Mutters Maske - Christoph Schlingensief (1988)

Moderator: jogiwan

Mutters Maske - Christoph Schlingensief (1988)

Beitragvon jogiwan » 30. Dez 2018, 09:04

Mutters Maske

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Originaltitel: Mutters Maske

Herstellungsland: Deutschland / 1988

Regie: Christoph Schlingensief

Darsteller: Brigitte Kausch, Karl Friedrich Mews, Helge Schneider, Susanne Bredehöft

Story:

Nach längeren Auslandsreisen auf anderen Kontinenten kehrt Willi zurück in sein Elternhaus einer Industriellenfamilie und findet seine geliebte Mutter im verwahrlosten Zustand vor. Diese ist laut Aussage seines tyrannischen Bruders Martin schwer krank und muss vor Umwelteinflüssen geschont werden. Doch Willi glaubt weder seinem Bruder, noch der Diagnose des seltsamen Arztes und der resoluten Krankenschwester und versucht seiner Mutter beizustehen und diese aus dem Gefängnis-artigen Umfeld zu befreien. Wenig später verliebt sich Willi in die Nachbarin, die ebenfalls von einer mysteriösen Krankheit befallen scheint und während der Heimkehrer immer offensiver mit Martin auf Konfrontation geht, spitzen sich die Ereignisse in dem Umfeld der beiden ungleichen Brüder immer weiter zu.
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Re: Mutters Maske - Christoph Schlingensief (1988)

Beitragvon jogiwan » 30. Dez 2018, 09:05

Christoph Schlingensiefs Remake von Veit Harlans „Opfergang“ aus dem Jahr 1944, dessen dramatischer Inhalt hier jedoch sehr frei interpretiert wird. Hier ist es ja auch wieder die übliche Mischung aus Improvisation, Theatralik, Chaos und seifenopernmäßiger Übertreibung, die sich dem Zuschauer im Verlauf der knapp 85 Minuten bieten und wenn man das Original nicht kennt, fällt es bisweilen auch schwer den Figuren und Entwicklungen zu folgen. Die Handlung bleibt trotz eines Erzählers sperrig und das Verhalten der Protagonisten scheint auf extreme Weise überzeichnet, während alles immer weiter auf die Spitze getrieben wird. Schlingensief selbst sagt auch in einem Interview, dass „Mutters Maske“ ohne Kenntnis von „Opfergang“ wohl nicht funktioniert und so muss vor der nächsten Sichtung in ein paar Jahren wohl auch noch das Original ins Haus. So bleibt – vielleicht auch aufgrund der Tagesverfassung – ein eher zwiespältiger Eindruck zurück und obwohl der Streifen für mich alle Trademarks eines typischen Schlingensief-Filmes beinhaltet, hat das Gesamtergebnis dieses Mal nur bedingt gezündet.
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Re: Mutters Maske - Christoph Schlingensief (1988)

Beitragvon McBrewer » 30. Dez 2018, 13:46

MUTTERS MASKE ist bestimmt jetzt der einzige Film von Schlingensief, den ich uneingeschränkt toll finde..aber wenn ich mich recht entsinne, ist das auch der einzige Film, den ich von Ihm kenne, also dürfte meine Wertung dann doch nicht so in die Waagschale geworfen werden :oops: 8-)
Auf jedenfall lief das quasi „Opfergang“-Remake jetzt schon ein gut dutzend mal hier im heimischen Kino, ohne Abnutzungserscheinungen zu haben. Jedenfalls nicht bei mir. Andere "Mitseher" sind oft verstört, zwischen lachen & Achsel zucken.
Ich kann leider auch nicht so recht sagen, warum mir MUTTERS MASKE so gut gefällt, ist es die schräge Familientragödie an sich, das Unerwartete, das hinter jeder neuen Szene lauert Helge Schneiders beste Schauspiel Arbeit , Karl-Friedrich Mews Bart, Udo Kier ?! Die Summe aus alledem wahrscheinlich, oder nichts davon. Mir bleibt weiterhin bei diesem Werk das lachen im Halse stecken - im positiven Sinne :opa:
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Re: Mutters Maske - Christoph Schlingensief (1988)

Beitragvon jogiwan » 30. Dez 2018, 14:31

McBrewer hat geschrieben:Karl-Friedrich Mews Bart


Ich finde ja auch, dass zwischen dem Hauptdarsteller und dir durchaus eine starke Ähnlichkeit vorhanden ist und das nicht nur wegen dem Bart. Sollte der mal ein Stunt-Double benötigen... :nick:

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Re: Mutters Maske - Christoph Schlingensief (1988)

Beitragvon McBrewer » 30. Dez 2018, 15:51

jogiwan hat geschrieben:
McBrewer hat geschrieben:Karl-Friedrich Mews Bart


Ich finde ja auch, dass zwischen dem Hauptdarsteller und dir durchaus eine starke Ähnlichkeit vorhanden ist und das nicht nur wegen dem Bart. Sollte der mal ein Stunt-Double benötigen... :nick:


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Meinst Du wirklich..? 8-) :pfeif:
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Re: Mutters Maske - Christoph Schlingensief (1988)

Beitragvon jogiwan » 30. Dez 2018, 19:18

:D ;) :prost:

Übrigens kann ich dir an dieser Stelle "Terror 2000 - Intensivstation Deutschland" sehr empfehlen. Ich glaube, der könnte so ziemlich nach deinem Geschmack sein.
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Re: Mutters Maske - Christoph Schlingensief (1988)

Beitragvon McBrewer » 1. Jan 2019, 19:07

jogiwan hat geschrieben: :D ;) :prost:

Übrigens kann ich dir an dieser Stelle "Terror 2000 - Intensivstation Deutschland" sehr empfehlen. Ich glaube, der könnte so ziemlich nach deinem Geschmack sein.


Dieser Tipp kommt zur rechten Zeit nicht nur von Dir, Christian Kessler huldigte in "Der Schmelzmann in der Leichenmühle" in einem Kapitel TERROR 2000 bzw. insbesondere Christoph Schlingesief. Und genau an dieser Stelle wurde dann auch MUTTERS MASKE noch einmal lobend erwähnt. Und mit diesen beiden Tipps (also vom Jogi & Kessli) mache ich doch gleich mal Köpfe ohne Nägel
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