'68er + weltweite Revolution im Hamburger B-Movie, Mai 2018

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Moderator: jogiwan

'68er + weltweite Revolution im Hamburger B-Movie, Mai 2018

Beitragvon buxtebrawler » 30. Apr 2018, 15:12

1968 von Revolutionen weltweit träumen

Das Jahr 1968 schrieb sich in die Protestgeschichten der Welt ein. Wir
schauen natürlich nach Frankreich auf den Pariser Mai, aber auch weit
darüber hinaus - in andere Länder bis nach Lateinamerika und Asien.
Mit Filmen, in denen die 68er Revolte rund um die Welt spürbar oder
thematisiert wird. Dazu setzen wir einen Film, der sich aus heutiger
Sicht mit der Zeit beschäftigt. Detroit rekonstruiert die Race Riots
und stellt die immer wieder diskutierte Frage: Können wir aus der
Geschichte lernen?

***

Das Programm:

Japanese Night #4 - Bloody Gore-Fest: Bloody Chainsaw Girl
Dienstag, 01. Mai, 20:00 Uhr

Le Départ (Der Start)
Donnerstag, 03. Mai, 19:00 Uhr
Samstag, 12. Mai, 19:00 Uhr
Sonntag, 20. Mai, 17:00 Uhr

The Man Who Left His Will On Film (Tokyo Senso Sengo Hiwa)
Donnerstag, 03. Mai, 21:00 Uhr
Samstag, 19. Mai, 19:30 Uhr
Donnerstag, 31. Mai, 21:30 Uhr

Head - The Monkees
Samstag, 05. Mai, 20:00 Uhr
Sonntag, 13. Mai, 18:00 Uhr
Donnerstag, 17. Mai, 18:30 Uhr

Q-Movie Bar präsentiert: Oriented
Samstag, 05. Mai, 22:00 Uhr

Terra em Transe (Land in Trance)
Sonntag, 06. Mai, 18:00 Uhr
Donnerstag, 10. Mai, 18:30 Uhr

El Topo
Sonntag, 06. Mai, 20:30 Uhr
Donnerstag, 10. Mai, 21:00 Uhr
Samstag, 19. Mai, 21:30 Uhr

Dokumentarfilmsalon auf St. Pauli: Bunch of Kunst
Dienstag, 08. Mai, 20:00 Uhr

Mai 68
Samstag, 12. Mai, 21:00 Uhr
Sonntag, 20. Mai, 19:00 Uhr
Donnerstag, 24. Mai, 19:00 Uhr

Mo&Friese - Vorflimmern
Sonntag, 13. Mai, 16:00 Uhr

Detroit
Sonntag, 13. Mai, 20:00 Uhr
Donnerstag, 17. Mai, 20:30 Uhr
Sonntag, 27. Mai, 20:30 Uhr

Midnightmovie: Il Mercenario (Die gefürchteten Zwei)
Samstag, 19. Mai, 23:59 Uhr

Dokumentarfilmsalon auf St. Pauli: Double Feature: Stille Stimmen und
Vom Hören Sagen
Dienstag, 22. Mai, 20:00 Uhr

Arab Filmclub: Eccomi...Eccoti (Here I Am...Here You Are)
Sonntag, 27. Mai, 15:00 Uhr

Zabriskie Point
Sonntag, 27. Mai, 18:00 Uhr
Donnerstag, 31. Mai, 19:00 Uhr

***

Die Filme im Einzelnen:

Japanese Night #4 - Bloody Gore-Fest: Bloody Chainsaw Girl

JP, 2016, 76 min, OmU, digital

Regie: Hiroki Yamaguchi
Darsteller: Rio Uchida, Mari Yamachi, Seira Sato, Yuki Tamaki

