Santini's Pensione Paula

Euer Filmtagebuch, Kommentare zu Filmen, Reviews

Moderator: jogiwan

Re: Santini's Pensione Paula

Beitragvon Santini » 26. Mär 2012, 14:42

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Christopher Lee, Gentleman des Grauens

(Dokumentarfilm, Deutschland 2010 von Oliver Schwehm)

"Christopher Lee ist ein lebendes Kinomonument - ob Frankensteins Kreatur, Graf Dracula oder den diabolischen Zauberer Saruman in "Der Herr der Ringe" - kaum ein anderer Schauspieler spielte häufiger den Bösewicht als er.

Was treibt den mittlerweile 88-jährigen Schauspieler zu immer neuen Ufern? Filmautor Oliver Schwehm zeichnet in diesem ersten großen Fernsehporträt über Christopher Lee die bemerkenswerte Karriere des Ausnahmeschauspielers nach, der zu Beginn seiner Laufbahn zunächst wenig Aussichten auf Erfolg hatte. Denn mit seinen beinahe zwei Metern Körpergröße war er eigentlich zu groß für das Filmgeschäft. Genau dieser Nachteil war es aber auch, der ihm schließlich die große Chance zum Durchbruch bot: Als die britischen Hammer-Studios Ende der 50er Jahre einen überdurchschnittlich großen Schauspieler für ihre Frankenstein-Verfilmung suchen, ist Lee zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Fortan wird er gemeinsam mit Peter Cushing zu einem der Aushängeschilder der Hammer-Studios, die mit ihren Horrorfilmen ein weltweites Publikum finden. Berühmt-berüchtigt wird Lee insbesondere durch die Verkörperung des Grafen Dracula.

Wichtig ist dem Schauspieler aber stets gewesen, nicht nur auf das Horrorgenre festgelegt zu sein. Anders als seine Kollegen Peter Cushing, Boris Karloff oder Bela Lugosi wechselte er häufig das Fach, spielte in Komödien und Western mit, oder machte sich gar als Heavy-Metal-Sänger mit der italienischen Band "Rhapsody of Fire" einen Namen. Im Alter von beinahe 80 Jahren dann hoben ihn Regisseure wie Tim Burton, Peter Jackson oder George Lucas in den wirklichen Kino-Olymp: unvergessen seine Auftritte in "Herr der Ringe", "Star Wars" oder "Charlie und die Schokoladenfabrik". Ein später Karrierehöhepunkt, der wohl einzigartig in der Geschichte des Kinos sein dürfte."

Angeblich soll Christopher Lee mit der Dokumentation nicht zufrieden sein.
Keine Ahnung, ob das stimmt?
Ich jedenfalls fand die Doku TOP, war vollauf zufrieden und begeistert.

Hammer Horror, Mario Bava, Jess Franco, The Wicker Man und ein Wiedersehen mit Caroline Munro (bei der ich irgendwie an Blackie Lawless von W.A.S.P. denken mußte... :? :oops: :kicher: :lol: )

Verdammt interessant und unterhaltsam, so dass eine erneute Sichtung garantiert ist! :nick: :thup:

Thank you very much, Mr. Christopher Lee. Bild
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Re: Santini's Pensione Paula

Beitragvon Santini » 4. Apr 2012, 13:54

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Deadly Friend (aka Pin)

(Kanada 1988, Sandor Stern)

"Leon (David Hewlett) und Ursula (Cyndy Preston), zwei einsame, in sich verschlossene Kinder, wachsen in einer Welt voller Kälte und Tyrannei auf. Ihr einziger Freund ist Pin, eine lebensgroße Puppe, die ihr Vater (Terry O'Quinn) zur Ausbildung seiner Studenten braucht. Immer mehr lässt Leon den neuen Freund zu einer realen Person, zu einem 'Übervater' werden. Als sein Vater dies bemerkt, will er Pin in ein benachbartes Krankenhaus 'abschieben'. Doch unterwegs passiert ein grauenvoller Unfall, bei dem nur Pin unbeschadet davon kommt. Für Leon zum Leben erwacht, wird Pin von diesem Tage an der grausame Hüter seiner verborgenen Wahnvorstellungen und damit zu einem tödlichen Freund!"

