Bizarre Cinema in Hamburg

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Re: Bizarre Cinema in Hamburg

Beitragvon Canisius » 4. Feb 2019, 20:25

ugo-piazza hat geschrieben:Das Bizarre Cinema German Exploitation Special Vol.1
am Samstag den 23.2.2019 ab 19 Uhr

23.02.2019 (Sa), 19:00 Uhr
BLUTIGER FREITAG (Langfassung, 4K-restauriert)
BRD/ITA 1972, Rolf Olsen, 102 Min., DF, DCP
Mit Raimund Harmstorf, Amadeus August, Gianni Macchia, Christine Böhm, Ernst H. Hilbich

Im Rahmen des Bizarre Cinema German Exploitation Specials Vol.1:

Auch das deutsche Kino lieferte in den 70er-Jahren reißerische Schauwerte: Action, Sex & Gewalt!
Kurz vor seiner Verurteilung gelingt dem eiskalten Verbrecher Heinz Klett die spektakuläre Flucht aus dem Gerichtsgebäude. Um sich ins Ausland abzusetzen braucht er Geld und plant mit seinem Komplizen Luigi einen Banküberfall, der alles zuvor in den Schatten stellen soll. Luigis Freundin Heidi und deren Bruder Christian schließen sich dem Duo an und gemeinsam setzen sie Kletts vermeintlich todsicheren Plan um, doch der anschließende Banküberfall eskaliert dramatisch: Während sich Schaulustige und Polizei rund um den Tatort versammeln, hält Klett auf brutale Weise mehrere Geiseln gefangen und fordert ein Lösegeld in bislang noch nie dagewesener Höhe! Als sich die Leichenberge türmen, gibt die Polizei nach und zahlt die geforderte Summe, mit der sich die Gangster aus dem Staub machen. Doch auch die Flucht verläuft nicht nach Plan und endet in einem bleihaltigen Showdown, aus dem es kein Entkommen gibt!

Sehen Sie Rolf Olsens Meisterwerk erstmals in der bislang weltweit unveröffentlichten Langfassung, aufwendig restauriert in 4k vom Originalnegativ!

Zur Einführung von BLUTIGER FREITAG begrüßen wir die für die Restauration verantwortlichen Mitarbeiter der Firma LSP Medien, die über die Besonderheiten dieses Projekts berichten werden.

(Text: Subkultur Entertainment, Einführung: Jochen Oppermann, Gäste: Jan Frederik Kuhn &

Benjamin Albrecht)

23.02.2019 (Sa), 21:00 Uhr
DIE BRUT DES BÖSEN (Langfassung, 4K-restauriert)
BRD 1979, Christian Anders, Antonio Tarruella, 100 Min., DF, Digital
Mit: Christian Anders, Maribel Martín, Dunja Rajter, Deep Roy, Fernando Bilbao

Im Rahmen des Bizarre Cinema German Exploitation Specials Vol.1:

Auch das deutsche Kino lieferte in den 70er-Jahren reißerische Schauwerte: Action, Sex & Gewalt!
Der fiese Giftzwerg Van Bullock regiert die spanische Unterwelt mit eiskalten Methoden. Wer nicht nach seinen Regeln spielt, landet auf der Abschlussliste und bekommt Besuch von seinem üblen Schläger Komo! Um die Weltherrschaft im Drogenschmuggel zu erlangen, will er eine unscheinbare Karateschule als Umschlagplatz benutzen, welche dem unbezwungenen Karatelehrer Frank Mertens gehört. Doch Van Bullock hat die Rechnung ohne Mertens gemacht, denn der will nicht verkaufen und stellt sich furchtlos den hinterhältigen Attacken des Drogenbarons in den Weg. Mit Hilfe der verführerischen Cora lockt ihn Van Bullock in eine ausweglose Falle, doch als Mertens die Intrige durchschaut, verwandelt sich der friedfertige Karatelehrer in eine unaufhaltsame Kampfmaschine. Angetrieben von dem Wunsch nach Rache, tritt Frank Mertens den härtesten Kampf seines Lebens an!
Zur Einführung von DIE BRUT DES BÖSEN begrüßen wir die für die Restauration verantwortlichen Mitarbeiter der Firma LSP Medien, die über die Besonderheiten dieses Projekts berichten werden.