Die kauzige Schülerin Nero entpuppt sich als wahnsinnige
Wissenschaftlerin, die mal eben die gesamte Schulbelegschaft samt
Schülern zu ihren Zombie-Untergebenen macht. Die hübsche
Mitschülerin Giko jedoch, die einzige Überlebende dieses Albtraums,
rückt sich die knappe Schuluniform zurecht, befüllt eine wuchtige
Kettensäge mit Treibstoff und macht sich auf, Neros entsetzlichem
Treiben ein Ende zu setzen.
Hiroki Yamaguchi (Hellevator) präsentiert ein spektakuläres
Splatter-Schulfest der ganz besonderen Sorte. Die Spezialeffekte der
Macher von The Machine Girl und Tokyo Gore Police sprühen über
voller irrwitziger Ideen, Rio Uchida überzeugt als taffe Superheldin
mit Säge. Diese Manga-Adaption ist ein Fest für Fans des japanischen
Neo-Gores!
"Macht einfach nur Spaß - da rattert die Kettensäge!" -
deadline-magazin
"Schulmädchen, Zombies, Kettensägen - let's party!" - dasmanifest.com

mit Einführung

in Zusammenarbeit mit Midori Impuls und Japan-Filmfest Hamburg

Dienstag, 01. Mai, 20:00 Uhr

https://www.b-movie.de/programm/#info-21328


***

Le Départ (Der Start)

BE, 1967, 86 min, OmU, digital

Regie: Jerzy Skolimowski
Darsteller: Jean-Pierre Léaud, Catherine-Isabelle Duport

Alltag in den Swinging Sixties zwischen trister Realität und großen
Träumen. Marc ist Lehrling in einem Frisiersalon und brennt darauf,
als Rennfahrer an einem Autorennen teilzunehmen. Heimlich trainiert er
nachts mit dem Porsche seines Chefs, doch ausgerechnet am Renntermin
plant der Chef einen Ausflug. Verzweifelt sucht Marc nach einem
anderen Auto, doch was er auch versucht, alles geht schief. Und
Michèle, in die er sich gerade verliebt hat, macht die Suche nicht
einfacher. Dann kommt aber Marcs Chef früher als erwartet zurück.
Überglücklich kann er mit Michèle zum Rennen fahren und die Nacht
mit ihr in einem Hotel verbringen ...
Der polnische Regisseur Jerzy Skolimowski drehte hier seinen ersten
Film im Westen, ein überraschender Erfolg, der die Aufbruchstimmung
der jungen Generation einfängt und für den er auf der Berlinale den
Goldenen Bären für den besten Film gewann. Mehr "Nouvelle Vague" als
fast alles von Godard, Truffaut und Co. urteilte der "Perlentaucher".
Enno Patalas schrieb 1968 in der Filmkritik: "Es ist ein Unterschied,
ob man mit zwanzig einen gestohlenen 911 S fährt oder ob man sich mit
dreißig einen kaufen kann. Von diesem Unterschied handelt "Der
Start": von den Träumen, die man mit zwanzig hat und mit dreißig
sich erfüllt und die dann nicht mehr die Träume sind von einst." Wer
könnte einen solchen Träumer besser spielen als Jean-Pierre Léaud?

Donnerstag, 03. Mai, 19:00 Uhr
Samstag, 12. Mai, 19:00 Uhr
Sonntag, 20. Mai, 17:00 Uhr

https://www.b-movie.de/programm/#info-21341


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The Man Who Left His Will On Film (Tokyo Senso Sengo Hiwa)

JP, 1970, 94 min, OmeU, digital

Regie: Nagisa Oshima
Darsteller: Kazuo Goto, Emiko Iwasaki

Ein radikaler Filmstudent springt auf der Flucht vor der Polizei in
den Tod, einer anderer stiehlt seine Kamera. Besessen, im Film den
"letzten Willen" des Toten zu finden, eignet er sich dessen
"Perspektiven" an. Doch kann man den Bildern glauben?
Oshima erzählt diese Geschichte zweimal, ähnlich einem Möbius-Band.
Am Ende wissen wir nicht, ob das, was wir sehen, die Wahrheit ist oder
ob es einen neuen Blick auf den Film gibt. Motoki selbst ist der
Filmemacher, der sich ? nicht nur ? mit seinen Bildern vom politischen
Kampf trennt und sich einer individuellen Sichtweise annähert.
In einem Essay über den Film fragt Oshima: Wie stirbt man in den 70er
Jahren (nach der Niederlage der linken Gruppen in Japan)? Was ist die
Antwort auf diese Frage: Wie werden wir in naher Zukunft leben? Jetzt
wissen wir es. Die Japanische Rote Armee hat mit ihrem nationalen und
internationalen Terrorismus viele Tote hinterlassen.
Oshima war von der Niederlage des politischen Kampfes tief getroffen.
Seinen Film sah er auch als Requiem, all den jungen Toten der
Nachkriegszeit gewidmet, die getötet wurden, ohne dass sie sterben
wollten. Er zog seine Konsequenz und gab den politischen Kampf für
immer auf. Von nun an bevorzugte er die Position des Einzelnen. Er
verließ sein Land und richtete sich in einem neuen ein: Mein einziges
Land ist das Kino.


