Porno Holocaust - Joe D'Amato (1981)

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Re: Porno Holocaust - Joe D'Amato

Beitragvon horror1966 » 10. Okt 2013, 21:08

jogiwan hat geschrieben:das Schlimme ist, ich hätte jetzt schon wieder große Lust den zu gucken - nur um hinterher dann zu behaupten, dass er doch nicht so schlimm ist, wie hier allgemein behauptet. Was ist das bloß? Helfersyndrom? :???:


Stimmt schon, der ist nämlich noch schlimmer, als man überhaupt in Worte fassen kann. Aber ich sag es ja immer wieder, im Nachbarland ticken die Uhren anders und bei unserem jogtschi doch sowieso. :mrgreen: :kicher:
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Re: Porno Holocaust - Joe D'Amato

Beitragvon jogiwan » 10. Okt 2013, 21:23

die Mischung aus Sex und Gewalt scheint insbesondere ältere Menschen ja nicht sonderlich anzusprechen. Dann lieber gleich gucken, bevor es zu spät ist... :troest:

;)
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Re: Porno Holocaust - Joe D'Amato

Beitragvon Blap » 11. Okt 2013, 10:47

jogiwan hat geschrieben:die Mischung aus Sex und Gewalt scheint insbesondere ältere Menschen ja nicht sonderlich anzusprechen. Dann lieber gleich gucken, bevor es zu spät ist... :troest:


In meinem Alter hat man zwar keinen Sex mehr, doch entsprechende Filme sprechen mich dafür mit jedem Jahr mehr an. Es wird Zeit für eine kleine Liebeserklärung an "Porno Holocaust".
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Re: Porno Holocaust - Joe D'Amato

Beitragvon untot » 12. Okt 2013, 11:51

Ich glaub ich bin noch jung genug für den Film, muss den auch endlich mal sichten! :mrgreen:
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Re: Porno Holocaust - Joe D'Amato

Beitragvon jogiwan » 28. Jun 2015, 09:53

Joe D’Amatos Film-Zwilling zu „In der Gewalt der Zombies“, der inhaltlich aber mit einer kleinen Geschichte über die Risiken radioaktiver Strahlung aber noch reduzierter daherkommt und seinen Fokus auf schier endlosen Sexszenen hat, die hier zügig aneinander gereiht werden. Leider hat einer Vielzahl dieser Szenen aber genau den gegenteiligen Effekt und auch ansonsten ist es eher schwer, an dem Streifen etwas Positives zu finden. Ich habe es versucht und bin jedenfalls gescheitert und leider dauert auch „Porno Holocaust“ ja auch noch 110 Minuten, was die Geduld des Zuschauer zusätzlich auf die Probe stellt. Fast scheint es, dass der Film einzig und allein nur deswegen gedreht worden ist, um „In der Gewalt der Zombies“ nachträglich noch etwas besser dastehen zu lassen, denn der hat neben seiner unseligen Kombination aus Sex und Horror wenigstens noch eine Prise Südsee-Mystery bzw. Laura Gemser und nicht so ein Alibi-Vehikel von einer Geschichte, das dann auch noch George Eastman in einer belanglosen Nebenrolle verbrät. Die deutsche Synchronisation passt sich übrigens perfekt dem sonstigen Treiben an und ist ebenfalls ganz großer Mist.
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Re: Porno Holocaust - Joe D'Amato (1981)

Beitragvon Blap » 28. Jun 2015, 10:06

Kommt Zeit, kommt Oberschmuddel. Ja, "Porno Holocaust" ist schon eine Art Härtetest, der nächste Schritt nach "In der Gewalt der Zombies". Geht nicht immer, doch in der geeigneten Stimmung ...

Die Unendlichkeit der Nichtigkeit, Fleischpeitschen in den Röhren ratloser Rappelhasen.

Geht!
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Re: Porno Holocaust - Joe D'Amato (1981)

Beitragvon Salvatore Baccaro » 28. Sep 2017, 09:34

Gestern überkam es mich wieder: PORNO HOLOCAUST in der hübsch verranzten Astro-DVD, die ich neulich in einer Kiste meines Kellers gefunden hatte, musste in das Laufwerk des Laptops...

Nach wie vor bin ich begeistert von diesem Horror-Porno-Hybriden, der es schafft, weder zu irgendeiner Sekunde sexuell anregend noch auch nur ansatzweise spannend zu sein. D'Amatos inflationärer Einsatz von Monster-POV, unterlegt mit ekelhaftem Keuchen; die Tatsache, dass, bevor die "Handlung", die dann im Grunde nichts anderes ist als eine lauwarme Dekonstruktion der Prämisse von ANTHROPOPHAGUS, einigermaßen in die Gänge kommt, erst einmal eine knappe Stunde mit Rudelbumsen auf dem Festland verbummelt wird; die unfassbare Musik von Nico Fidenco, die, im Zusammenprall mit dem Filmtitel im Vorspann, mir noch immer die Kinnladen nach unten zerrt; dass D'Amato es sich nicht nehmen lässt, selbst in einer Nebenrolle mitzuwirken, und dabei den unauffälligsten Spion aller Zeiten spielt; dieses sinnlose, endlose, ziellose Umherrennen auf der Insel mit diesen viel zu penetrant nachvertonten Schrittgeräuschen; das genialste Ende der Filmgeschichte angeblich weit auf offener See, obwohl man sowohl die Brandung als auch einen Statisten deutlich erkennt, der das Boot im Wellengang hält - oh Mann, ich könnte diese Liste noch eine Weile so fortsetzen, und käme der Essenz der Magie dieses Film und meiner eigenen Begeisterung trotzdem nicht so richtig auf die Schliche.

PORNO HOLOCAUST ist ein Füllhorn ohne Inhalt, in der hardcorigen Langfassung zwei Stunden pures Nichts, ein elaboriertes Täuschungsmanöver: Ein Stück Illusionskino, das selbst nicht der Illusion verfällt, irgendwohin zu führen, die komplette Leugnung jeglicher Progression - weder auf der Leinwand noch außerhalb derselben - vielleicht tatsächlich das filmische Äquivalent zu abstrakten Kunstwerken wie die eines Malewitsch. Der erklärt nämlich zu seinem berühmten Schwarzen Quadrat - einer quadratischen Leinwand komplett in Schwarz: "Als ich 1913 den verzweifelten Versuch unternahm, die Kunst vom Gewicht der Dinge zu befreien, stellte ich ein Gemälde aus, das nicht mehr war als ein schwarzes Quadrat auf einem weißen Grundfeld. […] Es war kein leeres Quadrat, das ich ausstellte, sondern vielmehr die Empfindung der Gegenstandslosigkeit." Genau darum geht es auch in PORNO HOLOCAUST: Uns werden da Dinge, Menschen, Handlungsstränge vor Augen geführt, aber trotzdem: irgendwie ist nichts von alldem wirklich greifbar vorhanden = Die Empfindung der Gegenstandslosigkeit, der Sinnlosigkeit, des absoluten Leerlaufs, die heftigste Zelluloid-Verschwendung, und dennoch, dachte/fühlte ich gestern: Nie ist Zelluloid so schön verschwendet worden wie hier...
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