Bizarre Cinema in Hamburg

Länderübergreifendes, allgemeines Forum zum Thema Film

Moderator: jogiwan

Re: Bizarre Cinema in Hamburg

Beitragvon speed freak » 20. Nov 2018, 19:53

The Invisible Man Returns

USA 1940, Joe May
Mit Vincent Price, Cedric Hardwicke, Nan Grey
Genau genommen ist es ja ein anderer Unsichtbarer, der da »zurückkehrt«. Aber er ist sympathischer als der erste und hat obendrein bessere Gründe, sich unsichtbar zu machen: Er vermeidet es dadurch, zum Justizopfer zu werden. Doch die »Fluchthilfe« hat eine unangenehme Nebenwirkung, und so erschreckt der Unsichtbare bald nicht nur seine bezaubernde Freundin, sondern auch sich selbst. (Lillian Robinson)

Der Film läuft im Rahmen des cinefests.

Termine: 25.11. 14:30 OF.




Spetters

NL 1980, Paul Verhoeven
Mit Hans van Tongeren, Renée Soutendijk, Rutger Hauer
Einführung: Jeroen van Kempen

Ein packendes Zeitdokument der niederländischen Arbeiterklasse der anbrechenden Achtzigerjahre: Rien, Eef und Hans sind begeisterte Motorradfahrer, getrieben von der Hoffnung, als Profis die ländliche Tristesse hinter sich zu lassen. Abends lassen sie in der Großstadt die Sau raus. Als die verführerische Fientje mit ihrem Imbisswagen in die Stadt kommt, schlägt sie die Jungs in ihren Bann. Doch auch Fientje ist bereit, für ein besseres Leben alles zu tun.
Heute als Klassiker anerkannt, legte Paul Verhoevens zynischer Abgesang auf die »heile Welt« der Siebziger seinerzeit den Finger in so manche gesellschaftliche Wunde und entfachte einen beispiellosen Skandal: Zeitungen, das Fernsehen und sogar eine eigens gegründete Aktionsgruppe machten gegen Spetters mobil.

(Jeroen van Kempen)
Termine: 2.12. 14:30 DF.




Darkman

USA 1990, Sam Raimi
Mit Liam Neeson, Frances McDormand
URBAN HORROR
Das große XXX-Mas Special
Einführung: Volker Hummel und Jan Minck

Soziale Ausgrenzung, Armut, Verbrechen, Gewalt: Wo städtische Strukturen scheitern, greift rasch der reale urbane Schrecken um sich. Darkman erzählt vom Scheitern des staatlichen Gewaltmonopols im Angesicht des Verbrechens und der Selbstjustiz als einziger möglicher Konsequenz für die Opfer von Kriminalität. Gewalt erzeugt hier stets Gegengewalt, Mitgefühl bleibt auf der Strecke, die Figuren sind sich selbst und denen, die ihnen nahestehen, entfremdet. Es ist die Geschichte des gescheiterten Genies, besessen von Rache für das erlittene Unrecht. Während seines Feldzuges verliert er mehr und mehr Teile seiner Persönlichkeit und wird buchstäblich gesichtslos. (Jan Minck)
Termine: 15.12. 19:00 DF.

Candyman

USA 1992, Bernard Rose
Mit Tony Todd, Virginia Madsen
URBAN HORROR
Das große XXX-Mas Special
Einführung: Stefan Preis

Candyman erzählt von historisch verankertem und systemimmanentem Rassismus, forcierter städtischer Segregation und geplanter Ghettoisierung. Das daraus erwachsende Stigma der Armut verdammt die Menschen zum Leben in einem albtraumhaften Teufelskreis. Candyman ist nahezu klassisches haunted house-Kino, ausgedehnt auf ein ganzes Stadtviertel: Der Spuk fordert nicht nur Todesopfer, er dringt auch in die Köpfe derer, die sich ihm aussetzen, verzerrt deren Wahrnehmung und treibt sie in den Wahnsinn.

Zur Einführung zu Candyman begrüßen wir den Autor Stefan Preis. Er ist Mitorganisator der im Zwei-Monats-Rhythmus stattfindenden "Kriminologischen Filmreihe" im Metropolis Kino und hat zur Darstellung von Gender und Ethnien im Horrorfilm geforscht, beides zentrale Themen in Candyman! (Jan Minck)
Termine: 15.12. 21:15 DF.