Donnerstag, 03. Mai, 21:00 Uhr
Samstag, 19. Mai, 19:30 Uhr
Donnerstag, 31. Mai, 21:30 Uhr

https://www.b-movie.de/programm/#info-21342


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Head - The Monkees

US, 1969, 85 min, OmU, digital

Regie: Bob Rafelson
Darsteller: Peter Tork, Davy Jones, Micky Dolenz, Michael Nesmith

The Monkees, eine US-Retorten-Band, drehen den ersten Kinofilm und
zerstören ihr braves Image mit einem psychedelischen,
surreal-satirischen Trip über Politiker und Kriege, diverse
Filmgenres, Fakes und den eigenen oberflächlichen Ruhm. Anfang vom
Ende der Monkees, aber der Film ist längst Kult.
Die Idee zu Head entstand an einem wilden Wochenende mit den
Mitgliedern der Band, Regisseur Bob Rafelson und Co-Autor Jack
Nicholson, gewürzt wohl mit Unmengen an Marihuana und wer weiß was
noch. Aus den Tonbandaufnahmen strickte Jack Nicholson das Drehbuch,
das die "wahre" Geschichte der Monkees erzählen sollte. Der Film
sollte Changes heißen und mit dem bisher braven, familientauglichen
Image der Band, ihrer erfolgreichen TV-Serie und gleich mit dem ganzen
Studio-System des Hollywood-Films brechen. Das Destruktions-Potential
war grandios: die Band brach mit dem Regisseur und der Produktion
während der Dreharbeiten, die Monkees zerbrachen als Band wenige
Monate später, der Film war ein Flop, den zudem die Fans aus
Jugendschutz-Gründen nicht einmal sehen konnten ...
Heute ist Head ein perfektes Zeit-Dokument der 60er Jahre, garniert
mit zahlreichen Cameo-Auftritten, u.a. von Sonny Liston, Frank Zappa,
Victor Mature, und natürlich durften auch die Buddies Jack Nicholson
und Dennis Hopper nicht fehlen. Die Monkees sprangen am Ende des Films
ins Wasser und gingen weg ... fast wie im realen Leben.

Samstag, 05. Mai, 20:00 Uhr
Sonntag, 13. Mai, 18:00 Uhr
Donnerstag, 17. Mai, 18:30 Uhr

https://www.b-movie.de/programm/#info-21343


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Q-Movie Bar präsentiert: Oriented

GB/IL, 2016, 89 min, OmeU, digital

Regie: Jake Witzenfeld

Der Film folgt dem Leben von drei homosexuellen, palästinensischen
Freunden auf der Suche nach ihrer nationalen und sexuellen Identität
in Tel Aviv, Israel. Khader, ein "Tel Aviv Darling" aus einer
prominenten muslimischen Mafiafamilie, lebt mit seinem jüdischen
Freund zusammen - einem lokalen LGBT Impresario. Er bewegt sich in
einem Konfliktfeld zwischen Wunsch nach Veränderung und einer
scheinbar aussichtslosen gesellschaftlichen Situation. Fadi, ein
glühender palästinensischer Nationalist, ist schuldbeladen durch die
Affäre mit einem jüdischen Israeli. Naeem muss seine Familie mit der
Wahrheit über seine Sexualität konfrontieren. Entschlossen, die
Realität zu verändern, bilden die Drei eine Gruppe namens "QAMBUTA",
eine gewaltfreie, kulturelle Widerstandsbewegung, die für
genderbezogene und nationale Gleichberechtigung kämpft. Durch ihre
Aktivitäten zeigen sie auf, was es bedeutet mit der Bürde einer
vielschichtigen Identität aufzuwachsen.

danach Bar mit leckeren Cocktails

Samstag, 05. Mai, 22:00 Uhr

https://www.b-movie.de/programm/#info-21349


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Terra em Transe (Land in Trance)

BR, 1967, 106 min, OmU, digital

Regie: Glauber Rocha
Darsteller: Jardel Filho, Paulo Autran, José Lewgoy, Glauce Rocha

