Vertigo - Aus dem Reich der Toten - Alfred Hitchcock (1958)

Moderator: jogiwan

Vertigo - Aus dem Reich der Toten - Alfred Hitchcock (1958)

Beitragvon horror1966 » 26. Jan 2011, 19:10

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Vertigo - Aus dem Reich der Toten
(Vertigo)
mit James Stewart, Kim Novak, Barbara Bel Geddes, Tom Helmore, Henry Jones, Raymond Bailey, Ellen Corby, Konstantin Shayne, Lee Patrick
Regie: Alfred Hitchcock
Drehbuch: Alec Coppel / Samuel A. Taylor
Kamera: Robert Burkes
Musik: Bernard Herrmann
FSK 12
USA / 1958

Schwindel und Höhenangst des Kriminalkommissars John Ferguson kosten einem Kollegen das Leben, und John muss aus dem Dienst ausscheiden. Sein ehemaliger Schulfreund Gavin besorgt ihm einen Job. Er soll Gavins Ehefrau Madeleine überwachen, da sie vom Geist ihrer Urgroßmutter besessen ist und sich wie diese das Leben nehmen will. Tatsächlich springt Madeleine vor Johns Augen in die Fluten der Bucht von San Francisco, doch er kann sie retten und verliebt sich in sie. Kurz darauf stürzt sie sich von einem Kirchturm - John kann ihr wegen seiner Höhenangst nicht helfen. Tiefe Melancholie erfasst ihn, und das Leben erscheint ihm nicht mehr lebenswert. Da begegnet ihm eines Tages auf der Straße eine Frau, die Madeleine aufs Haar gleicht...


"Vertigo" ist der medizinische Fachbegriff für Schwindelgefühl, das auch, oder gerade auch bei Leuten auftritt, die unter extremer Höhenangst leiden. So ergeht es auch dem tragischen Helden dieses Films, dem Ex-Polizisten Scottie, der vom brillant agierenden James Stewart dargestellt wird. Und da sind wir auch ganz automatisch bei einem der absoluten Höhepunkte dieses Werkes, mit dem sich Alfred Hitchcock einmal mehr selbst übertroffen hat. Für die Rolle des Scottie hätte man wirklich keinen überzeugenderen Darsteller wie den großen James Stewart finden können, der ja anscheinend sowieso einer der bevorzugten Schauspieler in vielen von Hitchcocks Werken war. Seine Darstellung des unter Höhenangst leidenden Scottie ist so überzeugend und vor allem extrem ausdrucksstark, das es einfach eine wahre Freude ist, dem Mann bei seinem Schauspiel zu beobachten. Ganz besonders gut kommen hierbei die Passagen zum Ausdruck, als er sich in einer stark melancholischen gefühlsverfassung befindet und kaum noch Sinn in seinem Leben sieht.

Hitchcock ist es in diesem Film wieder einmal gelungen, mit verhältnismäßig normalen Mitteln ein sehr hohes Maß an Spannung und Thrill aufzubauen, denn die sich hier abspielende Geschichte entwickelt eine so ungeheure Intensität, das man als Zuschauer fast zwangsläufig der faszination erliegt, die von ihr ausgeht. Von der ersten Minute an wird ein sehr hoch angesiedelter Spannungsbogen aufgebaut, der sich fast minütlich immer weiter verdichtet, was sich auch ganz automatisch auf die Grundstimmung des Films auswirkt. Als Betrachter kann man sich der beklemmend wirkenden Atmosphäre kaum entziehen und wird förmlich von ihr eingenommen.

Wie gebannt folgt man dem Geschehen und versucht gleichzeitig die ineinander verschachtelte Geschichte zu entschlüsseln. Doch die Lösung der teils sehr mysteriös gestalteten Szenerie erfolgt erst wenige Minuten vor dem Ende, das auch nicht einer gewissen Ironie des Schicksals entbehrt und sorgt so gerade beim ersten Anschauen des Films für fast atemlose Hochspannung. Die grandiosen Schauspieler sorgen hier auch durch ihr authentisches und mehr als überzeugendes Schauspiel dafür, das man einen Mystery-Thriller der höchsten Kategorie präsentiert bekommt, der bis ins kleinste Detail wohl durchdacht ist und so für ein hochklassiges Film-Erlebnis garantiert.

Da Hitchcock das Schwindelgefühl des Hauptcharakters glaubhaft und authentisch zur Geltung brringen wollte, wandte er hier erstmalig den sogenannten Vertigo-Effekt an. Dabei verhält es sich so, das die Kamera zum Objekt hinfährt, dabei aber gleichzeitig vom Objekt weggezoomt wird. Dadurch scheint sich der mittlere Bildbereich nun viel schneller vom Zuschauer wegzubewegen als die äusseren Bereiche. Die dadurch entstehende Verschiebung löst dann beim Betrachter die optische Illusion des Schwindelgefühls aus, was hier meiner Meinung nach perfekt in mehreren Passagen des Films zur Geltung kommt. Vor allem die Szenen im Glockenturm wirken hierbei sehr realistisch und können einem durchaus ein mulmiges gefühl vermitteln, womit man sich fast zwangsläufig viel besser mit Scottie's Problem identifizieren kann.


Fazit:


"Vertigo - Aus dem Reich der Toten" zählt ganz sicher zu den absolut herausragenden Regie-Arbeiten von Hitchcock, der es auch hier wieder einmal brillant verstanden hat, den Zuschauer zu fesseln und zu begeistern. Eine intelligente Geschichte, die mit brillanten Darstellern besetzt ist und über ein ungeheuer hohes Maß an Spannung und Intensität verfügt. Auch in der heutigen zeit braucht sich dieses Werk keineswegs hinter anderen Thrillern zu verstecken, denn "Vertigo" ist ein zeitloses Meisterwerk, an dem sich viele andere und ähnlich gelagerte Filme noch ein Beispiel nehmen können.



10/10
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Re: Vertigo - Aus dem Reich der Toten - Alfred Hitchcock

Beitragvon buxtebrawler » 18. Jan 2012, 18:00

Alfred Hitchcocks („Psycho“, „Frenzy“) 1958 veröffentlichter „Vertigo“ ist oberflächlich betrachtet ein Kriminalfilm und Mystery-Thriller: Der aufgrund seines Höhenangsttraumas nach dem Tod eines Kollegen vorzeitig pensionierte Polizist Scottie (James Stewart, „Das Fenster zum Hof“) verdingt sich als Privatdetektiv und nimmt den Auftrag eines Freundes an, dessen Frau Madeleine (Kim Novak, „Geschichten, die zum Wahnsinn führen“) zu observieren, die von ihrer toten und zu Lebzeiten wahnsinnigen Urgroßmutter Carlotta besessen scheint. Carlotta beging mit nur 26 Jahren Selbstmord und Scotties Freund fürchtet, dass Madeleine ein ähnliches Schicksal ereilt. Tatsächlich stürzt sich diese in die Bucht von San Francisco, wird aber von Scottie gerettet, der sich daraufhin in sie verliebt…

Doch „Vertigo“ ist viel mehr: Eine traurige, desillusionierende Ode an die Liebe, dabei aber gleichzeitig ebenso atemberaubend schön wie seine Hauptdarstellerin Kim Novak. Nachdem Scottie aufgrund seiner Höhenangst hilflos mit ansehen musste, wie sich seine geliebte Madeleine in den Tod stürzt, ist er nicht mehr derselbe. Eines Tages läuft er jedoch Judy (Kim Novak) über den Weg, die Madeleine zum Verwechseln ähnlich sieht, obwohl sie sich anders gebärdet, eine andere Frisur und Haarfarbe trägt und andere Kleidung bevorzugt. Nach anfänglichem Zögern willigt Judy ein, sich mit Scottie zu treffen, der sich an seine von Madeleine ehemals verkörperte Idealvorstellung einer Frau klammert und sie nach ihrem Vorbild zu verändern versucht. Bald jedoch kommt er einem unerhörten Mordkomplott auf die Spur…

