Karl or Karla goes to Cinema

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Moderator: jogiwan

Re: Karl or Karla goes to Cinema

Beitragvon karlAbundzu » 24. Mär 2018, 16:39

22.3.18, 20:15, Capitol Walsrode, Saal 2
PACIFIC RIM: UPRISING (2018) 3D
R: Steven S. DeKnight, D: Scott Eastwood, Charlie Day, Tian Jing, Adria Arjona, John Boyega, Burn Gorman, Rinko Kikuchi, Karan Brar, Daniel Feuerriegel, Cailee Spaeny, Levi Meaden, Jin Zhang, M: Lorne Balfe
Wenn ich irgendwo in der Fremde bin, statte ich dem hiesigen Kino auch gerne einen Besuch ab. Und es hat mich eine ganze Woche nach Walsrode geschlagen, wo eh nicht viel Abendprogramm drin ist. Und da Kino kenne ich auch schon, überraschenderweise mit 5 Sälen, und alle mit kleinem Tischchen, in zwei Säen wird auch bedient und die haben eine eigene Toilette. Verzehrkino sozusagen, nur ohne warmes Essen. Es ist ein ehemaliges Theater, was man im Kino 1 noch gut sehen kann. Programm it da Blockbuster plus Kommunalkinoeihe plus Balletübertragungen.
Und so sah ich Pacific Rim in 3D. Die Lete kamen auch früh zum Film, eine Viertel Stunde vor Werbebeginn war der Saal zur Hälfte gefüllt, danach kamen auch nicht mehr viel.
Der Film selbsterzählt die Geschichte der Monster gegen die Riesenroboter mit wenig Innovation weiter. Es gibt Menschen, die bauen sich aus den Ersatzteilen eigene kleine Riesenrobo, so wie die junge Armani. Die wird mit Jake Pendergast, einen ehemaligen Piloten und Sohn eines Helden gehighjackt, um bei der Jägereinheit dabei zu sein. Gleichzeitig gibt es ein neues Drohnenprogram, bei dem die Robos nicht mehr zwei Piloten brauchen. Und die außerirdischen Monsterfreunde spielen auch noch eine Rolle.
Wenig neues also, es wird minimal verändert weitererzählt, mit gehobenem Pathos, kaum Charakterentwicklung, und statt liebevoller Ironie gibt es hier höchstens One Liner.
Das ist alles gut gefilmt, und mit einem guten Sound unterlegt, und auch die Kämpfe sind sehr spaßig und gut und schnell und es gibt eklige Monster. Aber alles in allen ist das dann normaler Monster-Roboter-Quatsch. Ich kann mir sowas ansehen, ist aber meilenweit vom ersten entfernt und nichts besonderes.
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
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Re: Karl or Karla goes to Cinema