Navajo Joe
I/E 1966, Sergio Corbucci
Mit Burt Reynolds, Aldo Sambrell, Nicoletta Machiavelli, Fernando Rey
Einführung: Torsten Cornils

Duncan und seine Bande überfallen ein Indianerdorf und bringen die Bewohner um. Der einzige Überlebende, Navajo Joe, schwört Rache und verfolgt die Mörder. Als ein Teil der Duncan-Bande einen Zug überfällt, der eine große Geldsendung transportiert, tötet Navajo Joe die Outlaws und bringt den Zug in die Stadt Esperanza. Als Duncan davon erfährt, plant er die Stadt anzugreifen. Navajo Joe bietet an, die Verteidigung von Esperanza zu organisieren; für den Kampf gegen die Bande verlangt er von jeder dort lebenden Familie einen Dollar pro getötetem Banditen.

Harter Rachewestern von Corbucci mit einem fantastischen Score von Morricone und einer der wenigen Spaghetti-Western, in denen Indianer eine wesentliche Rolle spielten.
Termine: 16.12. 14:30 DF.




Einer frißt den anderen

BRD/I 1964, Gustav Gavrin
Mit Cameron Mitchell, Jayne Mansfield, Elisabeth Flickenschildt
Einführung: Peter Clasen

Euro-Gangsterdrama: Zwei Killer (u. a. Cameron Mitchell) und eine tödliche Blondine (US-Sexbombe Jayne Mansfield) checken mit einer geklauten Million Dollar auf einer einsamen Mittelmeer-Insel ein, wo Hoteliers und Gäste ihnen die Beute abjagen wollen … Euro-Pulp-Noir-Kolportage mit Elisabeth Flickenschildt als Lady Xenia, Werner Peters und Pinkas Braun sowie einem jazzy Soundtrack von Carlo Savina. Evangelischer Filmbeobachter (27/1964): »Grausige Mischung von Sex and Crime mit Sadismus, Irrsinn, Blutvergießen und verlogenem Pathos. Für Jugendliche völlig ungeeignet, aber auch Erwachsenen abzuraten.« (Peter Clasen)
Termine: 23.12. 14:30 .
Haltet den Dieb !!! Er hat meine Signatur geklaut !!!
Benutzeravatar
speed freak
 
Beiträge: 342
Registriert: 04.2010
Geschlecht: männlich

Re: Bizarre Cinema in Hamburg

Beitragvon ugo-piazza » 21. Nov 2018, 23:30

30.12.2018 (So), 14:30 Uhr
KALTES FIEBER
D 1984, Josef Rusnak, 90min, 35mm
Mit Klaus Rohrmoser, Katharina Böhm, Lisa Kreuzer

Vermittelt durch einen Arzt hilft Pierre Menschen in den Tod zu befördern. Doch eines Tages wird seine Routine unterbrochen und bei Pierre beginnt ein Umdenken, in dessen Verlauf er das Leben neu zu schätzen lernt.
Dieser Thriller ist das Erstlingswerk von Joseph Rusnak, der später "The Thirteenth Floor"(1999)drehte, die gelungene Neuverfilmung des Romans zu "Welt am Draht"(1973). Auch Joachim Król gibt hier sein Debüt in der Filmwelt.

Einführung: Lillian Robinson
Benutzeravatar
ugo-piazza
 
Beiträge: 8609
Registriert: 12.2009
Geschlecht: männlich

Re: Bizarre Cinema in Hamburg

Beitragvon ugo-piazza » 3. Dez 2018, 18:46

Während meiner Abwesenheit hat das Metropolis die Reihe "Good Cops Bad Cops" mit US-Polizeifilmen der 70er gestartet. Im Dezember laufen zum Abschluss in dieser Reihe noch folgende Filme:

In Originalfassung (nur "Busting" als 35er Kopie):

Freebie and the Bean (Die Superschnüffler, 1974, Richard Rush)

Hustle (Straßen der Nacht, 1975, Robert Aldrich)

Busting (Spur der Gewalt, 1974, Peter Hyams)

Cops and Robbers (Treffpunkt Central Park, 1974, Aram Avakian)


In deutscher Fassung von 35mm-Kopien:

Die Chorknaben (The choirboys, 1977, Robert Aldrich)

Assault - Anschlag bei Nacht (Assault on precinct 13, 1976, John Carpenter)

Der einsame Job (Report to the Commissioner, 1975, Milton Katselas)

Der Unerbittliche (The enforcer, 1976, James Fargo)
(Ja, das ist der dritte Teil von "Dirty Harry")
Benutzeravatar
ugo-piazza
 
Beiträge: 8609
Registriert: 12.2009
Geschlecht: männlich

Re: Bizarre Cinema in Hamburg

Beitragvon Onkel Joe » 3. Dez 2018, 18:53

ugo-piazza hat geschrieben:Während meiner Abwesenheit hat das Metropolis die Reihe "Good Cops Bad Cops" mit US-Polizeifilmen der 70er gestartet. Im Dezember laufen zum Abschluss in dieser Reihe noch folgende Filme:

In Originalfassung (nur "Busting" als 35er Kopie):

Freebie and the Bean (Die Superschnüffler, 1974, Richard Rush)

Hustle (Straßen der Nacht, 1975, Robert Aldrich)

Busting (Spur der Gewalt, 1974, Peter Hyams)

Cops and Robbers (Treffpunkt Central Park, 1974, Aram Avakian)


In deutscher Fassung von 35mm-Kopien:

Die Chorknaben (The choirboys, 1977, Robert Aldrich)

Assault - Anschlag bei Nacht (Assault on precinct 13, 1976, John Carpenter)

Der einsame Job (Report to the Commissioner, 1975, Milton Katselas)

Der Unerbittliche (The enforcer, 1976, James Fargo)
(Ja, das ist der dritte Teil von "Dirty Harry")


Sehr schöne Sachen dabei, wäre ich wohl zu jeder 35mm Vorstellung anwesend. Bei "Anschlag bei Nacht" kann ich nur hoffen das sie nicht die Kopie vom Werkstatt Kino nehmen. Die ist übelster Schrott, nie ne schlimmere Kopie gesehen als diese :angst:.
Wer tanzen will, muss die Musik bezahlen!
Benutzeravatar
Onkel Joe
Forum Admin
 
Beiträge: 15991
Registriert: 11.2009
Geschlecht: männlich

Re: Bizarre Cinema in Hamburg

Beitragvon ugo-piazza » 22. Dez 2018, 10:24

Liebe Freundinnen und Freunde alter Spukhäuser, durchknallender Vigilanten und intriganter Gangsterbräute,

wenn das neue Jahr just begonnen haben wird, startet Bizarre Cinema zu Epiphanias in die zweite Hälfte der aktuellen 13. Saison. Unsere heiligen drei Könige: Laughton, Mitchum, Bronson! Aber Achtung: Die singen nur gegen Spende.



6.1.2019, 14:30 Uhr
EIN SATANSWEIB (His Kind of Woman)
USA 1951, John Farrow, 100 Min., DF, 35mm
Mit Robert Mitchum (= Dan Milner), Jane Russell (= Lenore Brent), Vincent Price (= Mark Cardigan), Raymond Burr (= Nick Ferraro), Charles McGraw (= Thompson + Erzähler in der Originalfassung), Tim Holt (= Bill Lusk), Marjorie Reynolds (= Helen Cardigan), Leslie Banning / Leslye Banning (= Jennie Stone), Jim Backus (= Myron Winton), John Mylong (= Martin Krafft), Philip Van Zandt (= Jose Morro), Carleton G. Young (= Gerald Hobson)
Originallänge: 120 Minuten, deutsche Länge 2748 Meter = ca. 100 Minuten)
Kamera: Harry J. Wild

Mit diesem kuriosen Mix aus hartem Film-noir-Gangsterkrimi und Komödie setzte der legendäre Milliardär und RKO-Produzent Howard Hughes seinen Star Jane Russell („Geächtet“, 1943) wieder sehr sexy in Szene. Als Sängerin Lenore Brent bezirzt sie den Abenteurer Dan Milner (cool: Robert Mitchum), der für einen teuflischen Deal nach Mexiko gelockt wird: Der deportierte US-Gangster Nick Ferraro (Raymond „Der Chef“ Burr) will das Leben und das Gesicht von Dan, um wieder in die Heimat zu gelangen… Jane Russell singt „Five Little Miles From San Berdoo“, Robert Mitchum bügelt zur Entspannung seine Dollarnoten, und Gruselikone Vincent Price amüsiert als extravaganter, schmieriger Filmstar „Mark Cardigan“. Gezeigt wird die alte deutsche Kinokopie, die in der Handlung um 20 Minuten gestrafft wurde. Trotzdem immer noch 100 Minuten lang und ein echter Kultfilm.
Text und Einführung: Peter Clasen



