The house with laughing windows - Pupi Avati (1976)

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Re: The house with laughing windows - Pupi Avati (1976)

Beitragvon dr. freudstein » 15. Jun 2012, 20:10

untot hat geschrieben:Na toll, das ich wieder den einzigen Bildgänger gekauft hab, kann doch nicht sein!! :(


:? :kicher:
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Re: The house with laughing windows - Pupi Avati (1976)

Beitragvon jogiwan » 15. Jun 2012, 20:12

@ untot: hast du schon die zweite Tonspur kontrolliert, ob die besser ist?
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Re: The house with laughing windows - Pupi Avati (1976)

Beitragvon untot » 15. Jun 2012, 20:15

dr. freudstein hat geschrieben:
untot hat geschrieben:Na toll, das ich wieder den einzigen Bildgänger gekauft hab, kann doch nicht sein!! :(


:? :kicher:

Die N's waren alle und meine Finger wollten nicht so wie ich!!! :mrgreen:

jogiwan hat geschrieben:@ untot: hast du schon die zweite Tonspur kontrolliert, ob die besser ist?

Nö, könnt ich ja mal versuchen...
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Re: The house with laughing windows - Pupi Avati (1976)

Beitragvon jogiwan » 29. Jun 2012, 19:19

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Im Auftrag des kleinwüchsigen Bürgermeisters Solmi (Bob Tonelli) reist der junge Restaurator Stefano (Lino Capolicchio) in eine kleine Gemeinde in der Nähe von Ferrara, um in der dortigen Kirche ein wieder-entdecktes Fresko des verstorbenen Malers Buono Legnani zu restaurieren. Dieser lebte einige Jahre mit seinen Schwestern in dem abgeschiedenen Ort und hat sich als durchgeknallter „Maler des Todes“ einen etwas unrühmlichen Namen gemacht, der nun jedoch touristisch verwertet werden und dem Dorf neue Impulse verleihen soll.

Während es sich Stefano in dem kleinen Ort mit seinen zuvorkommenden Bürgern gemütlich macht und auch sogleich mit der Restaurierung beginnt, trifft er wenig später in der örtlichen Taverne auf seinen Jugendfreund Antonio (Giulio Pizzirani), der ihm von einer bahnbrechenden Entdeckung erzählt. Doch soweit kommt es nicht, da Antonio am selben Abend vor den entsetzten Augen Stefanos aus seinem Hotelzimmerfenster stürzt. Als auch Stefano Drohanrufe erhält wird er mit einer fadenscheinigen Ausrede aus seinem Zimmer ausquartiert und erhält durch den minderbemittelten Messdiener Lidio (Pietro Brambilla) ein Zimmer in der geräumigen Villa einer älteren Frau, die ans Bett gefesselt ihr Dasein fristet.

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Doch schon bald geschehen seltsame Dinge, die den jungen Restaurator immer mehr in seinen Bann ziehen. Er entdeckt in dem Haus eine seltsame Tonaufnahme des Malers und auch das Fresko zeigt mit einem bizarren Opferungsritual nicht unbedingt ein Szenario, dass man sich in einer Kirche erwarten würde. Als es wenig später von unbekannter Hand zerstört wird und er durch den Trunkenbold Coppola (Gianni Cavina) weitere Geheimnisse des Malers erfährt, beginnt er weiter über Legnani, dessen Umfeld und Vermächtnis zu forschen und bringt sich und seine Freudin Francesa (Francesca Marciano) in große Gefahr.

Während andere Regisseure aus dem Land des Stiefels schon längst die entsprechende Anerkennung bei Kritiker und Publikum im Ausland genießen, sind die zahlreichen Werke des 1938 in Bologna geborenen Regisseur und Drehbuchautor Pupi Avati außerhalb Italiens bislang eher vernachlässigt worden. Obwohl er in jüngeren Jahren einige Genre-Filme abgeliefert hat, harren die meisten seiner Werke harren einer entsprechenden Veröffentlichung und auch bei dem empfehlenswerten Streifen „Das Haus der lachenden Fenster“ hat es über 35 Jahre gedauert, bis dieser nun erstmals mit einer deutschen Synchronisation versehen in deutschsprachigen Raum veröffentlicht wird und so nun auch hoffentlich von der breiteren Masse wahrgenommen wird.

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Mehr Aufmerksamkeit hätte dieser ungewöhnliche Streifen aus dem Jahre 1976 auch dringend verdient, bietet er doch von der ersten bis zur letzten Sekunden wohligen Horror der subtilen Sorte und eine unaufgeregt erzählte und spannende Geschichte, die letzen Endes in einem grandiosen Finale gipfelt, dass seine Wirkung auch sicher nicht verfehlt. Irgendwie erinnert der Streifen an Werke wie „Wenn die Gondeln Trauer tragen“, „The Perfume of the Lady in Black“ oder auch „Wicker Man“, die sich ebenfalls dem Horror auf eher unkonventionelle Weise nähern und sich dessen Mitteln bedienen um eine ungewöhnliche Geschichte zu erzählen.
„La Casa dalle finestre che ridono“ wird ja allgemein eher dem Giallo-Genre zugeordnet, obwohl in dem Werk weder schwarze Handschuhe, noch Rasiermesser vorkommen und der ländliche Handlungsort mit seinen schrulligen Charakteren hat ebenfalls wenig mit der ansonsten in dieser Gattung von Film omnipräsenten Welt der Reichen und Schönen zu tun. Für mich ist Avatis Streifen dann auch eher eine gelungene Mischung aus Mystery, Thriller und Horror, der am Rande das Giallo-Genre streift und vor allem durch seine unvorhersehbare Geschichte und seine wunderbaren Bilder punktet.

Die Geschichte, bei der Pupi Avati auch als Drehbuchschreiber mitgewirkt hat ist auch sehr originell und bietet mit dem Restaurator Stefano auch eine sympathische Titelfigur, die in der abgelegenen Provinz in den Bann eines mysteriösen Malers und seinem Vermächtnis gezogen wird. Dabei ist das Hauptaugenmerk nicht nur auf die Spannung gelegt, sondern Avati nutzt seine Geschichte auch dazu, um die einfachen Menschen eines heruntergekommenen Dorfes zu zeigen, das im Falle von „Das Haus der lachenden Fenster“ auch aus Kleinwüchsigen, Minderbemittelten, Trunkenbolden und sonstigen Figuren bevölkert ist. Neben seiner originellen Story glänzt der Streifen aber auch durch seine schönen Bilder, die Pupi Avati in der herbstlich-gefärbten Poebene in der Nähe der Stadt oberitalienischen Stadt Ferrara eingefangen hat.

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Darstellerisch ist der Streifen auch gelungen und bietet den ebenfalls unterschätzen Lino Capolicchio in der Hauptrolle, der hier als neugieriger und sympathischer Restaurator auch wunderbar agiert. Obwohl Capolicchio in den Siebzigern ein vielbeschäftigter Mann war und oftmals auf die Rolle des jungendlichen Rebels festgelegt war, hat es mit dem großen und internationalen Durchbruch doch nie so richtig geklappt. An seiner Seite agiert die zauberhafte Francesca Marciano, die sich danach aber eher auf das Schreiben von Drehbüchern verlegte. Aber auch die restlichen Darsteller sind passen besetzt und wer genau aufpasst erlebt auch noch die junge Zora Kerova („Cannibal Ferox“ und „New York Ripper“) in ihrer womöglich ersten, aber unerwähnten Filmrolle als Tavernen-Kellnerin.

Pupi Avati ist ja auch heutzutage noch als Regisseur aktiv und seine Liste an derzeit 44 Regiearbeiten umfassen auch nahezu alle möglichen Genres, für die er meist auch die entsprechenden Drehbücher verfasste. Für den Genrefreund interessant sind aber sicherlich seine früheren Werke wie eben „Das Haus der lachenden Fenster“, „Neun Leichen hat die Woche“ oder auch „Zeder“ über den ich demnächst auch noch ein paar Zeilen tippen werde. Allesamt auch etwas polarisierende und ungewöhnliche Werke, die innerhalb von Fankreisen dennoch einen guten Ruf besitzen und die es auch zu entdecken gilt.

