Psycho - Alfred Hitchcock (1960)

Moderator: jogiwan

Re: Psycho - Alfred Hitchcock

Beitragvon dr. freudstein » 18. Jul 2011, 23:55

aus irgendeinem Magazin (deutschsprachig)

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Re: Psycho - Alfred Hitchcock

Beitragvon horror1966 » 19. Jul 2011, 00:02

Das Haus ist so herrlich bedrohlich, hatte das damals bei meinem Urlaub in Florida in den Universal Studios gesehen, das war ein echt geiles Erlebnis. :thup:
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Re: Psycho - Alfred Hitchcock

Beitragvon dr. freudstein » 19. Jul 2011, 00:35

horror1966 hat geschrieben:Das Haus ist so herrlich bedrohlich, hatte das damals bei meinem Urlaub in Florida in den Universal Studios gesehen, das war ein echt geiles Erlebnis. :thup:


:o :D :D
Das glaub ich dir gern :thup: Hab schon an ein Tattoomotiv dessen gedacht :oops:
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Re: Psycho - Alfred Hitchcock

Beitragvon horror1966 » 5. Feb 2012, 23:50

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Psycho
(Psycho)
mit Anthony Perkins, Vera Miles, Janet Leigh, John Gavin, Martin Balsam, John McIntire, Simon Oakland, Vaughn Taylor, Lurene Tuttle, Alfred Hitchcock, Patricia Hitchcock, Frank Albertson
Regie: Alfred Hitchcock
Drehbuch: Joseph Stefano / Robert Bloch (Roman)
Kamera: John L. Russell
Musik: Bernard Herrmann
FSK 16
USA / 1960

Die junge Marion unterschlägt 40.000 Dollar. Auf ihrer Flucht gelangt sie nachts an das, abseits der Straße gelegene "Bates Motel", das von dem schüchternen Norman Bates und seiner herrschsüchtigen Mutter geleitet wird. Aber Marions Versteck ist ein Haus der Angst und des Wahnsinns....


Nur zu oft geht man manchmal mit dem Begriff Meilenstein der Filmgeschichte etwas zu inflationär um und drückt damit viel eher die eigene Sichtweise oder gar Wunschdenken aus. Doch wenn ein Film dies Bezeichnung absolut uneingeschränkt verdient, dann ist es Hitchcock's Meisterwerk "Psycho", der nicht nur starken Einfluss auf später folgende Horrorfilme nahm, sondern ganz allgemein als absolutes Juwel der Filmgeschichte bezeichnet werden kann. Der Meister des Suspense hat mit diesem auf dem Roman von Robert Bloch basierendem Film zur damaligen Zeit eine ganze Welle an Empörung nach sich gezogen, Teile der katholischen Kirche wollten das Werk sogar verbieten lassen. Und zugegebenermaßen mag die Geschichte gerade zu Beginn der 60er Jahre extrem provokant gewirkt haben, beinhaltet sie doch vor allem für damalige Verhältnisse etliche sexuelle Anspielungen, die in Wort und Bild dargestellt werden. Hierfür stehen allein schon die Eröffnungssequenz, in der Marion mit ihrem Geliebten leicht bekleidet auf dem Bett liegt, aber wohl hauptsächlich die weltberühmte Duschszene, die wohl eine der bekanntesten Filmszenen überhaupt darstellt. Bei dieser Sequenz kommt dann auch insbesondere der Einfluss auf den späteren Slasher-Film zum Ausdruck, sind doch die eigentlichen Wurzeln ganz klar in diesem Film zu finden.

