Night of Death / La nuit de la mort - Raphael Delpard (1980)

Moderator: jogiwan

Night of Death / La nuit de la mort - Raphael Delpard (1980)

Beitragvon Santini » 28. Jan 2010, 17:00

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Originaltitel: La Nuit de la mort

Herstellungsland: Frankreich / 1980

Regie: Raphael Delpard

Darsteller: Isabelle Goguey, Michel Flavius, Betty Beckers, Charlotte de Turckheim, Jean Ludow, Jeannette Batti u. A.


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DVD von Synapse Films:

There’s something strange going on at Deadlock House, a secluded French retirement home. The residents seem like nice people, but employees are disappearing and the whole place seems a bit odd. The boarders are vegetarian, the house director plays the same creepy tune on the piano over and over again, and one man, in particular, seems overly violent and aggressive. Unfortunately for Martine (Isabelle Goguey), the new staff nurse, she’s about to discover the horrifying secret of Deadlock House… a secret so evil, she may not live to see the dawn. As night falls, something evil walks the hallways. Something with a taste for blood… and human flesh! Raphaël Delpard directs this rare, underrated French horror classic chock full of strange characters, surprising gore and mesmerizing atmosphere.

94 MINS. / COLOR / NTSC / DOLBY DIGITAL 2.0 MONO

SPECIAL FEATURES:

- Anamorphic (1.66:1) Widescreen Version
- French Dolby Digital 2.0 Mono
- Newly Translated Removable English Subtitles
- Chapter Selections


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www.youtube.com Video From : www.youtube.com
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Re: Night of Death! (La nuit de la mort!) - Raphael Delpard

Beitragvon Santini » 28. Jan 2010, 17:02

Übernehmen Sie, Jogiwan! 8-) :D
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Re: Night of Death! (La nuit de la mort!) - Raphael Delpard

Beitragvon jogiwan » 28. Jan 2010, 17:05

Hausschlachtungen sind ja am Land alltäglich... keine Ahnung, warum das Mädl so kreischt. Vermutlich weil sie in einer schlechten REM-Phase geweckt wurde...

Film klingt ja interessant und nach meiner Baustelle... mal gucksen ;)
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Re: Night of Death! (La nuit de la mort!) - Raphael Delpard

Beitragvon jogiwan » 30. Dez 2010, 23:47

Gerade geguckt und schwer begeistert. Die geriatrische Cannibal-Grusler mit Slasher-Anleihen rockt ja mal ordentlich die Hütte. Zwar schon gemächlich, wie es sich für die ältere Generation gehört, aber das tut der guten Atmosphäre definitiv keinen Abbruch. Irgendwie erinnert "Night of Death" mit seiner morbiden und tristen Stimmung schwer an Herrn Rollin, doch die gorigen Effekte entstammen dann doch eher der Italo-Kiste und sind auch nicht von schlechten Eltern. Die Geschichte über die sympathische Krankenpflegerin, die in ein seltsames Altersheim voller bizarrer Charaktere kommt ist ebenfalls ziemlich strange, aber andererseits auch ziemlich fesselnd ausgefallen und am Ende gibts gar noch einen waschechten Chanson mit abgründigen Text. Warum der nicht bekannter ist, wundert mich ja dann schon ein bisschen. Grandioses B-Juwel mit kleineren Schönheitsfehlern aber genau nach meinem Geschmack, dass auch in keiner gut-sortierten Sammlung fehlen sollte: 8/10 Punkten!!!
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Re: Night of Death! (La nuit de la mort!) - Raphael Delpard

Beitragvon firetrain » 31. Dez 2010, 23:35

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DVD von SYNAPSE FILMS

Also eins muss man den Amis wirklich lassen: sie produzieren die mit Abstand besten DVDs weltweit und sind gross im Auflegen von nahezu unbekannten, kleinen Filmperlen - so auch mit dem französischen Horrorstreifen NIGHT OF DEATH! geschehen.

Nachdem ich mehrere US-Reviews gelesen und mir den Film bestellt hatte, erwartete ich eigentlich einen Horrorschocker mit Paranoiamotiven wie zum Beispiel THE PERFUME OF THE LADY IN BLACK von 1973. Doch das ist NIGHT OF DEATH ebenso wenig wie ein typisch poetisches Jean Rollin-Werk, denn die Atmosphäre und Stimmung erinnerte mich viel mehr an Claude Mulots THE BLOOD ROSE (= DAS BLUTIGE SCHLOSS DER LEBENDEN LEICHEN) - auch wenn die Stories völlig unterschiedlich sind.