Der sterbende Paulo blickt auf sein Leben zurück. Als Dichter
engagierte er sich politisch und geriet zwischen die "Mühlsteine",
einen konservativen Führer und einen populistischen Reformer, die das
Volk missbrauchten. Die Kommunistin Sara öffnete ihm die Augen, und
so nahm er selbst die Waffe in die Hand ...
Nach Beginn des Militärregimes 1964 kehrten Filmemacher aus dem
Sertao in die Stadt zurück und entwarfen deprimierende Bilder. Mit
zunehmendem Terror des Militärregimes organisierte sich eine linke
Stadtguerilla, die sich jedoch nicht ausweiten konnte und eher
kathartisch als politisch wirkte: Gewalt gegen das System aus
individueller Frustration. Diesen Problemkreis erfasst Terra em Transe.
Glauber Rocha ist wohl der kreativste und innovativste Regisseur des
brasilianischen "Cinema Novo" der 60er Jahre. Er suchte nach einem
eigenen, lateinamerikanischen Kino, das visuell und politisch radikal
und gesellschaftskritisch ist und sich kolonialen Einflüssen
entzieht. In Terra em transe setzt er realistisch-dokumentarische,
phantastisch-surreale, theatralisch-opernhafte, poetisch-mythologische
Elemente ein ? alles vereint in einer Symbiose, die er Tropikalismus
nannte. Den Film drehte er unbemerkt von der brasilianischen
Militärdiktatur, über seine Konflikte mit der "realen Politik" und
über die Schwächen der Intellektuellen.

Sonntag, 06. Mai, 18:00 Uhr
Donnerstag, 10. Mai, 18:30 Uhr

https://www.b-movie.de/programm/#info-21344


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El Topo

MX, 1970, 125 min, OmU, DCP

Regie: Alejandro Jodorowsky
Darsteller: Alejandro und Brontis Jodorowsky, Mara Lorenzio

Die berühmte Kult-Western-Odyssee mit Wurzeln im französischen
absurden Theater Arrabals und voller surrealer, mythischer Elemente
auf der Suche nach Erlösung. Gewalt aller Arten wird immer absurder
durchdekliniert, elterliche, sexuelle, kriminelle, religiöse,
politische und revolutionäre Gewalt. Es ist nicht zu übersehen, dass
hier das Grauen nur gespielt ist, weitaus übertriebener als in den
damals beliebten Spaghetti-Western. Es fließt literweise blutrote
Farbe, und es werden immer absurdere Kämpfe ausgetragen, die eher an
Kinder- als an Mysterienspiele erinnern. Und so bleibt denn das Lachen
über das Grauen und den Tod nicht aus. Ganz im Sinne Arrabals, der
das Theater nur mit der Heilung oder dem Tod enden sieht, in einem
Film wie El Topo geht beides zusammen. Lakonischer ist da Jodorowsky
selbst: "Ich weiß nicht, ob El Topo gut ist oder nicht. Ich weiß es
wirklich nicht. Ich hatte das Glück, dass John Lennon den Film mochte."

Sonntag, 06. Mai, 20:30 Uhr
Donnerstag, 10. Mai, 21:00 Uhr
Samstag, 19. Mai, 21:30 Uhr

https://www.b-movie.de/programm/#info-21345


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Dokumentarfilmsalon auf St. Pauli: Bunch of Kunst

D, 2017, 103 min, OmeU, digital

Regie: Christine Franz

Iggy Pop feiert sie als größte Rock'n Roll Band Englands, der
Guardian bezeichnet sie als
"UKs wütendste Band" und ihre Fans sehen in ihnen gar die "Stimme
ihrer Generation".
Bei all dem Zuspruch sind die Sleaford Mods aus Nottingham aber auf
dem Boden
geblieben und und können der Lobhudelei kaum etwas abgewinnen. Die
Filmemacherin
Christine Franz begleitet das Duo zwei Jahre lang; von Sessions im
Schlafzimmer-Studio
bis zum großen Durchbruch.
Bar und Salon ab 18:30 Uhr geöffnet. Eintritt auf freiwilliger
Spendenbasis. Näheres unter:
www.dokumentarfilmsalon.org

Dienstag, 08. Mai, 20:00 Uhr

https://www.b-movie.de/programm/#info-21352


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Mai 68
1. Die Phantasie an die Macht, 2. Deuxième Partie
F, 1974, 190 min, OmU, digital

