Paco - Die Kampfmaschine des Todes - Sergio Martino (1986)

Söldner, Mutanten und Kriegshelden

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Re: Paco - Die Kampfmaschine des Todes - Sergio Martino

Beitragvon Onkel Joe » 19. Feb 2012, 13:43

Bonpensiero hat geschrieben:Ne, war wohl ein anderes Master. Und das Bild ist im Gegensatz zur AWE-VÖ anamorph.


Wir werden sehen ;) .
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Re: Paco - Die Kampfmaschine des Todes - Sergio Martino

Beitragvon Bonpensiero » 19. Feb 2012, 23:52

Wurde schon bestätigt!
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Re: Paco - Die Kampfmaschine des Todes - Sergio Martino

Beitragvon Onkel Joe » 20. Feb 2012, 10:40

Bonpensiero hat geschrieben:Wurde schon bestätigt!



Ach was die nicht alles bestätigen, das muss ich alles erstmal selber sehen ;) .

Bei The Riffs 1-2 wurde auch soviel erzählt und die scheiben sind auch net so wie erzählt wurde, zudem warte ich schon Ewigkeiten auf meine Austauch DVD und es passiert NIX !!
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Re: Paco - Die Kampfmaschine des Todes - Sergio Martino

Beitragvon reggie » 22. Feb 2012, 23:11

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Mal ein Bild aus X-cess ankündigungsthread geklaut. 1,66:1 Anamorph wird da gesagt...
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Re: Paco - Die Kampfmaschine des Todes - Sergio Martino

Beitragvon Bonpensiero » 29. Feb 2012, 23:08

Ist auch 1,66:1 anamorph. Hab die Scheibe jetzt hier. Ein paar Bilder:

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:popcorn:
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Re: Paco - Die Kampfmaschine des Todes - Sergio Martino

Beitragvon dr. freudstein » 29. Feb 2012, 23:26

Saugeile Bilder, sehr schöne Quali :thup:
Aber im Kino ein Traum :sabber:
Der Film muß dringend in meine Sammlung (also die DVD jetzt)

Auch bei FB mein Freund, der Martino einer meiner Wunschväter 8-)
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Re: Paco - Die Kampfmaschine des Todes - Sergio Martino

Beitragvon Blap » 29. Feb 2012, 23:56

Sehr angenehm. Die Scheibe ist bereits vorbestellt.
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Re: Paco - Die Kampfmaschine des Todes - Sergio Martino

Beitragvon buxtebrawler » 1. Mär 2012, 00:28

Jau, die Shots sehen vielversprechend aus! Danke fürs Posten, Bonpschi!
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Paco - Die Kampfmaschine des Todes - Sergio Martino

Beitragvon Die Kroete » 1. Mär 2012, 22:11

"Paco" ist ja, seit dem letzten Forentreffen, zu dem Kult-Film dieses Forums aufgestiegen.

Falls die DVD, anders als versprochen, nicht unseren Erwartungen entsprechen sollte, schlage ich vor, dem Label zum nächsten Treffen, einen kleinen Besuch abzustatten. Um in deren Büroräumen, eine paar Möbel zurecht zurücken. :twisted: :basi:
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Re: Paco - Die Kampfmaschine des Todes - Sergio Martino

Beitragvon Blap » 3. Apr 2012, 13:15

Der alte Kurzkommentar wurde überarbeitet:



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Kleine Hartbox von X-Cess (Cover B)



Paco - Die Kampfmaschine des Todes (Italien 1986, Originaltitel: Vendetta dal futuro)

Ein Cyborg im Taumel der frühen Endzeit

Der fiese Konzernboss Turner (John Saxon) will einen lästigen Reformpolitiker beseitigen lassen. Da trifft es sich gut eine willenlose und schlagkräftige Gestalt wie Paco Queruak (Daniel Greene) zur Verfügung zu haben. Der Bursche verunfallte einst zu Mettgut, wurde jedoch zusammengeflickt, die defekten Teile ersetzte man durch Mechanik und Elektronik. Damit die Mensch-Maschine nach den Vorstellungen der Befehlshaber funktioniert, haben die Verantwortlichen selbstverständlich das Gedächtnis des Unglücklichen gelöscht. So taucht Paco schliesslich vor seiner Zielperson auf, aber irgendetwas in ihm lässt ihn ahnen, dass er im Begriff ist ein fürchterliches Unrecht zu begehen. Der Teilcyborg verübt daher nur einen halbherzigen Anschlag, ganz bewusst tötet er den Politiker nicht, sondern fügt ihm lediglich eine Verletzung zu. Paco gelingt die Flucht vor der herbeieilenden Polizei, nun will der äusserst verärgerte Turner die Fehlkonstruktion schnellstmöglich loswerden, quasi endgültig entsorgen. Paco findet im abgelegenen Hotel der hübschen Linda (Janet Agren) Unterschlupf, gerät aber mit dem großmäuligen Raoul (George Eastman) heftig aneinander. Natürlich kann Paco den aufgeblasenen Schwachmaten locker in die Schranken weisen, rechnet allerdings nicht mit der Verschlagenheit seines Widersachers. Grösste Gefahr geht von den kaltblütigen Häschern aus, die von Turner längst auf die Jagd nach Abtrünnigen gehetzt wurden. Sogar die Dienste eines namhaften Profikillers aus Europa (Claudio Cassinelli) nimmt der skrupellose Obermotz in Anspruch, ein blutiger Showdown scheint unausweichlich...