Typisch franzmannlike ist der langsame (und nicht mit langweilig zu verwechselnde) Erzählstil und das sorgfältige Ausmalen von Charakteren - und gerade die Bewohner des Altenheims sind teilweise richtig schön bizarre Leutchen mit schrägen Gewohnheiten!

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Originaltitel

Gleich zu Beginn von NIGHT OF DEATH fiel mir zum einen der hypnotische Score mit den Violinen, und zum anderen die tolle Bildqualität dieses immerhin 30 Jahre alten Streifens auf. Und zum Glück gibt es den französischen Originalton im echten Live-Sound-Recording (und mit englischen UT) zu hören, denn auf eine miese US-Synchro kann ich nur zu gerne verzichten.

Die hübsche Martine (Isabelle Goguey) hat ihren ersten Arbeitstag als Pflegerin in einem Altersheim auf dem Lande vor sich - diese französischen Dörfer spielen übrigens in vielen Franzmannstreifen eine bedeutende Rolle, denn sie sorgen stets für eine angenehm gruslige Gotikatmosphäre - wie zum Beispiel auch in THE GRAPES OF DEATH (= DIE FOLTERMÜHLE DER GEFANGENEN FRAUEN) von Jean Rollin und eben im bereits erwähnten THE BLOOD ROSE von Claude Mulot.
Martine lernt die einzige andere Pflegerin des Heims namens Nicole (Charlotte de Turckheim) kennen, die ihr zeigt, was sie alles zu tun haben wird (was mich übrigens sehr an meine Zeit als Zivi in einem Altenpflegeheim erinnerte). Doch sie bemerkt schon nach einigen Tagen, das mit den Bewohnern etwas nicht stimmt, denn sie sind... Kannibalen! :shock: Keine Sorge, das ist nicht zu viel verraten, geschieht es doch noch in den ersten 20 Minuten des Films - und ich frage mich, ob das wirklich ein guter Schachzug des Regisseurs Raphael Delpard gewesen ist, dieses "Geheimnis" so schnell preiszugeben... :roll:

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Das Herz der Opfer bekommt jeweils die Leiterin (= Betty Beckers als Helene), denn sie ist es, die den Bewohnern somit ein ungefähr 1000jähriges Leben verschafft!

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Mit diesen Alten ist nicht zu spassen!

Durch meine Zivi-Erfahrungen muss ich sagen, das die Atmosphäre des Films durchaus gelungen ist, denn so ein Altenheim versprüht tatsächlich eine gewisse Depression und den Geruch des Todes wie in NIGHT OF DEATH! Und auch wenn es in realen Heimen keine Kannibalen geben mag - ich möchte dort jedenfalls nicht jahrelang auf meinen Tod warten müssen... Diese unwohlige Grundstimmung hat Regisseur Raphael Delpard trotz der übersinnlichen Elemente wirklich exzellent umgesetzt. Und auch die schrägen Charaktere des Heims sind gar nicht so unrealistisch - auch wenn ihr bizarres Alltagsverhalten ein wenig auf die Spitze getrieben wurde. Meine Erinnerungen an den Zivildienst waren jedenfalls lange nicht mehr so deutlich wie beim Ansehen von NIGHT OF DEATH!

Die Story selbst ist übrigens für einen Film aus dem Jahr 1980 richtig ungewöhnlich, denn damals wurden die Leinwände vor allem von Zombies und Teenieslashern heimgesucht - deshalb kann ich mir auch nicht vorstellen, das NIGHT OF DEATH besonders erfolgreich an den Kinokassen war. Doch das spricht viel eher FÜR als GEGEN den Film!
Und die Darsteller machen ihre Sache durch die Bank mehr als solide, doch ich muss gestehen, das ich keine mir bekannte Nase entdecken konnte. Auch den Regisseur kenne ich nicht! Zum Schluss gibt es noch eine faustdicke Überraschung, die dem Ganzen schliesslich noch die Krone aufsetzt...