In wunderschönen und aufgrund seiner Ortswahl häufig ungewöhnlichen Bildern San Franciscos sowie farbenprächtig dramaturgisch ausgeleuchteten Kulissen lässt Hitchcock seine Charaktere bangen und leiden, lieben und trauern. Mehrdeutig bezieht sich der Filmtitel (Vertigo = Schwindel) nicht nur auf Scotties Phobie, sondern auch auf das schwindelerregende Gefühl sowohl einer surreal anmutenden Liebe als auch der sehnsüchtigen Melancholie des Unglücklichverliebtseins. Was Scottie durchlebt, erscheint häufig wie ein absurder Traum, plastisch und doch nicht greifbar, verwirrend und emotional. Den Tod Madeleines kann und will er nicht akzeptieren und zunächst scheint ihm die Entwicklung recht zu geben – doch nur, um Ende doch noch alles zu verlieren und sogar seine Illusion zu zerstören. Die Sympathieverteilungen, die Hitchcock seinem Publikum erlaubt, sind ein Wechselbad der Gefühle. Mag man Scottie aufgrund seiner Zuneigung zu seiner Schutzbefohlenen, die zudem die Frau eines Freundes ist, anfänglich noch verurteilen, wird ihm durch die Aufrichtigkeit seiner Liebe und seinen schweren Verlust das Mitleid des Zuschauers zuteil. Eben dieses erfährt auch Judy im Finale, nachdem sie es zuvor verspielt hatte, während man Scottie anfleht, endlich nachzugeben. Letztlich fiebert man mit beiden mit und erschrickt über ein abruptes, unbefriedigendes Ende, das so aber möglicherweise einfach folgerichtig ist und die Ausrichtung des Films unterstreicht. Der Wunsch nach einem anderen Ende ist Ausdruck der Empathie, die Hitchcocks Regie und das großartige Schauspiel insbesondere Novaks ausgelöst haben.

„Vertigo“ erinnert bei all dem an einen Film noir, ist für einen solchen aber trotz seiner inhaltlichen Schwere nicht düster genug. Der starke Mystery-Anteil entpuppt sich zwar als rein weltlichen Ursprungs, sorgt dank Hitchcocks Händchen für Suspense und auch Grusel aber in der einen oder anderen Szene für Gänsehaut. Die ungewöhnlich lange Spielzeit von gut zwei Stunden unterteilt „Vertigo“ in zwei gleichberechtigte Hälften mit jeweils eigener, spannender Dramaturgie, eigenen Höhepunkten und Finals – fast, als sehe man einen Film und dessen Fortsetzung. Dadurch werden Timing-Probleme u.ä. geschickt umgangen; punktgenau fügt sich Szene an Szene, ohne den von Madeleines Schönheit geblendeten Zuschauer auch nur eine Sekunde aus der Intensität dieses Filmerlebnisses zu entlassen. Der Kameraeffekt, mit dem Scotties Schwindelgefühl verbildlicht wird, war seinerzeit ein Novum und fand sich daraufhin auch in anderen Spielfilmen wieder. Interessant wäre es eventuell gewesen, stärker auf Scotties Psyche einzugehen, mehr über seine Vergangenheit zu erfahren und seinen Charakter näher zu umreißen. In jedem Falle ist Alfred Hitchcock mit „Vertigo“ aber ein wunderbarer Film gelungen, der von seiner Wirkung im Laufe der Jahrzehnte kaum etwas eingebüßt haben dürfte und auf nahezu unnachahmliche, zumindest aber unverkennbare Weise einen Thriller mit einem Liebesfilms kombiniert. Ein Meisterwerk, von dem ich mir gut vorstellen kann, dass es bei einer Zweitsichtung sogar noch wächst.
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Vertigo - Aus dem Reich der Toten - Alfred Hitchcock