20.1.2019, 14:30 Uhr
EIN MANN SIEHT ROT (Death Wish)
USA 1974, Michael Winner, 92 Min., DF, 35mm
Mit Charles Bronson, Vincent Gardenia, Jeff Goldblum

Die Geschichte des friedliebenden Architekten, der nach einem tödlichen Überfall auf seine Familie das Gesetz in die eigene Hand nimmt und zum brutalen Rächer wird, kam zunächst nicht gut an. Die katholische Filmkritik vergab die (in den Augen von Genreliebhabern) höchste Auszeichnung: „Wir raten ab.“ Die Freiwillige Selbstkontrolle setzte den Film auf den Index. Nachdem die Indizierung vor einem Jahr wieder aufgehoben und die ungeschnittene Fassung nunmehr ab 16 Jahren freigegeben wurde, ist es Zeit, sich den umstrittenen Thriller noch einmal anzusehen und zu fragen: Hat die Kritik damals überreagiert? Oder hat die Wirklichkeit den Film inzwischen überholt?
Text und Einführung: Hans-Arthur Marsiske



27.1.2019, 14:30 Uhr
THE OLD DARK HOUSE
USA 1932, James Whale, 72 min, OF, 16mm
Mit Charles Laughton, Melvyn Douglas, Raymond Massey

Ein seltsames Haus, in dem Reisende während eines schauerlichen Sturmes Zuflucht finden. Noch seltsamer sind die Bewohner: ein Geschwisterpaar mit ihrem unheimlichen Diener, verkörpert von Boris Karloff. Das sind die Zutaten zu einer Horrorkomödie, die dank Whales einfallsreicher Regie nichts von ihrem gruseligem Charme eingebüßt hat.
Text und Einführung: Lillian Robinson
Benutzeravatar
ugo-piazza
 
Beiträge: 8609
Registriert: 12.2009
Geschlecht: männlich

Re: Bizarre Cinema in Hamburg

Beitragvon Canisius » 18. Jan 2019, 19:13

ugo-piazza hat geschrieben:
20.1.2019, 14:30 Uhr
EIN MANN SIEHT ROT (Death Wish)
USA 1974, Michael Winner, 92 Min., DF, 35mm
Mit Charles Bronson, Vincent Gardenia, Jeff Goldblum

Die Geschichte des friedliebenden Architekten, der nach einem tödlichen Überfall auf seine Familie das Gesetz in die eigene Hand nimmt und zum brutalen Rächer wird, kam zunächst nicht gut an. Die katholische Filmkritik vergab die (in den Augen von Genreliebhabern) höchste Auszeichnung: „Wir raten ab.“ Die Freiwillige Selbstkontrolle setzte den Film auf den Index. Nachdem die Indizierung vor einem Jahr wieder aufgehoben und die ungeschnittene Fassung nunmehr ab 16 Jahren freigegeben wurde, ist es Zeit, sich den umstrittenen Thriller noch einmal anzusehen und zu fragen: Hat die Kritik damals überreagiert? Oder hat die Wirklichkeit den Film inzwischen überholt?
Text und Einführung: Hans-Arthur Marsiske


Werde Sonntag vor Ort sein und diesen Klassiker auf 35mm genießen. Graciella Granata wird ebenfalls rot sehen. :twisted:

Noch irgendwer Bock? :winke:
„Seine Stiefel aus frischem Krokodilleder knarrten. Er trug eine Jacke aus gegerbter Elefantenhaut und im offenen Hemd eine Kette aus Leopardenkrallen und Affenzähnen.
Mit dem Outfit, dachte Meuchköt, käme er durch keine europäische Flughafenkontrolle.“
Benutzeravatar
Canisius
 
Beiträge: 1145
Registriert: 12.2010
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Bizarre Cinema in Hamburg