Beitragvon karlAbundzu » 27. Mär 2018, 15:17

25.3.18 20:30, City 46, großer Saal
DETROIT (2017) OmU
R: Kathryn Bigelow, D: John Boyega, Will Poulter, Algee Smith, Jason Mitchell, John Krasinski, Anthony Mackie, Kaitlyn Dever, Samira Wiley, Hannah Murray, Jack Reynor, Jacob Latimore, Malcolm David Kelley, Laz Alonso, Nathan Davis Jr., Chris Coy, Gbenga Akinnagbe; M: Jason Newton Howard
Es ist ja manchmal auch schön, wenn man nur sehr wenig über einen Film weiß. Hier sah ich nur mittags, dass es ein relativ neuer Film von Kathryn Bigelow ist, bei dem es sich um Rassismus und us-amerikanischer Polizeigewalt dreht.
Es fing dann auch an wie eine Doku-Fiction über die Unruhen in Detroit 1967, wir sehen die initiale Razzia in einer nicht ganz legalen Bar, folgen erst keiner bestimmten Person, lenkt den Blick hierhin und dorthin und ich dachte schn: Wow, so die ganze Story der Unruhen zu erzählen ist ja mal abgefahren. Aber nach circa 10 Minuten konzentriert sich der Film auf eine Muikgruppe, deren Auftritt abgebrochen wird und die versuchen sich durch die Stadt durchzuschlagen. Einer der Sänger kommt mit seinem Gehilfen/Bodyguard durch bis zum Hotel, wo gefeiert wird. Hier kommt es zum sogenannten Algier Motel Vorfall. Die Nationalgarde und die Stadtsheriffs vermuten einen Heckenschützen im Hotel, halten 10 schwarze junge Männer und zwei weiße Frauen fest, bedrohen und foltern sie und töten drei. Danach wird auch noch der deprimierende juristische Nachhall erzählt.
Ein beeindruckendes Werk unglaublicher menschenfeindlicher Vorfälle in den USA, die ja spätestens seit 2013 wieder hochaktuell sind, es scheint sich ja nicht viel geändert/gebessert zu haben.
Die Schauspieler nehmen einen wirklich total mit, John Boyega als Onkel Tomscher Security Angestellter, der üble weiße Polizist, die Frauen, ach was: alle sind gut.
Bigelow filmt das sehr intelligent und ungewöhnlich und so wird man förmlich hineingezogen, was bei so einer Geschichte natürlich unangenehm ist, aber eben auch nach an den Personen. Dabei werden die weißen und schwarzen durchaus differenziert dargestellt, auch die Feigheit und der institionalisierte Rasismus kommt nicht zu kurz.
Die Musik ist super: zeitgenössische Soulmusik, ab und an gepfeffert mit Hip Hop!
Tolles Erlebnis. Was mir in Erinnerung ruft, dass mir noch zwei Bigelows fehlen: Da Debut Loveless, und der Vorgänger Zero Dark Thirty.
Zuletzt geändert von karlAbundzu am 28. Mär 2018, 12:34, insgesamt 1-mal geändert.
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
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Re: Karl or Karla goes to Cinema

Beitragvon buxtebrawler » 28. Mär 2018, 07:40

karlAbundzu hat geschrieben:Die Schauspieler neben einen wirklich ttal mit


Wie meinen? :-?
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Karl or Karla goes to Cinema

Beitragvon karlAbundzu » 28. Mär 2018, 12:34

buxtebrawler hat geschrieben:
karlAbundzu hat geschrieben:Die Schauspieler neben einen wirklich ttal mit


Wie meinen? :-?


fixed

Wenigstens einer, der mitliest :D
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
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Re: Karl or Karla goes to Cinema

Beitragvon karlAbundzu » 12. Apr 2018, 11:59

8.4.2018, 20 Uhr, Cinea Ostertor
Weird Xperinece präsentiert:
LAURIN (1989)
R: Robert Sigl, D: Dóra Szinetár, Brigitte Karner, Károly Eperjes, Hédi Temessy, Barnabás Tóth, Katalin Sir, Zoltán Gera, Endre Kátay, János Derzsi, Ildikó Hámori, Ottilia Marschek, Gabriella Marschek; M: Jacques Zwart, Hans Jansen

Anfang des 20. Jahrhunderts verschwindet ein Junge. Laurins Mutter wird Zeugin und tot aufgefunden. Ein Kindermörder? Etwas Übernatürliches?
Eine Kostümdrama einerseits, sehr gut ausgestattet in Kostüm und sehr detailreich im Bühnenbild. Doch geht es hier viel mehr um dysfunktionale Familien, Vater-Sohn-Verhältnisse, Sehnsucht nach guter Famile, Heuchlerreien im sozialen Gefüge. Und das gepaart in einem Film, der neben dem Drama auch immer wie leicht neben der Realität vorkommt. Und das nicht nur in den Traumszenen, auch viele Real-Szenen wirken unwirklich, Sigl hat hier doch auch bei Bava und so zugeguckt.
Insgesamt ein hypnotischer und spannender Film, nicht zuletzt wegen der guten Darsteller und auch des Sounds und der spannungsreichen Geräusche.
Knietief in der chwarzen Romantik sozusagen, und damit in seiner Zeit und Herkunft einzig. Und immer noch sehr gut!
Nur: Die Synchronisation ist bei diesem FIlm nicht so dolle, zwar Profisprecher, aber irgendwie unpassend.
Seht ihn euch an!
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
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Re: Karl or Karla goes to Cinema

