NEUNTES OFFIZIELLES FORENTREFFEN: DELIRIA ÖVER KÖLN

Bava, Argento, Martino & Co. Schwarze Handschuhe, Skalpell & Thrills

Moderator: jogiwan

Re: NEUNTES OFFIZIELLES FORENTREFFEN: DELIRIA ÖVER KÖLN

Beitragvon buxtebrawler » 16. Okt 2018, 14:54

Deliria över Köln

Auf Blitz folgte Donner

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Das neunte deliria-italiano-Forentreffen ist Geschichte – Zeit für meinen obligatorischen Bericht:

Da wir von der Existenz des Kölner Filmclubs 813 wussten, erschien uns Köln als ein geeigneter Austragungsort fürs nächste Forentreffen. Dort zeigte man großes Interesse, konnte uns aufgrund der Kooperation mit dem örtlichen Kunstverein jedoch leider den Samstag nicht verbindlich zusichern, weshalb es uns zunächst in ein nigelnagelneues Kino verschlug, die Lichtspiele Kalk. Wenige Wochen vorm Forentreffen musste man sich und uns dort aber leider eingestehen, mit der 35-mm-Technik nicht rechtzeitig am Start zu sein, sodass wir erst mal dumm dastanden. Glücklicherweise sprangen die 813er sofort in die Bresche und konnten uns nun auch den Samstag zusichern. Das Hotel war nun zwar eher in Nähe der Lichtspiele Kalk gebucht worden, aber sei’s drum: Zum Umbuchen war’s zu spät, würde eben etwas stärker der ÖPNV genutzt werden müssen. Kurz vorm Forentreffen war Onkel Joe zusammen mit Reini persönlich vor Ort, um die Filme vorbeizubringen und ein Lokal zu buchen, das immerhin groß genug für durstige und hungrige Delirianer sein musste. Eine Besonderheit diesmal war nämlich, dass wir erstmals kein Forenmitglied vor Ort hatten, das sich um derartige Belange hätte kümmern können.

Am Freitag galt es dann, erst einmal nach Köln zu kommen. Waren zuletzt stets Santini und ich allein gereist, bildeten wir diesmal eine Vierergruppe inkl. Santinis Kumpel Phillip und meiner besseren Hälfte Florentine. Von Hamburg-Harburg aus sollten wir eine Direktverbindung nach Köln haben. Da Santini und Phillip vom Ende der Welt anreisten, sind sie in aller Herrgottsfrühe losgefahren, um den Zug ja nicht zu verpassen, sprich: eine Stunde früher los, um auch bei einer eventuellen Nahverkehrsverspätung noch auf der sicheren Seite zu sein. Nun ja, ihr Nahverkehr war pünktlich, unser Fernzug war’s nicht: Mit Verspätung und geänderter Wagenreihung traf er ein, die Wagennummern waren falsch (Wagen 12 war die 14, wie mir die Zugbegleiterin mitteilte) und Wagen 10 fehlte komplett. Nachdem er endlich losgefahren war, wurde die Verspätung noch etwas größer, bis es zu allem Überfluss auch noch zu einem „außerplanmäßigen Halt“ in Lemförde (wo?!) kam. Dort hatte es einen Unfall an einer Brücke gegeben und ein Geländer drohte herabzustürzen. Spätestens jetzt war uns klar: Unser Forentreffen-Bahnfahrglück hatte uns endgültig verlassen, wir waren in der harten Realität des deutschen Bahnverkehrs angekommen. Immerhin konnte man dadurch mal vor die Tür, eine dampfen... Als es irgendwann endlich weiterging, kam es auf einem weiteren Streckenteil zu einem außerplanmäßigen Halt, weil dieser nur eingleisig befahrbar war – die Folge des Waggonbrands am Vortag, den Madgebürger in Vorbereitung auf „Für ein paar Dollar mehr“ hatte legen lassen. Ferner wurden wir Zeugen eines lautstarken Streits zwischen auf ihrer Sitzplatzreservierung bestehenden Reisenden und dem Zugbegleiter, der steif und fest behauptete, dass es sich um Wagen 12 und nicht um Wagen 14 handele, obwohl seine Kollegin zuvor das Gegenteil behauptet hatte – in einer, wie wir durch diverse Durchsagen erfuhren, restlos überfüllten Bahn. Mit uns im Abteil befand sich übrigens eine redselige Jugendliche, mutmaßlich Deutschlands größter Fan der „Lochis“, von deren Existenz nun auch Santini und Phillip wissen.