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Getragen von einem guten Cast, einer ruhigen Atmosphäre und sich langsam steigernder Spannung und Bedrohung, präsentiert sich Deadly Friend (Pin) als gelungene Mischung aus Psycho-Thriller und Drama.

Definitiv kein "Party-Film", sondern "Kopfkino" und ein Thrill der etwas anderen Art.
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Re: Santini's Pensione Paula

Beitragvon Santini » 6. Apr 2012, 01:37

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Herstellungsland: Italien / 1984

Originaltitel: Amarsi un po'

Regie: Carlo Vanzina

Darsteller: Tahnee Welch, Claudio Amendola, Paolo Baroni, Nicoletta Elmi, Virna Lisi u. A.

Story:

Eine junge Liebe 1986 - scheu und doch leidenschaftlich in ihrer zärtlichen Erotik - verbindet Marco und Anna, die süße 17-jährige aus dem reichen adligen Haus. Sie erleben den ersten Kuß und die ersten Tränen, das Lachen und die Fröhlichkeit der Liebe, den Schmerz der Trennung und die Leidenschaft des erotischen Erfahrens. Ein Film voll Vergnügen und Zärtlichkeit.

Teenies, Hormone, erste Liebe, Herzschmerz, Trouble & einige charmante Lacher.

Warum schaut sich ein alter Knochen wie Santini diesen Film an?

Na ganz klar - wegen Nicoletta Elmi.

Und in die sind wir doch alle:

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Carlo Vanzina verzichtet in "Ein bißchen verliebt" auf eine voyeuristische Fleischbeschau oder Gags unterhalb der Gürtellinie zugunsten einer halbwegs (un)glaubwürdigen Teenager-Story im typischen 80er Jahre-Stil.
Ein paar zeitgenössische Disco-Hits dürfen hier natürlich auch nicht fehlen. ;)

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Tahnee Welch (Tochter von Raquel Welch):

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Virna Lisi:

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Screenshots von Nicoletta Elmi:

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Dressed to kill ( :kicher: ):

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Re: Santini's Pensione Paula

Beitragvon Santini » 9. Apr 2012, 23:17

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(Argentinien 1976, Ricardo Wullicher)

"Die Nacht ist dunkel und stürmisch. Audrey geht alleine durch die Straßen. Von Fern hört sie eine Stimme, die angstvoll um Gnade fleht. Plötzlich erscheint vor ihr, am oberen Absatz eines Treppenhauses eine Frauengestalt, die erschossen zusammenbricht, noch bevor sie etwas sagen kann. Ihr Geheimnis nimmt sie mit ins Grab. Audrey wird in einen rätselhaften Mord verwickelt, der schon vor 23 Jahren stattgefunden hat. Die Mächte des Jenseits benutzen sie als Botschafterin für Schuld und Sühne - sie verfolgt die schaurige Blutspur bis zur Hölle."

Argentinischer Horror-Thriller aus dem Jahre 1976 der mit zwei "großen Namen" aufwartet: Yvonne De Carlo und John Gavin.

Der Film ist extrem schlecht gealtert, und dürfte bereits in seinem Produktionsjahr, 1976, altbacken gewirkt haben.

Der Story konnte ich kaum folgen, nicht dass diese sich als übermäßig kompliziert darstellt, sondern da ich nach spätestens 30 Minuten komplett das Interesse an dem Geschehen auf dem Bildschirm verloren hatte.
Ein Todesurteil für jeden Film.
Zu allem Unglück spielt der Film auch noch zum Großteil in extremer Dunkelheit.

"Blutspur ins Totenreich" ist mit Leichtigkeit der langweiligste und schlechteste Film, den ich seit langem gesehen habe.