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Die Bildqualität ist, wie schon angedeutet, wirklich absolut hervorragend für so einen kleinen unbekannten Horrorstreifen aus dem Jahre 1980. Fantastisch! Ein sehr sauberes und scharfes Bild ohne Siff und sonstige Störungen verwöhnt das Auge. Extras gibts jedoch keine!

Fazit: origineller Horrorschocker, coole DVD (bin eh kein Extra-Freak)... Doch kein Film für die Sylvesterparty! Prost Neujahr!!! :mrgreen:

Bild: 9/10
Ton: 8/10
Extras: 0/10
Film: 8/10
Gesamt: 8/10

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Die französische VHS-Kassette
LA MORTE ACCAREZZA A MEZZANOTTE!
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Re: Night of Death! (La nuit de la mort!) - Raphael Delpard

Beitragvon jogiwan » 16. Sep 2018, 09:55

Acht Jahre sind seit meiner letzten Sichtung vergangen und irgendwie scheint dieser ungewöhnliche, wie empfehlenswerte Film ja hierzulande noch immer nicht bekannter. Dabei zählt „Night of Death“ mit seiner Geschichte über eine junge Krankenpflegerin und dem Altersheim voller skurriler Charaktere sicherlich zu den originelleren Beiträgen aus der Genre-Kiste bzw. aus Frankreich, wo diese ja ohnehin überschaubar sind. An der Qualität des Films mit seiner resolut-sympathischen Hauptdarstellerin kann es jedenfalls nicht liegen und auch sonst besticht der Streifen mit seiner gelungenen, abgründigen Atmosphäre und überraschenden Momenten, die sich sogar Platz für eine musikalische Darbietung leistet, die man sich in einem gorigen und erwachsen erscheinenden Streifen abseits von Teenie-Gekreische wohl nicht erwarten würde. Wer für ungewöhnliche Horrorfilme jenseits ausgetretener Genre-Pfade aufgeschlossen erscheint ist hier jedenfalls an der richtigen Adresse und sollte sich dieses kleine und sträflich unterschätzte Juwel auch nicht entgehen lassen.
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Re: Night of Death! (La nuit de la mort!) - Raphael Delpard

Beitragvon buxtebrawler » 17. Sep 2018, 09:52

jogiwan hat geschrieben:Wer für ungewöhnliche Horrorfilme jenseits ausgetretener Genre-Pfade ausgeschlossen erscheint ist hier jedenfalls an der richtigen Adresse und sollte sich dieses kleine und sträflich unterschätzte Juwel auch nicht entgehen lassen.


Du meinst sicher "aufgeschlossen", oder?
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Night of Death! (La nuit de la mort!) - Raphael Delpard

Beitragvon jogiwan » 17. Sep 2018, 09:56

buxtebrawler hat geschrieben:
jogiwan hat geschrieben:Wer für ungewöhnliche Horrorfilme jenseits ausgetretener Genre-Pfade ausgeschlossen erscheint ist hier jedenfalls an der richtigen Adresse und sollte sich dieses kleine und sträflich unterschätzte Juwel auch nicht entgehen lassen.


Du meinst sicher "aufgeschlossen", oder?


natürlich... :palm:
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Re: Night of Death / La nuit de la mort - Raphael Delpard (1980)

Beitragvon Blap » 17. Sep 2018, 11:57

Danke für die Erinnerung. Die US-DVD steht seit ein paar Jahren im Regal, offenbar nahezu vergessen. :oops:
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Re: Night of Death / La nuit de la mort - Raphael Delpard (1980)

Beitragvon Blap » 28. Sep 2018, 08:39

Gestern endlich geschaut. Herrlicher Streifen! Angenehmes Erzähltempo, Gespür für Atmosphäre, gute Schauspieler, die ihren Charakteren durchaus eine gewisse Tiefe -und knuffige Schrulligkeit- verleihen. Unerwartet ruppige Ausflüge in die Welt des Mettguts, dazu ein extrem fieses Ende ...

Die Hauptdarstellerin ist mir im Laufe des Films ans Herz gewachsen, umso mehr packt mich die sich immer weiter steigernde Bedrohung. Was gibt es noch zu sagen, die DVD wurde schon vor einigen Jahren veröffentlicht, bietet jedoch solide Qualität, nur auf Boni muss der Filmfreund leider verzichten.

Klarer Tipp! Danke Merkel Jogi!
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