Beitragvon karlAbundzu » 21. Apr 2018, 12:52

20.4.18 18 Uhr City 46 (2 Zuschauer)
UNTAMED (2016) spanisches OmU
R: Amat Escalante, D: Ruth Ramos, Simone Bucio, Jesús Meza, Eden Villavicencio, Andrea Peláez, Oscar Escalante, Bernarda Trueba, M: Martín Escalante, Igor Figueroa, Fernando Heftye, Lasse Marhaug, Guro Moe
Mexikanischer Film über ein Tentakelmonster im Wald, dass sexuelle Befriedigung verschafft. Und manchmal auch den Tod.
Also: Drama um moderne mexikaniche Menschen auf der Sinnsuche, die sie in der Triebhaftigkeit finden. Oder: Arthouse Monster Fick Film.
Sehr gute Schauspieler. Guter Fieser Sound.
Empfehlung!
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
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Re: Karl or Karla goes to Cinema

Beitragvon karlAbundzu » 14. Mai 2018, 13:11

9.5.2018 Cinemaxx, 19 Uhr
AVENGERS: INFINITY WAR (2018) 2D
R: Anthony & Joe Russo, D: Josh Brolin, Robert Downey Jr., Chris Evans spielt Steve Rogers, Chris Hemsworth, Mark Ruffalo, Scarlett Johansson, Tom Holland, Paul Bettany, Elizabeth Olsen, Benedict Cumberbatch, Benedict Wong,
Chris Pratt, Zoe Saldana, Dave Bautista, Pom Klementieff, Karen Gillan, Vin Diesel, Chadwick Boseman, Danai Gurira, Letitia Wright, Sebastian Stan, Tom Hiddleston, Benicio del Toro, Peter Dinklage, William Hurt; M: Alan Silvestri

Der Film, der alle Figuren (bis auf Antman, Hawkeye und Deadpool) zusammenführt: Die Avengers, die flüchtigen Avengers, die Guardians, die Magier, den Rest von Asgard, den Rest von SHIELD, die Wakander, die bösen Thanos-Leute, und die anderen.
Die Story mit schon kleinen Anmerkungen etze ich mal in Spoiler Tags, da könnte jedes Wort eins zu viel sein. Und hier geht es auch um da Ende, also wirklich nur lesen, wenn ihr den Film schon gesehen habt.
Thanos will alle Infinity Steine zusammen bekommen, um die Hälfte aller intelligenten Lebewesen zu vernichten, ist alles insgesamt überbevölkert, Völker ohne Raum sozusagen. Dazu macht er sich selbst auf den Weg, manchmal schickt er aber auch gruseligen Jünger. Er trifft auf die Asgardianer, die Stein Blau haben. Loki tauscht ihn ein gegen das Leben von Thor, spielt aber wieder seine Spielchen, dafür wird er erledigt. SCHOCK, könnte man meinen, aber meine Begleitung, die u.a. wegen Loki mit war, meinte: Hach der Loki, der steht schon wieder auf, der Trickster. So, oder so ähnlich könnte ich es noch weiter exerzieren, entweder Thanos oder seine Helferlein fliegen herum, um die Steinchen zusammen zu kriegen. Sie treffen dabei auf die Guardians inklusive seiner Tochter, was zu allerhand wunderbaren Weltall Szenen führt. Auf der Erde treffen sie erst auf Iron Man und Dr. Strange, die den Stein zwar verteidigen können, aber Strange wird inklusive Stein entführt und IM und Spidey fliegen als Blinde Pasagiere mit. Das führt zu einem Treff mit den Guardians. Auf der Erde hat Vision einen Stein im Kopf, und so bekommt er es mit Scarlett Witch mit ein paar bösen Gehilfen zu tun, was zu Wakanda, den abtrünnigen Avengers und einem fetten Krieg führt. Thor, Hulk, Rocket und GRoot mischen da auch irgendwann mit. Und alle haben Chancen, Thanos zu überwinden oder wenigstens für eine Weile zu stoppen. Das gelingt meist aus menschlicher Schwäche (Starlords UNbeherschtheit, Thors unüberlegte Attacke) oder Moral nicht. Oder Thanos zieht ein Ass aus dem Ärmel in Form von der Macht eine der Steine, die er schon hat. Es kommt also zum Big Bang: Thanos bekommt es hin, schnippt mit den Fingern, und überall sterben bzw. verschwinden Leute. Und darunter viele (oder sogar alle) Charaktere, die wir liebgewonnen haben: Spidey, Mantis, Groot, name it.... Und das ist schon ein Klopper, wo doch schon vorher ein paar draufgehen: Loki, Gomorrha, der Collector zB. So was hab ich in Hollywoodschen Film noch nicht gesehen und war erst baff. SCHOCK. Doch nach kurzer Verdauungspause ging es mir als jahrzehntelangem Comic-Heftchen-Leser eher so: Die sterben ja alle naselang und tauchen irgendwie wieder auf, und wenn es da so Steine gibt, die die Zeit, den Raum und die Realität verändern können, kann auch jeder wieder auftauchen. Trotzdem ein Knüller.