Weiterhin ist es insbesondere die Figur des Norman Bates, die nicht nur eine der großen Stärken dieses Meisterwerkes darstellt, sondern auch den damals noch jungen Anthony Perkins weltberühmt machte. Seine Darstellung des zwiegespaltenen Mannes ist wohl bis in die heutige Zeit hinein der Inbegriff des psychisch kranken Menschen. Das Schauspiel von Perkins kann man dabei nur als absolut brillant bezeichnen und selbst nach nunmehr über 50 Jahren jagt dem Zuschauer immer wieder eine Gänsehaut über den Rücken, wenn man an diese geniale Performance denkt. Neben diesen ganzen grundlegenden Höhepunkte des Filmes ist es vor allem die ganzzeitig vorherrschende Atmosphäre, die eine bei jeder erneuten Sichtung erneut in ihren Bann zieht. ganz egal wie oft man den Film schon gesehen hat, man kann sich dieser einzigartigen Grundstimmung beim besten Willen nicht entziehen. Hier kommt es "Psycho" auch noch extrem zu Gute, das die Geschichte damals noch in s/w abgedreht wurde, was das gesamte Geschehen noch viel bedrohlicher-und extrem düster erscheinen lässt. Schon der Blick auf das hinter dem Motel aufragende Wohnhaus lässt den Betrachter immer wieder erschauern und für kein Geld der Welt möchte man auch nur einen Fuß in diese Wohnstätte setzen.

Das während der gesamten Laufzeit ein äusserst straff gezogener Spannungsbogen die Geschichte begleitet, muss man nicht explizit erwähnen, denn jeder, der diesen Film schon einmal gesehen hat wird die schweissnassen Hände nie vergessen, die einen die gesamte Laufzeit über begleiten. Der perfekt gewählte Score von Bernard Herrmann tut sein Übriges, um das gruselige Geschehen noch stärker zu intensivieren, so das alle Komponenten zusammengenommen ein perfektes Seherlebnis präsentieren, das man nie wieder vergessen wird. Hitchcock hat mit diesem Film wirklich einen Eckpfeiler in seiner eigenen Filmografie aufgestellt, in der es vor Highlights nun wirklich nur so wimmelt. Für mich persönlich handelt es sich dabei um sein absolut bestes Werk, denn kaum ein Film hat einen so bleibenden Eindruck in meinem Gedächtnis hinterlassen, wie es bei "Psycho" der Fall ist. Das Gesamtwerk ist ganz einfach geradezu revolutionär, was man aus heutiger Sicht vielleicht nicht mehr ganz nachvollziehen kann. Jedoch sollte man die Entstehungszeit des Werkes nicht ausser acht lassen, wurden hier doch gerade für den Beginn der 60er Jahre echte Tabu-Themen aufgegriffen. Dabei ist es vollkommen egal, ob man sich dabei auf die sexuellen Anspielungen, die neuartigen Slasher-Elemente oder die Krankheitsgeschichte des Norman Bates bezieht. Vor 50 Jahren ist man mit diesen Themen nicht ansatzweise so locker umgegangen, wie es heute der Fall ist.

Im Endeffekt handelt es sich hier um einen wirklichen Meilenstein der Filmgeschichte, der nicht umsonst absoluten Kultstatus besitzt. Für manch einen mag die Geschichte aus heutiger Sicht eventuell angestaubt und etwas antiquiert erscheinen, jedoch sollte man dieses Meisterwerk nicht an seinem Härtegrad messen, sondern als ein Stück revolutionierende Filmgeschichte, an dem sich viele Regisseure bei der Gestaltung ihrer Filme orientiert haben. Das 1998 erschienene Remake dieses Klassikers sollte man sich allerdings besser ersparen und das nicht nur, weil es sich um eine sehr schlechte 1:1 Kopie handelt. Denn vor allem im darstellerischen bereich wird man dort eine ganz herbe Enttäuschung erleben, was sich in erster Linie in der Performance eines Vince Vaughn biederschlägt, der in der Rolle des Norman Bates vielmehr wie eine groteske Witzfigur erscheint, als das er der Figur Authenzität und Glaubwürdigkeit verleihen würde. Zum Ende sollte noch erwähnt werden, das dieser geniale Film nur in der geschnittenen Form auf DVD erhältlich ist und dieser traurige Umstand bezieht sich nicht nur auf Deutschland. Dabei lief "Psycho" erstaunlicherweise mehrere Male ungeschnitten im Free-Tv, doch auch diese Zeiten sind mittlerweile vorbei. So bleibt die Hoffnung auf eine ungeschnittene Version auf DVD wohl eher nur ein Wunschtraum und man muss sich mit der restaurierten Cut-Fassung zufrieden geben.