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Der Dom (den wir in Kölle gelassen haben, dann da gehört er hin)

Mit über 90 Minuten Verspätung kamen wir in der Karnevalshochburg an und brauchten ein wenig, um uns zu orientieren und die richtige ÖPNV-Verbindung zum Hotel zu finden. In einer überfüllten S-, U- oder Sonstwas-Bahn ging’s gen Kalk und nach einem Supermarktbesuch ins für die Gegend irgendwie zu noble PhiLeRo-Hotel, in dem es uns an nichts mangelte – außer einem Kühlschrank auf dem Zimmer oder wenigstens im Gang. Onkel Joe hatte uns mittlerweile informiert, dass man sich bereits in einer großen Gruppe in einem nahegelegenen Biergarten befände, zu dem wir alsbald aufbrachen. In einer Unterführung trafen wir auf ersten Delirianer, u.a. DrDjangoMD, der uns kurzerhand umarmte und wir zunächst gar nicht wussten, wie uns geschah, da wir in der dunklen Unterführung weder ihn noch die anderen erkannt hatten. Im Biergarten angekommen machten wir nach einer schnellen Begrüßungsrunde erste Bekanntschaft mit der, ich nenne es mal „Kölner Verpeiltheit“: Die große Tafel, an der alle Platz gefunden hatten, sollte geräumt werden, da sie nun für andere Gäste reserviert worden war. An der Festzeltgarnitur, an der wir daraufhin platzgenommen hatten, begrüßte uns die Kellnerin, um uns zu eröffnen, dass diese noch nicht freigegeben sei und sie uns hier nicht bedienen könne. Sie verwies uns auf eine andere, wenige Meter entfernte... Bis wir endlich unsere Bestellung aufgeben konnten, verging einige Zeit und da ich nun nicht übermäßig auf Spinat stehe, blieben mir als Nichtfleischesser nur Pommes mit Salat. Wenigstens gab’s hier neben Kölsch auch Weizen. Das Essen ließ leider so lange auf sich warten, dass wir in echten Zeitdruck gerieten und es schnell herunterschlingen mussten, um rechtzeitig am Kino anzukommen – die extreme Bahnverspätung saß uns im Nacken. Langsam wurden wir aber vertrauter mit dem ÖPNV, sodass das recht gut funktionierte.

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Der Schaukasten verrät bereits am Freitag den Überraschungswestern

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Am Kino angekommen mischten sich Einheimische unter die Delirianer, der Publikumsandrang konnte sich wahrlich sehen lassen! Wir lernten den kompetenten Filmvorführer sowie Betreiber Bernhard und seine Jungs kennen. Nach einer Begrüßung aller Anwesenden im opulenten, wirklich schönen Kinosaal übergab ich das Wort an Kai, der eine sehr schöne, aber auch sehr ausführliche Einführung in „Invasion der Zombies“ hielt und den Blick für einige Besonderheiten des Films schärfte, die mir so noch nicht bewusst gewesen waren. Die Trailershows hatten wir diesmal knapp gehalten, zwei pro Film mussten reichen. Zum Zuge kamen „Ab in die Ewigkeit“ und „Blutiger Valentinstag“. Jorge Graus italienisch-spanische Koproduktion hatte ich seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen und das Wiedersehen war ein sehr freudiges. Der Film funktionierte bestens im Kino und machte Laune!