Regie: Gudie Lawaetz

Eine umfassende Chronik der Pariser Aufstände von Studenten,
Jugendlichen, Arbeitern, Intellektuellen und Unzufriedenen im Mai
1968. Die Revolte fiel mit einem gewerkschaftlichen Streik zusammen
und schuf ein Klima, in dem die Revolution greifbar schien. Der
Dokumentarfilm von Gudie Lawaetz gilt als einer der wichtigsten zu
diesem epochalen Ereignis.
"Im November 1967 begannen Studenten der Universitäten in Nanterre
und Lyon, sich gegen die unerträglichen Studienbedingungen zu wenden,
wenig später besetzten die "Enragés" (die Wütenden) die
studentischen Wohnheime. Als französische Regisseure gegen die
Absetzung Henri Langlois als Leiter der Cinémathèque française
demonstrieren - unter ihnen: Francois Truffaut, Jean-Paul Sartre und
Jean-Luc Godard - prügelten die Einsatzhundertschaften auf die 5.000
Demonstranten und Frankreichs intellektuelle Elite ein. Im März 68
griffen die Unruhen auch auf die Fabriken über. Wilde Streiks in den
Garnier-Werke, spontane Betriebsversammlungen bei Citroën und Renault.
Der radikale Teil der Studenten gründete jetzt die "Bewegung des 22.
März", unter ihnen Alain Krivine, Daniel Bensaid und Daniel
Cohn-Bendit. Der gaullistische Staat ließ darauf am 2. Mai die
Universität Nanterre behördlich schließen. Daraufhin wurde am 3.
Mai die Sorbonne besetzt. Beim anschließenden Sturm durch die Polizei
gab es zahlreiche Verletzte, 200 Studenten wurden verhaftet. Im
Quartier Latin kam es zu stundenlangen Straßenschlachten und weiteren
600 Verhafteten. Am 10. Mai riegelten Zehntausende Studenten das
Quartier Latin ab. Bei den Auseinandersetzungen wurden 800
Demonstranten zum Teil schwerverletzt, fast Tausend festgenommen. Als
die Arbeiter in Generalstreik treten, flüchtet De Gaulle aus Paris.
Für Gilles Deleuze war der Pariser Mai "der einzige Weg, um (die)
Scham abzulegen, oder auf das zu reagieren, was nicht mehr tolerierbar
ist", Maurice Brinton, Augenzeuge der Revolte, bezeichnet sie als "die
bedeutendste revolutionäre Erhebung in Westeuropa seit den Tagen der
Commune". (Inhaltsangabe von "Paris Mai 68 ? Die Phantasie an die
Macht, Laika-Verlag)

Samstag, 12. Mai, 21:00 Uhr
Sonntag, 20. Mai, 19:00 Uhr
Donnerstag, 24. Mai, 19:00 Uhr

https://www.b-movie.de/programm/#info-21346


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Mo&Friese - Vorflimmern

30 min


Zum Warmwerden und Einstimmen zeigen Mo&Friese eine bunte Auswahl aus
unseren Festivalfilmen. Mit einem kleinen Jungen der auf gar keinen
Fall die Kinovorführung in seinem Dorf verpassen will, einer
schneeweißen Krähe, die eigentlich nur von den anderen akzeptiert
werden möchte und einem außergewöhnlichen Tanzninja, erwartet Euch
ein aufregendes und abwechslungsreiches Programm. Geeignet für
Filmliebhaber*innen ab fünf Jahren.
Kuap
CH 2018, 7'37Min., digital, Regie: Nils Hedinger
Eine Kaulquappe verpasst die Entwicklung zum Frosch und bleibt allein
zurück. Doch im Weiher gibt es viel zu erleben, und der nächste
Frühling kommt bestimmt. (Animationsfilm)
Kinoliebe (???????)
KGZ 2017, 10 Min., digital, Regie: Askar Nurakun Uulu
Ein kleiner Kinofan aus der kirgisischen Provinz sieht sich in diesem
Spielfilm mit unterschiedlichen Schwierigkeiten konfrontiert. Er
lässt sich jedoch nicht beirren.
Die weisse Krähe (Bijela Vrana)
HR 2017, 9'07 Min., digital, Regie: Miran Miosic
Die kleine Krähe sieht anders aus. Obwohl ihre Eltern und Geschwister
sie lieben, wird sie von den anderen Krähen gehänselt. Bis eines
Tages ...
Sliced Tomatoes
GB 2017, 2'22 Min., digital, Regie: Naren Wilks
In diesem Musikclip liefert eine Tanzninja mit ganz speziellen
Superkräften eine außergewöhnliche Performance mit sich selbst.
Löwe
D 2017, 2'37 Min., digital, Regie: Julia Ocker
Der Löwe muss dringend fitter werden! Die Gazelle traut ihm das nicht
zu. (Animationsfilm)

