Reeperbahn - Timo Rose (2016)

Moderator: jogiwan

Reeperbahn - Timo Rose (2016)

Beitragvon Salvatore Baccaro » 18. Mai 2018, 16:30

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Originaltitel: Timo Roses Reeperbahn

Produktionsland: Deutschland 2016

Regie: Timo Rose

Darsteller: Lisa Katharina Volk, Max Evans, Marc Engel, Tessa Bergmeier, Nikolai Will

Wenn mir jemand eine rationale Erklärung dafür geben kann, weshalb ich mich freiwillig erneut einem Film eines Regisseurs aussetze, der zu den schlechtesten gehört, die mir jemals beim Durchwildern der Filmgeschichte begegnet sind, und die nichts mit Sadomasochismus zu tun hat, bin ich ganz Ohr. Mit UNRATED: THE MOVIE und KARL THE BUTCHER VS AXE hat Timo Rose jedenfalls gemeinsam mit dem nicht erheblich begabteren Andreas Schnass in den Jahren zwischen 2009 und 2010 zwei der miserabelsten Filme abgeliefert, die ich kenne. Auf dem Papier sollen sie wohl metareflexive Schaustücke der intellektuellen und parodistischen Kapazitäten ihrer Verantwortlichen sein, Genre-Dekonstruktionen, die sich an etablierten Horror-Klischees ebenso abarbeiten wie an Karl the Butcher, jener Figur, die Schnaas Ende der 80er an jenen Ort des deutschen Amateur-Splatters verholfen hat, der dem Olymp topographisch entgegengesetzt liegt – was wäre das dann? Der Hades? Die Praxis sieht natürlich anders aus, und weitere Worte möchte ich deshalb über diese beiden Machwerke nicht verlieren, sondern stattdessen gleich in medias res stürzen: REEPERBAHN von 2006 scheint so etwas wie Roses Abkehr vom Indpedent-Gekröse mit postpubertären Kalauern zu sein, das er immerhin weit über eine Dekade bedient hat. Mit REEPERBAHN versucht Rose sich an einem jener deutschen Gangster-Dramen, die mit Vorliebe ausländischstämmige Figuren der unteren bis mittleren Kriminellenklasse in Großstädten wie Berlin oder eben Hamburg dabei begleiten, wie sie SCARFAKE-like vom Drogendealer zum Gangsterboss aufsteigen, dabei regelmäßig ihr Herz, ihre Liebsten oder ihre Moral verlieren, inflationär Moritz Bleibtreu begegnen, und am Ende Filmförderungspreise hinterhergeworfen bekommen. Anbei mein Sichtungsprotokoll, geschrieben mit Blut, Schweiß und Tränen in eine Ausgabe von Kierkegaards „Die Krankheit zum Tode“:

2:00: Noch kaum zwei Minuten im Film und schon beweist mir Timo Rose, was für ein unglaublich fachfremder Filmemacher er doch ist. Der Vorspann verknüpft die üblichen Hamburger Reisekatalog-Impressionen (Hafen, Möwen, Obdachlose) mit einem an Belanglosigkeit kaum zu überbietenden Elektro-Score (im Stil von Warteschleifen beim Callcenter eurer Wahl), einem Topos aus der Rumpelkammer der exploitativen Filmstilmittel („Based on true events“) und einer Post-Produktions-Orgie an den Bildern übergestülpten Effekten, die sie wohl irgendwie grindhouse-artig wirken lassen sollen, mit vielen digitalen Kratzern, Schmarren, Filmrissen usw. Dazu werden die Schauspieler, wenn ihre Namen auf dem Bildschirm erscheinen, in persona eingeblendet, allerdings so sekundenbruchteilkurz, dass man von ihnen sowieso nichts erkennen kann. Ich bin beeindruckt.