Beitragvon Brainbug » 18. Jan 2019, 21:44

Canisius hat geschrieben:
ugo-piazza hat geschrieben:
20.1.2019, 14:30 Uhr
EIN MANN SIEHT ROT (Death Wish)
USA 1974, Michael Winner, 92 Min., DF, 35mm
Mit Charles Bronson, Vincent Gardenia, Jeff Goldblum

Die Geschichte des friedliebenden Architekten, der nach einem tödlichen Überfall auf seine Familie das Gesetz in die eigene Hand nimmt und zum brutalen Rächer wird, kam zunächst nicht gut an. Die katholische Filmkritik vergab die (in den Augen von Genreliebhabern) höchste Auszeichnung: „Wir raten ab.“ Die Freiwillige Selbstkontrolle setzte den Film auf den Index. Nachdem die Indizierung vor einem Jahr wieder aufgehoben und die ungeschnittene Fassung nunmehr ab 16 Jahren freigegeben wurde, ist es Zeit, sich den umstrittenen Thriller noch einmal anzusehen und zu fragen: Hat die Kritik damals überreagiert? Oder hat die Wirklichkeit den Film inzwischen überholt?
Text und Einführung: Hans-Arthur Marsiske



Werde Sonntag vor Ort sein und diesen Klassiker auf 35mm genießen. Graciella Granata wird ebenfalls rot sehen. :twisted:

Noch irgendwer Bock? :winke:


Ich schließe mich an! :thup:
Viele Grüße

~Brainbug~
Benutzeravatar
Brainbug
 
Beiträge: 91
Registriert: 01.2013
Wohnort: Matool
Geschlecht: männlich

Re: Bizarre Cinema in Hamburg

Beitragvon Canisius » 20. Jan 2019, 09:12

Brainbug hat geschrieben:
Canisius hat geschrieben:
ugo-piazza hat geschrieben:
20.1.2019, 14:30 Uhr
EIN MANN SIEHT ROT (Death Wish)
USA 1974, Michael Winner, 92 Min., DF, 35mm
Mit Charles Bronson, Vincent Gardenia, Jeff Goldblum

Die Geschichte des friedliebenden Architekten, der nach einem tödlichen Überfall auf seine Familie das Gesetz in die eigene Hand nimmt und zum brutalen Rächer wird, kam zunächst nicht gut an. Die katholische Filmkritik vergab die (in den Augen von Genreliebhabern) höchste Auszeichnung: „Wir raten ab.“ Die Freiwillige Selbstkontrolle setzte den Film auf den Index. Nachdem die Indizierung vor einem Jahr wieder aufgehoben und die ungeschnittene Fassung nunmehr ab 16 Jahren freigegeben wurde, ist es Zeit, sich den umstrittenen Thriller noch einmal anzusehen und zu fragen: Hat die Kritik damals überreagiert? Oder hat die Wirklichkeit den Film inzwischen überholt?
Text und Einführung: Hans-Arthur Marsiske



Werde Sonntag vor Ort sein und diesen Klassiker auf 35mm genießen. Graciella Granata wird ebenfalls rot sehen. :twisted:

Noch irgendwer Bock? :winke:


Ich schließe mich an! :thup:


Vorbildlich! 8-) Bis später!
Ob noch weitere Hamburger Prominenz aufläuft?

"Death Wish" Leude! :rambo:
„Seine Stiefel aus frischem Krokodilleder knarrten. Er trug eine Jacke aus gegerbter Elefantenhaut und im offenen Hemd eine Kette aus Leopardenkrallen und Affenzähnen.
Mit dem Outfit, dachte Meuchköt, käme er durch keine europäische Flughafenkontrolle.“
Benutzeravatar
Canisius
 
Beiträge: 1145
Registriert: 12.2010
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Bizarre Cinema in Hamburg

Beitragvon ugo-piazza » 22. Jan 2019, 08:30

Liebe Freundinnen und Freundinnen des bizarrer Lichtspiele,

im Februar 2019 haben wir wieder einmal ein geballtes Programm für Euch zusammengestellt. Sechs Filme legendären Rufes warten darauf, von Euch (wieder)entdeckt zu werden.





3.2.2019, 14:30 Uhr

Mandingo DF

USA 1975, 127 min.