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Mit reichlich Verspätung, die zum Glück kein Problem darstellte, starteten wir nach einer Pause in eine schnell von Jogschi, Santini und Onkel Joe durchgezogene Verlosung, bevor Salvatore Baccaro in Larraz’ Werk einführte und rechtzeitig, als ich ihm ehrlich gesagt nicht mehr so ganz folgen konnte, einige Kohlrabi an Santini als Quizgewinn abtreten konnte. „Drei Schwedinnen auf der Reeperbahn“ und „Eis am Stiel“ flimmerten als thematisch passende Trailer über die Leinwand, bevor eine schön erhaltene Kopie der Superrarität „Zeig mir, wie man’s macht“ als Coming-of-Age-Sex-Komödie mit Laura Gemser und Barbara Rey das Publikum in Verzückung versetzte. Ein mir bis dahin vollkommen unbekannter Film, der sich als so flott und unterhaltsam entpuppte, dass er sich prima fürs Forentreffen eignete. Im Anschluss ging’s um die Ecke an Reinis Kofferraum, der Kölsch, Frankfurter Spezialitäten und J&B ausschenkte, während man mit einer weiteren Kölner Eigenart Bekanntschaft machte: der permanenten Gefahr, von Radfahrenden überrollt und zum Sterben zurückgelassen zu werden. Das war ein gewohnt stimmiger Abendausklang, während dessen ich mich langsam dann doch ans Kölsch gewöhnte (Mühlen zumindest ist genießbar), den wir aber nicht allzu sehr ausdehnten, um am nächsten Tag fit zu sein.

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Galerie Eierstock - Qualität und Verantwortung

Nach ungefähr sechs Stunden erfreute ich mich am reichhaltigen Frühstücksbuffet und schloss mich anschließend der großen Gruppe an, die Köln anhand von Stationen wie Müller, Comic- und Plattenläden sowie Traumathek erkunden wollte. Nach einem ausgiebigen Besuch im den Müller beherbergenden Einkaufszentrum (in dem uns der Portier allen Ernstes fragte, ob wir zum Pietro-Lombardi-Konzert wollten), zersplitterte unsere Gruppe leider arg. Onkel Joe, Flo und ich entschieden uns für einen Besuch der Traumathek, jener altehrwürdigen, offenbar mit viel Liebe und Herzblut betriebenen Videothek, die ab und zu auch Veranstaltungen durchführt und zudem als cineastisches Café fungiert. Schade, dass es keine unserer Flyer dorthin geschafft hatten – die hätten dort perfekt hingepasst. Für einen Besuch in der Ritterstraße und der dort beheimateten Comic- und Plattenläden blieb leider keine Zeit mehr. Stattdessen holten wir Michael Cholewa am Kino ab und suchten gemeinsam einen Plattenladen in der Lindenstraße auf. Anschließend gingen Onkel Joe und Michael schon mal zum Kino vor und Flo und ich schlenderten noch ein wenig durch die Umgebung. Auch ohne Plan und Ziel empfand ich das bei bestem Serbst-Wetter (Mischung aus Sommer und Herbst) als sehr angenehm, weil ich mich in diesen Momenten quasi erstmals seit Ankunft in Köln nicht mehr gehetzt fühlte. Vorher unterlag man ständig irgendeinem Zeitdruck oder war direkt in die Abläufe vor Ort involviert.

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Im Kino folgte auf die erneute kurze Begrüßung Magdebürger Lars’ bisweilen fast schon im positiven Sinne kabarettistische Einführung in den als Überraschungswestern angekündigten „Für ein paar Dollar mehr“, dessen Kopie uns freundlicherweise von sergio petroni zur Verfügung gestellt worden war, der bedauerlicherweise ausgerechnet an diesem Forentreffen dann gar nicht teilnehmen konnte. :( Auch diese Einführung geriet sehr ausführlich und reich an Informationen, bei denen ich viel Neues lernen und eine etwas anderen Perspektive auf den Film einnehmen konnte. Leider Gottes erwies sich die Kopie nicht nur als etwas farbstichig und nicht ganz arm an Jumpcuts, sondern zudem als offenbar durch Zensurschnitte verstümmelt. Westernhasser jogiwan frohlockte, hatte diese Tortur schließlich schneller ein Ende für ihn, ich hingegen war etwas irritiert – aber auch umso glücklicher, als ich selbst von Leuten, die den Film noch nicht kannten, hörte, dass er trotzdem funktioniert habe und gut aufgenommen worden sei. Für mich war es natürlich ein großes Vergnügen, dem Aufeinandertreffen Volontés mit Van Cleef und Eastwood auf großer Leinwand beiwohnen zu dürfen und den widrigen Umständen zum Trotz hatte ich am Schluss wieder Ganzkörpergänsepelle. Als Trailer wurden im Vorfeld übrigens „Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle“ und „Mein Name ist Nobody“, der bekanntlich zwei Jahre zuvor in Düsseldorf gelaufen war, gezeigt.