Eine "Spur der Langeweile"...
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Re: Santini's Pensione Paula

Beitragvon Santini » 15. Apr 2012, 15:05

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Herstellungsland: USA / 1983

Regie: Richard Franklin

Darsteller: Anthony Perkins, Vera Miles, Meg Tilly, Robert Loggia u. A.

Story:

Nach 22 Jahren in einer Anstalt für kriminelle Geisteskranke kehrt Norman Bates (Anthony Perkins) in sein Motel zurück. Aber er ist nicht der Einzige. Die Schwester eines seiner früheren Opfers glaubt nicht an dessen Genesung. Als das Morden von neuem beginnt, scheint die Sachlage klar...


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Hitchcock's Psycho (1960) war einer der bedeutendsten Proto-Slasher, dessen Einfluß auf unzählige Filmproduktionen sich bis heute wiederfindet.

Warum also im Jahre 1983, quasi zur Blütezeit des Slashers, den wohl symphatischtesten aller Maniacs und Serienkiller, Norman Bates, nicht wieder zu einem Motel verhelfen?

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Vlt. hätte Psycho 2 sogar Großmeister Hitchcock himself ein makaberes Lächeln entlockt.

Jedenfalls gelingt dem Film ein großartiger Spagat:
Er begegnet dem Original mit gebührendem Respekt, und ist trotzdem mutig genug, eigene, teils innovative, Wege zu beschreiten.

So erwarten nicht nur Norman Bates, sondern auch den Zuschauer, einige wirklich unerwaretete, interessante Wendungen mit "Aha-Effekt".

Abgerundet wird Psycho 2 natürlich durch das großartige, facettenreiche Schauspiel von Anthony Perkins, und stellt somit eine augenzwinkernde, gelungene und makabere Fortsetzung eines Klassikers da.


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Re: Santini's Pensione Paula

Beitragvon Santini » 25. Apr 2012, 23:21

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(Neuseeland, USA / 2009, Neill Blomkamp)

"Vor über 20 Jahren nahmen Ausserirdische das erste Mal Kontakt mit der Erde auf. Daraufhin rechneten die Menschen mit einem feindlichen Angriff oder einem gigantischen technologischen Fortschritt. Die Kreaturen waren aber lediglich Flüchtlinge ihres Heimatplaneten und wurden aus diesem Grund vorübergehend in einem Notauffanglager interniert - im DISTRICT 9. Nach Jahren ergebnisloser Verhandlungen über die Zukunft der Ausserirdischen haben die Nationen der Welt ein privates Unternehmen, die Multi-National United (MNU), mit der Überwachung der ungeliebten Besucher beauftragt. Der Konzern verfolgt jedoch nur ein Ziel: Mit den mächtigen Waffen der Aliens Profit zu machen. Zur Aktivierung der Waffen benötigt man jedoch Alien-DNA. Als sich der MNU-Agent Wikus van der Merwe mit einem mysteriösen Virus infiziert, das seine DNA verändert, wird er zum meistgesuchten und gleichzeitig verletzlichsten Mann der Erde, für den es nur einen Ort gibt, um sich zu verstecken: DISTRICT 9..."

Für Sci-Fi Fans (zu dähnen ich seit Mitte der 80er Jahre eher nicht mehr zähle) mit Sicherheit ein absolutes Muß.

Innovativ wird eine ganz andere, unerwartete, Herangehensweise an die Thematik geboten.

Die Optik des Films empfand ich tlw. als etwas anstrengend.

Situationskomik, Absurdes und Nachdenkliches gehen eine filmische Symbiose ein.

Der Film hängt auch durchaus einige Tage im Gedächtnis nach.

Gut erdacht und umgesetzt - jedoch nicht "meine Baustelle"...
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Re: Santini's Pensione Paula

Beitragvon Santini » 28. Apr 2012, 14:23

Halloween - A Cut Above the Rest

(USA 2003, Steven Smith)

"Ende der 70er-Jahre arbeitet der junge Regisseur John Carpenter an seinem neuen, großen Projekt. Der Film soll von einem psychopathischen Killer handeln, der in der Nacht von Halloween die Teenager einer Kleinstadt terrorisiert und die Polizei ind Angst und Schrecken versetzt. Die Produktion ist aussergewöhnlich und voller junger Ideen des Filmemachers.