Also was haben wir: Ein Schlachtenfilm, ein Weltraumepos, ein Katastrophenfilm, alles mit Marvel Superfiguren. Und das ist rasant inszeniert, toll besetzt und gespielt. Kleinigkeiten stören (und damit meine ich nicht ein paar Unlogelein und nciht so ganz nachvollziehbaren Handlungen) Der Comicfan lacht zwar, aber das waren dann doch zu viel Figuren, so dass kaum Platz für die einzelnen Charaktere gelassen wurden, sie wurden auf ihre offensichtlichen Merkmale reduziert. Die Guardians waren bis auf Gamora nur Stichwortgeber und zuständig für die Schenkelklopfersprüche ohne Tiefe (und Thor nennt Rocket häufiger Kaninchen ohne das den das auch nur im Ansatz stört), auf der Erde ist nur die Love Story von Vision und Wanja ein wenig ausgebreitet. Ansonsten auch da nur Klischees ihrer Charaktere. Klar, der Oberböse ist natürlich der HANSDAMPF, der aber stringent von seinem einen Leitsatz ausgeht, das holt halt auch nicht viel.
Schwierig wird es auch, wenn die einzelnen Töne der Gruppen aufeinandertreffen, so passt das ÜberheblichDepressive-Überspielende des Iron Man kam mit dem Mystischen des Doktor S und dem Lustigem Ausenseitertum der Guardians zusammen.
Insgesamt aber ein großer Spaß, der wirklich unterhält.
Um so härter da natürlich das Ende
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Re: Karl or Karla goes to Cinema

Beitragvon karlAbundzu » 14. Mai 2018, 13:26

13.5.2018 20 Uhr, Cinema Ostertor+Weird Xperience präsentiert
HELLRAISER (1987) OF in der ungekürzten Version
R: Clive Barker, D: Andrew Robinson, Clare Higgins, Ashley Laurence, Sean Chapman, Oliver Smith, Doug Bradley; M: Christopher Young
Wieder erlaubt und in dieser superben Ausgabe von Drop Out. Klassiker. Der Zauberwürfel trifft die SM-Szene.

Der erlebnisorientierte Frank kauft eine merkwürdige Box und entschlüsselt ihn, was ihn direkt in die Welt der Schmerzen führt. Und vom Erdboden verschlucken läßt.
Sein Haus wird von seinem Bruder und seiner Schwägerin Julia übernommen, die keine so prima Ehe führen. Was unter anderem daran liegt, das Frank mit seiner Schwägerin noch heißen Sex vor der Vermählng hatte, was sie ein bißchen hörig machte. Als Frank dann wieder aus dem Fußboden wächst, sorgt Julia für neuen Kraftstoff (BLUT), damit Frank wieder ein ganzer Mann wird. Das Frank eher scharf auf seine Nichte wird und die Zenobiten ihn auch nicht so recht aus ihrer Dimension gehen lassen wollen, läßt so einiges eskalieren.
Ganz großes Kino. Der Ideenreichtunm Barkers, dieses Ungewöhnliche zwischen Horror, Fantasy, Fetisch und Haunted House ist wirklich ganz besonders. Diese Thematik zwischen Abhängigkeiten nach neuen Kicks, Liebe, Leidenschaft, Sex, Familie, Romantik in diesem Mix auch sehr stark.
Die Monster und Verwandlungsszenen immer noch beeindruckend (obwohl in der High End Version fast zu gut aufgelöst bei einem eher niedrig budgetiertem Film)
Immer noch ein großer Film, der nichts verloren hat.