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Vor allem „Das Haus der lachenden Fenster“ hat sich über die Jahre den Ruf als Insider-Tipp erhandelt, was auch daran liegt, dass der Streifen auch nur über Umwege zu erhalten war und bislang auch nie in deutscher Sprache veröffentlicht wurde. Doch das hat sich jetzt geändert und CMV-Laservision hat in Kooperation mit „’84 Entertainment“ den Streifen neu synchronisieren lassen, was ich anfänglich doch mit gewissen Skepsis vernommen habe. Doch diese war unberechtigt und das Endergebnis ist schlichtweg sehr gelungen und sehr professionell und liebevoll gemacht, sodass es im Verlauf des Filmes zu keiner (!!!) Sekunde auffällt, dass es sich dabei um keine originale Synchro aus den Siebzigern handelt.

Der etwas erhöhte Preis ist dann angesichts der Mühen, die man für diesen Veröffentlichung gemacht hat auch durchaus gerechtfertigt und die Bildqualität ist ebenfalls besser als die der bisher erhältlichen Ami-DVD. Neben einem Audiokommentar von Marcus Stiglegger und Kai Nauman gibt es auch noch ein Booklet mit einem interessanten Text von Christian Kessler, eine selbstlaufende Bildergalerie, den Originaltrailer, sowie ein Postkarte mit Motiv aus dem Film. Neben zwei Covervarianten in wahlweise deutscher oder italienischer Ausführung gibt es den Streifen auch noch in der Retro-Edition, wobei alle drei Varianten meines Wissens auch limitiert sind.

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Unterm Strich ist „La Casa dalle finestre che ridono“ einer der ungewöhnlichsten Vertreter des italienischen Horrorfilms aus den Siebzigern und ein Werk, dessen Veröffentlichung auch über die Jahre von vielen Filmfans vollkommen zu recht herbeigesehnt wurde. „Das Haus der lachenden Fenster“ setzt zwar weniger auf Blut oder krasse Effekte, sondern verlässt sich auf seine unvorhersehbare Geschichte und seinem langsamen Erzählfluss, der den Zuschauer mit auf eine Reise in die Abgründe der menschlichen Seele nimmt und in einem erinnerungswürdigen Finale gipfelt, das man sicherlich nicht so schnell vergisst. Pupi Avatis wohl außergewöhnlichstes und auch schönstes Werk nun sogar auf Deutsch genießen zu können, ist eigentlich eine mittlere Sensation, die sich dann auch kein Genre-Freund entgehen lassen sollte. Toller Film, tolles Mediabook – tolle Sache und zwei freudenstrahlende Daumen nach oben!

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Re: The house with laughing windows - Pupi Avati (1976)

Beitragvon ugo-piazza » 19. Okt 2012, 23:58

Sehr schön, dass es diesen Avati nun tatsächlich auf deutsch gibt. Ich hab das ja schon vor Jahren bei NEW mal eingefordert... :?

Zum Film muss ich wohl nichts mehr sagen, die Synchro ist in Ordnung. Den Audiokommentar hab ich noch nicht in Angriff genommen. Aber musste es unbedingt dieser Mediabook-Hype sein?
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Re: The house with laughing windows - Pupi Avati (1976)

Beitragvon horror1966 » 11. Mär 2013, 10:26

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Das Haus der lachenden Fenster
(La Casa dalle Finestre che ridono)
mit Lino Capolicchio, Francesca Marciano, Gianni Cavina, Giulio Pizzirani, Bob Tonelli, Vanna Busoni, Pietro Brambilla, Ferdinando Orlandi, Andrea Matteuzzi, Ines Ciaschetti, Pina Borione, Flavia Giorgi
Regie: Pupi Avati
Drehbuch: Antonio Avati / Pupi Avati
Kamera: Pasquale Rachini
Musik: Amedeo Tommasi
ungeprüft
Italien / 1976

In einer ländlichen italienischen Kleinstadt soll der Restaurator Stefano (Lino Capolicchio) ein Kirchengemälde freilegen und restaurieren, das den heiligen St.Sebastian zeigt. Schon als er die Arbeit antritt, ist er fasziniert von der Ausstrahlung des Wandgemäldes, das ein lokaler Künstler gemalt haben soll, denn es ist überaus realistisch in der Qual und Verzweiflung des Dargestellten. Während er es langsam freilegt, kommen jedoch auch bisher unbekannte Teile des Gemäldes ans Tageslicht, u.a. zwei mysteriöse Figuren, die den Heiligen quälen. Stefano versucht im Dorf herauszufinden, was es mit dem Bild auf sich hat, doch die Bewohner sind verschwiegen und seine beste Informationsquelle stirbt unter mysteriösen Umständen. Der Restaurator hat an einem fast verschütteten Geheimnis gerührt und die Folgen sind schrecklich...