(Text: Subkultur Entertainment, Einführung: Jochen Oppermann, Gäste: Jan Frederik Kuhn & Benjamin Albrecht)

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DCP hin, DCP her. Dieses schnieke Double-Feature wird mitgenommen! :nick:
„Seine Stiefel aus frischem Krokodilleder knarrten. Er trug eine Jacke aus gegerbter Elefantenhaut und im offenen Hemd eine Kette aus Leopardenkrallen und Affenzähnen.
Mit dem Outfit, dachte Meuchköt, käme er durch keine europäische Flughafenkontrolle.“
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Re: Bizarre Cinema in Hamburg

Beitragvon Canisius » 20. Feb 2019, 20:00

Und, wer ist am Samstag dabei? :wart:
:mrgreen:
„Seine Stiefel aus frischem Krokodilleder knarrten. Er trug eine Jacke aus gegerbter Elefantenhaut und im offenen Hemd eine Kette aus Leopardenkrallen und Affenzähnen.
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Re: Bizarre Cinema in Hamburg

Beitragvon ugo-piazza » 20. Feb 2019, 23:28

Canisius hat geschrieben:Und, wer ist am Samstag dabei? :wart:
:mrgreen:


"Blutiger Samstag" werde ich wohl anschauen, beim Anders weiß ich's noch nicht. Ich hoffe, dass Jan und Ben da so einiges Interessantes zu erzählen haben.
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Re: Bizarre Cinema in Hamburg

Beitragvon buxtebrawler » 21. Feb 2019, 08:23

Canisius hat geschrieben:Und, wer ist am Samstag dabei? :wart:
:mrgreen:


Wirklich 'ne feine Sause, aber leider in starker Konkurrenz zu interessanten Underground-Konzerten. :| Aber bin ohnehin gesundheitlich angeschlagen und müsste erst mal fit werden...
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Bizarre Cinema in Hamburg

Beitragvon Arkadin » 21. Feb 2019, 09:13

Es gibt einen DCP von "Blutiger Freitag"? :shock:
Weiß da jemand mehr? Wer den beispielsweise verleiht?
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Re: Bizarre Cinema in Hamburg

Beitragvon Onkel Joe » 21. Feb 2019, 09:26

Arkadin hat geschrieben:Es gibt einen DCP von "Blutiger Freitag"? :shock:
Weiß da jemand mehr? Wer den beispielsweise verleiht?



Geht wohl über Subkultur bzw. sind immer Subkultur Leute anwesend wenn der irgendwo gezeigt wird.
Und eine DCP zu erstellen ist tatsächlich nicht so schwierig, das werden die Jungs selbst erstellt haben!
Wer tanzen will, muss die Musik bezahlen!
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Re: Bizarre Cinema in Hamburg

Beitragvon Arkadin » 21. Feb 2019, 10:21

Onkel Joe hat geschrieben:
Arkadin hat geschrieben:Es gibt einen DCP von "Blutiger Freitag"? :shock:
Weiß da jemand mehr? Wer den beispielsweise verleiht?



Geht wohl über Subkultur bzw. sind immer Subkultur Leute anwesend wenn der irgendwo gezeigt wird.
Und eine DCP zu erstellen ist tatsächlich nicht so schwierig, das werden die Jungs selbst erstellt haben!


Alles klar. Das ist für uns bei Weird Xperience natürlich hochinteressant. Leider antworten die Subkultur-Leute immer nicht auf Emails. Aber vielleicht bessert sich das ja mal.
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Re: Bizarre Cinema in Hamburg

Beitragvon Canisius » 22. Feb 2019, 06:01

ugo-piazza hat geschrieben:"Blutiger Samstag" werde ich wohl anschauen, beim Anders weiß ich's noch nicht. Ich hoffe, dass Jan und Ben da so einiges Interessantes zu erzählen haben.