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Zeitlich wieder etwas hinterher hingen wir nun, was aber erneut nichts ausmachte. Frauke schoss das Gruppenfoto, eine weitere liebgewonnene Tradition, und Kinochef Bernhard musste schnell die Getränkevorräte aufstocken. Bei der nächsten Verlosung gewann Flo „Escalation“ auf Blu-ray, was mich riesig gefreut hat – habe Bock auf den Film! karlAbundzu (mit Thunder-Stirnband!) und Arkadin hielten die Einführung in unseren Abschlussfilm „Thunder“, den zweiten Film des Forentreffens, den ich noch nicht kannte. Es gelang den beiden bestens, die richtige Stimmung für den Film zu erzeugen, indem sie auf die schreienden Ungerechtigkeiten und Unmenschlichkeiten hinwiesen, die die US-Politik noch immer den amerikanischen Ureinwohnern antut (und natürlich mit Karls „Thunderstruck“-Jingle, das er auf einem Blasinstrument zum Besten gab). Nach einem „Hitcher“- und einem Norris-Trash-Trailer erstrahlte Fabrizio De Angelis’ Actionkracher in den schönsten Farben und ließ Forenliebling und „Riffs“-Gründungsmitglied Mark Gregory in bester „Rambo“-Manier das Kriegsbeil ausgraben und den Peinigern seines Volks die Leviten lesen. Starker Film und krönender Abschluss des offiziellen Teils des Forentreffens, der manch Skalp kostete!

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Ein paar mehr waren wir dann schon...

Kollektiv versammelte man sich nun im Brauhaus Pütz nur wenige Straßen weiter, wo wir einen eigenen Raum mit laaanger Tafel bekommen hatten, die wir beinahe komplett ausfüllten. Das ganze Lokal schien proppevoll zu sein und um uns kümmerte sich lediglich ein einzelner Kellner, der die Meute jedoch gut im Griff hatte und auf zack war. Natürlich gab’s kein Bier außer Kölsch, zudem in 0,2-Liter-Reagenzgläsern, aber immerhin war’s das Mühlen. Hier wurde ich nun vertraut mit der Kölschen Trinkkultur: Es wird nicht gefragt, wer ein Kölsch möchte, sondern wer keines möchte, und es wird so lange ungefragt ein neues hingestellt, bis man den Bierdeckel aufs Glas legt. Auf der Karte befand sich neben zahlreichen toten Säugetieren leider lediglich ein einzelnes vegetarisches Gericht, eine überschaubare Gemüse-Quiche mit reichlich Salat, die immerhin den Magen füllte. Hier kam man nun in Ruhe dazu, diverse Schwätzchen zu halten, während der Rumpelkick von Jogis Jungs gegen die Holländer ignoriert wurde. Nach einigen Stunden zog ein beachtlicher Teil zurück zum Hotel, wo nun McBrewer anboten. Welch eine Wohltat, endlich wieder echtes Bier trinken zu können! Die Hotelbelegschaft schien unsere Zusammenkunft nicht zu stören, die Foyer-Toilette ließ sich zum Austreten nutzen und als nach einigen Stunden nur noch Sven und ich übrig waren, gönnten wir uns ein letztes Holsten, bevor’s dann doch irgendwann ins Schlafgemach ging.

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Die Quiche

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Das weltbeste Bier!