Es gibt immer wieder diese sagenhaften Film-Perlen, die dem Zuschauer mit den einfachsten Mitteln ein ungeheuer intensives Film-Erlebnis bereiten. Pupi Avanti's "Das Haus der lachenden Fenster" ist ganz eindeutig in diese Kategorie einzuordnen und stellt sich in seiner Gesamtheit als wahres Juwel des italienischen Horrorfilms dar. Nur zu gern wird das Werk ja dem Giallo zugeordnet und zugegebenermaßen enthält die Geschichte auch durchaus Elemente, die diese Einordnung rechtfertigen, doch ehrlich gesagt präsentiert sich doch vielmehr ein Horror-Thriller voller Suspense, der zudem mit diversen Mystery-Zügen versehen wurde. Wie dem aber auch sei, auf jeden Fall präsentiert sich ein Szenario, von dem seit der ersten Minute eine äußerst unheimlich Präsenz ausgeht, die sich im Laufe der Zeit immer weiter vertiefen soll. Avati setzt dabei keinesfalls auf Brutalität-und reißerische Gewaltdarstellungen, denn in dieser Beziehung hält sich die Geschichte mehr als nur bedeckt. Es steht vielmehr ein ständig ansteigender Spannungsaufbau im Vordergrund der sich wirklich sehen lassen kann und der gepaart mit der herausragenden Grundstimmung des Filmes eine Einheit ergibt, die eine fast schon magische Wirkung auf den Betrachter ausübt. Man kann sich der mysteriösen Faszination dieses Werkes unmöglich entziehen, denn mit den einfachsten Mitteln hat Pupi Avati hier ein Szenario ins Bild gesetzt, das einen bis zur letzten Minute nicht aus seinen Fängen lässt.

Dabei besticht "Das Haus der lachenden Fenster" durch eine unglaublich ruhige Erzählweise die vollkommen frei ist von unnötigem Aktionismus. Es gibt auch keine brutale Mordserie und blutige Passagen gibt es bis auf ganz wenige Szenen auch nicht zu sehen. Nun könnte manch einer auf die Idee kommen, das es sich eventuell um einen eher langatmigen Film handeln würde, doch diese Befürchtung kann man ganz schnell wieder verwerfen. Was viele Grusel-und Mystery Filme der heutigen Zeit noch nicht einmal im Ansatz schaffen, ist in dieser fantastischen Geschichte eine absolute Selbstverständlichkeit. Denn schon mit dem Vorspann schafft es Avati, den Betrachter für seine Story zu gewinnen, entfaltet sich doch sofort diese geheimnisvolle Atmosphäre, die sich auch durch das gesamte Geschehen ziehen soll. Man ist also vom ersten Augenblick an in der richtigen Stimmung und taucht nur zu gern in den Strudel der mysteriösen Ereignisse ein, die sich in dem kleinen abgeschiedenen Dorf abspielen. Schon beim ersten Anblick der ersten Dorfbewohner wir klar, das hier nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Die offensichtliche Abneigung gegen Fremde muss dabei auch Restaurator Stefano erfahren der den Auftrag erhalten hat, ein ominöses Fresko in der Dorfkirche zu restaurieren. Dabei werden ihm jedoch ständig Steine in den Weg gelegt die ihm die Arbeit erschweren und ganz offensichtlich darauf hindeuten, das genau hier ein schreckliches Geheimnis verborgen ist.