Das klingt doch gut! :prost:

buxtebrawler hat geschrieben:Wirklich 'ne feine Sause, aber leider in starker Konkurrenz zu interessanten Underground-Konzerten. :| Aber bin ohnehin gesundheitlich angeschlagen und müsste erst mal fit werden...


In Hamburg ist immer (zu) viel los. Die Qual der Wahl. Der entscheidende Vorteil von Kino gegenüber Konzerten, der sich für mich regelmäßig bewahrheitet hat: ein Film gewinnt so gut wie immer auf der großen Leinwand. Bei Livemusik kann etliches schief gehen: Stehplatz :kicher:, man sieht schlecht, weil Leute/Säulen/irgendetwas die Sicht versperrt, Publikum, Sound, Setlist, bei mehreren Bands verpasst man etwas, weil die früher anfangen etc... :pfeif:
„Seine Stiefel aus frischem Krokodilleder knarrten. Er trug eine Jacke aus gegerbter Elefantenhaut und im offenen Hemd eine Kette aus Leopardenkrallen und Affenzähnen.
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Re: Bizarre Cinema in Hamburg

Beitragvon Canisius » 24. Feb 2019, 19:08

Das Deutschploitation Double-Feature hat sich richtig gelohnt. Unglaublich, wie gut die Filme ausgesehen haben. Ein psychotronisches Wiedersehen mit Heinz Klett und Frank Mertens. In 4k. :o
Die LSP Jungs haben einen richtig guten Job gemacht und einige Anekdoten zu ihrer Arbeit zum Besten gegeben. Wenn man weiß, wie die Materiallage ausgesehen hat, und wie viele Hürden bis zum finalen Produkt übersprungen werden mussten, bleibt mir nichts anderes übrig als meinen Hut meine Wintermütze ziehen. :verbeug:

Alles in allem ein gelungener Samstagabend! :prost:
„Seine Stiefel aus frischem Krokodilleder knarrten. Er trug eine Jacke aus gegerbter Elefantenhaut und im offenen Hemd eine Kette aus Leopardenkrallen und Affenzähnen.
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Re: Bizarre Cinema in Hamburg

Beitragvon ugo-piazza » 27. Feb 2019, 18:37

Doch, war ein netter Abend. Für den Hausgebrauch werde ich mir den Chranders-Film aber trotzdem nicht zulegen. :P


And now the program for the next Monat:


Liebe Freundinnen und Freunde,

der letzte Monat der laufenden bizarreCinema Saison entlässt uns alle mit einer wahrhaft herausfordernden Fragestellung in die Sommerpause: Was haben Mutanten, Räuber & Gendarm, unzuverlässige Jugenderinnerungen und Freiheitskämpfe gemeinsam?
Antworten findet Ihr im Metropolis-Kino in Hamburg!

Love, Euer bizarreCinema-Team!





3.3.2019, 14:30 Uhr

2071 – Mutan-Bestien gegen Roboter (The Time Travelers)
USA 1964, Ib Melchior, 82 Min., 35mm, DF
mit Preston Foster, Steve Franken, Philip Carey, Merry Anders, Forrest J. Ackerman

Im Zukunftsjahr 1971 geraten vier Menschen in die düstere Welt von 2071: Die letzten Überlebenden einer Atomkatastrophe (vor allem hübsche Single-Frauen!) hausen in einem unterirdischen Höhlenlabyrinth und versuchen sich mit selbst gebauten Androiden gegen wilde Mutanten zu verteidigen… Das kleine, verrückte Zeitreise-Abenteuer von Ib Melchior („Robinson Crusoue on Mars“) ist das 1964er-Kinovorbild der legendären TV-Serie „Time Tunnel“ (1966-67). Dass es teurer aussieht, als es war, liegt u.a. an Kameramann Vilmos Zsigmond und seinem Assistenten Laszlo Kovacs, die 1956 aus Ungarn geflohen waren und später Meisterwerke wie „Unheimliche Begegnung der dritten Art“ oder „Easy Rider“ drehten. Ungewöhnlich für seine Zeit: das schockierende, unvergessliche Ende.