Beitragvon Arkadin » 18. Jan 2012, 18:58

Sehr schöne Review, Buxte! :thup:
Dem bleibt wenig hinzuzufügen. Mich fasziniert an dem Film das Thema nach etwas besessen zu sein, der Fetisch.
Scotty projeziert erst auf Madeleine sein Idealbild der perfekten Frau, ist blind für den Blick hinter die Maske (was ihm natürlich auch von Madeleine leicht gemacht wird). Wie er dann später versucht, Judy in dieses Abbild zu zwängen, hat etwas mansiches, was man nur allzu gut kennt. Wem ist es nicht schon mal passiert, dass er sich hoffnungslos in die "perfete Frau" verliebt hat. Und dann später - mit einigem Abstand und Altersweisheit - festgestellt hat, dass sie gar nicht so perfekt war und man sich selber eine traumwelt geschaffen hat. Scotty ist nicht bereit sich aus dieser Traumwelt zu lösen, er verharrt quasi im ersten Teil des Filmes (der auch viel "traumhafter" fotografiert wurde) und klammert sich an sein Ideal. Umso härter der Aufschlag, wenn er am Ende aus seiner Traumwelt stürzt. Vielleicht in Antizipation dessen auch die Höhenangst?. 10/10
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Re: Vertigo - Aus dem Reich der Toten - Alfred Hitchcock

Beitragvon ugo-piazza » 18. Jan 2012, 19:17

Warum der Bux auch immer so viel schreibt, er hat hier schon Recht. ;)
Onkel Joe hat geschrieben:Die Kunst im Leben ist es, immer einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird.


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Re: Vertigo - Aus dem Reich der Toten - Alfred Hitchcock

Beitragvon Onkel Joe » 19. Jan 2012, 10:57

Zu erwähnen ist noch das die Kinosynchro nie im TV oder auf einem anderem Medium erschienen ist.
Für das TV wurde irgendwann mal eine Synchro erstellt die dann auch den Weg auf VHS und die DVD gefunden hat.Der Film ansich ist super und gehört in jede Sammlung, 9/10.
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Re: Vertigo - Aus dem Reich der Toten - Alfred Hitchcock

Beitragvon untot » 19. Jan 2012, 16:49

Vertigo ist sehr gut gemacht keine Frage, dennoch gehört er für mich nicht zu meinen persönlichen Hitchcock-Highlights.

8/10
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Re: Vertigo - Aus dem Reich der Toten - Alfred Hitchcock

Beitragvon buxtebrawler » 19. Jan 2012, 16:59

untot hat geschrieben:Vertigo ist sehr gut gemacht keine Frage, dennoch gehört er für mich nicht zu meinen persönlichen Hitchcock-Highlights.


Die da wären...?
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Vertigo - Aus dem Reich der Toten - Alfred Hitchcock

Beitragvon untot » 19. Jan 2012, 17:27

Allem voran natürlich "Psycho", "Die Vögel", "Der unsichtbare Dritte" den lieb ich sehr, "Der Fremde im Zug", "Frenzi" und richtig schön find ich auch "Über den Dächern von Nizza", nicht wegen der Spannung aber wegen dem Flair den der Streifen hat! :mrgreen:
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Re: Vertigo - Aus dem Reich der Toten - Alfred Hitchcock

Beitragvon buxtebrawler » 19. Jan 2012, 17:29

untot hat geschrieben:Allem voran natürlich "Psycho", "Die Vögel", "Der unsichtbare Dritte" den lieb ich sehr, "Der Fremde im Zug", "Frenzi" und richtig schön find ich auch "Über den Dächern von Nizza", nicht wegen der Spannung aber wegen dem Flair den der Streifen hat! :mrgreen:


Ok, danke. "Der unsichtbare Dritte" und "Der fremde im Zug" interessieren mich auch.
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Vertigo - Aus dem Reich der Toten - Alfred Hitchcock

Beitragvon dr. freudstein » 20. Jan 2012, 00:53

Frenzy :opa:

Aber ich hab auch noch einiges vor mir, was die A.H. Filmographie angeht. Aber Frenzy, Die Vögel, Das Fenster zum Hof, Psycho et. sind ja schon mal wichtige Vertreter.
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