Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

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Moderator: jogiwan

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitragvon Blap » 25. Jan 2010, 16:53

jogiwan hat geschrieben:Bild
Night of the Hunted (Jean Rollin, 1980)


Mich beschleicht wieder dieses Gefühl. Es flüstert in mein Ohr: "Du musst diesen Film besitzen, sonst ist dein Leben zerstört!" :mrgreen:

Die Scheibe aus Rottmuffien scheint wohl die beste Wahl zu sein? ...oder taugt die UK-Redemption mehr als die US-Redemption?
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitragvon Santini » 25. Jan 2010, 17:02

Blap hat geschrieben:Es flüstert in mein Ohr: "Du musst diesen Film besitzen, sonst ist dein Leben zerstört!" :mrgreen:

Und Du weißt Blap - diese Stimmen die Du hörst, die haben recht. 8-)
:lol:
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitragvon ugo-piazza » 25. Jan 2010, 17:49

jogiwan hat geschrieben:
ugo-piazza hat geschrieben:"Fascination" und "La nuit des traquees" sind schon ziemlich unterschiedlich, aber beide faszinierend.


Ich finde es ja fast ein bisschen schade, dass Herr Rollin abseits seiner Lesbo-Vampire-Geschichten so wenig Filme mit anderer Thematik realisiert hat. Ich finde ja Sachen wie "Pestizide" und "Night of the Hunted" schon irgendwie interessanter, als seinen ganzen Vampire-Stuff! Das mag aber eher ähm... persönliche Gründe haben... 8-)


Gut, in Graz sind ja bekanntlich Blutsauger beheimatet (und damit meine ich nicht die Politessen, die mir in 2 Tagen dort gleich zwei Strafzettel verpasst haben...) und wenn man da wiederholt angebissen wird....

Obwohl ich bei Brigitte L. gerne den Hals hinhalten würde... ;)

(Frage ich mich gerade, wie dir dann wohl "Vampyros Lesbos" gefallen mag)
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitragvon jogiwan » 25. Jan 2010, 19:56

Ich glaub, bei der ollen Brigitte würde wohl fast jeder aus dem Forum den Hals und sonstige Körperteile hinhalten... :lol: :lol: :lol:

Ich find sowas ja auch irgendwie reizvoll, wenn auch das vielleicht der falsche Ausdruck ist. Eher besonders, auf eine exotische Art und Weise, auch wenn meine schlechtere Hälfte bei solchen Filmen immer ein Protest-Nickerchen hält... Bei "Vampyros Lesbos" erwarte ich mir groovige Mucke, schickes Interiör und auftoupierte Häupter und wenig Textil - dann genügt mir das schon... 8-)

@ Blap: Ich kann dir "le nüt de trakis" wirklich ans Herz legen - mir gefällt der ausgesprochen sehr gut. Der ist auch anders, als das übliche Euro-Allerlei. "Tres chique et petit fique" würde ich sagen, wenn mir die französische Sprache nicht so auf "la popo" gehen würde... :lol:
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitragvon Blap » 25. Jan 2010, 21:24

Santini hat geschrieben:
Blap hat geschrieben:Es flüstert in mein Ohr: "Du musst diesen Film besitzen, sonst ist dein Leben zerstört!" :mrgreen:

Und Du weißt Blap - diese Stimmen die Du hörst, die haben recht. 8-)
:lol:


...inzwischen wurde aus dem Flüstern gewaltiges Geschrei! :shock:


jogiwan hat geschrieben:Ich glaub, bei der ollen Brigitte würde wohl fast jeder aus dem Forum den Hals und sonstige Körperteile hinhalten... :lol: :lol: :lol:


Nein. Zumindest muss ihr Gesicht bedeckt werden. Gegen den "Rest" ist natürlich nichts einzuwenden. Da aber für mich die Augen einer Frau DAS Kriterium für "Gefallen/Nichtgefallen" sind, kann Frau L. mich leider nicht begeistern. Den Film muss ich natürlich haben, Schönheit ist nicht alles... ;)
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitragvon jogiwan » 31. Jan 2010, 09:14

"SS Girls" - aka "Private House of the SS" (Bruno Mattei)

Ein ranghoher Offizier namens Schengenberg bildet 10 Mädchen zu professionellen Liebesmaschinen aus, um dadurch die Loyalität von anderen Offizieren zu testen. Die sind aber allesamt so gamsig, dass sie nach dem "kleine Tod" natürlich allerlei Regime-kritisches ausplaudern und danach exekutiert werden müssen.