Der weit fortgeschrittenen Stunde mussten Flo und ich leider Tribut zollen, indem wir den Wecker schlicht nicht hörten und kurz vor der Checkout-Zeit aus komatösem Delirium erwachten. Das Frühstück verpassten wir somit bedauerlicherweise, konnten uns aber noch von einigen Delirianern persönlich verabschieden. Bei weiterhin bestem Wetter hatten wir nun noch einige Stunden Zeit, die wir nutzten, um frühstücken zu gehen und uns noch ein wenig Köln anzuschauen. Wir statteten dem Dom einen Besuch ab, flanierten am Rhein entlang und ich genoss es, nun ohne jeglichen Druck die Stadt auch abseits des Forentreffens auf mich wirken zu lassen, ein Gefühl für sie zu entwickeln. Das war mir durchaus wichtig, denn wann verschlägt es mich schon mal nach Köln? Als wir an der Promenade in ein Restaurant (mit etwas sehr stolzen Preisen) einkehrten, um vor der Abfahrt noch einmal vernünftig zu essen, schlug die Stimmung jedoch um. Nicht etwa, weil die Kellnerin mein Essen fallen ließ und Santini lediglich durch seine Raucherpause Spaghetti-bedingten Verbrennungen und eingesauten Klamotten entging, nein, was uns wirklich Sorge bereitete, war die Bahnsituation: Flo stellte per Smartphone fest, dass unser Zug über eine Stunde Verspätung haben würde und wir unsere Anschlussbahn im Umsteigeort Dortmund verpassen würden. Reichlich konsterniert begaben wir uns Richtung Bahnhof, wo eine lange Schlange am Informationsschalter vermutlich ähnliche Probleme hatte. Unser Glück kaum fassen konnten wir hingegen, als uns eine junge Bahnmitarbeiterin in der Schlange abfing und uns mitteilte, dass wir die Dortmunder Bahn bereits in Köln besteigen könnten und diese nur wenig Verspätung habe. Allerdings nannte sie uns eine falsche Uhrzeit und ein falsches Gleis, weshalb wir dort erst mal reichlich planlos und verwirrt herumstanden, zumal weder die DB-Navigator-App noch http://www.bahn.de sich diesbzgl. als auskunftsfreudig erwiesen. Immerhin trafen wir dort noch einmal auf Canisius und schließlich auf einen netten und kompetenten Zugbegleiter, der zwar gerade nicht im Dienst war, mit seiner Bahnmitarbeiter-internen App aber die Informationen besorgen konnten, die wir brauchten. Also noch mal das Gleis gewechselt, gewartet und schließlich den EuroCity bestiegen, mit dem wir zwar komfortabel bis nach Hamburg zurückgelangten, durch die Verspätung jedoch die anschlusskritische Regionalbahn verpassten, die Santini und Phillip für die letzten Kilometer hätten nehmen müssen, weshalb sie abermals noch geraume Zeit in Harburg zu verbringen gezwungen waren – irgendwann dann aber auch endlich wohlbehalten zu Hause ankamen.

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Unrat im Rhein

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Heimat deutschen Qualitätsfernsehens

Mein Fazit zu Köln: Ein Forentreffen in einem Ort abzuhalten, in dem wir keinen Mann und keine Frau vor Ort haben, hatte natürlich ein bisschen was Experimentelles. So war in einigem dann auch prompt der Wurm drin, aber mit Nervenstärke und Improvisationsgeschick hat sich alles zum Guten gewandt. Der größte Wermutstropfen neben dem Bahnversagen war das Fehlen einiger liebgewonnener Delirianer wie ugo-piazza, sergio, purgatorio, Tomaso, Bonpensiero, supervillain, Dr. Monkula oder auch Brainbug, umso erfreulicher waren die doch zahlreichen neuen Gesichter, die wir begrüßen durften und sich allesamt als echte Bereicherungen entpuppten. Nichtsdestotrotz hoffe ich natürlich, nächstes Jahr wieder den einen oder anderen alten Bekannten wiederzutreffen, der es diesmal aus nachvollziehbaren Gründen leider nicht geschafft hat. Köln als Stadt hat den ambivalenten Eindruck, den ich von ihr habe, weitestgehend bestätigt: Eine interessante Medienmetropole mit einer hübschen Rheinpromenade, einigen Sehenswürdigkeiten, netten kleinen Läden und Menschen, die einem nichts Böses wollen. Andererseits aber auch eine etwas zu selbstverliebte Stadt, deren Bewohner offenbar gern kiloweise Schnitzel vertilgen und von der Existenz richtigen Biers nichts wissen wollen. Mit deren „Kölner Verpeiltheit“ muss man umzugehen verstehen, sie lässt mich aber auch die Ereignisse in Serien wie z.B. „Pastewka“ noch besser nachvollziehen. Ich würde jedenfalls gern noch mal wiederkommen, z.B. auf ein Konzert oder mal zu einem Spiel des FC – das befürchtete Köln-Kalk-Verbot wurde mir nämlich nicht ausgesprochen. Heilfroh war ich, dass der Irre, der am Kölner Hauptbahnhof einen Molotow-Cocktail warf und eine Geisel nahm, erst am Montag und nicht schon am Sonntag aktiv wurde... :angst:

Ein großes Dankeschön an dieser Stelle noch einmal an Bernhard und das Filmclub-813-Team, an Onkel Joe für seinen Einsatz vor Ort, an jogiwan für die Flyer-/Plakatgestaltung und die schnieken Lose, an sergio für „Für ein paar Dollar mehr“, an alle, die Filmeinführungen gehalten haben und sich jeweils etwas wirklich Besonderes überlegt hatten, an Reini, Dän, Frauke und alle, die über sie hinaus zu den Kofferraumgetränken beigetragen hatten, an alle, die mich mit diversen raren Schätzchen versorgt haben und sowieso und überhaupt an alle, die erschienen und mit uns dem delirierenden Filmvergnügen gefrönt haben! :knutsch:

Nächstes Jahr steht zum zehnjährigen Jubiläum Hamburg auf dem Plan, was schon mal weniger An- und Abreisestress für Santini und mich bedeutet – aber auch, dass dann wir die Männer vor Ort sein werden. Wir freuen uns auf die Organisation und werden uns bestimmt die eine oder andere Besonderheit einfallen lassen! :prost:
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: NEUNTES OFFIZIELLES FORENTREFFEN: DELIRIA ÖVER KÖLN

Beitragvon Salvatore Baccaro » 16. Okt 2018, 17:31

Lieben Dank und Gruß auch noch einmal von meiner Seite an alle Beteiligten und Unbeteiligten, Gesprächspartner und Übersehene!
Da der Satz, den ich von gefühlt jedem Teilnehmer gehört habe, lautete, wie schnell das Forentreffen doch vergehen würde, und im Grunde seien es ja bloß eineinhalb Tage, die man zusammen verbringe, und dass man nicht die Chance gehabt habe, mit jedem Einzelnen ein paar Worte zu wechseln, schlage ich vor, dass in Hamburg für eine Woche ein ganzes Kino gemietet wird, in dem wir dann konsequent und chronologisch sämtliche Filme von Umberto Lenzi anschauen, die wir als 35mm-Kopie in die Finger bekommen, und damit einen Querschnitt durch die nahezu gesamte italienische Genrefilm-Historie erfahrbar machen.
Außerdem fand ich es großartig, dass Hotel und letztlich so weit auseinander lagen. Dass ich, wie ich nachgezählt habe, die etwa einstündige Strecke von Kalk bis Neumarkt bzw. von der Innenstadt zurück zur Koje in drei Tagen insgesamt achtmal zurückgelegt habe, hatte schon beinahe etwas von der zen-buddhistischen Praxis der Gebetsmühle. Gerne wieder! :knutsch:
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Re: NEUNTES OFFIZIELLES FORENTREFFEN: DELIRIA ÖVER KÖLN

Beitragvon Arkadin » 17. Okt 2018, 11:39

So, etwas verspätet auch mein Dank an die großartigen Organisatoren, die auch die widrigsten Umstände fabelhaft gemeistert haben.

Leider sorgte die Deutsche Bahn bei uns ja dafür, dass wir trotz massig eingeplanten Zeitpuffer erst 20:15 ins Kino fielen. so brauchte ich - zumindest ich - erst einmal etwas Zeit, um überhaupt anzukommen. Nächstes Mal werde ich das Problem aber nicht habe, da ich schon arbeitstechnisch schon den ganzen Tag vor Ort sein werde. :D

Die Filme waren auch super! "Invasion der Zombies" hatte ich ja ewig nicht mehr gesehen und hier machte das Wiedersehen große Freude. "Zeig mit wie man's macht!" war zwar eine durchwachsene Angelegenheit zwischen großartig und gähn, aber so hätte ich den Film sicherlich nie geschaut. Dass "Für ein paar Dollar mehr" nicht unter optimalen Bedingungen (wie kaputte, geschnittene, braunstichige, neusynchronisierte Kopie und der VIEL zu helle Kinosaal) präsentiert werden konnte, ist zwar schade, hatte aber auch zwei Vorteile: Man konnte die Zeit für kurze Nickerchen nutzen und die Diskussionen um diese Version und die Spekulationen um ihren Ursprung fand ich sehr spannend und man hat wieder was gelernt (Stichwort: Jugendvorstellungen). Und "Thunder" war eine echte, sehr kurzweilige Überraschung.