1978 erschien in den Kinos dieser aussergewöhnlichen Horror-Thriller, die wie kaum ein anderer das Genre beeinflusst. John Carpenters "Halloween" gehört zu den bekanntesten Filmklassikern. Genauso spannend wie der Film selbst ist auch seine Entstehung.

In "Halloween - A Cut Above The Rest" erzählen Regisseur, Darsteller und Produzenten, wie mit wenig Mitteln und viel Enthusiasmus der Klassiker des modernen Horrorfilms entstand. Für den Zuschauer ergibt sich so ein einmaliger Einblick hinter die Kulissen einer Independent-Produktion mit vielen seltenen Aufnahmen der Dreharbeiten, Interviews und Fotos."



Sehr interessante Doku über die Entstehungsgeschichte dieses Klassikers.
Ich hätte noch stundenlang weiter gucken können. ;) :thup:

In diesem Sinne:

www.youtube.com Video From : www.youtube.com
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Re: Santini's Pensione Paula

Beitragvon Santini » 29. Apr 2012, 23:59

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Verflucht

(USA / Deutschland 2005, Wes Craven)

"Ein Autounfall auf dem Mullholland Drive, Hollywood. Als die beiden Geschwister Ellie (Christina Ricci) und Jimmy versuchen zu helfen, werden sie von einer wolfsartigen Kreatur angefallen, entkommen aber leicht verletzt. Doch die kleinen Wunden haben große Folgen, denn Ellie und Jimmy beginnen sich langsam zu verändern. Ein Werwolf-Fluch liegt auf ihnen und der Legende nach ist die einzige Möglichkeit sich zu retten, das Biest zu töten. In einem Nachtclub in L.A. kommt es zur blutigen Begegnung..."


Wes Craven bedient sich Versatzstücken einiger Werwolf-Filme und inszeniert daraus seinen eigenen, offensichtlich auf ein junges Publikum zugeschnittenen, Werwolf-Film.

"Verflucht" bietet ein paar nette, gelungene Szenen und viel Mittelmaß.
Lichtjahre, bzw. ganze Galaxien, entfernt von einem Klassiker der Marke "An American Werewolf in London". ;)
Somit ein typischer "kann man mal gucken"-Kandidat - Wes Craven kann so viel mehr, als das, was er uns hier zeigt.


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Re: Santini's Pensione Paula

Beitragvon Santini » 7. Mai 2012, 22:46

Derrick - Folge 187: Höllensturz

"Der alleinstehende Rentner Mallina wurde erschossen vermutlich, als er die Polizei anrufen wollte. Mallina wollte wohl aus einer Affäre aussteigen. Derrick nimmt Arnold Kiesing unter die Lupe. Er hatte vor zwölf Jahren mit Mallina im Gefängnis gesessen und hielt seitdem den Kontakt zu ihm."

Ruhige Derrick-Folge, in der das Thema Moral eine große Rolle spielt.

Wolf Roth brilliert als charmanter Krimineller, Jeannine Burch ist lecker Eye Candy.

Trotzdem für mich "nur" Mittelmaß im Derrick-Universum.
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Re: Santini's Pensione Paula

Beitragvon Santini » 7. Mai 2012, 23:12

Peter Strohm - Folge 1: Die sieben Monde des Jupiter

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Erstausstrahlung: Januar 1989.

Sein erster Auftrag als Privatermittler verschlägt Peter Strohm direkt nach Amsterdam.
Hier treffen wir dann auf einen tief melancholischen Horst Frank.
Wie üblich gilt: Horst Frank regiert.

Dieser Fall endet dann auch höchst dramatisch für alle Beteiligten.

Sehr gelungene erste Folge!
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