Was für ein Schnarcher! N.ziploition ist ja nicht zu unrecht ein geschmähtes Subgenre. Bruno Mattei ist mit "SS Girls" jedenfalls ein ziemlich dämliches Werk gelungen, der aufgrund seiner Geschmacklosigkeiten und Dummheit schon eher in Richtung Groteske tendiert. Die Gore-Fraktion wird jedenfalls nicht bedient und sowieso und überhaupt ist der wirklich kein Film, den man gesehen haben muss. Außer Sleaze nur mies! 3/10

"Suspiria" (Dario Argento)

Grandioser Film in der englischen Blu-Ray-Variante. Bildtechnisch over the Top allerdings gibts zur Scheibe auch zwei kleinere Kritikpunkte. Die Musik ist im Vergleich zu den Dialogen einfach zu laut, sodass man vor allem zu Beginn die Fernbedienung nicht aus der Hand bekommt. Und die Farben sind teils schon etwas arg unnatürlich geraten - aber das widerum hat mich weniger gestört. Gibt auch Bonusmaterial, in dem englische Filmkrititker, der Regisseur Norman J. Warren, Musikus Claudio Simonetti und Dario Argento himself zu Wort kommen. Bahnbrechend Neues erfährt der Zuschauer aber nicht. Trotzdem eine gute Investition und ein noch gelungenerer Filmabend! 10/10
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitragvon jogiwan » 16. Feb 2010, 09:41

meine Ausbeute der letzten Tage:

Aktion Mutante (Alex de la Iglesia)

Zu dem Film muss ja wohl nicht mehr wirklich viel gesagt werden... Was de la Iglesia in seinem Debüt für ein Feuerwerk der Geschmacklosigkeiten abfackelt ist eigentlich unbeschreiblich. Vor Jahren fand ich das selbst noch zu wild - mittlerweile ist mir der Film aber sehr ans Herz gewachsen. Eigentlich genial - mit kleineren Schönheitsfehlern... 8,5/10

Love Exposure (Sion Sono)

Yu hat in jungen Jahren seine Mutter verloren, worauf sein Vater Pfarrer geworden ist. Nun zwingt er seinen Sohn jeden Tag zur Beichte. Leider ist Yu eine herzensgute Seele und keine Sünde. Damit er aber täglich was zu erzählen hat, begeht er daraufhin Sünden am laufenden Band und wird ein sogenannter Upskirt-Fotograf der japanischen Schulmädchen unter den Rock knipst. Als er eines Tages seine große Liebe findet und gleichzeitig ins Visier einer Sekte gerät, ändert sich sein Leben schlagartig.

Sion Sonos ("suicide circle") großes Opus, das mit 4 Stunden Laufzeit auch jede Menge Sitzfleisch erfordert. Film selber geht in Ordnung und die erste Halbzeit vergeht komödienhaft-grotesk auch wie im Fluge. Dann wirds leider ziemlich psychomässig und dramatisch und das Tempo wird ebenfalls radikal gedrosselt. Ganz so begeistert war ich schlussendlich nicht, auch wenn man im Netz nur frenetische Lobeshymnen liest. Halt ein ziemlich obskurer Genre-Mix mit allerlei netten Einfällen - schlussendlich aber doch zu lang geraten. 6/10

Stadt der Blinden (Fernando Mereilles)

Ein unbekannte Krankheit lässt Menschen erblinden, die daraufhin von der Regierung in einer ehemaligen Psychiatrie in Quarantäne gesteckt werden. Unter ihnen ist jedoch auch eine Frau, die ihre Sehkraft nicht verloren hat. Als immer mehr Leute eingeliefert werden und die Nahrung knapp wird, eskaliert die Situation unter den Blinden vollends...