Text und Einführung: Peter Clasen



10.3.2019, 14:30 Uhr

Die Banditen von Mailand (Banditi a Milano)
IT 1968, Carlo Lizzani , 98 min., 35 mm, DF
Mit Gian Maria Volonté, Tomas Milian, Margaret Lee, Don Backy, Ray Lovelock

Ende der sechziger Jahre wird Mailand von einer Bande skrupelloser Bankräuber terrorisiert, deren Strategie es ist, möglichst viele Banken in kurzer Zeit zu berauben, um so der Polizei die Möglichkeit für Ermittlungsarbeit zu nehmen. Nach einem verpatzten Coup gelingt es der Polizei, den Fahrer des Fluchtwagens festzunehmen. Während des Verhörs erzählt dieser von seinen Komplizen und eine blutige Menschenjagd auf die übrigen flüchtigen Täter beginnt...
Ein außergewöhnlich spannender Polizeifilm, der mit Mitteln der Rückblende und des Reportagestils eine einzigartige Atmosphäre schafft.

Text und Einführung: Torsten Cornils



17.3.2019, 14:30 Uhr

Big Wednesday
USA 1978, John Milius, 120 min., 35 mm, DF
Mit Jan-Michael Vincent, William Katt, Gary Busey

Die Geschichte der Freundschaft dreier junger Männer, die vor allem ihre Liebe zum Surfen verbindet, über einen Zeitraum von zwölf Jahren (1962–1974) in vier Stationen erzählt. „Dieser Film ist der Traum von einer Jugend, die man so nie gehabt hat. Aber wenn wir uns an diese Jugend erinnern, dann erinnern wir uns an die Stimme von Wolfman Jack im Drive-in, an die Roastbeaf-Sandwiches im Diner und an die Parties am Strand des Pazifik. Wir erinnern uns, wie wir einer platinblonden Vision im Thunderbird hinterherjagten, wie wir mit einer Stripperin auf dem Tresen tanzten, und wie wir um die Einberufung nach Vietnam herumgekommen sind. Wie erinnern uns an Froschauge und Boogie und Bear. Das war unsere verdammt beneidenswerte Jugend. Wir tanzten auf Prom Nights, kannten alle Baseball-Ergebnisse und gingen Surfen. Wir tun es heute noch.“ (Michael Althen)

Text und Einführung: Eckhard Haschen



24.3.2019, 14:30 Uhr

Keoma
I 1976, Enzo G. Castellari, 92 min., 35 mm, DF
Mit Franco Nero, William Berger, Olga Karlatos, Woody Strode

Nach dem amerikanischen Bürgerkrieg kehrt Indianer-Halbblut Keoma zurück in seine verwahrloste Heimatstadt. Dort grassiert eine Pockenepidemie, was der Südstaaten-Offizier Caldwell ausnutzt, um die notleidende Bevölkerung einzupferchen und finanziell auszubluten. Unterstützt wird Caldwell von den Stiefbrüdern Keomas, die für ihn nichts als Verachtung übrighaben. Mit seinem Stiefvater und dem freigelassenen Sklaven George stellt sich Keoma gegen die Unterdrücker.
Zehn Jahre nach Django brilliert Franco Nero in einem der letzten klassischen Italowestern, der die Sinne durch beeindruckende Bildgestaltung und einen intensiven Soundtrack betört. Motive aus der Bibel und Shakespeare sowie ungewöhnliche Erzähl- und Montagetechniken machen Enzo G. Castellaris Film zu einem ebenso brutalen wie poetischen Film um Rache, Leben, Tod und Auferstehung.

Text und Einführung: Jeroen van Kempen
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