9:00: Der vollständige Titel des Films lautet TIMO ROSES REEPERBAHN. Tatsächlich scheint dessen Vision vom Hamburger Kiezleben mit der Realität ungefähr so viel zu tun zu haben wie eine Folge von BERLIN – TAG UND NACHT repräsentativ für bundesdeutsches WG-Leben steht. In Roses Welt wird die Reeperbahn beherrscht von einem Gangsterboss namens Uffuk, der mindestens die Kragenweite eines Bond-Bösewichts besitzt. Wenn man bei ihm zu einem Treffen ein paar Minuten zu spät kommt, wird man erstmal halbtot geprügelt. Außerdem empfängt er säumige Schuldner in lichtfernen, leeren Kellerräumen, wo sie ihm auf einem Büßerstuhl sitzend Rede und Antwort stehen müssen. Den Nagel seines kleinen Fingers hat er so langwachsen lassen, dass er damit ein unangenehmes Klicken produziert, wenn er ihn an seinem Daumen reibt. Verkörpert wird Uffuk, der über einen vielköpfigen Stab an Angestellten verfügt, die für ihn Drogen verticken, Leute ermorden und Frauen auf den Strich schicken, und mit denen er sich ausnahmslos in Tourette-Sprache unterhält – (schon nach zehn Minuten ist mein Bedarf an „Tunte“, „Schwuchtel“, „Wichser“, „Hurensohn“ etc. für die nächsten Wochen gedeckt) –, von einem gewissen Marc Engel, der ansonsten seine Nase hauptsächlich in weitere Rose-Produktionen gesteckt hat, in einer Art und Weise, die das Overacting der theatralischsten Sorte neu erfindet. Immerhin: Filmtechnisch liegt das, was ich bislang gesehen habe, Äonen vor dem, für was Rose sonst seinen Namen hergegeben hat.

15:00: Zwei neue Figuren werden vorgestellt, Verlierertypen namens Markus (Typ: viel Metall im Gesicht) und Djängo (Typ: Obelix), die zu viel PULP FICTION geschaut haben, und sich beim Imbiss deshalb minutenlang pseudo-philosophisch über ihre Döner verbreiten. Ansonsten wollen sie unbedingt das große Geld machen, im Moment nämlich verdingt man sich als Kleinkriminelle, die unbedarfte Barmäuschen mittels eines Tricks abziehen, dessen Mechanismen ich beim besten Willen nicht kapiert habe: Djängo betritt einen Club, wo er dreist in die Kasse greift, Barfrau Tina beleidigt, und schließlich von Markus attackiert wird, worauf beide eine Prügelei vorgaukeln, und mit den ergaunerten Moneten verschwinden. Mir würden ein paar hundert Wege einfallen, wie man wesentlich effizienter an wesentlich mehr Kohlen kommen könnte als bei dem Kasperletheater, das Nikolai Will (offenbar der einzige „richtige“ Schauspieler in unserem Film, da er es laut imdb immerhin auf weit über fünfzig Auftritte in mehr oder minder seriösen Produktionen wie ALARM FÜR COBRA 11 oder AKTENZEICHEN XY… UNGELÖST gebracht hat) und Max Evans (ein Adept Roses, der unter anderem in dessen BLOOD-FEAST-Remake mitgespielt hat – an der Stelle muss ich kurz innehalten: Timo Rose hat ein Remake von Herschell Gordon Lewis‘ Gore-Gründungsmanifest gedreht? Mir fehlen echt die Worte...) hier veranstalten.

21:00: Es wird Zeit für die vierte Hauptfigur unseres Dramas. Sie heißt Sarah, ist die Schwester von Markus, WG-Mitbewohnerin Tinas und Strichmädchen Uffuks. Gnadenlos rezitiert die nun wirklich weniger als passable Schauspielerin Lisa Katharina Volk aus dem Off, während wir sie beim Anprobieren aufreizender Wäsche in einem Modegeschäft beäugen dürfen, Sätze, die Timo Rose offenbar aus irgendwelchen Groschenromanheftchen collagiert hat: „Das ist der Stoff, aus dem die Träume sind. Tausendundeine Nacht. Man kann sich alles kaufen, man reist überall hin, und man lernt jede Menge Leute kennen. Mal nette, mal nicht so nett.“ Oh Mann…

29:00: Einige Füllszenen später. Uffuk schlägt einem seiner Mädchen die Nase zu blutigem Klump, (was Timo Rose willkommene Gelegenheit gibt, zumindest eine Ahnung davon zu geben, was seine früheren Filme für Schlachtplatten waren – im Kontext von REEPERBAHN wirkt die übertrieben Blutlache im Gesicht der Darstellerin indes einfach nur plakativ und deplatziert), und Sarah besucht, als wolle sie Christina Lindberg in THRILLER – EN GRYM FILM nacheifern, einen Verteidigungskurs, bei dem ihr Trainer sie in den richtigen Umgang mit übergriffigen Männerarmen und Messern unterweist. Anschließend sitzt sie mit ihrem Brüderchen auf einer Parkbank, und es wird viel geplappert, was mich nicht interessiert.