Mereilles Verfilmung des gleichnamigen Buches von Jose Saramango über Menschen in einer postapokalyptischen Krisensituation, die teils zu zwiespältige Reaktionen geführt hat. Leute, die das Buch kennen, sind ja offensichtlich nicht sonderlich begeistert. Ich kenns nicht und den Film fand ich trotz Staraufgebot auch durchaus okay. Nichts, was George A. Romero nicht besser hinbekommen würde, aber durchaus solide, technisch-anspruchsvolle und spannende Unterhaltung über die Bestie Mensch: 7/10
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitragvon buxtebrawler » 16. Feb 2010, 14:01

jogiwan hat geschrieben:Aktion Mutante (Alex de la Iglesia)

Zu dem Film muss ja wohl nicht mehr wirklich viel gesagt werden... Was de la Iglesia in seinem Debüt für ein Feuerwerk der Geschmacklosigkeiten abfackelt ist eigentlich unbeschreiblich. Vor Jahren fand ich das selbst noch zu wild - mittlerweile ist mir der Film aber sehr ans Herz gewachsen. Eigentlich genial - mit kleineren Schönheitsfehlern... 8,5/10


Das war zwar meiner Meinung nach ein gelungenes Debüt, aber ich find's sehr schade, dass die Idee mit den behinderten Terroristen so schnell über Bord geworfen bzw. ihr so wenig Platz eingeräumt wurde. Dadurch ist der Beginn meines Erachtens bereits der Höhepunkt des Films. Hätte man mehr draus machen können.
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

Ein-Mann-Geschmacks-Armee gegen die eingefahrene Italo-Front (4/10 u. 9+)

Suche (dt. Sync): Dr. Jekyll und Mr. Hyde ('31) / The Last Song (Permanent Record)
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitragvon jogiwan » 16. Feb 2010, 14:50

buxtebrawler hat geschrieben:Das war zwar meiner Meinung nach ein gelungenes Debüt, aber ich find's sehr schade, dass die Idee mit den behinderten Terroristen so schnell über Bord geworfen bzw. ihr so wenig Platz eingeräumt wurde. Dadurch ist der Beginn meines Erachtens bereits der Höhepunkt des Films. Hätte man mehr draus machen können.


Da geb ich dir vollkommen recht: genauso wird jeder Anflug an Kritik an der vom Schönheitswahn getriebenen Gesellschaft gleich im Keim erstickt - da hätte man definitiv mehr draus machen können. Abgesichts der Produktionskosten ist das Gesamtergebnis trotzdem ein großartiger kleiner Film!
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitragvon jogiwan » 17. Feb 2010, 08:20

Die Brut (David Cronenberg)

Nola und Frank leben in Scheidung, da Nola heftige Aggressionsschübe aufgrund ihrer traumatischen Kindheit hat. Sie begibt sich in Therapie bei Dr. Raglan, der an ihr eine neuartige psychoplasmatische Behandlungsweise probiert. Wenig später sterben im Umfeld von Nola und Frank einige Leute und auch die gemeinsame Tochter wird bedroht...

...und mehr wird auch nicht verraten. David Cronenbergs Film aus dem Jahre 1979 ist ja eigentlich ein ziemlich fieser Schocker, bei dem vor allem die zahlreichen Kinder-Darsteller einiges durchmachen mussten. Sowas könnte man wohl heutzutage nicht mehr bringen. "Die Brut" wäre aber vermutlich noch wesentlich spannender, würde die Rückseite der DVD-Hülle von "Black Hill" in drei Sätzen nicht gleich die ganze Auflösung spoilern. Zudem bietet die Scheibe auch nur die leicht-gekürzte R-Rated-Fassung, die in 3 Szenen weniger Blut und Beuschel zeigt. Trotzdem toller Film: 7/10
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