Mit James Mason, Susan George, Perry King, Ken Norton



Louisiana um 1840: Auf der heruntergekommenen, von dem Witwer Warren Maxwell und seinem Sohn betriebenen Südstaaten-Plantage wird der aus dem Mandinka-Volk stammende Sklave Mede für Kämpfe auf Leben und Tod gegen andere Sklaven trainiert. „1946 saß Henry Fondas Wyatt Earp auf der Veranda in Tombstone und balancierte geschickt auf den Hinterbeinen seines Stuhls und die Stadt wurde Symbol für die blühende Gemeinschaft Amerikas und Earp eins für die wohlgesonnene patriarchalische Autorität, die sie ermöglichte. 1975 ist Amerika nicht die jugendliche Wüstenstadt, sondern das korrupte verrottete Herrschaftshaus, und der Stuhl auf der Veranda wird okkupiert von einem Krüppel mit seinen Füßen auf einem Negerjungen. All die Rassen- und sexuellen Konflikte, die in My Darling Clementine im Ansatz enthalten waren, sind in Mandingo expliziert und diagnostiziert.“ (Andrew Britton)



Text und Einführung: Eckhard Haschen







10.2.2019, 14:30 Uhr
DIE LETZTE FLUT (The last wave)
AUS 1977, 106 Min., DF, 35mm
Peter Weir, mit Richard Chamberlain, Olivia Hamnet, David Gulpilil

Fünf Männer sind in Sidney wegen Totschlags angeklagt und der Anwalt David wird zu ihrer Verteidigung bestellt. Doch mehr und mehr Indizien weisen auf eine vorsätzliche, möglicherweise rituelle Tötung hin. Vor allem aber meint David, einem dieser Männer bereits in den erschreckenden Träumen begegnet zu sein, die ihn seit seiner Kindheit begleiten. Er beginnt, die losen Fäden miteinander zu verknüpfen und erkennt mit wachsendem Grauen ein Gesamtbild, das großes Unheil befürchten lässt.
Aborigine-Mythologie, Mystery-Thriller, Sozialdrama, Traumsequenzen – Regisseur Weir verbindet verschiedene Elemente zu einem atmosphärisch und visuell außergewöhnlichen Filmerlebnis mit großartigem Sounddesign.

Text und Einführung: Jan Minck







17.2. 2019, 14:30 Uhr
PLANET DES SCHRECKENS (Galaxy of Terror)
USA 1981 Bruce D. Clark, 35mm, 81 Min., DF
Mit Edward Albert, Erin Moran, Bernhard Behrens, Robert Englund

Ein Phantastisches Universum, ein abgestürztes Raumschiff, das Grauen
der Rettungsmission, Roger Corman schuf mit dieser Produktion wahrlich
eine Welt des Schreckens allzu menschlicher Ängste, die gerade durch die
Distanz der Phantastik ihre volle Wirkung entfalten. Wer sich für frühe
Werke interessiert kann speziell auf das Produktionsdesign durch James
Cameron achten.

Text und Einführung: Eibo Thieme


------------------------------------------------------------------------

Das Bizarre Cinema German Exploitation Special Vol.1
am Samstag den 23.2.2019 ab 19 Uhr


23.02.2019 (Sa), 19:00 Uhr
BLUTIGER FREITAG (Langfassung, 4K-restauriert)
BRD/ITA 1972, Rolf Olsen, 102 Min., DF, DCP
Mit Raimund Harmstorf, Amadeus August, Gianni Macchia, Christine Böhm, Ernst H. Hilbich

Im Rahmen des Bizarre Cinema German Exploitation Specials Vol.1:

Auch das deutsche Kino lieferte in den 70er-Jahren reißerische Schauwerte: Action, Sex & Gewalt!
Kurz vor seiner Verurteilung gelingt dem eiskalten Verbrecher Heinz Klett die spektakuläre Flucht aus dem Gerichtsgebäude. Um sich ins Ausland abzusetzen braucht er Geld und plant mit seinem Komplizen Luigi einen Banküberfall, der alles zuvor in den Schatten stellen soll. Luigis Freundin Heidi und deren Bruder Christian schließen sich dem Duo an und gemeinsam setzen sie Kletts vermeintlich todsicheren Plan um, doch der anschließende Banküberfall eskaliert dramatisch: Während sich Schaulustige und Polizei rund um den Tatort versammeln, hält Klett auf brutale Weise mehrere Geiseln gefangen und fordert ein Lösegeld in bislang noch nie dagewesener Höhe! Als sich die Leichenberge türmen, gibt die Polizei nach und zahlt die geforderte Summe, mit der sich die Gangster aus dem Staub machen. Doch auch die Flucht verläuft nicht nach Plan und endet in einem bleihaltigen Showdown, aus dem es kein Entkommen gibt!

