Hellblock 13 - Paul Talbot

Moderator: jogiwan

Hellblock 13 - Paul Talbot

Beitragvon horror1966 » 9. Jun 2012, 15:42

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Hellblock 13
(Hellblock 13)
mit Gunnar Hansen, Debbie Rochon, Jon Miller, Brian Kelly, Jeff Jordan, Amy R. Swaim, Bill Roberson, Kirk Bair, Bob Hungerford, Jessica Dunning, Rick Migliore, Michele Affronte, Marie Talbot, Jennifer Peluso, David G. Holland
Regie: Paul Talbot
Drehbuch: Jeffrey Miller / Michael R. Smith / Paul Talbot
Kamera: Paul Cornwall
Musik: Andrew Scott Foust / Kirk Luther / Eric Martin
Ungeprüft
USA / 1999

Eine zum Tode Verurteilte bekommt Besuch von ihrem Henker, der vorher gerne mit seinen Opfern redet, um sein Gewissen zu beruhigen. Die Verurteilte erzählt ihm drei gruselige Geschichten und am Ende ist alles anders als erwartet...


Immer wieder trifft man auf diverse Filme, deren Daseinsberechtigung man sich nicht so ganz erklären kann und "Hellblock 13" fällt ganz eindeutig in diese Kategorie. Was sich in der knappen Inhaltsangabe noch einigermaßen interessant anhört, entpuppt sich dann doch als äusserst lahme Inszenierung, der man nicht wirklich viel abgewinnen kann. Das einzig Positive an diesem Filmchen ist eigentlich das Wiedersehen mit Gunnar Hansen, der 1974 die Rolle des Leatherface in Tobe Hooper's "The Texas Chainsaw Massacre" spielte. Ansonsten präsentieren sich dem Zuschauer hier 3 Kurzgeschichten, die angeblich recht gruselig sein sollen, nach Sichtung des Werkes von RegisseurPaul Talbot muss man allerdings enttäuscht feststellen, das man vergeblich nach einem echten Grusel-Feeling gesucht hat, das in keiner Phase des Filmes auch nur annähernd entstehen will.

Dafür wird man mit ziemlich unterirdischem Schauspiel gequält, denn die dargebotenen Leistungen spotten eigentlich jeder Beschreibung. Sämtliche Darsteller wirken seltsam hölzern und nicht selten überkommt einen das Gefühl, es mit einer geballten Ladung Unvermögen zu tun zu haben. Hinzu kommt die sehr gewöhnungsbedürftige deutsche Synchronisation, die schon an akkustische Vergewaltigung grenzt, sämtliche Dialoge erscheinen vollig künstlich und aufgesetzt, was allerdings nahezu den absolut billigen Eindruck unterstützt, den man von dieser Low Budget Produktion gewinnt. Es fehlt an allen Ecken und Enden, noch nicht einmal gute Ansätze sind in irgendeiner Form zu erkennen. Wenn jetzt wenigstens ein solides Maß an Spannung oder eine bedrohliche Grundstimmung vorhanden wäre, könnte man ja über so einige andere Schwächen hinwegsehen, doch auch in dieser Beziehung werden die Erwartungen noch nicht einmal teilweise erfüllt. So qoält sich der Betrachter dann auch mehr oder weniger durch die Geschichten, die äusserst belanglos und vollkommen uninspiriet erzählt werden.

Selbst wenn man dieses Werk als seichte Horror-Unterhaltung bezeichnen würde wäre das zu hoch gegriffen, da wirklich gar keine Faszination vom Geschehen ausgeht, die sich eventuell auf den Zuschauer übertragen könnte. Doch der absolute Höhepunkt dieser völlig langweiligen Produktion sind ganz eindeutig die vorhandenen Effekte, wenn man diese überhaupt so nennen darf. Da werden Wasserleichen präsentiert, deren Gesichter man anscheinend mit Knetmasse bearbeitet hat, um ein gruseliges Aussehen zu erhalten, oder ein nahezu lächerlich erscheinender "Rockerbraut-Zombie" soll einen das Fürchten lehren. Nun hat man ganz sicher schon etliche Billig-Produktionen gesehen, in denen die Masken nicht gerade gelungen waren, doch was hier geboten wird, kann man schon fast als Frechheit bezeichnen. Auch die äusserst selten auftretenden SFX kann man getrost vergessen, wie auch den Härtegrad allgemein, der in diesem Film vorherrscht. Bis auf 4-5 kurze und etwas blutige Szenen bekommt man rein gar nichts geboten, so das noch nicht einmal der geneigte Gorehound auf seine Kosten kommt und diesem Müll eventuell etwas abgewinnen könnte.

Letztendlich handelt es sich wirklich um einen Genre-Beitrag, den man sich auch hätte ersparen können. Die Macher haben im Prinzip alles falsch gemacht, was man nur falsch machen kann und haben es noch nicht einmal verstanden, ihrem Film wenigstens einen gewissen Unterhaltungswert zu verpassen. Auch Horrorvielseher dürften Schwierigkeiten bekommen, diesen Rotz bis zum bitteren Ende anzuschauen, da überhaupt nichts vorhanden ist, was man auch nur im Entferntesten als positiv bezeichnen könnte.


Fazit:


Langeweile pur, miese Effekte und grottenschlechte Darsteller sorgen hier für ein Film-Erlebnis, das man möglichst schnell wieder vergessen will. "Hellblock 13" zählt ganz eindeutig zu den Filmen, die noch nicht einmal im unteren Durchschnitts-Bereich anzusiedeln sind, den dieses Werk ist schlicht und ergreifend einfach nur schlecht. Wäre wenigstens etwas unfreiwillige Komik enthalten, könnte man noch eine Empfehlung für Trash-Liebhaber aussprechen, doch selbst in dieser beziehung ist rein gar nichts vorhanden, so das man von diesem Film nur abraten kann.


2/10
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