A... come assassino - Angelo Dorigo (1966)

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A... come assassino - Angelo Dorigo (1966)

Beitragvon jogiwan » 1. Jul 2011, 08:22

A... come assassino

Bild

Originaltitel: A... come assassino

Herstellungsland: Italien / 1966

Regie: Angelo Dorigo

Darsteller: Sergio Ciani, Mary Arden, Ivano Davoli, Aiché Nana

Story:

When a very rich man is found murdered,the whole family is reunited for the reading of the will (it's actually a tape made by the deceased).Only some of them will get any money...the ones that are still alive after staying for a month in the castle. (quelle: lovelockandload.net)
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Re: A... come assassino - Angelo Dorigo (1966)

Beitragvon sergio petroni » 7. Feb 2014, 11:27

Ist's ein früher Giallo? Wohl eher ein murder-mystery mit hohem komödiantischem Anteil.

Angelo Dorigos Film aus dem Jahre 1966 nach einem Drehbuch von Ernesto Gastaldi spielt zum größten Teil
auf dem Schloß des Patriarchen Prescott. Diesen bekommt man nur als Leiche mit durchschnittener Kehle zu sehen. Mit seinem Testament vom Tonband löst Prescott posthum Entsetzen unter seinen Nachkommen aus.

Die sieben vom Testament erwähnten Erbberechtigten sind eine illustre Schar an undurchsichtigen Charakteren,
die sich zumeist untereinander nicht riechen können. Da hätten wir Prescotts Schwester, die aufgrund eines
lange zurückliegenden Ereignisses nicht gut auf ihren Bruder zu sprechen war. Dann wären da noch der geistig zurückgebliebene Sohn Julian, die Nichte Angela (Mary Arden) und ihr Liebhaber Armando, Neffe George
und dessen Frau Adriana (Aïché Nana) sowie den Hausbediensteten Giacomo.

Die sieben werden dazu verdonnert, vier Wochen gemeinsam auf dem Schloß zu verbringen. Nach dieser
Zeit dürfen drei Personen vorstellig werden, die das Erbe beanspruchen. Wollen mehr Personen etwas
vom Kuchen abhaben, bekommt keiner etwas. Unter dieser Voraussetzung ist klar was passieren muß.
Versucht man zunächst, das ganze durch Absprachen vernünftig zu lösen, scheitert dies alsbald am
gegenseitigen Mißtrauen. Der erste Tote läßt nicht lange auf sich warten....

Positiv in's Auge fiel mir Adriana in Person von Aïché Nana (die am 29.01.2014 verstarb, R.I.P.), die durch ihre laszive Darstellung zu begeistern weiß. Natürlich hat auch sie verborgene Absichten; womit sie Nichte Angela in nichts nachsteht. Die Frauen in diesem Stück scheinen die Strippenzieherinnen zu sein, die Männer nur willfährige Werkzeuge.

Trotz der kurzen Laufzeit von knapp 80 Minuten schleichen sich mehrere kleine Längen ein. Insgesamt wird
man jedoch sympathisch unterhalten und darf sich von dem ein oder anderen Plottwist überraschen lassen.
6/10
DrDjangoMD hat geschrieben:„Wohl steht das Haus gezimmert und gefügt, doch ach – es wankt der Grund auf dem wir bauten.“
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Re: A... come assassino - Angelo Dorigo (1966)

Beitragvon dr. freudstein » 23. Mär 2014, 00:23

Italienische Synchro (mein Fehler, das ich die Sprache nicht kann) mit englischen Untertiteln. Film ist in schwarz-weiss.

Serviert bekommt man einen Erbschaftskrimi mit einigen Horrorelementen, sehr klassisch wie Blitz und Donner und überwiegend spielt sich alles in einem Schloss ab.Der Soundtrack ist auch sehr an alte Horrorfilmen orientiert, schaurig-schön zum Teil mit Kirchenorgel, wenn ich es richtig herausgehört habe. Also alles sehr atmosphärisch.

Ja wenn einer stirbt und dies auch noch mit einer fetten Erbschaft verbunden ist, dann zieht ein Tod den nächsten nach sich.Überwiegend wie viele alte Schinken ist dieser hier auch sehr dialogreich, aber ist ja in erster Linie auch ein Psychospiel. Sehr stimmig fand ich die Autofahrt, wo der Fahrer, eines der potentiellen Erben, diverse Flashbacks hat und dieser schliesslich in einem Unfall mit tödlichen Ausgang endet.Immerhin eine willkommene und sehenswerte Abwechslung, da sich mancher endloser Dialog, der nur im Schloss sich abspielt, einen kurz mal ermüden lässt, da einfach die Abwechslung fehlte. Alles in allem aber ein seltener Film, der teils auch optisch wirklich was zu bieten hat, wenngleich dieses einfach nach bewährtem Strickmuster erfolgte. Aber wer genau das liebt, der kommt auch auf seine Kosten. Die Qualität ist allerdings nicht die beste, manches ist schon ein bisschen verschwommen, aber durchaus noch annehmbar, wenn man kein Blu-Ray Faschist ist. Man beachte eben den Seltenheitswert des Films, siehe auch ofdb wo keine einzige Fassung eingetragen ist und ich der erste war, der dort eine Punktewertung abgab. Inhaltsangabe fehlt dort auch, ich kann sie leider nicht eintragen. Schau mir den Film sicher mal wieder gerne neu an.

Trailershow inclusive: The embalmer/The Phantom of Soho/ The dead eyes of London (der einzige den ich kenne)/The murder clinic/The Gorilla Gang/a black Veil of Lisa/Paranoid!...würden mich auch alle interessieren

6/10
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