Sonntag, 13. Mai, 16:00 Uhr

https://www.b-movie.de/programm/#info-21190


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Detroit

US, 2017, 144 min, OmU, DCP

Regie: Kathryn Bigelow
Darsteller: John Boyega, Will Poulter, Algee Smith

Detroit Sommer 1967, in wirtschaftlich schwieriger Zeit kommt es zu
massiven Bürgerrechts-Aufständen in den Schwarzen-Vierteln. Aus
einem Motel fallen Schüsse, die Polizei rückt mit einem
Großaufgebot an. Voller Vorurteile, mit brutaler, sadistischer Gewalt
gehen sie gegen die Gäste, darunter die Soulband "The Dramatics" vor.
Kathryn Bigelow rekonstruiert und skizziert mit Inszenierung und
dokumentarischen News eine Episode der fünf Tage langen Race Riots,
den "Algier Motel Incident", wo bei einer ausgelassenen Feier eine
Schreckschusspistole abgefeuert wurde. Die Schüsse waren Anlass für
eine Polizeirazzia in dem Motel, bei der sehr wahrscheinlich
Verdächtige von der Polizei stundenlang verhört, gequält,
terrorisiert und drei getötet wurden. Dynamisch, mit der Handkamera
und schnellen Schnitten montierte Bigelow die Eskalation des Rassismus
und der Brutalität von Polizisten, ebenso Kammerspiel wie
Polit-Thriller. Und sie stellt die Frage: Kann man aus der Geschichte
lernen?
"Was wirklich damals im "Algiers Motel" geschah, konnten mehrere
Gerichtsverfahren in den Jahren danach nicht abschließend klären.
Mark Boal und Kathryn Bigelow aber haben, nach eigenen Recherchen und
Gesprächen mit Überlebenden, ihre Antwort gefunden ? eine
rassistische Justiz habe die Wahrheit verschleiert und die Täter
wieder einmal laufen lassen. Ihr Ziel als Erzähler ist es, die
Todesangst und völlige Rechtlosigkeit einer Terrornacht physisch
spürbar zu machen ? und die Erkenntnis ans Ende zu stellen, dass
dahinter auch ein Terrorsystem steht, in dem die Opfer niemals
Gerechtigkeit finden werden." (Thomas Kniebe, SZ)

Sonntag, 13. Mai, 20:00 Uhr
Donnerstag, 17. Mai, 20:30 Uhr
Sonntag, 27. Mai, 20:30 Uhr

https://www.b-movie.de/programm/#info-21347


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Midnightmovie: Il Mercenario (Die gefürchteten Zwei)

I, 1968, 106 min, OmU, digital

Regie: Sergio Corbucci
Darsteller: Franco Nero, Tony Musante, Giovanna Ralli, Jack Palance

Wenn schon 68, dann aber auch Revolución à la mexicana - ein
polnischer Söldner, ein unfreiwilliger Revoluzzer und eine schöne
Frau. Die drei liefern die wohl beste Erklärung für den Kapitalismus
am Beispiel eben dieser Frau und machen die Revolution zur Farce:
Corbucci at its best.
"Der anarchisch-infantile, schlampige, aber auch geniale Sergio
Corbucci bewies mit Il mercenario ein weiteres Mal, zu Recht als einer
der originellsten und besten Regisseure des Genres zu gelten.
Bildgewaltig in Szene gesetzt, erzählt sein Film die Geschichte eines
unfreiwilligen mexikanischen Revolutionärs ... Immer wieder
überrascht Corbucci dabei mit großartigen Bildern, umwerfenden
Dialogen und wahnwitzigen Ideen." (WH, www.nerdistan/il-mercenario)

Samstag, 19. Mai, 23:59 Uhr

https://www.b-movie.de/programm/#info-21350


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Dokumentarfilmsalon auf St. Pauli: Double Feature: Stille Stimmen und
Vom Hören Sagen

97 min


Stille Stimmen
D 2016, 32 Min., digital, Regie: Ute Seitz
Nicoleta hat seit über 20 Jahren kein Wort mehr gesprochen, schreibt
aber Erzählungen und Gedichte. Und Simone erzählt auf YouTube
wortgewandt vom Leben mit Mutismus, kann frei sein auf der der Bühne,
während ihr im täglichen Miteinander kaum ein Wort über die Lippen
kommt. Stille Stimmen dreht sich ums Nicht-Sprechen und dessen
weitreichende Auswirkungen im Leben zweier Frauen.