34:00: Eine Premiere: Ich tippe zum ersten Mal in meinem Leben das Wort „cringeworthy“, weil mir kein anderes passend für die Szene erscheint, in der Sarah eine offene Therapiesitzung besucht, wo sie zwischen authentischen Charakteren, die sich ritzen und drogenabhängig sind, unterlegt mit traurigen Klavier-Tupfern, darüber berichtet, wie grausig ihr Dasein als koksende Hure doch sei. Danach zeigt Rose sie uns auf irgendwelchen Berliner Hochhausdächern flanieren, und mit belegtem Blick in die Ferne stieren. Das Klavier hört nicht auf, zu tupfen, und der Film hört nicht auf, ohne Plot auf der Stelle herumzutreten.

37:00: Endlich passiert etwas. Markus und Djängo haben nämlich einen Plan gefasst. (Weshalb Rose dieses „Kapitel“ seines Films klugerweise „Der Plan“ nennt. Die zuvor waren nach seinen Protagonisten benannt.) Der sieht wie folgt aus: Wieso nicht einfach ein paar starke Kiezjungs zusammentrommeln, und ihnen den Auftrag erteilen, für unsere beiden Helden weibliches Frisch- bzw. Strichfleisch zu rekrutieren? Gesagt, getan – nur fällt das Casting in einer Eckkneipe erwartungsgemäß schäbig aus. Verlacht und verspottet bleiben Markus und Djängo allein zurück, nachdem ihnen ihre Angestellten in spe kollektiv den Vogel gezeigt haben. Parallel findet in Sarahs WG ebenfalls ein Casting statt. Da Sarah wohl ausziehen will, sucht Tina nach einer neuen Mitbewohnerin, die sie in der Studentin Maria findet. Man stößt mit Wein in Pappbechern an. Irritierend ist die Kinderstimme der Tina-Darstellerin Tessa Bergmeier, (die offenbar hauptsächlich dafür bekannt ist, dass sie in einer Staffel GERMANY’S NEXT TOP MODEL als Oberzicke auffiel – was bin ich froh, dass das alles nicht meine Welt ist…), und wie sie beim Sprechen andauernd grotesk ihren Mund verzieht.

43:00: Schwermetall ertönt, und wir sind mitten in Klaus Lemkes ROCKER: Eine Motorradbande erspäht Markus im Biergarten, und versetzt ihm eine Tracht Prügel, weil er sich als Hobbyzuhälter in ihrem Sektor hat breitmachen wollen. Winselnd zieht Markus von dannen, wird aber daraufhin von Uffuks Leuten in einer Tiefgarage gestellt, und aus gleichem Anlass vermöbelt, dass das Blut nur so spritzt. Zum Glück eilt Djängo ihm zu Hilfe, und bringt den Geschundenen nach Hause.

55:00: Es menschelt. Um seinen bislang reichlich eindimensionalen Charakteren Tiefe zu verleihen, lässt Rose Markus mit Tina zusammentreffen, worauf sie sich für spontanen Sex entscheiden (und das, obwohl Tina kurz zuvor von eben diesem Markus abgezockt worden ist – muss ich das verstehen?). Anschließend eröffnet Tina ihm am Frühstückstisch, dass sie normalerweise nur mit Männern schlafe, mit denen sie auch in einer Beziehung stecke. Markus findet das alles nicht so spannend, weshalb Tina sich an ihrem Arbeitsplatz bei Djängo ausheult, der seinerseits einige Räubergeschichten aus seiner Jugend preisgibt, das gesamte Standardprogramm von einsamer Kindheit, schwierigem Elternhaus, Schlittern auf die schiefe Bahn usw. Immer noch besser als Karl the Butcher beim Intonieren einer Musical-Nummer zuzusehen, aber nicht ansatzweise so gut wie ein Blick aus meinem Schlafzimmerfenster auf die Justizvollzugsanstalt gegenüber.