Fazit:


Auch nach weiteren 50 Jahren wird dieser Film sein Publikum immer noch begeistern-und faszinieren, denn "Psycho" zählt ganz sicher zu den filmischen Werken, die nie an Reiz-und Faszination verlieren. Hier handelt es sich um eine große Hinterlassenschaft eines brillanten Regisseurs, der sich allein schon aufgrund dieser Produktion nahezu unsterblich gemacht hat und vor dem man sich in Gedanken nur ehrfurchtsvoll verneigen kann.


10/10
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Re: Psycho - Alfred Hitchcock

Beitragvon dr. freudstein » 13. Nov 2012, 00:35

Quasi die Lunte für weitere geisteskranke/verwirrte Massenmörder, die ihren Weg auf die Leinwand fanden. Als Vorbild galt wohl ED GEIN und auch der Psychiater in HALLOWEEN fand hier seinen Namen "Sam Loomis", aber noch ohne Doktortitel. Einfach gemacht, aber wirkungsvoll. Die junge Janet Leigh (Mutter von Jamie Lee Curtis und auch z.B. in H20 zu sehen) in eine der berühmtesten Szene unter der Dusche, die oft kopiert wurde. Zeitloser Klassiker für die Ewigkeit gemacht.
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Re: Psycho - Alfred Hitchcock

Beitragvon buxtebrawler » 19. Dez 2013, 18:55

„Der beste Freund für einen Mann ist seine Mutter!“

Der britische Regisseur Alfred Hitchcock galt als Meister der Spannung – ein Ruf, den er insbesondere mit seinem 1960 veröffentlichten, komplett in Schwarzweiß und in US-Produktion gedrehten Psycho-Thriller „Psycho“ verfestigte. Der Film gilt bis heute als Meisterwerk und wurde zu einem unzählige Filmemacher inspirierenden Genrewerk sowie Prototypen des Slasher-Films. Er basiert auf dem (mir unbekannten) gleichnamigen Roman Robert Blochs, der von den wahren Ereignissen um den Serienmörder Ed Gein inspiriert wurde.

Die Büroangestellte Marion Crane (Janet Leigh, „The Fog – Neben des Grauens“) unterhält eine heimliche voreheliche Beziehung zu ihrem Liebhaber Sam Loomis (John Gavin, „Zeit zu leben und Zeit zu sterben“), der über finanzielle Sorgen klagt und sie deshalb nicht heiraten könne. Eines Tages wittert sie die Chance, zu schnellem Geld zu kommen, und unterschlägt 40.000 $ in bar eines reichen Texaners. Sie setzt sich in Richtung Kalifornien ab und sucht schließlich in Bates Motel für eine Nacht Zuflucht vor dem Wetter. Dort wird sie unter der Dusche erstochen. Motel-Besitzer Norman Bates (Anthony Perkins) lässt die Leiche und Marions Auto verschwinden und verwischt sämtliche Spuren. Marions Schwester Lila (Vera Miles, „Blutweihe“) und Sam betreiben Nachforschungen und engagieren den Privatdetektiv Milton Arbogast (Martin Balsam, „Der Clan, der seine Feinde lebendig einmauert“). Sie kommen einem düsteren Geheimnis auf die Spur…