Und hey... das erste Mal in neun Jahren wurde mein Los gezogen!!!! Leider habe ich nicht taktisch gedacht, sondern auf den Film (den ich schon hatte) verzichtet, damit ein anderer glücklich wird. Wäre ich clever gewesen, hätte ich den genommen, und zu tauschen versucht - vor allem, weil mir der Gewinner der von mir heiß ersehnten Franco-BR später zuflüsterte, er hätte ja lieber einen Italo-Western bekommen. :bang: Na ja, weiß ich für das 18. Forentreffen 2027 Bescheid.

Ansonsten war es diesmal wirklich viel zu kurz, da der Freitag bei uns quasi wegfiel (beim wunderbaren Kofferraumbier - DANKE REINI - Waren ja schon einige weg). Der Samstag ging auch schnell vorbei und irgendwie habe ich das Gefühl vor Kinostart weder viel von Köln, noch von meinen Mit-Delirianern gesehen zu haben. Der Abend im Brauerei-Lokal war aber wieder klasse. Das hat Onkel Joe super ausgesucht. Und man fand ja später auf dem Parkplatz vor dem Hotel noch Zeit zum Quatschen und Fachsimpeln. Und dann war schon wieder alles vorbei. Schade. Aber die Vorfreude auf das 10. Forentreffen ist jetzt schon ganz, ganz hoch - und da läuft es dann sicherlich für mich auch wieder ruhiger ab und ich finde die Zeit für noch mehr Gespräche mit noch mehr netten Menschen. Denn die sind ja auch am Wichtigsten!

Zurück fuhr der Zug ausnahmsweise mal pünktlich ab - wieso der dann mit 20 Minuten Verspätung in Bremen ankam, konnte niemand nachvollziehen. Zuhause erwarteten mich dann gleich Papa-Aufgaben, weshalb der Post-Forentreffen-Blues diesmal erst etwas später einsetzte.
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Re: NEUNTES OFFIZIELLES FORENTREFFEN: DELIRIA ÖVER KÖLN

Beitragvon McBrewer » 17. Okt 2018, 17:05

Hui...das war mal wieder ein Wochenende. Absolut GIGANTISCH :thup:
Was gibt es dazu noch zu sagen, was nicht schon genannt wurde bzw. nicht genannt werden darf ?
Tolle Organisation (und das meine ich natürlich absolut ernst, von Freitag bis Sonntag Top & ohne Leerläufe) wieder ganz viele nette & liebe Menschen getroffen, einige davon schon lange nicht mehr gesehen & wieder für total sympathisch befunden. Fortuna war mir auch hold & hat mich dieses mal bei der Kinoverlosung mit der herbei ersehnten "Das Verfahren ist eingestellt -..." BluRay belohnt #dankeglücksfee :knutsch:
Die Filme waren durchweg Top, Drei Erstsichtungen & eine Auffrischung, die sich geschnitten hat.
Kulinarisch wurde auch einiges geboten, wurde sogar mit einem leckeren Sauerbraten verwöhnt. Mein Durst nach Kölsch ist auch nun erst einmal gestillt, mehr dazu aber im geeignet Fred.
Nun noch mal gut 350 mal schlafen, dann sehen wir uns hoffentlich alle faccia a faccia wieder...und die, die dieses Jahr leider gefehlt haben. Bitte bitte bitte..nächstes Jahr in HH-Burg alle erscheinen :opa:

PS: Dropbox Link zu den Bildern gibt es demnächst auch wieder für alle anwesenden Members verschickt
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Re: NEUNTES OFFIZIELLES FORENTREFFEN: DELIRIA ÖVER KÖLN

Beitragvon Paco » 18. Okt 2018, 11:53

Auch von meiner Seite nochmal ein ganz herzliches Dankeschön an die Organisatoren für das tolle Forentreffen! Danke auch an Reinifilm, der den Onkel, den Kampfgiganten sowie meine Wenigkeit schnell und sicher nach Köln und zurück gebracht hat. Selten war ich so froh wie an diesem Wochenende, nicht auf die Bahn angewiesen zu sein.