Vom Hören Sagen
D 2014, 65 Min., digital, Regie: Eibe Maleen Krebs
Zehn von Geburt an blinde Menschen beschreiben ihre Vorstellungen von
Licht und Farbe oder davon, wie es sein muss, ein Auto zu lenken und
wie sie träumen. Der Film liefert neue Perspektiven auf unsere
Sehgewohnheiten: Ist Blindheit wirklich Etwas eigenartiges oder gilt
dies nicht genauso auch für das Sehen? Was verbergen die Bilder den
Sehenden möglicherweise?

zu Gast sind die Filmemacherinnen Ute Seitz und Eibe Maleen Krebs

Bar und Salon ab 18:30 Uhr geöffnet. Eintritt auf freiwilliger
Spendenbasis. Näheres unter:
www.dokumentarfilmsalon.org

Dienstag, 22. Mai, 20:00 Uhr

https://www.b-movie.de/programm/#info-21353


***

Arab Filmclub: Eccomi...Eccoti (Here I Am...Here You Are)

LBN, 2017, 68 min, mehrsprachiges OmeU, digital

Regie: Raed Rafei

Zwei Männer in einer Fernbeziehung zwischen dem Libanon und Italien,
eine Liebe, zwei Realitäten. Der Wunsch nach Anerkennung und die
Suche nach der Zukunft in einer Welt belagert von realen und
imaginierten Grenzen.
Raed Rafei befragt seinen italienischen Partner, Sandro, über dessen
Jugend und das Streben einer Generation Homosexueller nach Anerkennung
in einer feindlichen Umgebung. Zurück im Libanon hat der Regisseur
mit dem schwierigen Verhältnis zu seinem Vater sowie mit einer
Gesellschaft zu kämpfen, die Homosexualität als Anomalie betrachtet.
Im Schwebezustand zwischen Europa, dem verheißenen Land für
Homosexuelle, das jedoch unerreichbar bleibt, und der arabischen
Realität, die sein Wesen ablehnt, sucht der Regisseur Trost in der
Wärme des Paares.

Gefördert vom Fonds "Flüchtlinge & Ehrenamt" in der BürgerStiftung
Hamburg
Wir laden ein zum arabischen Filmclub, einer Plattform für
Filmerlebnis, Austausch und
Kommunikation, Der Eintritt ist frei.

Sonntag, 27. Mai, 15:00 Uhr

https://www.b-movie.de/programm/#info-21351


***

Zabriskie Point

US, 1969/70, 111 min, DF, 35mm

Regie: Michelangelo Antonioni
Darsteller: Mark Frechette, Daria Halprin

Mark hört einer Diskussion militanter Studenten zu, mit Black
Panther-Vertretern und der Wortführerin Kathleen, die die Ansichten
ihres Mannes Eldridge Cleaver vertritt, und weißen, marxistischen
Studenten. Streitpunkt ist die Gewalt. Mark ist gelangweilt, er ist
"bereit zu sterben, aber nicht vor Langeweile". Dann gerät er in eine
gewaltsame Demonstration, bei der ein Polizist erschossen wird, man
hält ihn für den möglichen Täter. Mark stiehlt ein Flugzeug und
flieht in die Leere der Wüste. Dort entdeckt er Daria in einem Auto,
eine magnetische Begegnung. Am Zabriskie Point diskutieren sie über
das Leben, ein Joint wird geraucht, sie lieben sich, was sich zu einem
"Love-In" erweitert. Doch ihr Traum von einer besseren Welt und der
freien Liebe ist kurz. Als Mark das Flugzeug zurückbringt, wird er
von der Polizei erschossen. Daria hört davon im Radio. Auch sie
flüchtet, weg von den Immobilien-Spekulanten, die die Wüste
verkaufen wollen. Mit der Kraft ihrer Gedanken explodiert die Villa
zur Musik von Pink Floyd in unterschiedlichen Perspektiven und In
Zeitlupe mit allen Konsumgütern. Nie wurde im Kino die Zivilisation
schöner in die Luft gesprengt.