PS: Im Vorfeld hab ich mich ja mit dem Soundtrack und den ursprünglichen Ideen dazu von Coil beschäftigt, sehr stark, hört da mal rein, gibt es auf CD und bei der Röhre. Und die kommen ja aus der Industrial Punk Szene, und das past ja wie verrückt auf den FIlm: Die Verbindung zu S/M, die Suche nach neuen Erlebnissen über das Normale heraus, die Vermeidung von Langeweile, das waren ja auch immer Teile dieser Sparte von Underground, gerade in England.
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
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Re: Karl or Karla goes to Cinema

Beitragvon karlAbundzu » 17. Mai 2018, 14:35

16.5.18 20:15 Cinespace
A QUIET PLACE (2018)
R: John Krasinski, D: Emily Blunt, John Krasinski, Noah Jupe, Millicent Simmonds, Cade Woodward, Leon Russom; M: Marc Beltrami
Die Welt plötzlich voller tödlicher Monster, die zwar nicht sehen, aber sehr gut hören können. EIne Familie versucht zu überleben, dummerweise findet das jüngte Mitglied ein Spielzeugraumschiff mit lustigen Geräuschen und wird von einem Monster getötet.
Monate später sehen wir die Familie, wie sie es sich zu Hause eingerichtet hat und sich auf die Geburt eines neuen Familienmitgliedes einrichtet.
Hier haben wir die normale US-Familie, idyllisch auf dem Land. Mutter die Hoffnung Maria-like, der Vater, der Macher (der
sich dann überdramatisch opfert, das war ein wenig zu viel
, der rebellische Teenager, den es doppelt hart trifft, da sie taub ist, und den verschreckten Jüngsten. Und durch den Tod des Jüngsten alle natürlich mit Schuldgefühlen.
Das ist halt aus dem 08/15-Baukasten des Hollywood-Film, seitdem Spielberg erfolgreich ist. NUr der Look der Tochter ist ungewöhnlich. Und die Schauspielerin spielt alle anderen an die Wand.
Aber: Eigentlich ist das halt ein Creature Monstefilm, da macht das oben genannte auch nix. Der Kniff mit dem lautlosen erzeugt eine extreme Spannung, da man ja weiß, was pasiert bei den kleinsten Sounds. Etwas kann umfallen, die Holzdielen sind genau markiert, wo sie knarren, dummerweise steht irgendwo ein Nagel raus. Das die Frau schwanger ist, und die Geburtsszene auch im Film ist, dreht das dann das Unangenehme noch höher.
Der Soundtrack von Beltrami ist mal wieder toll, doch frug ich mich, wie der Film wohl wirken würde ganz ohne Score.
Wirkliche Empfehlung, wenn man auf diese unangenehme Spannung steht.


PS: Nachdem ich im letztens im Multiplex Cinemaxx zweimal (und meine Begleitung einmal) die Tür zumachten, da ansonsten ein riesiger heller Fleck auf der Leinwand wäre, fand ich es hier im Space gut, dass die Türen automatisch schliessen!!!
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
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Re: Karl or Karla goes to Cinema

Beitragvon Arkadin » 17. Mai 2018, 18:19

karlAbundzu hat geschrieben: fand ich es hier im Space gut, dass die Türen automatisch schliessen!!!


Sind die da nicht sogar so angebracht, dass man den Raum so seitlich von hinten betritt, dass gar kein Licht auf die Leinwand fallen kann? Ist auf jeden Fall mein liebstes -wenn es sowas gibt - Multiplex in Bremen.
Früher war mehr Lametta
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