich immer wieder warum der nicht so Kultig wegkommt wie viele andere Streifen aus der Zeit :? .Vielleicht weil er stellenweise reichlich Sprit rausnimmt oder ist die Story doch etwas dünn, was meint Ihr??
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Re: Asphalt-Kannibalen - Antonio Margheriti

Beitragvon Nello Pazzafini » 12. Jun 2012, 18:55

Onkel Joe hat geschrieben:Ich hab den Streifen nochmals die Tage gesichtet, ich frag mich immer wieder warum der nicht so Kultig wegkommt wie viele andere Streifen aus der Zeit :? .Vielleicht weil er stellenweise reichlich Sprit rausnimmt oder ist die Story doch etwas dünn, was meint Ihr??


wieso, kommt der nicht so kultig weg? Auch wurscht, der Film ist absolut der Hammer, bevorzuge ich zu vielen Zombiegranaten einfach weil die Geschichte sagenhaft ist und das auch schön drastisch dargebracht wurde. Und der Cast, Mann oh Mann......ich hab den damals als Teenager im Kino gesehen und war so begeistert, der Film war für einen damaligen Jugendlichen extrem beeindruckend, extrem!!! :thup:
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Re: Asphalt-Kannibalen - Antonio Margheriti

Beitragvon Onkel Joe » 12. Jun 2012, 19:52

Nello Pazzafini hat geschrieben:wieso, kommt der nicht so kultig weg?


Es wird viel Diskutiert über Filme aus Italien, die Fulcis, Martinos, die Giallos usw. und sofort aber bei diesem hier muss man immer irgendwo genauer schauen um etwas zum Film zu finden.Auch gib es kaum bis gar keine Fan´s die diesen Film hier in ihren Top 5 geschweige den als die Numero 1 beziffern.Warum ist das so, Potential hat er alle mal um ganz vorne mitzuspielen aber leider dümpelt er immer nur so herum...
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Re: Asphalt-Kannibalen - Antonio Margheriti

Beitragvon Nello Pazzafini » 12. Jun 2012, 21:26

Onkel Joe hat geschrieben:
Nello Pazzafini hat geschrieben:wieso, kommt der nicht so kultig weg?


Es wird viel Diskutiert über Filme aus Italien, die Fulcis, Martinos, die Giallos usw. und sofort aber bei diesem hier muss man immer irgendwo genauer schauen um etwas zum Film zu finden.Auch gib es kaum bis gar keine Fan´s die diesen Film hier in ihren Top 5 geschweige den als die Numero 1 beziffern.Warum ist das so, Potential hat er alle mal um ganz vorne mitzuspielen aber leider dümpelt er immer nur so herum...


der grossteil der menschheit hat einfach keinen geschmack :D
Gut, man muss bedenken Filme bleiben anders hängen wenn man sie damals im kino erlebt hat, kein thema, das prägt. Ich weiss noch wie verwundert und verblüfft ich damals war weil dieser film einfach so anders war als die anderen. Ich hatte da natürlich noch keine Italo Fanbrillen auf, man wurde ja auch immer gut getäuscht und glaubte ami filme zu sehen. Die Story war einfach anders und alles war frisch, unerwartet und irgendwie radikal. nach der gulli kamerafahrt durch das bauchschuss loch beim Radice musste der film zu meinem damaligen Lieblingsfilm werden. dazu noch das offene (nicht happy end) ende, grossartig. Im Italo Horrorkino gehört der film definitiv unter die Top 10!
Das beste ist das der film auch heute noch richtig gut funktioniert. Klar, meinem Sohnemann, der schreiende und rennende Zombies braucht wird der jetzt nicht umhauen aber auch die jungen generation kann das ganze sicher noch beeindrucken.
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Re: Asphalt-Kannibalen - Antonio Margheriti

Beitragvon DrDjangoMD » 12. Jun 2012, 21:55

Nello Pazzafini hat geschrieben:aber auch die jungen generation kann das ganze sicher noch beeindrucken.


:nick: Das kann ich bestätigen, das tut er noch, ich war hin und weg als ich den gesehen habe. John Saxon ist hier genialer denn je, Radice sowieso und ein Film, bei dem Margheriti Regie führt muss ja schon gut werden, immerhin ist das ein Naturgesetz. Der Film ist hart, übertreibt aber nur selten, so dass die Ekelszenen großteils erschreckend real rüberkommen, dazu eine psychologisch angehauchte Story, Spannung, Drama,...ich weiß eigentlich nicht was man an dem Film sonderlich aussetzen könnte. :thup:
Nun zur Frage warum er nicht so kultig ist? Hm, vielleicht weil er in seiner Art so einmalig ist. Onkel Joey verglich ihn schon mit DEN Fulci-FilmEN und DEN Martino-GialloS, aber "Asphalt-Kannibalen" ist irgendwie weder Fisch noch Fleisch: Er passt nicht in die Amazonas-Kannibalenfilme, als Zombiefilm will ich ihn aber auch nicht bezeichnen, zudem hat Antonio meines Wissens vom Stil her nichts Vergleichbares gemacht, er beschränkte sich ja großteils auf klassischen Grusel und spaßige Actioner sowie eine handvoll Italowestern und Sci-Fis hier und da. "Asphalt-Kannibalen" steht da recht allein, man kann ihn nicht wirklich schubladisieren, vielleicht bekommt er deswegen so wenig Beachtung. Dies ist allerdings natürlich nur eine vage Vermutung.
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Re: Asphalt-Kannibalen - Antonio Margheriti

Beitragvon horror1966 » 12. Jun 2012, 22:51

Ehrlich gesagt empfand ich den Film lediglich als Mittelmaß, streckenweise dümpelt der wirklich vor sich hin und erzeugt auch nicht die richtige Spannung. Kann man sich zwar mal anschauen, ein großer Wiedererkennungswert ist aber nicht unbedingt vorhanden.


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