Psycho IV: The Beginning - Mick Garris

Moderator: jogiwan

Psycho IV: The Beginning - Mick Garris

Beitragvon kinski » 1. Feb 2012, 18:23

Psycho IV: The Beginning

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Produktionsland : USA
Produktionsjahr : 1990

Genre : Horror / Mystery / Thriller
Lauflänge : 96 MInuten
Freigabe : ab 16 Jahre

Regie : Mick Garris
Drehbuch : Joseph Stefano

Darsteller : Anthony Perkins, Henry Thomas, Olivia Hussey, CCH Pounder, Warren Frost
Donna Mitchell, Thomas Schuster, Sharen Camille, Bobbi Evors, John Landis

Inhalt :
Fran Ambrose ist Moderatorin der Radio-Talkshow „Talk Of The Town“, das an diesem Abend „Muttermord“ zum Thema hat. Norman Bates, ein großer Fan dieser Radiosendung, ruft unter dem Namen „Ed“ an und erzählt den gebannten Zuhörern seine erschreckende Lebensgeschichte. Wie ihn seine Mutter in seinen jungen Jahren psychisch misshandelte, ihn hysterisch in Frauenkleider steckte, um seine erwachende Männlichkeit zu unterdrücken, wie er sie und andere tötete und warum er noch einmal töten WIRD. Nachdem längst klar ist, dass es sich um den berüchtigten Norman Bates handelt, teilt dieser der geschockten Fran per Telefon mit, dass er vorhat, seine schwangere Frau zu töten, um zu verhindern, dass sich seine bösen, kranken Gene womöglich auf das Kind übertragen. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt ... (Quelle: die-besten-horrorfilme.de)
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Re: Psycho IV: The Beginning - Mick Garris

Beitragvon kinski » 1. Feb 2012, 18:26

Nach dem dritten, etwas schwächeren Teil musste man befürchten, dass es im vierten und finalen Teil noch weiter nach unten gehen würde. Doch PSYCHO IV kriegt überraschenderweise die Kurve und ist für mich neben dem Original eindeutig der stärkste Teil der Reihe. Und das liegt zum großen Teil auch daran, dass Anthony Perkins zum ersten Mal jemanden an seiner Seite hat, der eine ähnliche starke Leistung bietet wie er selbst: Olivia Hussey. Sie stellt Normans böse, durchtriebene Mami dar ... und man nimmt ihr diese Rolle jede einzelne Sekunde ab. Bedenkt man, welche Rollen die Hussey sonst so spielt, so muss man ihre Darstellung schon als echte Glanzleistung bezeichnen.

Mit PSYCHO IV begeht man zum Glück nicht den gleichen Fehler wie mit dem dritten Teil. Anstatt noch einmal anzuschließen geht man einfach zurück an die Anfänge und schildert in Rückblenden, wie Norman Bates zu dem wurde was er ist. Das ist in manchem Phasen durch die Radioshow etwas konstruiert wirkend, wird jedoch durch die gute Leistung der beiden Hauptdarsteller und der exzellenten Atmosphäre wettgemacht.

PSYCHO IV ist ein sehr starker Abschluss der Psycho-Reihe, wobei man natürlich nicht wissen kann, ob irgendwann nicht noch ein weiterer Teil gedreht worden wäre, wenn Perkins nicht 1992 gestorben wäre. So aber rundet dieser Streifen die Story ab und bietet dem Zuschauer ein Finale, mit dem man durchaus leben kann.

9/10

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Re: Psycho IV: The Beginning - Mick Garris

Beitragvon buxtebrawler » 1. Feb 2012, 19:29

9/10 für einen Mick-Garris-Film? Wenn der das liest, wird er vermutlich selbst ungläubig mit dem Kopf schütteln :D

"The Beginning", nun gut... Bates am Telefon (wieder hervorragend gespielt von Perkins) erzählt einer Radiomoderatorin von seiner schweren Kindheit und plant den nächsten Mord.

Ok, seine Mutter hat man sich etwas anders vorgestellt, aber die Rückblenden sind mitunter schon sehr krank und bedrückend. Ihr entscheidender Nachteil: Sie müssen ohne Anthony Perkins auskommen. Den jungen Norman Bates übernimmt ein bemühter Jungschauspieler, der natürlich nie an Perkins heranreicht. Weiteres ganz großes Manko: Man schmiss die Story-Elemente bzgl. Normans Tante etc., die in Teil II und III einflossen, komplett über den Haufen. Ich hasse sowas. Der Teil der Story, der in der Gegenwart spielt (Bates ist entlassen, hat seine Psychiaterin geheiratet und sie erwartet ein Kind von ihm. Er will beide töten, weil er glaubt, dass seine Gene für seine Taten verantwortlich wären und er keinen Mörder-Sohn haben will), ist an den Haaren herbeigezogen und wirkt ebenso wie das Happy End und die Schlusspointe völlig aufgesetzt und unglaubwürdig. Hätte man um einiges besser machen können.

Kein schlechter Film, aber auch kein würdiger Abschluss der Reihe.
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Psycho IV: The Beginning - Mick Garris

Beitragvon horror1966 » 1. Feb 2012, 19:59

In diesem vierten Teil wird nun von Norman Bates selbst die Vorgeschichte erzählt. Norman ist mittlerweile verheiratet und seine Frau ist schwanger. Aus diesem Grunde will er seine Frau töten, weil er Angst hat, das sein Kind so werden könnte, wie er. In mehreren Telefonaten mit einer Radio - Moderatorin erzählt er dieser seine Lebensgeschichte, wie alles begann.

Es ist schon recht interessant, die Vorgeschichte von Norman Bates zu erfahren und warum er so geworden ist, wie er ist. Trotz allem handelt es sich bei diesem Teil meiner Meinung nach um den schwächsten Teil der Reihe, was aber nicht heissen soll, das er nicht sehenswert wäre. Die Vorgeschichte an sich finde ich sogar sehr gut in Szene gesetzt und auch recht interessant erzählt.

Das Problem des Films ist meiner Meinung nach die Armosphäre, die sich nicht so recht entwickeln will. Es fehlt irgendwie an Dichte und Bedrohlichkeit, was daran liegen mag, das der Film wie eine Konferenzschaltung zwischen Gegenwart und Vergangenheit wirkt. Meinem Empfinden nach wird durch die ständigen Sprünge dem Film die Atmosphäre genommen. Auch Spannung baut sich nicht so richtig auf, es gibt für den Zuschauer irgendwie nicht dieses beklemmende Gefühl, was die ersten beiden Teile noch ausgezeichnet hat.

Der Film ist aber trotz allem sehenswert und interessant, man sollte ihn nur eher als Tatsachenbericht über Norman Bates Jugend sehen, denn so wirkt der Film auf den Zuschauer, jedenfalls empfinde ich das so.




6/10
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