1:04:00: Timo Rose erinnert sich, dass er doch endlich mal die Spannungs- und Gewaltschraube andrehen sollte. Ersteres will nicht glücken, der Rest hat da mehr Erfolg: Uffuk, fuchsteufelswild auf Markus und Djängo, weil die ihm Konkurrenz machen wollten, lässt letzteren aufgreifen und niederknüppeln. Markus findet seinen Freund sterbend auf dem Bürgersteig. Da Uffuk irgendwoher weiß, dass Tina mit Markus geschlafen hat, und sie wohl für seine Freundin hält (oder hat er es auf dessen Schwester abgesehen, die ja mit Tina eine Wohnung teilt? Ich weiß es nicht, und der Film erklärt es nicht), stürmt er mit seinen Handlangern die WG, und vergewaltigt das arme Mädchen anal – aber keine Sorge, der eigentliche Akt findet zwischen zwei Schnitten statt, und wenn Uffuk seine Tat nicht verbal eingeleitet hätte, wäre aus dem vorhandenen Bildmaterial nicht ersichtlich, was da nun stattfinden soll. Tina wimmert wenig überzeugend, Uffuks rechten und linken Hände kommunizieren per Schimpfworte, und Uffuk führt sich auf wie Tony Montana. Um Spannung zu generieren, versucht Rose sich erneut an einer Parallelmontage, die indes unbeholfener wirkt als die ersten zaghaften Schritte Griffiths in diese Richtung, wenn er Sarah genau gegenüber des Hauses, wo Tina ihr Martyrium erleidet, in einer Boutique mit Maria quatschen (und dabei den unglaublichen Satz „Die Arbeit ruft!“ sagen lässt; so etwas sagt doch nicht wirklich jemand, oder?!). Ach ja, mehrfach erwähnt Uffuk, sein Rachefeldzug gegen Markus habe mit irgendwelchem Geld zu tun, das dieser ihm schulde. Auch dieser Plotpunkt bleibt genauso nebulös verschleiert wie der Umstand, dass Uffuk und Gang, obwohl bereits abgezogen, kurze Zeit später, als Sarah und Maria schon die heulende Tina gefunden haben, noch einmal in die WG zurückkehren, um alle drei Damen zu entführen.

1:08:00: Verschleppt in irgendeine leerstehende Industrieanlage, liegen die Nerven blank bei Sarah, Tina und Maria. Letztere krakeelt in meiner liebsten Szene des gesamten Films: „Wo bin ich da nur reingeraten? Ich bin doch mehr wert als ihr!“ Einer von Uffuks Mannen findet das nicht so witzig wie ich, und verpasst ihr eine Backpfeife. Inzwischen hat Uffuk auch Markus kontaktiert: Wenn er Schwester und Freundin noch einmal lebend wiedersehen möchte, soll er sofort zu ihm kommen, und sein Geld mitbringen. (Welches Geld, verdammt nochmal? Bis eben dachte ich, Uffuk sei sauer auf Markus, weil der versucht habe, ihn als Zuhälterkönig vom Thron zu schubsen.) Da Uffuk es allerdings bis zu Markus‘ Eintreffen nicht aushält, seine Sadismen im Zaum zu halten, werden seine Opfer vorher schon gehörig terrorisiert.

1:11:00: In einem schmutzigen italienischen Poliziottesco, am besten mit Umberto Lenzi auf dem Regiestuhl, wäre die Szene vielleicht sogar effektiv gewesen: Nachdem er sie (grundlos) bewusstlos geprügelt hat, lässt Uffuk Tina mit Benzin überschütten, setzt sich danach mit Sarah und Maria, die kreischen wie am Spieß, daneben, und droht über zwei Minuten lang damit, eine brennende Zigarette oder ein brennendes Streichholz auf ihre Freundin zu werfen, albert herum, zwingt die Frauen zum Rauchen etc. Da REEPERBAHN kein schmutziger italienischer Poliziottesco ist, und Timo Rose in einer Umberto-Lenzi-Produktion mangels Talent nicht einmal das Richtmikrofon halten dürfte, wirkt die Szene einfach nur peinlich, überzogen und langweilig. Dass Tina am Ende in Flammen steht, muss ich wohl nicht extra erwähnen.