Avati versteht es gekonnt, einem immer nur Bruchstücke zu offenbaren, die den Zuschauer nur sehr langsam zu des Rätsels Lösung führen und genau darin besteht die ganz große Stärke dieses Filmes. Erst in den letzten Minuten ergibt sich ein Gesamtbild und der Schleier lüftet sich, doch bis dahin ist es ein ziemlich langer Weg, der jedoch zu keiner Zeit auch nur den Ansatz von Langeweile zu erkennen gibt. In etlichen Phasen der Geschichte verschwimmen sogar die Grenzen zwischen Realität und Fiktion und ein Hauch des Übernatürlichen hält Einzug in das Geschehen. Immer tiefer wird man dabei in den sogartigen Strudel der Ereignisse gezogen, die eine bannende Wirkung auf einen ausüben. Dabei geben sich etliche bedrohliche Momente zu erkennen und die gesamte Szenerie umgibt ein dermaßen unheilvolles Ambiente, das man die Auflösung des Ganzen kaum noch erwarten kann. "La Casa dalle Finestre che ridono", so der Original-Titel des Filmes erzeugt seine faszinierende Wirkung auch aus dem exzellenten Schauspiel seiner Charaktere, wobei insbesondere Lino Capolicchio in der Rolle des Restaurators eine absolut glänzende Performance an den Tag legt. Man kann jedoch ganz generell festhalten, das der Film bis in die kleinsten Nebenrollen nahezu perfekt besetzt ist, was das gewonnene Gesamtbild noch einmal zusätzlich aufwertet.

Letztendlich handelt es sich hier wirklich um eine Produktion, in der alles absolut perfekt ineinander übergeht und die Zutaten brillant zusammengefügt wurden. Die einzelnen Rädchen greifen harmonisch ineinander, so das sich "Das Haus der lachenden Fenster" in der Rangliste des italienischen Horrorfilms ganz oben ansiedelt. Ich möchte sogar so weit gehen und das Werk als kleines Meisterwerk einstufen, das durch seinen Suspense-Gehalt und eine herausragende Gesamt-Komposition einen bleibenden Eindruck beim Betrachter hinterlässt. In der heutigen Zeit kann man Filme dieser Art lange suchen, wird doch mittlerweile das Hauptaugenmerk der Regisseure auf ganz andere Dinge gelegt, um das Publikum zu befriedigen. Umso schöner erscheint es deshalb, das ein vollkommen ruhiger Vertreter des Horrorfilms einen in wahre Begeisterung versetzen kann, so wie es bei diesem Juwel der Fall ist. Wer also nicht ausschließlich auf Härte und Tempo steht, sollte auf jeden fall einen Blick riskieren, denn trotz eher ruhigerer Töne entfaltet dieser Film eine so ungeheure Intensität, das man durchgehend wie unter Strom steht und die Lösung des mysteriösen Rätsels kaum erwarten kann.


Fazit:


Viele Jahre hat es gedauert, bis ich nun endlich in den Genuss dieses überragenden Werkes gekommen bin. Es hat sich jedoch wirklich gelohnt, offenbart sich doch eine absolut runde-und stimmige Geschichte voller Thrill, die man sich ganz bestimmt nicht das letzte Mal angesehen hat. Denn selbst wenn man die Auflösung kennt, bietet "Das Haus der lachenden Fenster" genügend Gründe, um die DVD in regelmäßigen Abständen immer wieder in den heimischen Player zu legen und sich erneut auf ein mehr als gelungenes Film-Erlebnis zu freuen.


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Re: The house with laughing windows - Pupi Avati (1976)

Beitragvon horror1966 » 25. Jan 2014, 18:49

Bei meiner gestrigen Zweitsichtung hat der Film fast noch besser und perfekter gewirkt, was für ein grandiose Werk. :thup:
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Re: The house with laughing windows - Pupi Avati (1976)

Beitragvon Captain Blitz » 25. Jan 2014, 19:28

Klingt sehr gut, den muss ich mir dann mal irgendwie noch beschaffen. :) Danke für den Hinweis!
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Re: The house with laughing windows - Pupi Avati (1976)

Beitragvon horror1966 » 25. Jan 2014, 19:50

Captain Blitz hat geschrieben:Klingt sehr gut, den muss ich mir dann mal irgendwie noch beschaffen. :) Danke für den Hinweis!


Da kannst du echt nichts falsch machen.
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Re: The house with laughing windows - Pupi Avati (1976)

Beitragvon dr. freudstein » 25. Jan 2014, 23:54

Captain Blitz hat geschrieben:Klingt sehr gut, den muss ich mir dann mal irgendwie noch beschaffen. :) Danke für den Hinweis!


Hab bislang nur die englischsprachige Fassung da, aber H1966 unser hauseigener Virus hat recht. sehr wichtig der Film und endlich auf deutsch :thup: nur leider nicht als überteuertes Mediabook :P :lol:
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