Sonntag, 27. Mai, 18:00 Uhr
Donnerstag, 31. Mai, 19:00 Uhr

https://www.b-movie.de/programm/#info-21348


***

Alle Termine im Überblick:

Dienstag, 01. Mai
20:00 Uhr: Japanese Night #4 - Bloody Gore-Fest: Bloody Chainsaw Girl

Donnerstag, 03. Mai
19:00 Uhr: Le Départ (Der Start)
21:00 Uhr: The Man Who Left His Will On Film (Tokyo Senso Sengo Hiwa)

Samstag, 05. Mai
20:00 Uhr: Head - The Monkees
22:00 Uhr: Q-Movie Bar präsentiert: Oriented

Sonntag, 06. Mai
18:00 Uhr: Terra em Transe (Land in Trance)
20:30 Uhr: El Topo

Dienstag, 08. Mai
20:00 Uhr: Dokumentarfilmsalon auf St. Pauli: Bunch of Kunst

Mittwoch, 09. Mai
21:00 Uhr: RE:FOKUS, Monatliches Treffen audiovisueller Kultur,
Bilder, Sounds und deren Zusammenspiel, audiovisuelle Kunst und
Austausch über aktuelle Entwicklungen.

Donnerstag, 10. Mai
18:30 Uhr: Terra em Transe (Land in Trance)
21:00 Uhr: El Topo

Samstag, 12. Mai
19:00 Uhr: Le Départ (Der Start)
21:00 Uhr: Mai 68, 1. Die Phantasie an die Macht, 2. Deuxième Partie

Sonntag, 13. Mai
16:00 Uhr: Mo&Friese - Vorflimmern
18:00 Uhr: Head - The Monkees
20:00 Uhr: Detroit

Mittwoch, 16. Mai
21:00 Uhr: Hörbarkonzert: Stark 'Bewölkt': Johannes Kreidler /
Michael Maierhof

Donnerstag, 17. Mai
18:30 Uhr: Head - The Monkees
20:30 Uhr: Detroit

Samstag, 19. Mai
19:30 Uhr: The Man Who Left His Will On Film (Tokyo Senso Sengo Hiwa)
21:30 Uhr: El Topo
23:59 Uhr: Midnightmovie: Il Mercenario (Die gefürchteten Zwei)

Sonntag, 20. Mai
17:00 Uhr: Le Départ (Der Start)
19:00 Uhr: Mai 68, 1. Die Phantasie an die Macht, 2. Deuxième Partie

Dienstag, 22. Mai
20:00 Uhr: Dokumentarfilmsalon auf St. Pauli: Double Feature: Stille
Stimmen und Vom Hören Sagen

Mittwoch, 23. Mai
21:00 Uhr: Hörbar, Zentraler Treffpunkt für Konsumenten und
Produzenten experimenteller Musik, jeden Mittwoch.
http://www.hoerbar-ev.de


Donnerstag, 24. Mai
19:00 Uhr: Mai 68, 1. Die Phantasie an die Macht, 2. Deuxième Partie

Freitag, 25. Mai
21:00 Uhr: Hörbarkonzert: Alice Kemp, Dave Phillips, Michael Barthel,
Michael Muennich, im Rahmen von BLURRED EDGES - Festival für aktuelle
Musik

Samstag, 26. Mai
21:00 Uhr: Hörbarkonzert: Das Synthetische Mischgewebe, Peter
Kastner, The Oval Language, im Rahmen von BLURRED EDGES - Festival
für aktuelle Musik

Sonntag, 27. Mai
15:00 Uhr: Arab Filmclub: Eccomi...Eccoti (Here I Am...Here You Are)
18:00 Uhr: Zabriskie Point
20:30 Uhr: Detroit

Mittwoch, 30. Mai
21:00 Uhr: Hörbarkonzert: JD Zazie mit Sonata, Jetzmann

Donnerstag, 31. Mai
19:00 Uhr: Zabriskie Point
21:30 Uhr: The Man Who Left His Will On Film (Tokyo Senso Sengo Hiwa)

Quelle: Newsletter
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

Ein-Mann-Geschmacks-Armee gegen die eingefahrene Italo-Front (4/10 u. 9+)

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buxtebrawler
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