Regisseur Sergio Martino hat einen Platz in meinem Herzen sicher, schliesslich verdankt ihm die Filmwelt einige der schönsten Gialli überhaupt. Für Filme wie "Der Killer von Wien" (Lo strano vizio della Signora Wardh, 1971) oder "Your Vice is a locked Room and only I have the Key" (Il tuo vizio è una stanza chiusa e solo io ne ho la chiave , 1972) kennt meine Begeisterung keine Grenzen. Auch im Western und Polizeifilm war Martino aktiv, Komödien gehörten zu seinem Betätigungsfeld, nach dem Niedergang des italienischen Genrekinos war (und ist) er als Regisseur für das Fernsehen aktiv. In den achtziger Jahren war das italienische Kino bereits schwer angeschlagen, trotzdem ereilten uns noch jede Menge herrlicher Streifen. Martino beglückte die Fans 1983 mit dem Endzeit-Knaller "Fireflash - Der Tag nach dem Ende" (2019: Dopo la caduta di New York), 1986 stürmte "Paco - Der freundliche Schmalspur-Terminator mit Herz" durch sein staubiges Abenteuer. Die allseits beliebte Endzeit kündigt sich in dieser Sause an, ein Konzernboss schreckt vor keiner Sauerei zurück, die Opposition fürchtet um ihre Gesundheit, vom Himmel prasselt ätzend saurer Regen.

Daniel Greene passt prima in Rolle des zur Kampfmaschine umgebastelten Menschen, man sollte ihn noch in diversen Produktionen sehen, aber "Paco" scheint mir der erinnerungswürdigste Auftritt zu sein. Janet Agren freundet sich mit dem rätselhaften Fremden an, nach und nach fasst man Vertrauen zueinander. Als Paco seiner neuen Freudin mit zerknirschtem Gesicht den Terminator-Unterarm präsentiert, erträgt diese den schockierenden Anblick dann auch mit angemessener Fassung. Vor allem kann das Ensemble mit grandios besetzten Nebenrollen glänzen! George Eastman ist stets ein gern gesehener Gast, egal ob freundlich oder Bösewicht, egal ob er als "Man-Eater" seine eigenen Eingeweide verspeist, oder mit geschlossener Hose Frau Gemser in aller Ausführlichkeit nagelt (In der Gewalt der Zombies), was auch immer Herr Montefiori veranstaltet, der Spassfaktor ist nie zu verachten. John Saxon wütet als skrupelloser Bonze durchs Szenario, ständig faltet er seine Schergen zusammen, bis er schliesslich selbst zur Wumme greift, gutes Personal ist schwer aufzutreiben, Chefsache bleibt Chefsache. Leider hat der Film auch eine tragische und sehr traurige Seite. Claudio Cassinelli -den ich sehr schätze- verstarb während der Dreharbeiten durch einen Unfall. Cassinelli wurde lediglich 47 Jahre jung, er wirkte in einigen Perlen des Italokinos mit. Als Beispiele seien "Der Tod trägt schwarzes Leder" (La polizia chiede aiuto, 1974), "Morte sospetta di una minorenne" (1975) und "Die weiße Göttin der Kannibalen" (La montagna del dio cannibale, 1978) genannt. Die beiden letztgenannten Filme entstanden ebenfalls unter der Regie von Sergio Martino, auch mit Lucio Fulci arbeitete Cassinelli mehrfach zusammen. Donal(d) O'Brien ist kurz mit von der Partie, ihm wird von Turners Killerkommando übel mitgespielt.

Was Sergio Martino anpackt hat immer (meist) handwerkliche Qualität zu bieten. Sicher, längst nicht jedes seiner Werke hat die Klasse eines "Der Killer von Wien", doch selbst bei dezent überdrehten Sausen wie "Paco" ist immer die Hand eines fähigen Machers zu erkennen. "Paco" benötigt ein wenig um so richtig in die Gänge zu kommen, die letzte halbe Stunde macht dafür aber umso mehr Spass (Nachtrag: Blödsinn, die packende Atmosphäre hat mich sofort eingefangen). Es kracht und scheppert, es wird geblutet und gestorben. Dann wäre da noch diese prachtvolle Laserkanone, die Meister Saxon schliesslich höchstselbst anlegt, um den lästig gewordenen Paco zu beseitigen. Der Score von Claudio Simonetti untermalt das Treiben auf angenehme Weise. Zwar nicht so prägnant und packend wie diverse Goblin Soundtracks, doch es muss nicht immer die Qualität der Filmmusiken zu "Dawn of the Dead" oder "Profondo Rosso" erreicht werden. Obwohl der Streifen an manchen Stellen ein wenig mehr Tempo gebrauchen könnte (erneut: Schwachsinn!), stellt das Ergebnis mehr als zufrieden. Würde die Klasse der letzen halben Stunde während der gesamten Laufzeit geboten, müsste ich dem Werk sofort einen Platz auf meinem Alter freimachen (was inzwischen geschehen ist).

Inzwischen liegt endlich eine offizielle DVD-Auswertung für den deutschen Markt vor. X-Cess bietet den Streifen in brauchbarer Qualität an, der Bonusbereich gibt nicht allzu viel her, kleine und grosse Hartboxen mit unterschiedlichen Covern stehen zur Verfügung.

Dicke 8/10 (sehr gut)

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