Sehen Sie Rolf Olsens Meisterwerk erstmals in der bislang weltweit unveröffentlichten Langfassung, aufwendig restauriert in 4k vom Originalnegativ!

Zur Einführung von BLUTIGER FREITAG begrüßen wir die für die Restauration verantwortlichen Mitarbeiter der Firma LSP Medien, die über die Besonderheiten dieses Projekts berichten werden.

(Text: Subkultur Entertainment, Einführung: Jochen Oppermann, Gäste: Jan Frederik Kuhn &

Benjamin Albrecht)

23.02.2019 (Sa), 21:00 Uhr
DIE BRUT DES BÖSEN (Langfassung, 4K-restauriert)
BRD 1979, Christian Anders, Antonio Tarruella, 100 Min., DF, Digital
Mit: Christian Anders, Maribel Martín, Dunja Rajter, Deep Roy, Fernando Bilbao

Im Rahmen des Bizarre Cinema German Exploitation Specials Vol.1:

Auch das deutsche Kino lieferte in den 70er-Jahren reißerische Schauwerte: Action, Sex & Gewalt!
Der fiese Giftzwerg Van Bullock regiert die spanische Unterwelt mit eiskalten Methoden. Wer nicht nach seinen Regeln spielt, landet auf der Abschlussliste und bekommt Besuch von seinem üblen Schläger Komo! Um die Weltherrschaft im Drogenschmuggel zu erlangen, will er eine unscheinbare Karateschule als Umschlagplatz benutzen, welche dem unbezwungenen Karatelehrer Frank Mertens gehört. Doch Van Bullock hat die Rechnung ohne Mertens gemacht, denn der will nicht verkaufen und stellt sich furchtlos den hinterhältigen Attacken des Drogenbarons in den Weg. Mit Hilfe der verführerischen Cora lockt ihn Van Bullock in eine ausweglose Falle, doch als Mertens die Intrige durchschaut, verwandelt sich der friedfertige Karatelehrer in eine unaufhaltsame Kampfmaschine. Angetrieben von dem Wunsch nach Rache, tritt Frank Mertens den härtesten Kampf seines Lebens an!
Zur Einführung von DIE BRUT DES BÖSEN begrüßen wir die für die Restauration verantwortlichen Mitarbeiter der Firma LSP Medien, die über die Besonderheiten dieses Projekts berichten werden.

(Text: Subkultur Entertainment, Einführung: Jochen Oppermann, Gäste: Jan Frederik Kuhn & Benjamin Albrecht)

------------------------------------------------------------------------





24.2. 2019, 14:30 Uhr
PAARUNGEN
BRD 1967, Michael Verhoeven, 83 min., 35mm
Mit Lilli Palmer, Paul Verhoeven, Karl Michael Vogler

Michael Verhoevens Debütfilm basiert auf dem Theaterstück "Totentanz"
von August Strindberg und thematisiert den "Liebeshass" zwischen Edgar und Alice, ein in die Jahre gekommenes Ehepaar, "gefangen" auf einer ehemaligen Gefängnisinsel in der Nordsee gegen Ende des 19.Jhs. Als ein Cousin von Alice zu ihnen stößt, führt die schon lange glimmende Lunte endgültig zur Explosion.(Lillian Robinson)
Benutzeravatar
ugo-piazza
 
Beiträge: 8609
Registriert: 12.2009
Geschlecht: männlich

Re: Bizarre Cinema in Hamburg

Beitragvon Brainbug » 22. Jan 2019, 11:37

Ein fantastisches Programm, auf das ich mich schon jetzt freue! :thup:
Viele Grüße

~Brainbug~
Benutzeravatar
Brainbug
 
Beiträge: 91
Registriert: 01.2013
Wohnort: Matool
Geschlecht: männlich

VorherigeNächste

Zurück zu "Film allgemein"


 

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste