Unrest - Schrei nicht, du weckst die Toten - Jason Todd Ipso

Moderator: jogiwan

Unrest - Schrei nicht, du weckst die Toten - Jason Todd Ipso

Beitragvon horror1966 » 10. Feb 2011, 18:30

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Unrest - Schrei nicht, du weckst die Toten
(Unrest)
mit Corri English, Marisa Petroro, Ben Livingston, Abner Genece, Derrick O'Connor, Scot Davis, Joshua Alba, Jay Jablonski, Reb Fleming, Anna Johnson, J.C Cunningham, Terence Goodman, Rhett Willman
Regie: Jason Todd Ipson
Drehbuch: Jason Todd Ipson
Kamera: Michael Fimognan
Musik: Michael Cohen
Keine Jugendfreigabe
USA / 2006

Die Medizinstudentin Alison und ihre Studienkollegen Rick, Carlos und Brian trifft es am ersten Studientag des neuen Semesters knallhart: sie müssen in der Pathologie antreten. Tag für Tag experimentieren sie unter der Anleitung ihres Dozenten Dr. Blackwell an den Toten. Für die einen der reinste Nervenkitzel, für die anderen der blanke Horror. Als die Leiche einer schrecklich entstellten Frau eingeliefert wird, häufen sich zunächst rätselhafte Ereignisse, die sich zu einem nicht enden wollenden Albtraum für Alison und ihre Kommilitonen steigern: Leichen verschwinden, andere erwachen scheinbar zum Leben, Studenten verlieren den Verstand oder auf grausame Art und Weise das Leben - und für alles scheint die Tote verantwortlich zu sein...


Als seinerzeit dieser Film erschien, wirbelte er ja gerade durch den Aufdruck "mit echten Leichen" jede Menge Staub auf. Auch für mich war dies der Grund, dieses Werk erst einmal zu boykottieren, da diese Werbungs-Strategie doch eher ziemlich geschmacklos erschien. Nun bin ich allerdings doch noch in den Genuss dieses Filmes gekommen und bin ehrlich gesagt ganz froh darüber, da er mir persönlich sehr gut gefallen hat, weshalb ich auch die ansonsten eher mittelmäßigen Kritiken nicht so ganz nachvollziehen kann. Sicher, es gibt bestimmt jede Menge Leute, die sich insbesondere im Bezug auf den vorhandenen Härtegrad viel mehr versprochen haben, bewegt sich dieser doch eher in einem recht überschaubaren Rahmen. Jedoch wurde von Regisseur Jason Todd Ipson in seinem Langfilm-Debut genau das richtige Maß an Härte und Blut gefunden, um die Geschichte nicht zu übertrieben und reisserisch darzustellen. Es gibt nämlich durchaus einige ziemlich blutige Passagen, die in ihrer Anzahl vollkommen ausreichend sind.

Vielmehr als Blut und Härte empfand ich dieses Werk in atmosphärischer Hinsicht absolut überzeugend, denn durch den gewählten Schauplatz des Krankenhauses in dem sich der Großteil der Story abspielt entfaltet sich eine herrlich dichte Atmosphäre, die beim Zuschauer ein einerseits sehr beklemmendes aber auch ein bedrohliches Gefühl vermittelt, wodurch in diversen Passagen so manche Gänsehaut aufkommen kann, die einen ganz unwillkürlich überzieht. Die scheinbar endlos langen Gänge auf den einzelnen Stationen vermitteln dabei eine Eiseskälte, so das ein gewisses Unbehagen in einem aufsteigt und man sich streckenweise nicht sehr wohl in der eigenen Jaut fühlt. Zudem erschließt sich mir auch nicht das Argument einiger Leute, das "Unrest" ein äusserst langweiliger Film wäre, verfügt doch die sehr interessante Geschichte über einen straff gezogenen Spannungsbogen, der zwar einige eher kleine Einbrüche zu verzeichnen hat, aber insgesamt gesehen doch mehr als ordentlich geraten ist.

Hauptsächlich ist es aber die Thematik des Filmes an sich, die eine ungeheure Faszination überträgt die ich auf jeden Fall verspürt habe. Dabei sollte man anmerken, das die Story zwar nicht unbedingt extrem innovativ gestaltet ist, man hat das Geschehen schon einmal so oder so ähnlich in ähnlich gelagerten Genre-Vertretern gesehen, doch sind hier altbekannte Zutaten ordentlich und sehr spannend in Szene gesetzt worden und sorgen so eigentlich ganzzeitig für äusserst kurzweilige Gänsehaut-Unterhaltung, die man sich sehr gut anschauen kann. In weiten Teilen entfachen die Ereignisse ein richtig schönes Horror-Feeling, an dem man als Fan des Genres durchaus seine Freude haben kann. Und auch im Bezug auf die hier agierenden Schauspieler gibt es prinzipiell keinerlei Grund zur Beanstandung, man wird zwar nicht unbedingt mit herausragenden Leistungen bedient und auch ein zukünftiger Oscar-Gewinner ist nicht zu erkennen, doch die gezeigten Leistungen können sich jederzeit sehen lassen und sind für diesen Film vollkommen ausreichend.

Letztendlich erfindet "Unrest - Schrei nicht, du weckst die Toten" das Horror-Genre keinesfalls neu und die schon erwähnte Marketing-Strategie muss man nicht zwangsweise gutheißen, aber der Film bietet sehr kurzweilige und interessante Horror-Unterhaltung, die insbesondere in atmosphärischer Hinsicht sehr gut punkten kann. Einige unlogische Verhaltensweisen diverser Personen und kleinere Logiklöcher können einen insgesamt recht guten Gesamteindruck nicht trüben. Ob das Werk von Jason Todd Ipson einen nachhaltigen Eindruck beim Zuschauer hinterlässt, lasse ich einmal dahingestellt, aber zum einmaligen Anschauen ist er definitiv hervorragend geeignet.


Fazit:


"Unrest" ist ganz bestimmt kein Meisterwerk, aber für ein Langfilm-Debut kann sich dieser Film auf jeden Fall sehen lassen. Jason Todd Ipson hat altbewährte Zutaten zusammengemischt und einen größtenteils spannenden Grusler geschaffen, der Fans des Genres gefallen dürfte. Langweilig ist die Geschichte auf keinen Fall, beinhaltet sie doch einige sehr düstere und unheilvolle Momente, die auch beim Betrachter für ein gewisses Kribbeln sorgen können. Natürlich sind die Geschmäcker verschieden, aber anschauen sollte man sich dieses Werk unbedingt.


7/10
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Re: Unrest - Schrei nicht, du weckst die Toten - Jason Todd

Beitragvon untot » 9. Jul 2011, 00:05

Blöd, fantasielos, nervig, öde, uninspiriert, schlechtes Drehbuch, mittelmäßige Schauspieler, solche Filme gibts wie Sand am Meer, bin mittlerweile übersättigt und mag mir sowas einfach nimmer gerne anschauen.

4/10
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