„Gegen das Pech im Leben gibt’s bekanntlich keine Pillen!“

Für „Psycho“ tat Hitchcock gut daran, im Vorfeld weitestmöglich dafür Sorge zu tragen, dass niemand seinem Publikum zu viel verriet, denn dass der bis dahin als Hauptrolle etablierte Charakter bereits ca. zur Hälfte aus der Handlung herausgemordet wird, sollte eine genauso überraschende Wendung bleiben wie die finale Auflösung der Ereignisse, der entscheidende Aha-Effekt der Geschichte. Beides sind herausragende Schockmomente der Kinohistorie geworden, die sich tief ins kollektive Bewusstsein eingebrannt haben und seither unaufhörlich zitiert werden. Doch damit der Film auch sowohl bei Kenntnis seiner Twists als auch bei erneuten Sichtungen funktioniert, arbeitete Hitchcock zwar gezielt auf seine Überraschungen hin, ließ jedoch auch bei allem sie Umhüllenden äußerste Sorgfalt walten und wandte all sein inszenatorisches Geschick dafür auf, „Psycho“ zu einem wunderbar gealterten, monumentalen Filmereignis zu machen.

Mittels neugieriger Kamerafahrten und -perspektiven sowie eines Weltruhm erlangten Streicher-Soundtracks rückt er an der Sitte und Moral der auslaufenden 1950er rüttelnde Motive von vorehelichem Sex über Unterschlagung/Diebstahl und aus dem Alltag auszubrechender junger Frauen bis hin zu Unterwäscheszenen, dem sprichwörtlichen nackten Entsetzen eines Mords unter der Dusche sowie der Konfrontation mit psychopathologischen, ödipalen Komplexen innerhalb der einfachen Landbevölkerung ins Licht der Leinwand. Die Mordszene unter der Dusche ist ein Paradebeispiel für die Kraft von Andeutungen und versierter Schnitttechnik, denn entblößte Geschlechtsorgane oder blutige Einstiche bekommt man in der nur scheinbar expliziten Sequenz nicht zu sehen, dafür geht die staccatoartige Musik wahrlich durch Mark und Bein. In Kombination mit klassischen Stilelementen wie prasselndem, unwetterartigem Regen beim Begeben in Gefahrsituationen oder der geheimnisvoll-düsteren Ausleuchtung des Bates-Wohnhauses, die aus ihm einen wenig einladenden, schattenhaften, unheimlichen Ort macht, gelingt es Hitchcock, eine Atmosphäre des Grusels, der inneren Anspannung und des nahenden Unheils selbst in scheinbar unspektakuläre Momente zu projizieren. Entscheidend dazu bei tragen die Schauspieler: Janet Leigh spielt ihre Nervosität als unerfahrene Diebin sehr gut und mitleidserregend, vor allem nachvollziehbar. Hitchcock unterstützte sie zusätzlich, indem er sie sich hörbar für den Zuschauer die Dialoge ausmalen ließ, die erfolgen würden, nachdem der Diebstahl bemerkt werden würde. Größter Glücksgriff für die männliche Hauptrolle war natürlich der unscheinbare Anthony Perkins für die Rolle eines der bekanntesten Muttersöhnchen der Kinogeschichte. Zunächst ein freundlicher, zuvorkommender, schüchterner junger Mann, beginnt die Stimmung umzuschlagen, sobald man den Gesprächen mit seiner „Mutter“ unfreiwillig beiwohnt und ist sie nahezu im Eimer, wenn er im gleichen Atemzug über Frauen zu philosophieren beginnt, wie er seiner Leidenschaft fürs Ausstopfen von Tieren zum Ausdruck bringt. Allen Charakteren gemein ist, dass sie etwas zu verbergen haben, was zu beim einen mehr, beim anderen weniger Nervosität führt und subtil zur beunruhigenden Stimmung des Films beiträgt. Auf ein Gut/Böse-Schema wird weitestgehend verzichtet, Marions kriminelle Handlung ist verständlich und selbst Bates wirkt mehr erbarmungswürdig als alles andere, ihn zu hassen scheint nicht möglich. Diese differenzierte Charakterzeichnung fordert den Zuschauer heraus, statt an seine niedere Instinkte zu appellieren. Sein Händchen für grandiosen Spannungsaufbau beweist Hitchcock beim Mord an Arbogast – Szenen wie diese versetzen auch Jahrzehnte später noch jeden Filmfreund in Verzückung. Gegen Ende offen zu Tage tretende morbide Masken und Tricktechniken sind schaurig-schön und verdeutlichen den Horroraspekt des Films.

Hitchcocks Auseinandersetzung mit dem Krankheitsbild einer gespaltenen Persönlichkeit und dessen Ausarbeitung zu einem stil- und genreprägenden Psycho-Thriller ist ein Meilenstein der Filmgeschichte, lässt sich alle Jahre wieder wie ein guter Wein genießen und ob seiner enorm würdevollen Alterung bestaunen. „Psycho“ stand Pate für einige der unterhaltsamsten Filme, Filmreihen und Subgenres der Filmgeschichte. Als frühes Beispiel sei unbedingt William Castles „Mörderisch“, mit dem dieser noch einen draufzusetzen versuchte, genannt, über zahlreiche Prä-Slasher bis hin zu den in Serie gehenden Psycho-Killern, die mit Michael Myers in John Carpenters „Halloween“ ihren Anfang nahmen – ein Film, in dem Janet Leighs Tochter Jamie Lee Curtis die weibliche Hauptrolle bekleidet und als unmissverständliche Verneigung vor Hitchcocks Klassiker Myers‘ Gegenspieler Sam Loomis getauft wurde. Ganz zu schweigen von „Freitag der 13.“, der die Mutter-Sohn-Beziehung aus „Psycho“ kurzerhand umkehrte. Danke, Mr. Hitchcock!
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Psycho - Alfred Hitchcock

Beitragvon Adalmar » 20. Dez 2013, 11:31

Dass hiervon keine ungekürzte Version auf dem Markt verfügbar ist, gehört m. E. zu den traurigsten Begebenheiten der Heimvideo-Geschichte. Kann doch nicht wahr sein. Was ist da eigentlich das verdammte Problem? Universal muss doch der letzte Drecksladen sein. Da könnte ich mich echt drüber aufregen.

Die Zensurgeschichte ist hier sowieso unglaublich, wenngleich vor dem damaligen Hintergrund (USA/Hays Code) nicht ungewöhnlich.

Zitat Wikipedia:

Die Duschszene wurde von der Hays-Code-Zensurbehörde mehrmals zurückgewiesen. Einmal behaupteten die Zensoren, eine Brustwarze erkannt zu haben. Hitchcock schickte die Szene unverändert zurück, woraufhin sie nicht weiter beanstandet wurde.

In den USA nahmen die Zensoren vor allem an der offenen Toilette Anstoß. Psycho war der erste amerikanische Film, in dem man eine Toilettenspülung zu sehen und zu hören bekam.[14] Die Szene wurde nur deshalb nicht herausgeschnitten, da sie ein wichtiger Bestandteil der Handlung ist (Lila und Sam finden Marions Zettel in der Toilette). Die Verwendung des Wortes Transvestit wurde erst gestattet, nachdem Joseph Stefano bewiesen hatte, dass es sich dabei um einen medizinisch-psychologischen Fachbegriff handelt.


:palm:
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Re: Psycho - Alfred Hitchcock

Beitragvon ugo-piazza » 20. Dez 2013, 17:44

Adalmar hat geschrieben:Dass hiervon keine ungekürzte Version auf dem Markt verfügbar ist, gehört m. E. zu den traurigsten Begebenheiten der Heimvideo-Geschichte. Kann doch nicht wahr sein. Was ist da eigentlich das verdammte Problem? Universal muss doch der letzte Drecksladen sein. Da könnte ich mich echt drüber aufregen.


Was fehlt denn da?
Onkel Joe hat geschrieben:Die Kunst im Leben ist es, immer einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird.