Wie schon so einige Poster in diesem Thread vor mir habe ich mal wieder festgestellt, wieviele unglaublich sympathische Menschen in diesem Forum weilen und welch interessante Gespräche mit ihnen zustande kommen. Ich bin echt glücklich, Teil von Deliria Italiano zu sein :prost:
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Re: NEUNTES OFFIZIELLES FORENTREFFEN: DELIRIA ÖVER KÖLN

Beitragvon McBrewer » 19. Okt 2018, 11:00

die Fotos von uns müssten gerade via Dropboxlink durch das www verteilt sein. Jeden den ich vergessen habe, möge das entschuldigen bzw. sich dann noch einmal per PN bei mir melden :winke:
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Re: NEUNTES OFFIZIELLES FORENTREFFEN: DELIRIA ÖVER KÖLN

Beitragvon Arkadin » 19. Okt 2018, 11:17

McBrewer hat geschrieben:die Fotos von uns müssten gerade via Dropboxlink durch das www verteilt sein. Jeden den ich vergessen habe, möge das entschuldigen bzw. sich dann noch einmal per PN bei mir melden :winke:


:knutsch:

Zwei Erkenntnisse: 1. Schön war's! 2. Abnehmen ich muss.
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Re: NEUNTES OFFIZIELLES FORENTREFFEN: DELIRIA ÖVER KÖLN

Beitragvon Paco » 19. Okt 2018, 11:49

Arkadin hat geschrieben:
McBrewer hat geschrieben:die Fotos von uns müssten gerade via Dropboxlink durch das www verteilt sein. Jeden den ich vergessen habe, möge das entschuldigen bzw. sich dann noch einmal per PN bei mir melden :winke:


:knutsch:

Zwei Erkenntnisse: 1. Schön war's! 2. Abnehmen ich muss.


Hehe, zwei Delirianer - ein Gedanke: Mir gings beim Anschauen der Bilder genauso :kicher:
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Re: NEUNTES OFFIZIELLES FORENTREFFEN: DELIRIA ÖVER KÖLN

Beitragvon Canisius » 19. Okt 2018, 17:53

Wenn ich die Bilder der Truppe in Köln sehe, stelle ich mir vor, dass es bestimmt lustig wäre, dazuzugehören... :P
Btw: krass, dass manche Probleme bei der An- und Abreise hatten. Ich hatte mehr Glück und alles lief glatt. :thup:
„Seine Stiefel aus frischem Krokodilleder knarrten. Er trug eine Jacke aus gegerbter Elefantenhaut und im offenen Hemd eine Kette aus Leopardenkrallen und Affenzähnen.
Mit dem Outfit, dachte Meuchköt, käme er durch keine europäische Flughafenkontrolle.“
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Re: NEUNTES OFFIZIELLES FORENTREFFEN: DELIRIA ÖVER KÖLN

Beitragvon rorian » 26. Okt 2018, 15:11

So, nun habe ichs nach unzähligen Rügen seitens Santini auch endlich ins Forum geschafft. ;)

Nachdem ich es schon als "Nicht-Mitglied" zum Forentreffen geschafft habe, wollte ich hier auch noch einmal kurz Hallo sagen!

Mein Name ist Philipp, komme aus Stade bei Hamburg und bin ein Kumpel von Santini. :winke:

Was die lieben Filme angeht bin ich am ehesten im Sci-Fi und Anime Genre zuhause, gucke aber quer durch die Bank von alt bis neu fast alles.

Das Forentreffen war wirklich nen schönes Wochenende und danke auch nochmal an alle für die nette Aufnahme in der Gruppe und insbesondere natürlich an Santini, den buxtebrawler + Freundin fürs organisieren und mitschleifen. :)

Gruß Philipp
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