1:15:00: Tja, und das war es dann auch schon fast. Großer Showdown zwischen Markus und Uffuk? Fehlanzeige. Spektakuläre Rettung der gefangenen Frauen? Fehlanzeige. Wenigstens eine finale Folter- und Splatter-Orgie? Nichts dergleichen. Während Markus sich abhetzt, um seine S-Bahn zu bekommen, verschwindet Uffuk mit Sarah und Maria in einer Industriehalle, und kommt etwas später blutverschmiert und allein wieder daraus hervor. Das war’s. Letztes Bild: Markus sitzt heftig atmend in seiner S-Bahn, und fährt los. Ende.

Wenn jemand grundlegende Kino-Konzepte bezüglich Narration, Dynamik, Rhythmus, Montage, Charakterzeichnung ebenso grundlegend über den Haufen wirft, kann er ein mutiger Reformer sein, oder einfach jemand, der nicht mit ihnen vertraut ist. Wie sehr REEPERBAHN in einer Sackgasse gegen eine Mauer kracht, hat – hoffe ich – schon mein obiges Protokoll skizziert. Mein Hauptproblem ist nicht, dass der Film sein mickriges Budget mit einer Flut an digitalen Effekten zu übertünchen versucht, dass seine Schauspieler ihre Texte mehr aufsagen als darstellen, dass Schnitt, Kameraführung, Ton nicht immer optimalen Standards genügen, oder dass sein Score das uninspirierteste Gedudel ist, das ich jemals außerhalb eines Warenhauses gehört habe. Nein, mein Hauptproblem ist, wie wenig Rose sich Mühe gibt, seinen Figuren, seiner Handlung irgendeinen Hauch von Plausibilität und inhärenter Logik zu verleihen. Es wäre ein Leichtes gewesen, beispielweise Uffuk irgendeine weiterführende Motivation für sein Handeln anzudichten – und sei es solch ein Blödsinn, dass er in Sarah verliebt ist oder dergleichen. Es hätte genauso eine Fingerübung dargestellt, beispielweise Sarahs vorhandene Kampfkünste im Finale zur Geltung zu bringen – und sei es durch solchen Blödsinn wie, dass sie ein paar von Uffuks Männern niederstreckt, bevor die sie überwältigen. Es ist wohl wirklich nicht zu viel verlangt, einen Film nicht einfach irgendwo aufhören, sondern wirklich enden zu lassen – und sei es durch solch einen Blödsinn wie, dass sich am Ende Markus und Uffuk wie bei einem Westernduell gegenüberstehen. Timo Rose aber zuckt mit den Achseln, und serviert einen Film, der wirkt wie die zusammenge-stauchte Demo-Folge einer Vorabend-Soap mit Gangster-Allüren und ein bisschen Sozialromantik. Auch wenn REEPERBAHN blitzendes Gold ist im Vergleich zu UNRATED: THE MOVIE oder KARL THE BUTCHER VS AXE – ich fürchte, Timo Rose und das Kino, die werden in diesem Leben nicht mehr ganz so richtig enge Freunde.
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Re: Reeperbahn - Timo Rose (2016)

Beitragvon jogiwan » 18. Mai 2018, 16:40

Ich weiß nüscht... sieht doch lustig aus: :lol:

www.youtube.com Video From : www.youtube.com


auch die Kommentare dazu...

lol wattn kackfilm... das einzig gute ist die hauptdarsteller nutte...die ist echt süß.


aber was soll das bei 0:16? Cola aus'm Puff? Wo ist nur seine Cola aus'm Puff? :prost: :kicher:

Salvschi, wie üblich ein schwer unterhaltsamer Text zu einem vermutlich schwer entbehrlichen Werk! :thup:
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Re: Reeperbahn - Timo Rose (2016)

Beitragvon sergio petroni » 18. Mai 2018, 18:06

Mist, jetzt habe ich mich ja doch noch mit Timo Rose beschäftigt...... :? :kicher:
DrDjangoMD hat geschrieben:„Wohl steht das Haus gezimmert und gefügt, doch ach – es wankt der Grund auf dem wir bauten.“
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Re: Reeperbahn - Timo Rose (2016)

Beitragvon Salvatore Baccaro » 18. Mai 2018, 19:08

jogiwan hat geschrieben:Ich weiß nüscht... sieht doch lustig aus: :lol:


Nun denn: Wenn Du Dir den besorgst und komplett anschaust und dann sogar noch ein paar Sätze darüber verlierst, bring ich Dir nach Köln wahlweise ein paar getrocknete Affenbrotbaumfrüchte mit oder gebe Dir ein kleines Kölsch aus... :D
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Re: Reeperbahn - Timo Rose (2016)

Beitragvon jogiwan » 18. Mai 2018, 20:12

das klingt verlockend... ;)
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Re: Reeperbahn - Timo Rose (2016)

Beitragvon Reinifilm » 18. Mai 2018, 23:22

Bei Salvatores Film-Texten habe ich öfters mal den Eindruck, dass sie Umfang und Qualität des eigentlichen Drehbuches deutlich übertreffen - hier ist es mal wieder soweit. :thup:
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Re: Reeperbahn - Timo Rose (2016)

Beitragvon karlAbundzu » 19. Mai 2018, 12:59

Kölsch ist doch eh immer so winzig, was ist denn dann ein Kleines? Aus dem Shnapsglas?
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
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Re: Reeperbahn - Timo Rose (2016)

Beitragvon Tomaso Montanaro » 19. Mai 2018, 14:19

Ich glaube jedes Wort das Salvatore da schreibt, zumal ich ja auch schon meine leidvolle Erfahrung mit Herrn Rose gemacht habe. Aber immerhin: das Kinoplakatmotiv sieht schick aus... :|
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Re: Reeperbahn - Timo Rose (2016)

Beitragvon Salvatore Baccaro » 20. Mai 2018, 21:37

karlAbundzu hat geschrieben:Kölsch ist doch eh immer so winzig, was ist denn dann ein Kleines? Aus dem Shnapsglas?


Falls Jogi dagegen keine Einwände hat, würde ich ihm das *kleine* Kölsch aus einem echten Mauseschädel kredenzen...

Reinifilm hat geschrieben:Bei Salvatores Film-Texten habe ich öfters mal den Eindruck, dass sie Umfang und Qualität des eigentlichen Drehbuches deutlich übertreffen - hier ist es mal wieder soweit. :thup:


Lieben Dank! Falls Du Dir diesen Film besorgst und ihn Dir anschaust und dann Dein Filmtagebuch mit Deinen Beobachtungen füllst, bekommst Du natürlich ebenfalls meine Mause-Kölsch-Spezialmischung serviert... ;-)

Tomaso Montanaro hat geschrieben:zumal ich ja auch schon meine leidvolle Erfahrung mit Herrn Rose gemacht habe


Was genau hast Du von ihm gesehen? Auch die von mir mit wohltuendem Schweigen belegten Kooperationen mit Schnaas?


Übrigens scheint das BLOOD-FEAST-Remake aus dem Jahre 2016, das ich oben erwähnt habe, gar nicht von Rose zu stammen, sondern von Marcel Walz. Wie ich jedoch zu diesem Tunichtgut des deutschen Schmalfilms stehe, habe ich ja in diesen hehren Hallen schon zur Genüge breitge-walzt. Schlimm nur, dass ich mich gerade mit dem Gedanken duelliere, mir diese Gülle wirklich zu besorgen, sie mir anzuschauen, und dann noch mehr kostbare Lebenszeit darauf zu verschwenden, sie zu analysieren... :(
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Re: Reeperbahn - Timo Rose (2016)

Beitragvon Tomaso Montanaro » 21. Mai 2018, 10:55

Salvatore Baccaro hat geschrieben:Was genau hast Du von ihm gesehen? Auch die von mir mit wohltuendem Schweigen belegten Kooperationen mit Schnaas? (...)
Schlimm nur, dass ich mich gerade mit dem Gedanken duelliere, mir diese Gülle wirklich zu besorgen, sie mir anzuschauen, und dann noch mehr kostbare Lebenszeit darauf zu verschwenden, sie zu analysieren... :([/align]


Von Rose kenne ich beispielsweise Das letzte Grab, Die Rache des Marc S., Mutation (1, 2?, 3?), Midnight Calling, Rout City. Mein Gott, so viel! Kein Wunder, dass mein Leben derart ins Ungleichgewicht geraten ist!
:palm:

Apropos verschwendete Lebenszeit: Wenn Du Dir das antun möchtest, können wir uns alle schon jetzt auf Deine ausführliche Analyse freuen, die bestimmt wieder ein literarischer Leckerbissen werden wird!
:nick:
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