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Re: Psycho - Alfred Hitchcock

Beitragvon horror1966 » 20. Dez 2013, 17:47

ugo-piazza hat geschrieben:
Was fehlt denn da?


http://www.schnittberichte.com/schnittb ... hp?ID=1921
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Re: Psycho - Alfred Hitchcock

Beitragvon jogiwan » 8. Nov 2018, 07:44

schnittberichte.com hat geschrieben:Alfred Hitchcocks Psycho weltweit erstmals uncut auf Blu-ray von Turbine Medien

Deluxe Edition mit zusätzlichen Szenen aus deutscher TV-Fassung & weiteren Teilen

Alfred Hitchcocks Psycho aus dem Jahre 1960 ist nicht nur einer der ganz großen Klassiker der Filmgeschichte, sondern auch ein legendärer Zensur-Fall. Ausgerechnet im deutschen Fernsehen konnte man vereinzelt eine Fassung entdecken, die an drei markanten Stellen gegenüber der weltweit identisch auf DVD und Blu-ray ausgewerteten Version länger ist: Norman beobachtet Marion beim Ausziehen des BHs, schaut auf seine blutigen Hände und sticht länger auf Arbogast ein. Auch auf einer deutschen VHS konnte man diese Momente entdecken, allerdings war diese wiederum beim legendären Duschmord sowie weiteren Szenen zensiert und somit nicht mehr zu empfehlen.

Gerüchte über eine Neuauswertung von Turbine Medien mit Fokus genau auf diese Zensur-Problematik gab es schon länger und nun wurde das Set endlich offiziell angekündigt. Am 31. Januar 2019 wird eine "Legacy Collection" erscheinen, die zusätzlich noch als "Deluxe Edition" bezeichnet wird. Wie schon bei Blues Brothers, dem Turbine eine Sammler-Edition mit exklusiv komplett in Deutsch synchronisierter Extended Version spendierte, kooperiert das Label hier mit Universal Pictures. Das Wichtigste gleich vorweg: Die weltweit erstmals in HD rekonstruierte Uncut-Fassung von Psycho wird hier enthalten sein und das sogar in zwei Varianten, wie uns Turbine auf Rückfrage nochmal detailliert erklärte.

Beide sind ungekürzt und nutzen das englische HD-Master als Basis, die Uncut-Inserts wurden dann jeweils von einer qualitativ ähnlich guten HD-Abtastung einer ungekürzten deutschen Kopie eingefügt. Wie man in den verlinkten Schnittberichten nachlesen kann, gab es zusätzlich noch eine kurze Aufnahme mit einem für Deutschland ausgetauschten Brief von Sam an Marion sowie weitere Texttafeln & Credits, die man damals für die deutsche Auswertung in übersetzter Form anfertigte. Das hat man hier auch noch beachtet und speziell für die deutschen Interessenten zusätzlich eine Fassung "mit deutschem Bildmaster" erstellt, bei der all diese Momente von der deutschen HD-Abtastung in das bestehende HD-Master eingefügt wurden.

Wie man an der Anzahl an Discs schon erahnen kann, hat man sich aber nicht nur auf Hitchcocks Klassiker konzentriert. Auch der 1983 entstandene Psycho II, sowie die 1986 und 1990 nachgeschobenen Fortsetzungen Psycho III und Psycho IV - Die Begegnung werden in dem Set enthalten sein. Das 1998 entstandene Psycho-Remake und der bereits 1987 veröffentlichte Spin-Off-Film Bates Motel haben auch ihren Platz gefunden. Abgerundet wird das Paket durch ein 120-seitiges Hardcover-Buch, mehr als 12 Stunden Bonusmaterial inkl. einer Doku in Spielfilm-Länge über die Duschszene und ein paar Goodies (Artcards, Poster, Brief-Repliken aus dem Film, einen Original Briefbogen-Block sowie einen "Do not disturb"-Türhänger aus Bates Motel).


quelle: https://www.schnittberichte.com/news.php?ID=13494
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